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Analdrüse - Druckversion

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Analdrüse - Anni - 27-11-2006

Hallo,
schlage mich jetzt seit 1 1/2 Wochen mit der Pflege eienr geplatzten Analdrüse rum. Hat jemand von euch damit Erfahrung gemacht. Heilt so etwas wieder?

Der Hund hatte ca. 2 Wochen breiigen Kot, noch nie Problem mit der Analdrüse, war wegen dem Durchfall auch beim TA. Durch den zu weichen Kot hat sich die Analdrüse nicht mehr geleert und sich von innen heraus entzündet, der Hund hatte kein Verhalten wie " auf dem hintern rumrutschen gezeigt". vorletztes Wochenende fing die Hündin an zu lecken und beim Nachgucken stellte ich fest, das sie am After alles entzündet hat. Sofort zum TÁ, jetzt bekommet sie Antibiotika ( TSO), die Wunden werden behandelt mit Wedederm (Salbe), nach jedem Spaziergang steht duschen an. Gegen das Lecken trägt Sie einen Maulkorb. Der Hund hat starke Schmerzen, bekommt Panik sobald sie nur die Salbe Tube und den Gummihandschuh sieht. Der Kot ist inzwischen wieder fest, ncha Diät mit Reis und hühnchen, Sie hatte im Dünndarm die falschen Bakterien. Wie lange braucht so etwas zum heilen?
Der TA meint es wäre noch keine Fistel, aber kurz davor.
In die eine Wunde kann man den kleinen finger bis zu ersten Glied reinstecken.
Dankbar für weitere Infos


Grüße Nina


analdrüse - surani - 30-11-2006

Hallo,

such dir die Tel. von Volker Wienrich (super Tierarzt) raus. Er hat sich auf
Hautkrankheiten beim Hund speziailisiert. Zu finden müsste er in Oranienburg oder um Berlin herum sein.Anrufen kann ja nicht schaden.

Wenn ich mich recht entsinne war in der Zeitung der Hund auch mal ein
Artikel über die besten Behandlungsmethoden.
Juli - September ?

Viel Erfolg!


nicht der Analbeutel, es ist eine Perianalfistel - Anni - 03-12-2006

Hallo, also es ist nicht eine Analdrüsenentzündung sondern eine Perianalfistel mit inzwischen mehreren Fistelgängen.
Hat jemand in diesem forum damit schon mal Erfahrungen gemacht.
Die Tierärzte sagen es ist eine Erkrankung die bei mittelalten Schäferhunden sehr häufig auftritt.

Vielen Dank für die Antwort, aber es ist keine Hautkrankheit es kommt aus den Drüsen, bzw. aus dem Darm .

MfG

Nina


RE: nicht der Analbeutel, es ist eine Perianalfistel - surani - 03-12-2006

Hallo Nina,
bei Perianalfisteln handelt es sich im eineFehlreaktion des Immunsystems,sodass
zur Therapie Wirkstoffe,wie Prednisolon, Azathioprin und Cyclosporin eingesetzt werden können. Bei zu ausgedehnten Veränderungen muss ausser-
dem chirurgisch behandelt werden. In einem Teil der Fälle hat sich eine
Ausschlussdiät bewährt.

Eine solche Diät muss mindestens 10-12 Wochen durchgeführt werden.
Nach ca. 4 Wochen sollte dann eine Besserung sichtbar werden. Als Diät erhält der Hund nur Futtermittel, die er bisher nicht bekommen hat.
wird die Diät selbst zubereitet kann z.B. Kaninchen, Reh oder Pferdefleich
angeboten werden.Dazu Kartoffeln oder Mais. Bei längerem Einsatz müssen noch Mineralstoffe, Fettsäuren (Distelöl) und Vitamine gegeben werden.
Von den im handel angebotenen so genannten hypoallergenen Diäten sind alle die nicht geeignet, die tierische Nebenerzeugnisse oder auch Andickmittel,
Sossen u.s.w enthalten. Geignet sind z.B. das Selectet Protein-Trockenfutter (Fischart Capelin und Knollenfrucht Tapioca). (ist bestimmt schweineteuer)

Das war jetzt ein Auszug aus Volker Wienrichs Buch "Hautkrankheiten und Allergien beim Hund"

Such dir die tel. Nr. raus und ruf ihn an . (zu finden in Berlin)

Das kann doch nicht schaden.


Viel Erfolg Kerstin.


