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Absichern
#41
Das kann man aber auch umdrehen: fahre ich brav 50km/h gibt es 300 Euronen...fahre ich zu schnell, bleibt mein Auto einfach stehen und ich stehe doof da...was tue ich?
Ich mache es mir angenehm und bleibe auch unter verschiedenen Umständen immer bei meinen 50km/h.
Ich muss zwar keine Strafe zahlen, komme aber nicht an mein Ziel weil die Karre nicht fährt. Ziel erreicht: ich fahre nach einigen Malen mit "Zwangsstopps" ordentlich im Limit.
Ganz ohne Strafe zu zahlen.
Wobei ja auch das Nichtankommen eine Strafe ist...ich verliere aber nur Zeit, zur Party zu kommen. Dürfte mituner viel wirksamer sein, weil ich mir selbst etwas extrem Erstrebenswertes vorenhtalte und das durch mein ganz eigen entschiedenes Handeln! ... Big Grin
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#42
In der Hundeausbildung von einer 100%igen Absicherung zu sprechen ist absoluter Schwachsinn.
Selbst wenn man in die Nähe kommen will hat es nichts mehr mit Hundesport zu tun.
Hunde sind keine Maschinen oder Sportgeräte.
Es gibt leider zu viele Sportfreunde die das Maß zum Ziel verlohren haben.
Nach fest ist ab!
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#43
nickel,'index.php?page=Thread&postID=124936#post124936' schrieb:Das kann man aber auch umdrehen: fahre ich brav 50km/h gibt es 300 Euronen...fahre ich zu schnell, bleibt mein Auto einfach stehen und ich stehe doof da...was tue ich?
die frage ist was tust du wenn du wirklich sehr schnell irgendwo hin willst? sagen wir mal du mußt jemanden treffen von dem du 1000 euro bekommst oder mehr, scheiß auf die 300 und das risiko das mein auto kaputt geht gehe ich ab 3000 euro gerne ein.

ich denke das es um wertigkeiten geht, und machen wir uns nichts vor, an eine strafe erinnern wir uns nicht gerne, aber lange. reizquantität wird bestimmt durch die hundequalität. die zielsetzung bestimmt die notwendigkeit.
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#44
reizquantität wird bestimmt durch die hundequalität. die zielsetzung bestimmt die notwendigkeit

Mkaker hätte jetzt gesagt: nur die Harten kommen in den Garten!

MfG Detko :hallo:
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#45
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=124940#post124940' schrieb:
nickel,'index.php?page=Thread&postID=124936#post124936' schrieb:Das kann man aber auch umdrehen: fahre ich brav 50km/h gibt es 300 Euronen...fahre ich zu schnell, bleibt mein Auto einfach stehen und ich stehe doof da...was tue ich?
die frage ist was tust du wenn du wirklich sehr schnell irgendwo hin willst? sagen wir mal du mußt jemanden treffen von dem du 1000 euro bekommst oder mehr, scheiß auf die 300 und das risiko das mein auto kaputt geht gehe ich ab 3000 euro gerne ein.


Ganz einfach: wenn ich eine Strafe in Kauf nehmen muss, fahre ich eben zu schnell!! Geht mein Auto aber aus und ich komme erst gar nicht in die Nähe dieses Geldes...bin ich gleich von vornherin chancenlos.
Erhalte ich aber gar nicht erst die Möglichkeit, 1000 Euro zu bekommen, weil einzig und alleine ICH bestimme, wie flott ich ans Ziel komme...fahre ich eben die erlaubten km/h und wenn ich dann noch merke: jawoll, auch mit 50km/h erhalte ich meine Kohle und sogar noch einen Bonus - erklärt sich die weitere Fahrweise wohl von selbst.

Noch ein Beispiel: ich trage Zeitungen aus und erhalte für 4 Stunden 100.- Ob ich nun 100 oder 200 austrage, ist egal. Alles, was aber über 200 geht, erhalte ich nochmals pro Zeitung 10.-
Was glaubst du, wieviele von den Dingern ich in 4 Stunden in die Kästen werfe??? Weil einzig und alleine ich es in der Hand habe, mich zu verbssern und meinen Egoismus zu befriedigen!
Eine 100%ige Absicherung kann man eh gar nicht erzielen; nur die Feherlquote minimieren. Und da bin ich der Meinung, dass ein freudig und frei arbeitender Hund der zuverlässigere ist.
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#46
Hallo,

klar kann der Azubi auch von sich aus unerwünschtes Verhalten zeigen. Aber das ist der Lauf der Ausbildung. Wichtig ist, wie man darauf reagiert.
Ich gehe hier einfach einmal davon aus, dass jede/r sein Tier so schonend wie möglich ausbilden möchte. Das war nach den "alten" Ausbildungsweisen nahezu unmöglich.
Man muss nur einmal bedenken, dass der Hund bei jeder Einwirkung und bei jeder Bestätigung auch immer seine Stimmung mitlernt, in der er sich gerade befindet.

