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Kastration - VonderfrechenMeute - 22-02-2010

Hallo ihr!!! Wer kann mir sagen in wie weit sich die Kastration eines Rüden auf die Arbeit ( Trieb ) im SD auswirkt? Eventuell auch im Allgemeinen.

Lg VonderfrechenMeute


- Fanta - 22-02-2010

Hallo,

das ist sehr unterschiedlich.

Ich kenne Rüden, die ruhiger und "weicher" geworden sind und wo die Dominanz auch ein wenig gelitten hat.

Genauso kenne ich aber auch Rüden, bei denen sich vom Wesen her gar nichts geändert hat.

Kommt glaub ich auch noch ein wenig auf das Alter an, wenn die Kastration durchgeführt wird.

Viele Grüße Anne


- Chaco - 22-02-2010

Habe meinen Rüden mit gut vier Jahren, aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen. Seine Prostata war extrem stark vergrößert, so dass er sich nicht mehr richtig lösen konnte und ein Darmdurchbruch drohte.

Ok, im Schutz war er nie der große Knaller, aber es hat sich nach der Kastration nichts verändert. Er ist definitiv nicht schlechter geworden. Sein sonstiges Verhalten hat sich auch nicht verändert, er mochte damals schon keine anderen Rüden und mag sie auch heute nocht nicht. Na, ja er ist jetzt acht und etwas ruhiger geworden, ich denke mal altersbedingt.

Ist meine Hündin in der Standhitze, muss ich die beiden auch heute noch trennen. Er reitet auf, dringt auch in sie ein, leider!!!! einmal passiert, da ich mir nichts dabei gedacht habe.

Was man allgemein höhrt, kommt es auf das Alter des Rüden an. Umso jünger, desto größer die Auswirkungen.

Ein Rüde in unserer OG wurde mit fünf Jahren kastriert, der hat danach den gleichen tollen Schutz, wie vorher gemacht. Ich denke es kommt auf das Alter des Rüden an.

Ich persönlich würde einen Rüden nur aus gesundheitlichen Gründen kastrieren lassen, warum sonst? Dann muss es eben so sein.
Schutz hin oder her.

Christiane


- VonderfrechenMeute - 22-02-2010

Der Rüde wird 4 Jahre und ist Einhoder. Hinzu kommt, daß ich 2 Hündinnen habe die zum gleichen Zeitpunkt läufig werden, da dreht er total am Rad und erregt sich so sehr, daß sich seine Prostata vergrößert und er probleme beim Pinkeln bekommt. Mein TA meint, der hat soviel Trieb, daß eine Kastration nichts ausmachen würde.

Im Sd ist er spitze und macht auch ernst und zeigt sehr viel Trieb, ist echt schwer ihn unter Kontrolle zu bekommen.

LG VonderfrechenMeute


- Indya - 22-02-2010

Hatte auch vor Jahren einen Rüden kastrieren lassen.Er war 2 Jahre alt,da ich eine Hündin dazu bekam. Der hat trotzdem super gearbeitet.Schutzdienst mit Tagessieg.Sogar in der Figur ging er nicht in die Breite.So wie viele immer sagen :Ist normal weil kastriert.Stimmt nicht.Kann man regeln.Viel spass weiter auf dem Hundeplatz.

LG.Indya


- Antje - 22-02-2010

Wenn er ein Einhoder ist muss der innenliegende Hoden eh raus. Den hätte ich gar nicht so lange drinnen gelassen. Und wenn er jetzt Prostataprobleme hat wird er nach einer Kastration eher besser arbeiten als schlechter, da er keine Schmerzen mehr hat. Hoffentlich ist's wirklich nur die Prostata und (noch) nix anderes...

Der Sexualtrieb ist der Trieb, der die Arbeit eines Sport- oder Diensthundes am wenigsten beeinflusst. Ein Hund in den unteren Triebbereichen wird durch eine Kastration zwar nicht mehr Beute- oder Wehrtrieb entwickeln. Ein Hund mit mittleren bis hohen Triebveranlagungen wird nach eine Kastration aber nicht z.B. weniger Beutetrieb besitzen. Auch halte ich bei einem älteren Rüden einen Einfluss auf das Selbstbewustsein und die Selbstsicherheit für eher untergeordnet.

Eine Kastration ist ein massiver Eingriff ins Hormonsystem eines Hundes und sollte nur aufgrund einer medizinischen Indikation durchgeführt werden. Die liegt in diesem Fall aber vor. Auf jeden Fall in Bezug auf den innenliegenden Hoden, und wenn der Rüde wirklich Prostataprobleme hat dann auch in Bezug auf den außenliegenden Hoden.

Du könntest auch erst einmal ausprobieren wie sich eine vollständige Kastration auf die Prostata der Rüden und sein Verhalten auswirken wird. Mittels Hormonspritze oder Hormonchip. Den innenliegenden Hoden würde ich aber auf jeden Fall entfernen lassen!

Grüße

Antje


- Kantor - 22-02-2010

Mein Rudelchef wurde mit 20 Monaten kastriert: Sein Streunern hat schlagartig aufgehört, er wurde regelrecht verschmust, was er vorher nicht war! Sein extrem dominantes Verhalten gegenüber Artgenossen und seine souveränen Führungseigenschaften blieben aber erhalten. Kastration ist und bleibt eine Wundertüte!


- sabess - 23-02-2010

Mein Rüde wurde auch mit vier Jahren kastriert. Es hat nix gelitten!

Ist keinen Deut ruhiger geworden und arbeitsmäßig hat sich auch nichts geändert.

VG Sabine :hallo:


- VonderfrechenMeute - 23-02-2010

Danke für Euere Erfahrungsberichte. Ich werde also meine Buben kastrieren lassen.

Du könntest auch erst einmal ausprobieren wie sich eine vollständige Kastration auf die Prostata der Rüden und sein Verhalten auswirken wird. Mittels Hormonspritze oder Hormonchip. Den innenliegenden Hoden würde ich aber auf jeden Fall entfernen lassen!
Genau davon rät die Firma die diese Chip erfunden hat ab, da man nicht weiß, wie es sich auf den inneligenden Hoden auswirkt, und genau das selbe mit der Hormonspritze.

Danke nochmals

Lg VonderfrechenMeute


- Megan - 23-02-2010

wir haben unseren Rüden mit 3 Jahren kastrieren lassen. 3 Wochen nach der Kastration war er inkontinent und absolut ruhelos und unausgeglichen. Verprügelte die Hündinnen, stand vor dem Wassenapf und trank literweise. Ein Jahr lang haben wir probiert, diese Probleme in den Griff zu bekommen mit herkömmlichen Medikamenten, mit Homöopathie und Akkupunktur, erfolglos.

Zuletzt kam der TA auf die Idee, die Kastration mittels Testosteronspritze "rückgängig" zu machen, 2 Tage später war der Hund wieder "normal" und auch nicht mehr inkontinent!

Seit inzwischen 6 Jahren bekommt der Rüde alle 3 Wochen eine Depotinjektion Testosteron und lebt ein normales Leben. Man merkt sofort, wenn der Testosteronspiegel abfällt, dann kommen alle Probleme wieder!

Gruß,

Barbara