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Teilarthodese (Versteifung) des Tarsalgelenks (hinteres Sprunggelenk) - Druckversion

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Teilarthodese (Versteifung) des Tarsalgelenks (hinteres Sprunggelenk) - Gislinde Deters - 24-07-2009

Fällt jemandem was dazu ein? Heilungsverlauf und Wiedereinstieg in den Hundesport würde mich sehr interessieren; im Internet ist nicht wirklich was darüber zu finden.

In der Tierklinik sprach man von sehr guten Prognosen; hoffentlich stimmt das , meine Hündin ist erst 3 Jahre alt!

Grüsse aus Georgsdorf


- Herbie - 24-07-2009

http://www.tierklinik-kaiserberg.de/chirurgie/orthopaedische_ops/arthrodese

Hab das hier gefunden

Gruß
Heike


RE: Teilarthodese (Versteifung) des Tarsalgelenks (hinteres Sprunggelenk) - Iwan1 - 25-07-2009

Gislinde Deters,index.php?page=Thread&postID=73117#post73117' schrieb:Fällt jemandem was dazu ein? Heilungsverlauf und Wiedereinstieg in den Hundesport würde mich sehr interessieren; im Internet ist nicht wirklich was darüber zu finden.

In der Tierklinik sprach man von sehr guten Prognosen; hoffentlich stimmt das , meine Hündin ist erst 3 Jahre alt!

Grüsse aus Georgsdorf
Hallo,

Mein damals 2,5 Jahre alter Rottweiler hat sich vom Grundstück selbstständig gemacht und ist vor meinem Haus von einem Auto angefahren worden. Der herbeigerufene Tierarzt hat die Hinterhand mit einem Stützverband und medikamentös versorgt.
Die Röntgenuntersuchung in einer Spezialklinik nähe Koblenz (Hör-Grenzhausen) hat ergeben, dass das Gelenk im inneren total zerstört war. Es gab 3 Alternativen und zwar Amputation, Versteifung oder Einschläfern.
Ich habe mich nach der Beratung für das Versteifen des hinteren Sprunggelenkes entschieden. Die nicht ganz billige OP inkl. Nachsorge war recht aufwändig. Das Gelenk wurde mit aus dem Oberschenkel entnommenen Knochenmark "verspritzt" (sorry für die nichtfachliche Schilderung) und mit einer Schiene verschraubt, also steif gelegt und bandagiert. Dieser Stützverband musste regelmäßig erneuert werden. Auch wurde nach einer Zeit eine Verlaufsuntersuchung (Röntgen) durchgeführt. Nach der problemlosen Abheilung begann für mich der schwierigste Teil, nämlich die im Kopf programmierte Schonhaltung der Hinterhand zu überwinden. Nachdem die Tierärztin mir versichert hatte, dass der Hund schmerzfrei sein muss, habe ich zu einer List gegriffen und die gesunde Hinterhand bandagiert, um ihn zu bewegen, die operierte Hinterhand vorsichtig zu zu belasten. Dies erfordert viel Geduld. Nach weiteren 3 Monate täglichem Training konnte der Hund fast "humpelfrei" laufen. Mit der Zeit hat er gelernt, diese Behinderung durch das versteifte Sprunggelenk auf eine andere Motorik umzulegen, so dass nach einiger Zeit keine Beeinträchtigung mehr zu sehen war. Der Hund ist beim Spiel genau so gelaufen wie ein gesunder Hund. Man konnte nichts mehr erkennen. Die Schiene ist nicht mehr entfernt worden und de Rotti ist mit 10 Jahren wegen Krebs erlöst worden. Natürlich ist er nach dem Unfall aus dem Leistungssport genommen worden.
Ich würde die Behandlung jederzeit wieder machen lassen.
Bei Bedarf kann ich die Klinik und die Ärztin genau benennen.

freundliche Grüße


- Gislinde Deters - 26-07-2009

Bei Afra waren alle 4 Knochen, die im Sprunggelenk zusammentreffen, ausgekugelt und einer davon hat einen Sprung. Bei der OP wurde eine Platte eingesetzt und das Gelenk teilweise verschraubt und damit auch teilweise versteift(wenn ich das alles richtig verstanden habe). Jetzt hat sie einen Stabilisierungsverband, der 4-6 Wochen dranbleiben muss. Nach 2-3 Monaten wird zur Kontrolle nochmal geröngt. Ca. 6 Wochen Leinenzwang, auch danach noch nicht toben, nicht springen. Nach einem Jahr wird die Platte dann wieder entfernt.

Nach Aussage der Tierärzte kann nach ca. 6 Monaten wieder langsam mit Training angefangen werden. Hatte dein Rotti in irgendeiner Form noch "Krankengymnastik" oder hast du das alles selbst machen können?

Grüsse aus Georgsdorf


- Iwan1 - 26-07-2009

Gislinde Deters,index.php?page=Thread&postID=73151#post73151' schrieb:Hatte dein Rotti in irgendeiner Form noch "Krankengymnastik" oder hast du das alles selbst machen können?

