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Knoblauch hochgiftig für Hunde
#1
Bluthochdruck, hämolytische Anämie: Knoblauch hochgiftig für Hunde Seoul (aho) – Ergänzungsfuttermittel mit Knoblauch für Hunde werden mit allerlei positiven gesundheitsförderlichen Eigenschaften beworben: „Beugt Alterserscheinungen vor und erhöht die Leistungsbereitschaft“ – „blutreinigend“ – „Knoblauch kann das Risiko eines Zeckenbisses verhindern“ – „das Allicin im Knoblauch wirkt antibakteriell“. Ein Vergiftungsfall eines sechs Jahre alten Schnauzer-Rüden, den koreanische Veterinärmediziner im „Journal of Veterinary Medical Science“ publizieren, dokumentiert zum ersten mal, dass bei einer Knoblauchvergiftung auch mit einem dramatischen Blutdruckanstieg gerechnet werden muss (1).

Der Hund wurde den Veterinärmedizinern der Konkuk Universität in Seoul vorgestellt, nach dem er zwei Tage zuvor unbeabsichtigt rund 60 g gebackenem Knoblauch aufgenommen hatte. Der Hund erbrach, war anämisch und hatte einen dunklen Urin. Im Blutbild fielen deformierte, zerstörte rote Blutzellen und sogenannte Heinz-Körper an den roten Blutzellen auf. Diese Erscheinungen eine hämolytischen Anämie durch Knoblauch und andere Zwiebelgewächse sind in der Literatur mehrfach beschrieben (2,3). Hinzu kamen eine metabolische Azidose und Abweichungen bei den Elektrolytwerten. Im beschriebenen Fall diagnostizierten die Wissenschaftler zusätzlich noch einen massiven Bluthochdruck mit einem systolischen Wert im Mittel von 182 mmHg. Der Hund konnte durch eine intensive Therapie gerettet werden. Der Blutdruck normalisierte sich unter Medikation innerhalb von vier Monaten
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#2
Jupp, das geistert gerade überall durch's Internet. Die Daten zu diesem publizierten Fall sind schlecht nachvollziehbar. Wie groß war der Schnauzer (Zwerg, Mittel oder Riese)? Ein Zwergschnauzer kann 4 kg wiegen, ein Riesenschnauzer 50 kg. Bei Frischfutter geht man davon aus, daß ein erwachsener Hund 2% seines Körpergewichtes am Tag benötigt. Wobei die Futtertagesmenge für einen erwachsenen "Schnauzer" (wenn sein Gewicht nicht näher definiert wird) zwischen 80 und 1000 g liegen kann. Ich denke, kein vernünftiger Mensch käme auf den Gedanken, einem Hund, der 80 g Futter am Tag benötigt, 60 g reinen Knoblauch zu verfüttern (sofern diese Mengenangabe stimmt, vermutlich wurde sie vom Hundehalter geschätzt und ist somit evtl. ungenau). Daß so etwas nicht gesund sein kann, dafür braucht man keine Studien zu lesen.

Zudem ist es unwissenschaftlich, von einem Einzelfall auf eine ganze Populaion zu schließen. Vermutlich liegen gar keine Vergleichswerte dieses Hundes vor von dem Zeitpunkt, bevor er den Knoblauch gefressen hat. Somit kann man nicht ausschließen, daß die Wirkstoffe des Knoblauchs möglicherweise da etwas anderes verstärkt haben.

Ich hab es noch nicht erlebt daß sich ein Hund durch Knoblauch vergiftet hat, obwohl viele Hunde diesen erhalten. Und die Blutbilder meiner Hunde waren bisher immer einwandfrei, obwohl sie ca. 9 Monate im Jahr Knoblauch erhalten. Hunde werden auch nur selten freiwillig so große Mengen davon aufnehmen daß es ihnen schadet. Bei Zwiebeln müßte ein Hund in der Größe eines Pekingesen eine ganze Gemüsezwiebel fressen, um derartige Vergifungserscheinungen zu zeigen.

Im Gegensatz dazu habe ich schon bei mehreren Hunden gesundheitliche Reaktionen z.B. auf die üblichen Spot on-Präparate gesehen (bis hin zu epiletischen Anfällen), so daß für mich weiterhin der Knoblauch das Mittel der Wahl bleiben wird in Bezug auf die Zeckenprophylaxe.

"Alle Ding sind Gift und nichts ist on Gift; alein die Dosis macht das ein Ding kein Gift ist" (Originalzitat aus dem Sieben Defensiones von Paracelsus)

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#3
Supi...dann müssten meine schon alle Tod sein .......grad die Zina bekommt seit 12 Jahren regelmässig von Frühjahr bis Herbst Knoblauch mit ins Futter.
Gruß
Anja
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#4
ein von mir gezogener hund bekommt jeden tag 2 zehen knoblauch mit ins futter,der hund ist 13 jahre alt und erfreut

sich bester gesundheit

erwin
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#5
Besagter Hund hatte 60 Gramm Knoblauch auf einmal gefressen. Das sagt doch wohl alles.
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#6
Genau, es kommt immer auf die Menge an. Eine Zehe wird sie kaum Umbringen, fressen sie aber ein komplettes Buendel wuerd ich ganz schnell zum TA rennen.
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#7
rtg,'index.php?page=Thread&postID=110824#post110824' schrieb:Besagter Hund hatte 60 Gramm Knoblauch auf einmal gefressen. Das sagt doch wohl alles.

Um beurteilen zu können, ob das besonders viel ist oder eher wenig, müßte man erst einmal wissen wie schwer der betreffende Hund eigentlich ist. Wie schon geschrieben, "Schnauzer" ist ein dehnbarer Begriff, da kann das Lebendgewicht irgendwo zwischen 4 und 50 kg liegen.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#8
... im wieder gut für die Berechnung der Dosierung:

http://www.barfers.de/knoblauch.html

Zitat:Toxisch wäre dagegen [...] bei einem 30 kg Hund 350 Knoblauchzehen oder anders ausgedrückt 1.050,0 g Knoblauch pro Woche.

Zwergschnauzerrüde mit 7kg = 245g pro Woche entspräche 35g pro Tag
(Mittel-) Schnauzerrüde mit 20kg = 700g pro Woche entspräche 100g pro Tag

Da der Hund aus dem Bericht noch lebt scheint es einer der sehr seltenen (Mittel-)Schnauzer dort zu sein.

Grüsse,

Claudia
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