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Hündin beißt nicht richtig in Ball / Beißwurst - Druckversion

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Hündin beißt nicht richtig in Ball / Beißwurst - Richi79 - 17-12-2013

Hallo zusammen,
ich würde einmal gerne eure Meinung bzw. Hilfe zu meinem folgenden Problem haben:
Ich hab seit 3 Wochen eine 18 Monate alte Leistungshündin aus einer Privathaltung übernommen. Mit Privathaltung meine ich, dass die Hündin so viel gesehen hat, Haus und andere Hunde etc kennen gelernt hat. Sie ist also super sozialisiert, offen und frei. Sie wurde jedoch IPO – mäßig nicht vorgearbeitet. Trieb hat die Hündin. Jedoch hat der Vorbesitzer wenig / fast gar nicht mit ihr mit Ball oder Beißwurst o.ä. gespielt.
Ich habe jetzt angefangen mit ihr zu spielen, jedoch macht die Hündin wenn sie den Ball oder die Beißwurst in der Schnauze hat nicht richtig zu. Also man kann ihr den Ball aus der Schnauze leicht rausziehen. Wenn ich teilweise nur ein bisschen ziehe an der Schnur oder Schlaufe ist der Ball / Beißwurst raus aus der Schnauze. Interesse hat sie aber ohne Ende am Spielzeug – also wenn sie das Spielzeug „verloren“ hat will sie es sofort wieder haben und geht wieder drauf. Sie trägt den Ball auch gut und lange und will ihn auch nicht hergeben. Aber sie macht halt nicht richtig "zu". Was mir dabei auch aufgefallen ist, dass sie die ganz Zeit so komisch auf dem Spielzeug herum kaut, wenn ich sie lasse. Auch wenn sie den Ball dann trägt, trägt sie ihn manchmal so komisch schräg. Ich weiß gar nicht wie ich das beschreiben soll – aber es ist halt irgendwie so ein „herumeiern“. So als wenn sie ein rohes Ei in ihrer Schnauze jonglieren will. Auf jeden Fall kannte ich das von meinen bisherigen Hunden nicht. Mal ist es dann etwas besser und ich hab schon gedacht habe dass es jetzt bei ihr Klick gemacht hat und dann doch leider wieder genauso schlecht wie vorher.
Wie gesagt ich hab sie jetzt erst 3 Wochen und Spielen bzw. Spielzeug kannte sie bislang nicht oder kaum und außerdem wird sie gerade läufig. (Und der Vorbesitzer sagte mir schon, dass sie bei ihrer vorherigen Läufigkeit total durch den Wind war). Dazu würde ihr sie bislang auch noch als sehr jugendhaft einschätzen. Also ich denke, dass die meisten Hündinnen mit 18 Monaten weiter sind als sie.
Aber trotzdem würde ich gerne eure Meinung gerne mal dazu hören, ob sich sowas überhaupt noch legen kann? Und wie würdet ihr jetzt mit ihr spielen? Also mit was für nem Spielzeug (eher etwas festeres oder eher etwas weicheres) und vor allem wie? Und wie oft? Wie kann man ihr beibringen, dass sie das Spielzeug fest hält?
Viele Grüße und schon mal besten Dank im Voraus für eure Antworten.


- redtool - 17-12-2013

Richi79,'index.php?page=Thread&postID=153430#post153430' schrieb:Aber trotzdem würde ich gerne eure Meinung gerne mal dazu hören, ob sich sowas überhaupt noch legen kann? Und wie würdet ihr jetzt mit ihr spielen? Also mit was für nem Spielzeug (eher etwas festeres oder eher etwas weicheres) und vor allem wie? Und wie oft? Wie kann man ihr beibringen, dass sie das Spielzeug fest hält?
Viele Grüße und schon mal besten Dank im Voraus für eure Antworten.

hallo richi,

das ist erstmal nichts ungewöhnliches wenn hunde erst so spät anfangen beutespiele zu machen, kommt bei dem ein oder anderm hund vor, keine panik...

