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Wiederansatz nach den Gegenständen - Druckversion

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Wiederansatz nach den Gegenständen - Wanda2008 - 17-11-2006

Hi,
hab mal wieder eine Frage!
Meine Hündin zeigt eine super Fährte, bis auf die Tatsache, dass sie beim Wiederansatz ziemlich losprescht. Das passt nicht ins Bild, da sie sonst ruhig, konzentriert und mit nicht allzu hohem Tempo sucht. Und das kostet dann oftmals das V in der Fährte. Anfangs ist sie richtig losgestürmt, da habe ich Futter direkt nach dem Gegenstand hingelegt. Jetzt ist es zwar besser, aber sie macht immer noch einen richtigen Sprung beim Wiederansatz!
Bin für Hinweise dankbar!
Viele Grüße
Boa


RE: Wiederansatz nach den Gegenständen - Welfen - 17-11-2006

Achte mal darauf, dass die Leine leicht spannt bevor Du den Hund wieder ansetzt. Dann kannst Du ihn gleich bremsen, wenn er losstürmen will. Also, Hund im Platz, nimm die Leine und spanne sie leicht und dann das Kommando Such.

Meist läuft es doch so ab: Die Hunde liegen Platz, der Gegenstand wird aufgenommen und gezeigt, die Leine locker wieder in die Hand genommen und der Hund stürmt los und sucht den ersten Meter gar nicht. Vor allem dann nicht, wenn er noch im Hinterkopf hat, dass nach dem Gegenstand ja ein Leckerli kommen könnte Big Grin


RE: Wiederansatz nach den Gegenständen - Jupp - 17-11-2006

Zitat:Original von Welfen
Vor allem dann nicht, wenn er noch im Hinterkopf hat, dass nach dem Gegenstand ja ein Leckerli kommen könnte Big Grin

Es funktioniert genau andersrum:

Nach dem Verweisen während der Hund noch liegt, leg Futter direkt in die nächsten Tritte (normalerweise ist ja einige Meter vor und nach dem Gegenstand kein Futter auf der Fährte). Dann HZ „Such“. Er wird das Futter fressen und sich so das Losstürmen abgewöhnen, weil es ihm nichts bringt.
Und natürlich: keine Leineneinwirkung!


RE: Wiederansatz nach den Gegenständen - Welfen - 17-11-2006

Zitat:Original von Jupp
Zitat:Original von Welfen
Vor allem dann nicht, wenn er noch im Hinterkopf hat, dass nach dem Gegenstand ja ein Leckerli kommen könnte Big Grin

Und natürlich: keine Leineneinwirkung!

Ich meinte auch keine Einwirkung, sondern nur Spannung auf der Leine, also keine durchhängende. Ich habe schon oft beobachtet, dass beim Wiederansatz eben der erste Meter durchhängt und der Hund die Nase erst wieder auf den Boden bringt, wenn die Leine spannt.

Mit Leckerlis direkt am Gegenstand habe ich es noch nicht probiert. Ist sicher auch eine Möglichkeit.


RE: Wiederansatz nach den Gegenständen - Todo - 17-11-2006

Zitat:Original von Welfen
Zitat:Original von Jupp
Zitat:Original von Welfen
Vor allem dann nicht, wenn er noch im Hinterkopf hat, dass nach dem Gegenstand ja ein Leckerli kommen könnte Big Grin

Und natürlich: keine Leineneinwirkung!

Ich meinte auch keine Einwirkung, sondern nur Spannung auf der Leine, also keine durchhängende. Ich habe schon oft beobachtet, dass beim Wiederansatz eben der erste Meter durchhängt und der Hund die Nase erst wieder auf den Boden bringt, wenn die Leine spannt.

Mit Leckerlis direkt am Gegenstand habe ich es noch nicht probiert. Ist sicher auch eine Möglichkeit.