- peter.stehr - 03-12-2006

Hallo Anni,

ich habe dieses Problem seit 2 jahren bei meinem DSH-Rüden.
Ich möchte Dich jetzt nicht entmutigen, aber Du solltest Dir hier keine falschen Hoffnungen machen.
Diese Krankheit ist nicht heilbar. Es handelt sich um eine Autoimmunerkrankung.
Ich will Dir auch nichts beschönigen. Es kommt bezüglich der Pflege des Hundes und auch der Kosten einiges auf Dich zu.
Lass Dir keine unnötigen kostenspielige Therapien aufschwatzen.
Das einzige was etwas hilft, ist eine radikale Futterumstellung (ich füttere nur noch Roh und koche selbst für den Hund) und eine "chemische Keule".
Das heist im Klartext:

vierteljährlich eine Chemotherapie mit Cicloral und Nizoral und eine Lebenslange Weitergabe von Cicloral.
Wie gesagt, ich hatte bis jetzt dieses Problem relativ "gut" im Griff, bemerke aber in letzter Zeit, dass die Abstände der durchzuführenden Chemo immer kürzer werden und die Dauergabe von Cicloral nicht mehr so den gewünschten Erfolg hat.

Im übrigen hat die laut Lehrbuch als dringend empfohlene Kastration bei meinem Rüden keinerlei Erfolg hinsichtlich dieser Krankheit gebracht.

Gruß Peter

P.S. Mein Hund ist jetzt gerade mal 5 1/2 jährig


Analdrüsen - Frechdachs - 04-12-2006

Hey,
habe genau die gleiche Problematik bei meinem DSH gebabt. Es hat mit ca. 2 Jahren begonnen. Er wurde 2 Mal operriert innerhalb von 2 Jahren, beim 1.Mal nur eine Seite und diese auch nicht vollständig, beim 2.Mal radikal Analdrüsen entfernt und alle Analfisurkanäle. Danach hatte ich für immer damit Ruhe. Ein Bruder aus dem Vorwurf hatte die gleiche Symptomatik wurde aber nicht operriert und ist recht früh verstorben. Habe heute zum 1. Mal gelesen, dass es sich dabei um eine Autoimmunkrankheit handelt. Mein Hund ist schließlich an eine Autoimmunkrankheit gestorben. Er wurde nur 9,5 Jahre und hatte zum Schluß etwas Ähnliches wie MS beim Menschen.
Also ich kann die OP-Variante nur unterstützen, weil wenn es zu schlimm wird kann man nichts mehr machen, da man nicht unendlich viel in dieser Region wegnehmen kann.
Auch wenn es sich um eine Autoimmunkrankheit handelt ich habe noch sehr lange eine tolle Zeit mit meinem Dicken gehabt.
Viel Glück

Frechdachs


- Anni - 05-12-2006

Hallo,

Futterumstellung ist gemacht, bekommt ja eh schon wegen falschen Bakterien im Dünndarm nur Hühnchen mit Reis, Bactisel HK, Distel oder Olivenöl.

Medikamente zur Zeit:

Amoxiclav 400mg 2 x täglich
Prednisolon 2 x täglich
Ciclosporin als Tropfen und als Salbe ( Schweine teuer)
150 mg Rimadyl pro Tag

Betaisodona Salbe und Spülung.

Operation nicht möglich, da die Fistelgänge den Schließmuskel so durchdrungen habne, das sie danach inkontinent wär. Die Fistelgängen gehen bis in Darm, es kommt nach jetzt 4 Wochen immer noch Blut dabei raus.
Die Tierärztin und die Klinik in Hofheim meinten so etwas hätten sie noch nicht gesehen.

Am Montag sind wir wieder beim Arzt, es tut Ihr ja auch alles hölllisch weh, beim Stuhlgang ist der Hund nur am quietschen, und der Stuhl ist weich.

Mal gucken, aber ich glaube, das ich sie dann erlösen lasse, weil es ja nun mal nicht heilbar ist und eine Operation nicht so viel Erfolg verspricht.

Habe mir die numme von dem TA in Berlin rausgesucht.
Buch ist bestellt.

Vielen Dank für Eure Antworten

Gruß
Nina


analdrüse - surani - 05-12-2006

Hallo,

OP geht nicht mehr?

Lasst Dir was einfallen !!!!
Dem Hund zu liebe.
"Ich hänge aber so an ihm !" - gilt nicht !!!
Das hat kein Hund verdient.


Alles Gute .

Schnusi