nimm nichts weiches, sondern eher hartes spielzeug, hier muß die hündin besonders zu machen. am besten sind nylon-beißwürste / beißkissen, bzw. auch beißwürste aus feuerwehrschlauch !
du mußt ihr im spiel klar machen wenn sie das ding nicht genug hält "verliert" sie:
binde sie am geschirr an oder lass sie von jemandem am geschirr halten...
lass sie anpacken, und wenn sie ohne "trieb machen" beißt dann mach auch keinen trieb vorher, lass den hund sitzen und aus der ruhe beißen. hier ist die chanse größer das der hund aus der ruhe heraus sich aufs zupacken besser konzentriert...
mach dir ein seil an die beute, wenn man mit hippeligen hunden nah spielt neigen sie eher zur unruhe. sobald sie eingebissen hat geh sofort stück weg vom hund ans ende der leine. mach hier kleine rucks um die beute rauszuziehen. NICHT komplett auf zug, das fördert das kontern wobei wieder unruhe entsteht was das fang öffnen / rumkauen fördert...
kannst du die beute rausziehen, NICHT gleich wieder reinstopfen, sondern hund blockieren, kurzen moment warten sodaß minifrust entsteht, das fördert den willen die beute besser zu packen und zu behalten...
hält sie es ruhig auch loben damit sie merkt was für dich wichtig und richtig ist !

mach das mal ne zeitlang, aber das einzelne spiel nicht zu lange, vlt. 5 bis 8 mal packen und gut....


- Megan - 17-12-2013

ich würde sicherheitshalber vom TA die Zähne kontrollieren lassen!


- Claudia Ph. - 17-12-2013

Zahnkontrolle FIRST, dann Beuteförderung auf lebende und tote Beute.


- Michael Vietinghoff - 17-12-2013

Ich würde auch erst die Zähne kontrollieren und dann Beute machen. Aber alles mit Ruhe und Freude. Zieh ihr nicht ständig die Beute aus fem Fang. Das frustet nur. Lieber zum "kämpfen" animieren und gewinnen lassen.
Gruß Michael


- Bettina Balters - 17-12-2013

Könnte ne Dogge sein, der Hund...

Bei meiner Rasse ist es leider meist nicht möglich gewesen sie zum richtigen Festhalten zu kriegen. Hab die Tipps, und mehr, schon lange durch. Trotz Beuztetriebsförderung von klein auf.


- tinka - 17-12-2013

Moin ritchi,

Beutejagdverhalten ist das eine Beutesicherungsverhslten das andere.

Ich gehe mal davon aus, daß der Hund im Rahmen seiner Aufgabe nur Sozialpartner zu sein eben nicht darin gefördert worden ist, Spielobjekte bei sich behalten zu können , Zerrspiele zuzulassen. Wahrscheinlich ist es eher so, daß die Herausgabe wertiger ist, weil diese wieder das Beutejagdverhalten auslößt, denn zerren war unerwünscht.

Wenn das eine Lernerfahrungen ist, dann gib den Hund einfach Zeit. Ich würd warten, bis der Hund das Bringsel eigenständig präsentiert, inaktiv als HF anfassen und mir das dann lose wieder abziehen lassen, mit der zeit dann den Widerstand erhöhen. Evtl. Ein längeres Bändsel dran, damit du als HF erstmal bischen Distanz zum Hund hast.

So jetzt läufst im Moment in die Gefahr, daß der Hund total abhängig von deiner Aktivität wird.

Der Hund muss es einfordern, nicht nur eine Reaktion auf einen bestimmten Bewegungsreiz deinerseits.

Gruß Reinhard


- Michael Vietinghoff - 17-12-2013

tinka,'index.php?page=Thread&postID=153440#post153440' schrieb:Moin ritchi,
... dann gib dem Hund einfach Zeit. ...
Gruß Reinhard

Genau das würd ich auch sagen. Wenn die Hündin aus einer Familie kommt ohne IPO Erfahrung, musst du sogar davon ausgehen dass man der Hündin "mitgeteilt" hat, "Spielzeug ist für Kinder, da bleibst du davon!"

Fang einfach an zu spielen und dann wird das schon. Nix übers Knie brechen. Wer weiß wofür das gut war, dass sie bis 18 Monate keine IPO Erfahrung hat. Muss nicht schlecht sein!

Gruß
Michael


- Richi79 - 17-12-2013

Hallo!

vielen vielen Dank für die vielen ausführlichen Tips und Infos. Ich werde es so probieren, wie ihr es vorschlägt und euch dann in geraumer Zeit über den hoffentlichen Fortschritt informieren.

Weitere Tipps und Anweisungen nehm ich noch gerne mit.

VG


- Trine - 17-12-2013

Hallo Richi79,

wo liegt das Problem für Dich bei dem "Nicht-richtig-dicht-machen" ?

Wenn sie das nur macht, wenn Du mit ihr spielst, ist es doch letztendlich egal - solange sie genug Trieb zum Spielen hat, Du sie also in der UO bestätigen kannst.

Schlecht wäre es nur, wenn sie sich nicht traut, am Helfer "dicht zu machen" .