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Bellen - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Working Dogs (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=6) +--- Forum: Ausbildung (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=34) +--- Thema: Bellen (/showthread.php?tid=16797) Seiten:
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Bellen - Colonia - 09-11-2019 Da wir gemäß dem Vorgängerthema so schön bei den Lautäußerungen des Hundes sind, Frage - insbesondere - an die hier vertretenen LR: mein Kampfhamster ( 7 Monate ) zeigt bei " Revierübungen " immer häufiger beim - engen und schnellen - Umrunden des Verstecks Bellneigung. Ich führe das auf Trieb zurück, aber, egal. Mich würde interessieren, ob und welche Entwertung ich bei einer Prüfung zu erwarten hätte. Ich habe gesehen, dass die PO unter anderem ein " aufmerksames, zielstrebiges und enges Umlaufen " beim Revieren fordert. Knackpunkt könnte als die Auslegung der "Aufmerksamkeit " sein. Ich frage nur deshalb, weil wir noch so am Anfang sind, dass ich mir zutraue, das Bellen - notfalls nachdrücklich - weg zu bekommen, wird aber wahrscheinlich schwierig. Haben wir kaum Sanktionen zu erwarten, ja dann .... Da ich länger im Acker war, interessiert mich die heutige LR - Sichtweise in diesem Bereich. Danke für zielführende Hinweise - tinka - 09-11-2019 Hallo Burghard, Ich kein Richter und weit weg davon. ich würde schauen, ob sich das woanders auch zeigt, wenn er „hochfährt“. Wenn sich das z.b. auch tendenziell in der UO zeigt, so kann das schon als zu hoher Stresslevel angesehen werden. Ich habe das schon bei 2 überrregionalen Prüfungen erlebt, wo dieses Auftreten entsprechend entwertet wurde, obwohl es rein technisch ein gutes Auftreten gewesen ist. Ich denke auch hier, und Du hast es ja selbst bei dem anderen threat geschrieben, sollte man den Umgang mit Frust auch im hochmotivierten Bereich dem Hund nahebringen. Das Bellen wird ein Ventil sein. Wie würdest Du das denn „wegmachen“ wollen? Gruß Reinhard - Sören - 09-11-2019 Hallo, ich persönlich halte es beim Richten nach dem Motto "was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt". Wenn der Hund also schnell, zielstrebig, eng, aufmerksam und mit guter Einstellung (also frei und positiv motiviert) arbeitet, dann würde ich ein kurzes Aufbellen beim Versteck nicht unbedingt entwerten. Es kommt da auf das Gesamtbild an. Die aktuelle Prüfungsordnung regelt ein "Bellen" beim Revieren nicht. Es ist gefordert, dass der Hund im Schutzdienst "jederzeit die Auseinandersetzung mit dem Helfer" suchen soll. Nehmen wir also an, wir behandeln die "Streife nach dem Helfer" so, wie sie eigentlich gedacht war: Der Hund umläuft die Verstecke auf der Suche nach dem Helfer... dann muss er in jedem Versteck einen Helfer vermuten.... ich weiß, das ist Theorie und kaum einer bildet so aus, aber im Grunde der Sache ist das der Sinn dieser Übung. Jetzt würde kein Richter auf die Idee kommen ein Bellen zu entwerten, wenn der Hund zum Versteck 6 kommt... da steht ja schließlich der Helfer. Viele Hunde bellen da schon vorher, bevor der Helfer in Sicht ist. Ich habe noch keinen Richter gesehen, der das entwertet hat. Wenn der Hund nun in jedem anderen Versteck ebenfalls einen Helfer vermutet, dann kann auch hier ein Bellen nicht fehlerhaft sein. Woher soll er schließlich wissen, dass da keiner steht? Wie gesagt, Voraussetzung ist, dass er zielstrebig und druckvoll zum Versteck arbeitet. Es gibt auch Hunde, die Bellen beim Revieren die ganze Zeit mehr oder weniger ziellos in der Gegend rum. Das ist dann natürlich nicht so toll. Wie gesagt, dass ist etwas, wie ICH es sehe. Du kannst Richter haben, die das anders sehen. Wenn Du also auf Nummer sicher gehen willst, versuche es abzustellen. Viele Grüße Sören - Colonia - 10-11-2019 Danke für die Anregungen. Da habe ich zumindest den Hinweis. dass mein Gedankengang nicht so " daneben " liegt. @'tinka 'Wg. dem wegmachen - keine Sorge. Schon in den 80-igern steht in einer Lehrgangsbeurteilung: " er führt mit leichter Hand " Also, im konkreten Fall: im Augenblick arbeitet der Hund ( 7 Monate ) mit Miniverstecken ala Knut Fuchs. Erster Schritt wäre - da er sehr viel Spass an der Übung hat - zu versuchen, mit dem Trieblevel etwas runter zu gehen, weniger Emotion an zu sprechen. Könnte vielleicht schon reichen. Schauen wir mal, wir haben ja noch Zeit. - tinka - 10-11-2019 Hallo Burghard, Danke für die Antwort. Auf Sörens Antwort hatten wir ein vergleichbares Thema in der Unterordung. Hund schüttelt sich beim Regen in der Position. Wie wäre das zu bewerten... Da gab es zur Antwort, dass der Hund, der das nicht mache, besser zu bewerten sein. Wenn jetzt zwei Hunde eine Identische Leistung zeigen, der eine dabei bellt, der andere nicht, wer zeigt hier dann die korrektere Arbeit? Die Vermutung des Hundes, dass hinter jedem Versteck ein Helfer stehen könnte, ist für mich ja im Aufbau richtig. Bellt er aber vorher, was ja real das Anzeigen des Helfers bedeutet, ist es eine Form von Fehlverweisen. In der Fährte wird Fehlverweisen entwertet. Einfach mal so als Gedankengang. Gruß Reinhard P.s. Der Ausdruck „ Wegmachen“ hat für mich immer so einen faden Beigeschmack, daher meine Nachfrage. - Uwe Junker - 10-11-2019 tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26891-Bellen/?postID=188614#post188614 schrieb:Da gab es zur Antwort, dass der Hund, der das nicht mache, besser zu bewerten sein.warum muß denn immer auf solchen Ungereimtheiten rum gehackt werden. Nehmt doch einfach zur Kenntnis, dass Bewerter "nur" Menschen sind, die evtl. auch mal unterschiedliche Auslegungen für sich festlegen. Auch wenn diese in keiner PO stehen. Siehe auch BSP "geringfügig zentraler Stellen" :hae Jeder bildet seinen Hund für sich aus und sollte dann mit der Leistung zufrieden oder nicht zufrieden sein. M.E. bringt es nichts, sich mit solchen Dingen intensiver zu beschäftigen. Wo fängt das an und wo soll das aufhören. Das ist doch eine "never ending.... Aber das kann natürlich Jemand auch anders sehen.
