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degenerative Myopathie
#1
Bei meiner knapp 9 jährigen DS-Hündin wurde degenerative Myopathie diagnostiziert (nicht zu verwechseln mit Myelopathie!). Es handelt sich dabei um eine Erkrankung der Oberschenkelmuskelatur der Hinterläufe.
Die Muskeln kontrahieren, verkürzen und verhärten auf Dauer, einschließlich der dazugehörigen Sehnen. Der Hund bekommt dadurch einen "eierigen", schlenkerigen Gang, wie man ihn oft auch an Hunden sieht, die unter starker HD oder einer Rückenerkrankung leiden.
Bei der Behandlung dieser Erkrankung gibt es schulmedizinisch gesehen so gut wie keine Möglichkeiten (im Extremfall entfernt man die betroffenen Muskeln und durchtrennt die Sehnen, was jedoch nur sehr kurzfristig Besserung verspricht).
Da laut Aussage der Tierklinik diese Erkrankung häufig bei im Sport oder im Dienst geführten Hunden diagnostiziert wird, möchte ich mich hier einmal erkundigen, wer von Euch Erfahrungen mit dieser Erkrankung gesammelt hat und welche Therapien Verbesserungen brachten.

Vielen Dank
Petra
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#2
bei uns in der OG ist ein Rüde, der diese Erkrankung nach deiner Beschreibung auch hat.... soweit ich weiß, wird er aber nicht behandelt - der TA sagte, man kann nichts machen.
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#3
Zitat:der TA sagte, man kann nichts machen.

Ja, das war sinngemäß auch die Antwort meiner Tierärztin. Ich habe jedoch die Hoffnung, dass jemand Maßnahmen kennt, die den Krankheitsverlauf eventuell verlangsamen. Zu stoppen ist es wohl leider nicht und irgendwann sind die betroffenen Hunde nicht mehr in der Lage, zu laufen.. Grundsätzlich -bei langsam verlaufendem Krankheitsfortschritt- kann ein Hund damit jedoch durchaus alt werden, sogar ohne Schmerzen, denn das ist das einzig Positive an dieser Krankheit. Das ist natürlich mein Wunsch und daher hoffe ich auf dementsprechende Ratschläge. Das einzige, was mir die Ärzte dazu rieten, war absolute Schonung meiner Hündin, was so aussehen würde, dass sie, nur noch "auf dem Sofa liegen" und langsam spazieren gehen dürfte. Kein Toben, Laufen, Springen....
So gehalten, würde meine Hündin eingehen, wie ein Primeltopf, weshalb dies nicht in Betracht kommt. Ich forciere zwar nichts, aber alles, was sie freiwillig und von sich aus tut ist o.k.
Vielleicht kennt jemand jedoch gymnastische Übungen, Massagen, Heilmittel, die bei gleicher Krankheit gut angeschlagen haben.

Gruß
Petra
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#4
Hallo Petra,
ich kenne diese Krankheit zwar nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass man einem schnellen Fortschreiten durch physiotherapeutische Maßnahmen entgegen wirken kann. So wie wir Menschen, wenn wir nicht zusehen wollen, wie sich unsere Muskeln und Sehnen mit dem Altern zunehmend verkürzen, durch regelmäßiges Stretching in gezieltem Training dieses weitgehend verhindern können, kann ich mir denken, geht das auch beim Hund. Regelmäßige Massagen zum Lockern und zur besseren Durchblutung der atrophischen Muskulatur und damit zur Förderung des Abtransports gebildeter Stoffwechselschlacken, sowie ein passives Dehnen der Muskeln und Sehnen müßten sich doch positiv auswirken. Frag doch mal eine(n) Tierphysiotherapeutin(en) und laß Dich entsprechend anleiten. Wenn man angeblich eh nichts machen kann, ist das doch besser als nichts. Und bewegen würde ich den Hund auch weiter. Was ist das sonst für eine Lebensqualität.
Alles Gute für Deine Hündin und
viele Grüße
Anne
Man kann auch ohne Hunde leben. Es lohnt sich nur nicht.
(weises Zitat von Heinz Rühmann)
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#5
Da hat Anne vollkommen Recht. Krankengymnastische Maßnahmen sind bei diesem Krankheitsbild das Mittel der Wahl. Neben manueller Therapie und Massagen würde ich auch zum gelenkschonenden Muskelaufbau bzw. -erhalt durch Aqua-Training (Unterwasserlaufband) raten.
Ich drücke die Daumen!
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#6
Ich danke Euch für die Tipps. So in etwa habe ich auch gedacht und mir daher noch gestern die Adresse einer Tierärztin besorgt, die eine Zusatzausbildung in ganzheitlicher Medizin und Erfahrung in der Physiotherapie besitzt. Sie ist mir von Vereinskameraden empfohlen worden, deren Hunden sie schon bei verschiedenen Krankheitsbildern sehr gut helfen konnte.

@ Anne, schön mal wieder von Dir zu hören! Ja, ich werde meine Hündin weiter bewegen und beschäftigen. Alles andere würde dazu führen, dass ich ihr jetzt schon ein Grab schaufeln könnte. Ich melde mich demnächst mal wieder bei Dir.
Gruß
Petra
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