- Todo - 17-11-2006

Hallo Boa!
Ich würde sogar so weit gehen, dass ich das Futter nach den Gegenständen in
den Boden der nächsten Stapfen einarbeiten würde.
Der Hund wird dadurch gezwungen sich das Futter zu erarbeiten.
Probier es einfach mal, Du wirst sehen, es klappt.

Am Ende der Fährte zu bestätigen, wird dem Hund nur lehren, dass er sein Triebziel möglichst schnell erreichen will.
Dadurch wird der Hund automatisch schneller, denn der Motivator "Futter" will schnell erreicht werden.
Die Bestätigung (Futter) an sich sollte die - eigentliche Fährte- sein und dort muß der Hund sich das Futter erarbeiten.


RE: Wiederansatz nach den Gegenständen - Jupp - 17-11-2006

Zitat:Ich habe schon oft beobachtet, dass beim Wiederansatz eben der erste Meter durchhängt und der Hund die Nase erst wieder auf den Boden bringt, wenn die Leine spannt.

Das typische Ergebnis einer bestimmten Ausbildung (s. die andere Fährtendiskussion): der Hund ist auf die stramme Leine angewiesen, weil er es so gelernt hat.


- Wanda2008 - 17-11-2006

Also,ich hab das so gemacht. Nach dem Gegenstand in dem zweiten und dritten Fußstapfen Futter!


- nickel - 17-11-2006

hallo,
wie schon gesagt wurde, lege erst, wenn du den GS aufnimmst ein paar winzige bröckchen in den nächsten tritt. am besten trockene leckerchen, die nicht so doll reichen.

dann halte (wurde auch schon gesagt) die leine stramm, um dem hund gar nicht die möglichkeit zu geben, loszustürmen.
meiner meinung nach fährt man bei einem "futtergeilen" hund u.U. besser damit, seine arbeit ende am letzten GS aus der hand zu bestätigen.
dadurch macht man zum einen die GS für den hund sehr interessant (bei mir gibts an den GS immer was besonderes - alte schulbrote der kinder, schmackos, scheibe käse o.ä.) und zudem wird der weg für den hund zum ziel - NICHT das ende!!!

ich habe meinen rüden anfang des jahres auf diese arbeitsweise umgestellt und er ist seitdem in der fährte konstant, ruhig und immer bestrebt, die GS zu finden!


- Welfen - 17-11-2006

Wie man seinen Hund auf der Fährte aufbaut, hängt wohl auch immer ein wenig vom Temperament des Hundes ab. Meine Alexa hat immer in einem ganz leichten "Arbeitstrab" gefährtet, tiefe Nase und gleichmäßg vom Tempo her (u. a. bei H. Rüdenauer 99 P.) Bei ihr durfte ich am Ende keine Bestätigung einbauen, dann wäe der letzte Schenkel sicher flüchtig und fahrig geworden. Auch vom Tempo her hätte ich sie nicht bremsen dürfen. Es war eben "ihr" Arbeitstempo. Meine Daika ist eine eher ruhigere Hündin, die auch so sucht und die am Ende auch ihre Bestätigung bekommt. Meine junge Fly ist ein sehr quirliger Typ, bei der ich im Moment noch die richtige Mischung herausfinden muss. Sie neigt momentan dazu, wenn mal eine längere Strecke kein Futter kommt, umdrehen zu wollen um zu schauen, ob sie was übersehen hat (was ich natürlich nicht zulasse). Auch bei ihr wäre eine Bestätigung am Ende nicht das Wahre.

Was die stramme Leine betrifft, ich fährte gerne mit strammer Leine, da ich so die Verbindung zwischen mir und dem Hund spüre (und er auch) und den Hund notfalls auch ein wenig lenken kann.
Der Einwand von Jupp ist sicher teilweise berechtigt, aber wenn man von Anfang an darauf achtet, dass die Nase unten ist sehe ich da kein Problem.

An den Gegenständen bestätige ich die Hunde auch immer.