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Ich habe meine Hündin damals (sie ist heute 11) nach der 2. Hitze kastrieren lassen, also Gebärmutter + Eierstöcke. Mein Hauptgrund war, dass ich sowieso mit ihr nicht züchten wollte und es öfter Probleme mit Rüden bzw. deren unvernünftigen Haltern kam. Habe diesen Schritt aber in keinster Weise bereut. Sie hat sich weder in irgendeiner Form (Wesen, Gesundheit) verändert, bisher trat auch keine Inkontinenz auf. Ich denke, dass muss auch jeder Hundehalter für sich entscheiden. Ich persönlich würde es jederzeit wieder so machen, egal ob Rüde oder Hündin.
@Ivanhoe: Aber warum lässt du eigentlich nicht den Rüden kastrieren? Das wäre doch ein wesentlich leichterer Eingriff. Aber wie gesagt, dass muss ja jeder für sich entscheiden.
LG Patricia
[quote]Original von Antje
Für mich ist es absurd, daß Kastrationen ohne medizinische Indikation gemäß TSchG erlaubt sind, es inzwischen aber verboten ist, Welpen in den ersten Lebenstagen die Wolfskrallen zu entfernen, oder ein E-Reizgerät sachgerecht einzusetzen.
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Diese Dinge mit einer Kastration zu vergleichen ist aber ebenfalls ein wenig absurd.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Gegen eine Kastration bin auch ich wenn keine trifftigen Gründe vorliegen ( "der TA rät halt dazu", "wollen keine Trächtigkeit riskieren"(haben aber nur die eine Hündin)...und so`n Mist!)
Schlimm finde ich auch wenn die Tiere noch VOR der Geschlechtsreife bzw. Vor der ersten Hitze kastriert werden.
Die Kastration unserer Hündin war auch schon längere Zeit Vor der Anschaffung unseres Rüden ein Thema (Pyometra).
Es kommt halt eben auf die Gründe einer Kastration an!
So...ich denke nun habe ich genug erklärt :w: (Ingo, Antje)
:hallo:
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Hallo Ivanhoe,
findest Du das nicht ein bißchen widersprüchlich.
Warum soll die kranke Gebärmutter drin bleiben?
Zitat:ich überlege mir gerade die Vor - und Nachteile einer Teil ( Entfernung der Eierstöcke) - oder Vollkastration bei der Hündin.
Ich kann mich nicht so ganz damit anfreunden, die Gebärmutter mit entfernen zu lassen ( Vollkastr.), da ich immer wieder von Hündinnen lese und höre die früher oder später dadurch inkontinent wurden.
Zitat:Die Kastration unserer Hündin war auch schon längere Zeit Vor der Anschaffung unseres Rüden ein Thema (Pyometra).
Anne :?:
Man kann auch ohne Hunde leben. Es lohnt sich nur nicht.
(weises Zitat von Heinz Rühmann)
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Sorry, aber irgendwie kann ich dir nicht mehr so ganz folgen....
Zitat:Gegen eine Kastration bin auch ich wenn keine trifftigen Gründe vorliegen ( "der TA rät halt dazu", "wollen keine Trächtigkeit riskieren"(haben aber nur die eine Hündin)...und so`n Mist!)
Zitat:Unsere Hündin( über 3 J.alt) würden wir niemals kastrieren lassen, wenn wir keinen Rüden ( 6 Mon.) dazu geholt hätten. , der erstmal definitiv nicht kastriert wird
Zitat:Die Kastration unserer Hündin war auch schon längere Zeit Vor der Anschaffung unseres Rüden ein Thema (Pyometra).
@Anne
Ich frage mich eigentlich eher, warum die Gebärmutter bei der Pyometra damals drin blieb.
Viele Grüße
Ingo
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Zitat:Original von Ivanhoe
[quote]Original von Antje
Für mich ist es absurd, daß Kastrationen ohne medizinische Indikation gemäß TSchG erlaubt sind, es inzwischen aber verboten ist, Welpen in den ersten Lebenstagen die Wolfskrallen zu entfernen, oder ein E-Reizgerät sachgerecht einzusetzen.
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Diese Dinge mit einer Kastration zu vergleichen ist aber ebenfalls ein wenig absurd.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Es hat insofern etwas damit zu tun, daß eine Kastration gerade bei einer Hündin ein sehr großer operativer Eingriff ist, mit dem damit verbundenen Narkose- und OP-Risiko. Hinzu kommt der Wundschmerz bei der Heilung und bei Hündinnen ab Mittelgröße aufwärts das Risiko der kastrationsbedingten gesundheitlichen Schädigungen, bis hin zum Tot der Hündin, wenn man das evtl. auftretende Harnträufeln nicht in den Griff bekommen kann. Und dieses Risiko geht man bei größeren Hündinnen nun mal bei jeder Kastration ganz bewußt ein!
Im Vergleich dazu finde ich das Amputationsverbot der Wolfskrallen, die später nix als Ärger machen wenn sie dranbleiben, geradezu lächerlich. Hier gibt es kein Narkose- und OP-Risiko, keinen derartigen Wundschmerz (die Nervenbahnen schließen sich in den Tagen nach der Geburt erst langsam vom Kopf zu den Hintergliedmaßen hin), es gibt keinen Eingriff ins Hormonsystem mit vergleichabren Folgen wie bei einer Kastration.
Dito die sachkundige Arbeit mit dem E-Reizgerät. Die ist verboten, obwohl sie keine solche Auswirkungen auf die Gesundheit und die Lebensqualität des Tieres besitzt wie es eine Kastration bewirken kann.
Kastrationen aus Bequemlichkeit hingegen sind erlaubt, das läuft dann alles unter dem Alibibegriff "Verhinderung ungewollter Trächtigkeiten". Das paßt alles für mich nicht zusammen.
Zitat:Original von Ivanhoe
Gegen eine Kastration bin auch ich wenn keine trifftigen Gründe vorliegen ( "der TA rät halt dazu", "wollen keine Trächtigkeit riskieren"(haben aber nur die eine Hündin)...und so`n Mist!)
Schlimm finde ich auch wenn die Tiere noch VOR der Geschlechtsreife bzw. Vor der ersten Hitze kastriert werden.
Die Kastration unserer Hündin war auch schon längere Zeit Vor der Anschaffung unseres Rüden ein Thema (Pyometra).
Es kommt halt eben auf die Gründe einer Kastration an!?
Sorry, einmal schreibst Du, daß Dein Tierarzt aus gesundheitlichen Gründen zur Kastration rät (wobei manche TÄ begeistert alles kastrieren was nicht bei "3" auf den Bäumen ist, bringt ja Geld, und die Tiere, die anschließend zeitlebens Medikamente brauchen und/oder evtl. nachorperiert werden müssen, bingen ihnen das meiste Geld) und etwas von einer Pyometra, dann wieder daß die Gebärmutter drin bleiben soll. Das paßt wirklich nicht zusammen. Dann wieder schreibst Du, die Hündin soll kastriert werden, weil Du Dir noch einen Rüden dazu gekauft hast und Dir dei Situation während der Läufigkeit zu kompliziert wird. Das hört sich für mich nicht an wie eine klare medizinische Indikation.
Letztendlich kannst Du ja machen was Du willst. Muß hier auch nicht alles ausdiskutiert werden.
Grüße
Antje
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Hallo,
ohne irgendjemand in seiner Entscheidung beeinflussen zu wollen:
Ich habe eine jetzt 12 1/2 jährige Hündin, die im Alter von 6 Jahren nach einer schweren Gebärmutterentzündung kastriert wurde (vollständig natürlich).
Im Wesen hat sie sich nicht verändert, nur haart sie das ganze Jahr über. Auch hat sie zwei Jahre später eine Schilddrüsenunterfunktion bekommen, was natürlich nicht mit der Kastration zusammenhängen muss (ich glaube aber schon). Jetzt im Alter ist sie leicht inkontinent geworden (das hängt sehr wahrscheinlich damit zusammen).
Rückblickend kann ich sagen, dass ich wohl Glück gehabt habe, sowohl mit der OP (damals eine Not-OP, die Narbe war riesig, aber es gab keine Komplikationen), als auch mit der hormonellen Umstellung für den Hund. Ich weiß aber, dass es alles auch hätte anders kommen können. Und so würde ich heute keinen Hund ohne medizinische Indikation kastrieren lassen (auch nicht nur teilweise).
Gruß
Kirsten
P.S.: Gibt es eigentlich eine Statistik, wieviel Hündinnen ohne medizinische Indikation kastriert werden und wieviel Rüden es auf der anderen Seite sind???
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Nachdem ich mehrere Kastrationen sowohl bei Rüden als auch bei Hündinnen miterlebt habe, muß ich sagen, daß es bei der Hündin kein größerer Eingriff als beim Rüden sein muß.
Im Gegenteil habe ich mehrere Rüden erlebt die durch die Kastration wesentlich beeinträchtigter waren als Hündinnen.
Vorausgesetzt, der Arzt bedient sich moderner OP-Techniken.
Hündinnen können heutzutage endoskopisch kastriert werden.
Auch ohne Endoskopie kann ein erfahrener Arzt minimal arbeiten. Vor 5 Jahren wurde meine Doggenhündin kastriert - Dauer der gesamten OP etwa 15 Minuten, ich stand daneben, der Bauchschnitt ca. 3 cm lang und nach Abklingen der Narkose durfte sie fast uneingeschränkt laufen. Wundschmerz: Keiner, sie leckte noch nichtamsl an der Narbe.
Beim Rüden ist der Eingriff NICHT leichter.
Kastrationen wo der Hündin ein 20 cm langer Bauchschnitt zugefügt wird, sind steinzeitlich.
Gruß Bettina
"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
Zitat:Original von Bettina Balters
Kastrationen wo der Hündin ein 20 cm langer Bauchschnitt zugefügt wird, sind steinzeitlich.
Vorausgesetzt, es liegt keine Gebärmutterentzündung vor!
Gruß
Kirsten
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Ich halte es mit Antje, eine Kastration bei Rüde oder Hündin kommt für mich nur aus trifftigen medizinischen Gründen in frage.
Ich habe jetzt im gemischten Rudel zu den intakten Hunden u.a . 2 kastrierte Hündinnen und einen kastrierten Rüden - nie wieder, die Nachteile (Inkontinenz, ganzjähriger Fellwechsel, Hautproblem, Baby-Verhalten) überwiegen. Wenn ich es vermeiden kann, nie wieder einen kastrierten Hund.
@Ivanhoe
wenn es wirklich einmal sein muss - um den Streß des Rüden abzumindern, gibt es sanfte Mittel wie z.B. Agnus Castus (Mönchspfeffer-bitte mit THP absprechen!). Sportskollegen und wir haben mit diesem Mittel sehr gute Erfahrungen gemacht.
Gruß
Sabine
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Yonah wurde mit zwei Jahren kastriert (Vollkastration). Nach 1 1/2 Jahren stellten wir fest, dass sie inkontinent wurde. Laut TA ist die Kastration die Ursache für die Inkontinenz.
Seitdem bekommt sie täglich Incurin. Sie braucht zwar zwei Tabletten pro Tag, aber immerhin hält sie "dicht".
Ihr Verhalten hat sich weder durch die Kastration, noch durch die Inkontinenz verändert.
Melli, Gimli und Yonah
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