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Thema Freifolge bzw. Fussarbeit
#1
Hab mal eine Frage zu der Ausbildung / Aufbau "Fuß", da ich grad in dem Thema BSP Ergebnisse am lesen war...

Ich fange gerade an bei meinem Junghund (5 Monate) , das Fuß aufzubauen.Dieses habe ich zuerst mit Futter angefangen um ihn für die "korrekte" Position zu bestätigen.

Nun wird er mit Ball aus der linken Achselhöle heraus bestätigt. Dabei bietet er die "kopf im Nacken" Position frei an.

Ist das nun für später gesehen eher negativ inbezug auf den Geschmack des jeweiligen Richters? Man will ja irgenwann mal ne Prüfung gehen...

Oder wie wird sich diese Art der Fußarbeit etablieren? Wird es sich etablieren? Oder ist das eher ungewünscht?
Gruß Steffi ...
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#2
N'Abend!

Jeder Richter hat einen anderen Geschmack, was der eine als geschlossen sieht, befindet der nächste als Bedrängen, der eine mag Sterngucker, der nächste richtet diese Körperhaltung als Meideverhalten oder unnatürliche Körperhaltung nach unten.

Du kannst in deiner Ausbildung nicht jeden Richtergeschmack befriedigen. Also bilde den Hund so aus, dass er DIR gefällt und pfeif auf Punkte. Wo Menschen nach Ermessen richten, geht es nie gerecht zu.

LG, Taarna
Gruß, Taarna
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#3
Taarna,index.php?page=Thread&postID=77331#post77331' schrieb:N'Abend!

... Also bilde den Hund so aus, dass er DIR gefällt und pfeif auf Punkte. Wo Menschen nach Ermessen richten, geht es nie gerecht zu.

LG, Taarna

Sehr gut! Sehe ich auch genau so. Wenn mir mein Hund gefällt wie er arbeitet, habe ich Spaß daran und das überträgt sich wieder auf den Hund. DAS macht mir dann Spaß.
Gruß
Micha
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#4
mila,index.php?page=Thread&postID=77327#post77327' schrieb:Ist das nun für später gesehen eher negativ inbezug auf den Geschmack des jeweiligen Richters? Man will ja irgenwann mal ne Prüfung gehen...

Oder wie wird sich diese Art der Fußarbeit etablieren? Wird es sich etablieren? Oder ist das eher ungewünscht?
Im SV scheint mir die Freifolge mit nach hinten gelegtem Kopf von einigen Richtern tatsächlich nicht gern gesehen zu werden. Anders ist es nicht zu erklären, dass diese Art der Freifolge z.B. auf vergangenen Bundessiegerprüfungen schon als unnatürlich bezeichnet worden ist (als ob die Variante mit seitlich zum HF gedrehtem Kopf natürlicher wäre Huh ..)
Ich halte das für ein Unding. Die Freifolge ist wie alle anderen UO-Elemente in erster Linie eine technische Übung, in die natürlich auch Arbeitsfreude des Hundes und Harmonie zwischen Hund und HF einfließen müssen.
Zur korrekten Technik gehört die richtige Position des Hundes (an der linken Seite des HF; mit seinem rechten Schulterblatt auf Kniehöhe; weder vorprellend noch nachhängend) und die richtige Ausrichtung des Hundes (parallel zum HF). Arbeitsfreude, Aufmerksamkeit und das Teamverhältnis zwischen Hund und HF kommen durch den freiwilligen, aufmerksamen und konstante Blickkontakt des Hundes zum HF zum Ausdruck.
Wenn diese technischen Merkmale erfüllt sind, sind bei der Bewertung einer Freifolge richterliches Ermessen und individuelle Geschmacksfragen mMn völlig fehl am Platz. :nope:
Auch ich würde meinen Hund daher in der Freifolge unter Berücksichtigung der technischen Vorgaben so ausbilden wie es mir gefällt. Erst Recht, wenn der Hund ein bestimmtes Verhalten in der Freifolge auch noch selbst anbietet.
LG
Nina
All great dogs, like all great men work because they have to, but because they want to action is their chief medium of happiness.
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#5
zu uns hat ein richter gesagt, der hund sieht ja gar nicht wo er hinläuft wenn er uns in die augen schaut. ein witz!
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#6
Was mir aufgefallen ist, das im DVG diese Variante weniger umstritten ist als im SV. Jedenfalls war das "mein"Eindruck... Jedenfalls in der LG in der ich früher Trainiert hab (LG 01).