- tinka - 10-11-2019 Guten Morgen Uwe, ich persönlich habe mich an Sörens Aussage als Richter orientiert, der das Revieren als eine Form von Realsituation beschrieben hat, aber eben auch den Vergleich zeigt, dass viele Hunde erst vor dem 6. Versteck anfangen zu Bellen. Ganz am Ende steht aber das, was ich entscheidend finde, obwohl er selbst das Bellen nicht entwerten würde: Versuche es abzustellen, dann bist Du auf der sicheren Seite. Gruß Reinhard - Colonia - 10-11-2019 tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26891-Bellen/?postID=188614#post188614 schrieb:Bellt er aber vorher, was ja real das Anzeigen des Helfers bedeutet, ist es eine Form von Fehlverweisen.Das Bellen zeigt er eher, wenn er das Versteck fast umrundet hat - ich vermute eher so eine Sache der Trieblage tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26891-Bellen/?postID=188614#post188614 schrieb:P.s. Der Ausdruck „ Wegmachen“ hat für mich immer so einen faden Beigeschmack, daher meine Nachfrage.Hast recht, da hab ich zu flapsig ausgedrückt. Wird, dem Alter und Ausbildungsstand angemessen, dran gearbeitet. - tinka - 10-11-2019 Hallo Burghard, ich bin jünger als Du, von daher wollte ich Dir in Deiner Ausfrucksform nicht zu nahe treten. Als flapsig habe ich das nicht gesehen, wollte den Ausdruck nur mit entsprechenden Inhalt sehen. Gruß Reinhard - Sören - 10-11-2019 tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26891-Bellen/?postID=188614#post188614 schrieb:Auf Sörens Antwort hatten wir ein vergleichbares Thema in der Unterordung.Hallo, da muss ich mal einhaken. In der Übungsbeschreibung bei der Steh-Übung steht drin, dass der Hund sofort, sicher, frei, mit Aufmerksamkeit zum Hundeführer und ruhig zu stehen hat. Konkret aus der PO unter "Bewertungskriterien" steht: "Kein sofortiges Stehen, unruhiges und unaufmerksames Stehen, nicht zielstrebiges Herankommen, Hilfen des Hundeführers wie z.B. Grätschstellung, führt neben sonstigen Fehlverhalten zu entsprechender Entwertung." Ein Schütteln ist fehlerhaft, der Hund steht nicht ruhig und zumindest beim Schütteln auch nicht aufmerksam zum Hundeführer. Man KANN hier bei Regen Zugeständnisse machen, MUSS es aber sicherlich nicht tun. Wenn es nicht regnen würde, dann wäre ein Schütteln in jedem Fall fehlerhaft. Bei der Übung "Streife nach dem Helfer" stehen bei den Bewertungskriterien die folgenden Dinge: "Zeigt der Hund keine ruhige Grundstellung zu Beginn der Übung, erhält er zusätzliche Hörzeichen oder Sichtzeichen, wird die gedachte Mittellinie nicht eingehalten, bewegt sich der Hundeführer nicht in normaler Gangart, reviert der Hund weiträumig, agiert der Hund selbstständig und nicht auf Hundeführer Anweisung, werden Verstecke nicht oder nicht aufmerksam umlaufen, lässt sich der Hund nur schwer lenken und leiten, wird entsprechend entwertet." Nirgends steht, dass der Hund "ruhig" zu arbeiten hat und "nicht bellen" darf. Das kann ich nicht einmal da rein interpretieren. Wenn also zwei Hunde eine identische Leistung zeigen, also zielstrebig revieren, eng umlaufen, etc., der eine bellt und der andere nicht, dann hat das laut der PO keine Relevanz und beide bekommen die entsprechende Höchstbewertung. Oder mit welcher Handhabe laut Prüfungsordnung darf ich alleine für das Bellen etwas entwerten? Wo werde ich als Richter dazu legitimiert? Viele Grüße Sören |