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Absetzen / kurze Flucht - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Working Dogs (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=6) +--- Forum: Ausbildung (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=34) +--- Thema: Absetzen / kurze Flucht (/showthread.php?tid=752) Seiten:
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Absetzen / kurze Flucht - Olaf Wittek - 13-12-2006 Ihr versuche hier mal mein Problem zu erklären. Ich habe eine mittlerweile 20 Monate alte DSH-Hündin, welche eine enorme Grundschnelligkeit auszeichnet. Und gerade dies bereitet uns bei der Übung "Verhinderung eines Fluchtversuchs" nicht geahnte Probleme. Trainieren wir diesen Übungsteil mit einer kurzen Distanz (max. 4-5 Schritt) zwischen Hund und Figurant, zeigt die Hündin eine gute Fluchtvereitelung, setzt einen gezielten und vollen Anbiss. Erhöhen wir jedoch die Distanz zwischen Hund und Figurant und ermöglichen so der Hündin, auf "Höchstgeschwindigkeit" zu kommen (und diese hat sie wirklich sehr schnell), versucht sie erst einen Anbiss zu setzen, wenn sie den Figurant fast überholt hat, wobei der Anbiss dann auch nicht mehr gezielt erfolgt. Es ist also kein Einholen des Helfers sondern ein Überholen. Nachdem uns das das erste mal passiert ist, sind wir sofort wieder auf kurze Distanz gegangen und haben dies über fast drei Monate gemacht. Als wir das Gefühl hatten, der Bewegungsablauf und der gezielte Anbiss hätten sich bei der Hündin verinnerlicht, haben wir die Distanz wieder vergrößert. Das Ergebnis war das selbe, sie rennt erst am Helfer fast vorbei und versucht dann mit einem Absprung vor den Helfer den Anbiss zu setzen. Dies hat leider auch schon zu Stürzen des Helfers geführt. Dazu mauss man sagen, dass der Ärmel vom Helfer immer (egal ob kurze oder lange Distanz) an der selben Position gehalten worden ist, also seitlich vom Körper ... der Arm wurde auch beim Laufen ruhig gehalten, der Hündin demnach auch ein guter Anbiss ermöglicht. Den Winkel zwischen Ablageplatz des Hundes und Laufrichtung des Helfers haben wir auch schon verändert ... auch ohne Erfolg. Wie gesagt, auf kurze Distanz, bei der die Hündin nicht wirklich auf Geschwindigkeit kommt, klappt es einwandfrei. Sobald sie auf Geschwindigkeit kommt hat es den Eindruck, als wenn sie mit ihrer eigenen Geschwindigkeit nicht zurechtkommt und daher den Absprung zu spät und somit vor den Helfer setzt. Ich hoffe, man kann sich so in etwa vorstellen, wo unser Problem ist und würde mich riesig freuen, falls jemand einen Lösungsvorschlag hat. Gruss Olaf - BonnieH - 13-12-2006 Hallo Olaf, mir kam gerade eine Idee - von der ich aber nicht weiß, ob sie funktioniert ... aber hier sind ja so viele erfahrenere Hundler, die das dann bestätigen oder auch ablehnen können. Wenn Ihr die Hündin mit einem Expander an den Pfahl befestigt (vorsicht! evtl. erst eine Kette an den Pfahl und daran den Expander, ggf. den Pfahl zusätzlich mit Matten abpolstern ...), würde sie mit wachsendem Abstand zum Pfahl durch den Expander gebremst, um dann wieder besser den richtigen Absprungpunkte zu erlernen. Nur: wenn sie abspringt und den Ärmel nicht bekommt, könnte sie fürchterlich zurück schnellen ... deswegen die Kette und die Polsterung, damit sie sich nicht am Pfahl verletzt ... Ich denke, daß es vor allem ein Erlernen des richtigen Absprungpunktes ist. Wenn sie das richtig drin hat, kann sie auch in der Geschwindigkeit gesteigert werden, indem der Abstand wieder verkleinert und so die Zugkraft des Expanders reduziert wird. Ich hoffe, daß ich das jetzt verständlich ausgedrückt habe ... und wenn es hilft, würde ich mich auch freuen! Viele Grüße BonnieH - Dieter Adam - 13-12-2006 Hallo, könnte auch mit "leerlaufenlassen" klappen. Helfer läuft beim Absetzen kurz bevor der Hund anbeißt bzw. bei deinem er vom Hund überholt wird, plötzlich nach rechts weg und lässt ihn eventuell noch durch Arm sperren, vorbeibrummen. VG Dieter - Claudia Ph. - 13-12-2006 Hi Olaf, na ich wäre ja wieder für ein "Problemdarstellfilmchen" von dir :w: da weiß man besser, wo das "Übel" sitzt. ...denn weißt du, ich will ,das meine Hunde den Hefer ein/überholen um mittig in den Ärmel zu hämmern :w: aber ich denke eben das es bei deiner Hündin anders aussieht. ...und kurze Flucht sind 5 Schrit, aber in allen möglichen Winkeln abgelegt, geübt.....deshalb was meinst du, mit Distanz vergrößern?? Tschüü ..und suchen ist ok? - Anja - 13-12-2006 Wir üben die kurze