Themabewertung:
  • 0 Bewertung(en) - 0 im Durchschnitt
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
Epilepsie
#1
Wer kennt sich damit aus oder war/ist selbst Halter eines solchen Hundes?
Wie sieht es mit Überlebenschancen aus, wie der Alltag?

Denn meine Mali-Hündin, (fast 3Jahre) ist wahrscheinlich davon betroffen.

Vor knapp 2Wochen bekam sie einen epileptischen Anfall, zumindest so gesehen mit meinem Laien-Auge...war höchstens ne Minute, in der sie sich während unserem Toben verkrampft hatte...fiepte, vermehrter Speichelfluß, zog das rechte Hinterbein unnatürlich Richtung Kopf...

Jetzt Donnerstag hatte sie erneut einen, war ebenfalls kurz nach dem Toben...doch der dauerte schon gut über ne Minute, für mich ne Ewigkeit.
Wieder die gleichen Symptome, nur das Verkrampfen sah viel heftiger aus...danach war die Hündin wie weggetreten, nahm mein leises Zureden zwar wahr, reagierte aber wie "in Zeitlupe", teilweise gar nicht...danach war sie wie "leicht besoffen"...
Hab sie direkt zum TA gebracht, der hat sie auch gleich dabehalten...zur Kontrolle und Überprüfung.

Vorgeschichte: Joy hat eine Nierenstörung, hatte in der Vergangenheit häufiger Medikamente dagegen bekommen...

Jetzt hab ich von einigen Leuten gehört, das man Epilepsie (sollte sich das bewahrheiten) nicht heilen oder "reparieren" kann, das man das Tier irgendwann einschläfern muß, da auch die medikamentöse Behandlung sehr aufwendig und teuer wäre, das die Anfälle sich häufen und das Tier irgendwann tot zusammenklappt.

Da der TA mir auch noch nix näheres sagen kann/will, bin ich ziemlich aufgebracht.
Joy wird momentan viel ruhig gestellt, da sie in der Klinik "rockt" und palavert, weil ich nicht da bin...
Den HuSpo werd ich mit Joy so oder so an den Nagel hängen müssen, aber für mich zählt, das sie mir wenigstens erhalten bleibt, so lang es geht...

Für Tipps wär ich unendlich dankbar!!!
Danke im Voraus!!
Zitieren
#2
Hallo,

es tut mir sehr leid was Ihr im Moment durchmacht.

Ist die Nierenerkrankung völlig ausgeheilt? Ist das Herz kontrolliert worden?

Leider ist Epilepsie nicht konkret feststellbar, sondern wird über Ausschluß anderer Erkrankungen auf Grund der Anfallsform diagnostiziert.
Die Auslöser für die Anfälle sind auch oft sehr unterschiedlich, genau wie die Anfalls-Verläufe bei den verschiedenen Hunden. Manche reagieren auf bestimmte Nahrungsmittel, Streß, Wetterlagen usw.
Zitat:Jetzt hab ich von einigen Leuten gehört, das man Epilepsie (sollte sich das bewahrheiten) nicht heilen oder "reparieren" kann, das man das Tier irgendwann einschläfern muß, da auch die medikamentöse Behandlung sehr aufwendig und teuer wäre, das die Anfälle sich häufen und das Tier irgendwann tot zusammenklappt.
Das stimmt so nicht ganz. Wenn eine Epilepsie auftritt, bleibt der Hund meist sein Leben lang Epileptiker. Allerdings kann man - mit Glück - die Hunde auf Medikamente einstellen. Manchmal reicht schon eine kl. homöopathische Behandlung, manchmal müssen es Antiepileptika sein (z. B. Luminal). Wenn die Medikamente anschlagen kann der Hund von weiteren Anfällen verschont bleiben.

Ob ein Hund mit Epilepsie weiter im Sport geführt werden kann/sollte hängt sicher auch davon ab, worauf er mit Anfällen reagiert.

Ich drücke Euch feste die Daumen das Ihr es bei Eurer Maus in den Griff bekommt.