Hallo,

ich habe keine
"Krankengymnastik" in Anspruch genommen. Wäre vielleicht besser gewesen...Im Sport habe ich nicht weiter gemacht aus eigenen Überlegungen, weil es während der Gesundung keine Garantien gab, wie die Heilung verläuft. Das Endergebnis war für mich nicht vorhersehbar.
Ich denke eine professionelle "Krankengymnastik" kann nie schaden...

Die Problematik fing an, als der Stützverband abkam und durch eine einfache Bandage ersetz wurde. Hier machte er keine Fortschritte in der Bewegung. Das Humpeln gehörte wohl zum Leben...Erst mit der Bandagierung des gesunden Beines begann er langsam zu belasten...
Ob dies mit Heilgymnastik auch oder besser zu bewältigen ist, weiß ich nicht.

freundliche Grüsse



- Gislinde Deters - 26-07-2009

Mir wird glaube ich nichts anderes übrigbleiben als abzuwarten, wie sich die ganze Sache entwickelt.... also Geduld, Geduld. Auf jeden Fall werde ich nichts unversucht lassen damit Afra in den Sport zurückkann; sie arbeitet super! Schaun wir mal.....

Grüsse aus Georgsdorf und Danke für deinen Erfahrungsbericht!


- Gerlinde - 26-07-2009

Mein Rüde hat winzigkleine Knochenabsplitterungen in beiden Sprungelenken und leider auch schon Arthrose.... auch mir wurde empfohlen die Gelenke versteifen zu lassen..... was ich bisher im Internet gelesen habe kommt nicht so prall... .mich würde es schon interessieren wie man mit einer Gelenkversteifung laufen kann .....


- tinka - 27-07-2009

moin gislinde,

das ist bei meiner hündin nach einem sportunfall gemacht worden. das bedeutet allerdings 7 monate strengen leinenzwang. nach 9 monaten habe ich wieder mit dem training begonnen. sie ist zu 100% wieder hergestellt. machen lassen habe ich das bei magunna in norderstedt bei hamburg. nicht ganz billig, die ganze sache. implantat kann sogar belassen werden. ich allerdings bin froh, daß das raus jetzt ist.

bilder habe ich angefügt.

gruß reinhard


- Gislinde Deters - 27-07-2009

Hallo Reinhard,
das baut mich ja wieder etwas auf, dass deine Hündin zu 100 % wieder hergestellt ist! Hatte sie irgenwelche physiotherapeuthische Massnahmen? Kannst du was empfehlen?

Grüsse aus Georgsdorf


- tinka - 27-07-2009

moin gislinde,

nein, reha hatte sie nicht. schwimmen wurde angeraten, doch meine hündin mag nur wasser bis zur brust. warum dann den streß. die hündin ist gut 3 monate über schmerzmittel gegangen, die ich allerdings in eigener regie dann reduziert habe.

die größere schwierigkeit liegt eher darin, daß man den hund so runterfahren muß. ich habe sie die ersten 3 wochen in der box gehalten, sie dann noch, um diesen kragen zu vermeiden, die verbleibenden 2 tage vor und die ersten tage nach der op auf den beißkorb konditioniert. die op selbst mit der wunde ist nicht unbedingt in den ersten tagen das problem. aber der juckende heilprozess und die gefahr einer wundinfektion, wenn der hund dran geht. trotz beißkorb hatte ich ein leckenentzem am verbandsrand. aber jetzt zeugt eigendlich nur noch das etwas dickere gelenk und die fehlenden haare im bereich der leckwunde noch davon. wer es nicht weiß, der sieht nichts, weder vom bild, noch vom laufbild. die geht 20 km am rad ohne probleme, springt frei 115 und aus dem stand erklettert sie die a-wand. und die kapsel war fast komplett durch. aber eigendlich handelt es sich sowieso "nur" um ein inmobiles gelenk, dessen statik über die kapsel jetzt durch die knöcherne überbauung ersetzt wird. also nur nicht mehr ganz so flexibel, aber statisch einwandfrei belastbar.

damit der hund etwas für den kopf zu tun hat, habe ich mir die spiele von nina ottoson nachgebaut und teilweise geliehen. jetzt gibt es die auch für kleines geld von trixie. ich glaube, dort gibt es zwei für zusammen 50,-- euro, und bei ottoson gibt es 5 oder 6 verschiedene, bei trixie nur vier, meine ich zu erinnern. bei diesen spielen ist der hund in seinen bewegungen auch sehr versammelt, trotzdem dynamisch. und wenn er den lösungsweg hat, dann kannst du das über eine halbe bis 3/4 std ausdehnen. und ich habe die spaziergänge von 10 min anfangs stetig von woche zu woche erhöht. alles in allem war gedoch ein 3/4 jahr weg. durch dies ständige runterfahren brauchst du dann nochmal gut 3 monate, bis der hund wieder in der gleichen handlungsbereitschaft ist, wie vorher. man muß sich schon erstmal von dem bild lösen, welches der hund vor der verletzung hatte.

gruß reinhard