Flucht mit einem Anfängerhund so, dass der Helfer nicht in gerader Richtung wegläuft, sondern einen leichten Links-Bogen (also Richtung Hund). Wenn der Hund schnell ist bremsen wir ihn noch zusätzlich mit langer Leine ein, so dass der Helfer wirklich zwei Schritte Anlauf bekommt und im Bogen ist. Somit ist die Anbissposition immer nahezu frontal zum Helfer und sie kommt schön in den Arm. Wenn das flutscht wird der Bogen kleiner und es bleibt aber immer mal die lange Leine, und der Hund wird je nach Trieblage kurz vor dem Anbiss, beim Losstarten oder zwischendrin kurz gestoppt und dann nachgelassen um wirklich zu "knallen" bzw. sauber den Helfer zu beobachten. Ansonsten finde ich es prinzipiell eine tolle Angewohnheit, dass sie den Helfer umlaufen will, denn eigentlich üben wir das bis zum Exzess, weil viele Hunde bei Vollgas des Helfers eigentlich dazuneigen zu sehr in die Spitze zu beissen oder in den Rücken zu springen. Aber sowie Du schreibst soll sie natürlich trotzallem ihren Abspringpunkt finden können. tschau Anja - Olaf Wittek - 14-12-2006 Hallo zusammen, danke schon einmal für die Ratschläge und Tipps (auch per PN) -a: -a: Gruss Olaf - Disamilag - 14-12-2006 Mich würde auch interessieren, warum die Distanz bei dieser Übung ( Claudia sagte es schon ) auf mehr als die vorgesehene Schrittzahl vergrößert werden soll.....??? Ziel sollte doch sein, die Übung so hinzubekommen, dass es bei einer Prüfung für die höchstmögliche Punktzahl reicht. Warum also den Abstand vergrößern, wenn die Hündin die Übung nach der PO super zeigt????? - Giuseppe - 15-12-2006 Als SDH würde ich bei so einem Hund genau so reagieren, wie Dieter Adam es beschrieben hat. Meiner Meinung nach macht dies den Hund schneller und fixierter auf den schnellen/direkten Anbiß, denn sonst ist er weg. Hab dies auch bei Hunden auf dem Hupla positiv vermitteln können. Als Hilfe habe ich den Hund noch in der Ablage durch minimale Hetzarmbewegungen fixiert, da muß er aber natürlich liegen bleiben, denn das ist ja Gehorsam. - Claudia Ph. - 15-12-2006 Hi Olaf, na ich als Frau und ich würd das mal wieder Gannnnz anders machen :w: also ich denke kritisch ,über das leer laufen lassen oder das Frustrieren bei deiner Hündin nach. Find ich nicht effektiv. Ich frustriere meinen Hund , erstund/oder nur wenn er die Sitation begriffen hat und sich einfach nochmehr anstrengen soll, plumb gesagt. Ich mache es meinen Hund erst schwieriger wenn er begriffen hat, um was es geht, alles andere steigert die Hektik und "Unsicherheit" noch mehr. also ,...warum nicht helfen??? überall helfen wir dem Hund ..wie lang braucht der Hund bis er weiß, welche Fußposition die richtige ist, wie lange hilft man da... Ich weiß, das ist mal wieder vollkommen unspektakulär, ..Helfer steht sich auf Fünf Schritt und,...hält deutlich den Arm raus, ohne Tamtam deiner /seinerseits, Hund kann Beute forcusieren, und rennt los, Hund hat Erfolg, mittigen Anbiß und weiß bald genau um was es geht,..und dann baut Ihr den Arm langsam wieder an den Helfer...der Hund hat ne Chance zu lernen, find ich :w:. Tschüü - Olaf Wittek - 15-12-2006 Hallo, also, wir haben einen Lösungsvorschlag, der mir per PN mitgetielt worden ist, ausprobiert ... und es funktioniert. @Disamilag der Abstand Hund-Helfer, in dem die Hündin es gut meisterte, war unter dem PO-geforderten ... mach dann wohl sehr kleine Schritte :w: @Claudia in der Art, wie Du es beschrieben hast, hatten wir begonnen. Das Problem kam auf, als der Arm neben dem Körper war und somit der direkte Punkt zum Fixieren fehlte ... die Hündin begann dann zu "überholen" ... setze den Absprung zu spät, so dass sie vor den Helfer kommt. Machen es jetzt folgendermaßen: Hund und Helfer nehmen Position ein. Helfer setzt Flucht an. Hund hinterher :w: .Unmittelbar vor dem Absprung der Hündin (sie ist dann schon am Überholen) bremst der Helfer abrupt ab und bewegt sich rückwärts in die Richtung aus der er kam. Hündin bremst und folgt Helfer. Durch Hilfsperson an Leine wird ein jetziger Anbiss des Hundes verhindert, Hündin beginnt den rückwärts bewegenden Helfer zu treiben. Hundeführer zum Hund, Trieb raus nehmen, neuer Versuch. Dies hatten wir zweimal gemacht. Beim dritten mal hatte die Hündin einen so schnellen, gezielten und direkten Anbiss gesetzt, dass der Helfer keine Chance mehr zum Abremsen in der o.a. Form hatte. In der Art und Weise werden wir es jetzt weiter machen. Auf jeden Fall nochmals besten Dank, an alle, die mir Tipps gegeben haben. -a: -a: Gruss Olaf |