Gruß

Sandra
Zitieren
#3
Zitat:Original von Mayu84

Jetzt hab ich von einigen Leuten gehört, das man Epilepsie (sollte sich das bewahrheiten) nicht heilen oder "reparieren" kann, das man das Tier irgendwann einschläfern muß, da auch die medikamentöse Behandlung sehr aufwendig und teuer wäre, das die Anfälle sich häufen und das Tier irgendwann tot zusammenklappt.

Blödsinn! Entschuldige, wenn ich das so kraß sage. Ich habe hier einen DSH, bei dem vor über 6 Jahren Epilepsie diagnostiziert wurde. Gerade Epilepsie ist super mit Medikamenten "einzustellen" und preislich auch nicht so teuer (sind Medikamente aus der Humanmedizin). Nur eben den Hundesport mußte ich an den Nagel hängen, weil die ersten Anfälle beim SD aufgetreten sind. Ich habe die erste Zeit eine Art "Anfallsbuch" geführt - im ersten Jahr hatte mein DSH 27 Anfälle. Heute, mit 8 1/2 Jahren, ist er weitestgehendst anfallsfrei. Durch das Aufschreiben, wann er wie einen Anfall bekommen hat, habe ich herausgefunden, daß er auch bei bestimmtem Wetter Anfälle bekommt etc. Das müßtest du dann bei deiner Fellnase auch herausfinden. Ich habe einmal den Fehler gemacht und ihn SD machen lassen, weil ich dachte, er sei super eingestellt und da dürfe eigentlich nichts passieren. Tja, mein Kerlchen hatte Spaß - aber ist dann 3 Tage lang von einem Anfall in den nächsten gefallen und daran fast gestorben. Das mache ich jedenfalls nie wieder! Wenn du also weißt, wodurch Anfälle ausgelöst werden könnten, versuche diese Situationen weitestgehendst zu vermeiden. Deshalb auch diese "Buchführung".

Heute lebt er ganz "normal" mit meinen anderen Hunden zusammen. Er wird normal belastet, läuft auf Wanderungen mit und führt ein Leben wie meine anderen Hunde. Nur eben kein SD und die 2 bis 3 anderen Dinge, durch die Anfälle ausgelöst werden könnten.

Übrigens habe ich damals die Nahrung umgestellt und barfe ihn (wie auch meine anderen Hunde) seit der Zeit getreidefrei. Getreidefrei soll wichtig sein, weil das den Körper nicht so belastet.

Die erste Zeit, als er auf seine Medikamente eingestellt wurde, wirkte er wie ein Zombie auf mich. Lurig, müde und träge in seinen ganzen Bewegungen. Das hat sich aber nach einiger Zeit geändert, und er ist heute ein Kasperkopf wie eh und je.

Ich drücke euch die Daumen.
LG
Gabriela mit den Apricker Wölfen

Der schönste Spiegel meiner selbst sind die Augen meiner Hunde.

[Bild: notbannerklsignaturvm7.jpg]
Zitieren
#4
Hallo Mayu,

melde Dich - falls nicht schon geschehen - im gesundehunde-Forum an.
(http://www.gesundehunde.com bei der Anmeldung unter Empfehlung/Referenz gibst Du dieses Forum hier an, Swanie die Forumsbetreiberin ist auch hier Mitglied).

In diesem Forum gibt es recht viele Mitglieder mit Epileptikern, die gerne bereit sind, mit Rat zu helfen. Es gibt sogar einen Sonderbereich ... frag Dich da einfach mal durch.

Ich hatte einen alten Hund,. der zusätzlich schwer Arthrose-geplagt war ... da habe ich Luminal für nicht sionnvoll angesehen. Aber bei einem jungen Hund ist es sicherlich eine Möglichkeit, ihm noch ein angenehmes Leben zu ermöglichen. Aber auch homöopathische Behandlungen sind möglich und helfen bei vielen Hunden. Bei den meisten hilft es auch schon erheblich, wenn man getreidefrei füttert ...
Dann sind bestimmte Vitamine und Zusätz sinnvoll ... da bekommst Du aber viele gute Hinweise.