Aber das ist nur mein Eindruck gewesen...

Mir hat diese Variante der Fußarbeit früher als es aufkam nicht so gut gefallen, weil ich immer Angst um die Gesundheit diesbezüglich hatte. Nun bietet Enzo sich halt so an und ich will auch nicht daran herumdoktoren weil er mit echtem Spass an der Sache arbeitet.
Gruß Steffi ...
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#7
Ich richte mich immer, nach dem "Angebot" was mein Hund mir macht, meine Hunde sind alle sehr triebig, wendig, gelenkig und nicht allzu groß.
Ich hatte meinen Rüden erst in der normalen Fußposition, ...sein Trieb machte es ihm schwer dort korrekt gerade neben mir herzulaufen, da er von sich aus das Kopf gerade hoch anbietet und auch rückwärtslaufen kann, ...er sich damit einfach wohl fühlt ( er meint er hat mich besser im Auge, und ich meine das ich das Fußlaufen besser unter Kontrolle habe :whistling: ) läuft er halt mit Kopf hoch.
Meine kleine Hündin ist auch ein Augengucker, so habe ich es mal angeboten und geschaut ob sie rückwärts die Beine setzt, und nu übe ich die Fußposition in "passiver Bewachung" des Hundeführers,..mit Kopf hoch Big Grin
Meine Empfindung ist halt wenn der Hund körperlich es ohne Probleme leistet und sogar anbietet, warum nicht, ich hab immer das Gefühl sie laufen gerader und korrekter, aber halt mein persönliches Gefühl.
Mein erster Rüde war ein sehr gesetzter Rüde mit hoher Korrektheit jedoch auch gesetzen Trieb, auch war er 69 cm Hoch, konnte nicht die Rippen biegen und nicht Rückwärts laufen, er hat seine Punkte in der "normalen" Fußposition gemacht.

Ach und im bezug auf Richter, ist es ein guter Richter beurteilt er die Korrektheit des Laufens wie in PO beschrieben, ist es ein schlechter Richter beurteilt er das was Ihm gefällt und was nicht,...erko, Korrekt ist Korrekt, Gefallen ist Subjektiv, ich richte mich nach PO und nach dem Porential des Teams bei der Ausbildung, und das kann nicht falsch sein.

Tschüü
Claudia
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#8
Hallo,


beim DSH spielt sicher die Anatomie des Hundes eine Rolle bei der Frage Sterngucker oder nicht. Ich habe eine kleine, kompakte Hündin, die dadurch einen eher kurzen Hals (Nacken) hat. Eine Freundin von mir hat eine große, sehr lange Hündin mit langem Hals.
Schaut euch mal die Anatomie des typischen Sternguckers, Mali, an.


Bei meiner Hündin kann ich mir nicht vorstellen, dass sie eine ganze UO lang in den "Himmel" schauen kann, die Hündin meiner Freundin dagegen schon.

Also erstens, wie bietet sich der Hund an. Zweitens, was gefällt einem persönlich und drittens, was Andere Denken: sch... drauf.



Viel Spaß mit euren Hunden
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#9
Chaco,index.php?page=Thread&postID=78052#post78052' schrieb:beim DSH spielt sicher die Anatomie des Hundes eine Rolle bei der Frage Sterngucker oder nicht. Ich habe eine kleine, kompakte Hündin, die dadurch einen eher kurzen Hals (Nacken) hat. Eine Freundin von mir hat eine große, sehr lange Hündin mit langem Hals.
Schaut euch mal die Anatomie des typischen Sternguckers, Mali, an.




Neben der Länge des Halses dürfte entscheidend sein, ob der Hals aufgereckt ist (wie beim Mali) oder eher nahezu waagerecht im Verhältnis zum Körper (wie beim DSH).
All great dogs, like all great men work because they have to, but because they want to action is their chief medium of happiness.
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#10
Durch den letzten Wachtumsschub hat er seine Kopfhaltung verändert...er ist im ganzen jetzt länger und höher geworden ( 5.5 monate / 60cm-....(obs davon kommt? keine Ahnung) das Sternengucken ist fast in die auch sehr schöne "Seitwärts hinaufgucken"-Haltung übergegangen...

Habt ihr so was auch schon mal beobachtet?

LG Steffi
Gruß Steffi ...
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