Macht ein Hund beim Apport beispielsweise das Erwünschte, wie ruhiges Halten, ist dabei jedoch bedrückt oder hat gar Angst, wird er auch diese Stimmung a) für diese ÜBung lernen oder schlimmer - auch auf andere ÜBungen übertragen oder gar auf seinen Hundeführer projezieren. Gebe ich in dieser Stimmung dann noch eine Bestätigung ist das schon der Anfang eines Teufelskreises mit den bekannten Folgen.

Ansonsten bin ich völlig bei Heinz, der es mal wieder auf den Punkt gebracht hat - aber auch bei Maik und Nadin. Mir ist aber wichtig, dass ich überall dort, wo ein Absichern durch Zwänge nach meiner Meinung unnötig ist, diese konsequent weglasse. Man reibt sich ja auch nicht unter der Badehose mit Sonnenöl ein.

Viele Grüße
Martin
Den Charakter eines Menschen kann man danach beurteilen, welche Behandlung er seinen Tieren angedeihen lässt.
(Friedrich der Große)
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#47
frank11,'index.php?page=Thread&postID=124939#post124939' schrieb:In der Hundeausbildung von einer 100%igen Absicherung zu sprechen ist absoluter Schwachsinn.
Selbst wenn man in die Nähe kommen will hat es nichts mehr mit Hundesport zu tun.
Wieso nur wird immer wieder Hundesport von Hundeerziehung getrennt?
Wenn ich einen Hund habe, will ich in erster Linie mit der Ausbildung erreichen, dass ich mich in allen Lebenslagen zu 100% auf ihn verlassen kann. Das macht das Leben für drei Seiten leichter. Für mich, den Hund und die Umwelt. Dass es nicht 100% werden können, ist mir klar. Aber ich versuche immer, so nahe als möglich dran zu kommen.
Warum soll diese Direktive auf dem Platz plötzlich nicht mehr gelten? Ist das Konsequenz, von der immer so gerne geredet wird?
MfG
Maik
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#48
M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=124953#post124953' schrieb:Wieso nur wird immer wieder Hundesport von Hundeerziehung getrennt?
Hi Maik,das kann ich dir aus der Praxis sagen.
Mittlerweile ist es gängige Meinung,das Prüfungserfolreiches Arbeiten nicht oft im Konsenz zu Erziehung steht.
Folglich,was nutzt mir Erziehung,wenns mir bei der Prüfungswertigkeit an Abfrage/ Bewertung fehlt.
Wobei ich wieder zur Frage komme,ist es wirklich heute nicht mehr zeitgemäß,Strafe zu bekommen und zu akzeptieren und aus deren Konsequenz zu lernen?
Scheinbar ein Problem nicht nur der Hundehaltung.
LG Heinz
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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#49
Hallo Maik,

du bringst das Ganze auf den Punkt. Wenn ich das Ideal (100 % = nicht möglich) erreichen will, muss ich zur Absicherung der Ausbildung - besonders im Alltag - im Rahmen des Lernprozesses im richtigen Moment auf den Hund "einwirken".

Nun habe ich schon mal geschrieben - auf die Dosis kommt es an. Aber die muss immer höher sein als die Wirkung der Ablenkung auf den Hund.

Beispiel: Ich gehe spazieren, habe den Hund an der Leine - da rennt Nachbars Katze über den Weg. Einwirkung über Ablenkung oder nur verbal wird anfangs bei einem trieblich hoch gelagerten Hund einfach nicht ausreichen. Es muss eine physische Einwirkung incl. Abbruchsignal - Nein, Nein, Nein o.ä. erfolgen.

Denn: Die Einwirkung muss - auch damit der Hund es versteht - stärker sein als die triebliche Anziehung.

Wattebällchen und bitte, bitte, bitte reichen einfach nicht aus.

Gerhard
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#50
Heinz, ich glaube, es ist nur dann nicht mehr zeitgemäss, wenn es auch anders geht, und oft geht es anders und das Ergebnis ist sogar teilweise besser, das heisst ja nicht, dass es grundsätzlich keinerlei negativen Reize gibt und wie es leider heute in der allgemeinen Hundehaltung oft der Fall ist, der Hund bei Fehlverhalten erstmal auf die Couch muss;-), aber man versucht einfach durch logischen und klaren Aufbau der Ausbildung das Nötigwerden von negativen Einwirkungen auf ein Minimum zu reduzieren.Wenn das funktioniert, ist es doch schön.

LG-Nadin
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