Viele Grüße
BonnieH
Zitieren
#5
Erstmal superlieben Dank für die ganzen Hinweise!

Joy wird sowieso überwiegend gebarft, selten bekommt sie TroFu, das meistens im Ausland, wegen den Transportmöglichkeiten...
Kein Getreide, da sie darauf mit Kratzen und Lecken reagiert...

Sie hat noch immer Probleme mit den Nieren, wird dagegen mit homoöpathischen Medikamenten behandelt.
Als sie ihre Anfälle bekam, war das Wetter recht drückend...keine Sonne, aber man hat geschwitzt wie Sau, und natürlich extrem bewegt.

Das mit dem "Anfallsbuch" ist ne gute Idee, sollt ich auch machen!

Jetzt die nächsten Tage soll der Hund komplett durchgecheckt werden, das Herz und die Nieren wieder...
Wollte heute morgen den Hund in der Klinik besuchen, die Pflegerin da hat mir davon abgeraten, da Joy dann wieder nur aufdrehen würde, momentan würd sie sich benehmen...

Der Hund leidet auch an anderen Macken...sie frißt sich die Ballen an, wenn sie von mir getrennt wird, oder wenn sie nicht ausgelastet ist, sie dreht extrem auf und hyperventiliert dann...


@BonnieH

Danke für den Link, werd mich da mal umschauen!
Zitieren
#6
Hallo Mayu,

zu dem Anfallsbuch würde ich Dir noch einen Tip geben ... wenn Du das z.B. in einem Kalenderbuch machst, könntest Du auch recht einfach rein schreiben, was Du gefüttert hast - also nicht nur am Anfallstag selber, sondern über eine Zeit lang täglich alles aufschreiben - manchmal sind es halt ganz banale Dinge, an die man rückwirkend nicht denkt, die aber evtl. erst 1-2 Tage später den Anfall hervorrufen. Auch besondere Aktionen, Unternehmungen, bei der Wetterlage kann evtl auch die Mondphase beeinflussen, Hochs/Tiefs, ... Läufigkeit, Scheinschwangerschaften, ...

Es ist zwar anfangs viel Arbeit, aber wenn Du dann erkennen kannst, wodurch die Anfälle kommen, kannst Du ihr zukünftig besser helfen. Bei einem ansonsten gesunden und vor allem auch noch so jungen Hund lohnt sich jeder Aufwand ... Erlösen, wenn wirklich nichts mehr hilft, kann man dann immer noch.

Alles Gute!!!
BonnieH
Zitieren
#7
Danke Bonnie!

So mach ich das eigentlich, seit sie in unser Haus zog mit 12Wochen!!!

Zwar nicht mehr regelmäßig, aber so einen Wochenplan hab ich immer, wo das wichtigste drinsteht, wie außergewöhnliche Fütterung, ihr Trainingsplan, besondere Ereignisse...

Noch ne Frage: wenn Joy wiederkommt, muß ich sie beschäftigen, weiß aber nicht, WIE!

Denn seit 2Wochen vor ihrem ersten Anfall hab ich so gut wie nix mehr mit ihr gemacht, außer Steh-und Platzübung, und halt fährten.
Sie hatte sich nämlich am rechten Vorderbein den großen Ballen komplett angerissen beim Spielen, humpelte daher lange Zeit.
(Tut es hin und wieder immer noch...)
Das ist aber nix für sie, keine wirkliche Auslastung...daher langweilt sie sich immer extrem und ich hab schon Schiß, das sie in ihr altes Verhaltensmuster reinfällt...
Einfach Ballen anfressen...
Zitieren
#8
Hi Mayu,

wie sieht es mit Futterversteckspielen aus? Leckerchen z.B. im Garten / Haus verstecken und suchen lassen, Ball / Spielzeug verstecken etc. Erst einfach und dann immer schwerer, so dass sie dafür auch etwas tun muss ohne dass Du sie körperlich dabei überlastest.

L.G. Elke
Der beste Teil meiner Persönlichkeit hat vier Pfoten
Zitieren


Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste