![]() |
|
Wie weit weg sind wir noch vom Unterschied, Arbeiten oder Kunststückchen machen lassen? - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Working Dogs (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=6) +--- Forum: Ausbildung (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=34) +--- Thema: Wie weit weg sind wir noch vom Unterschied, Arbeiten oder Kunststückchen machen lassen? (/showthread.php?tid=11528) |
- doghunter - 19-04-2012 @ Detlef Da gebe ich dir Recht - Heinz.S - 20-04-2012 nickel,'index.php?page=Thread&postID=131100#post131100' schrieb:Erwin, den Satz oben hatte Heinz geschrieben. Daraus verstehe ich, dass man Hunden die Möglichkeit zur Entwicklung nimmt, wenn sie früh lernen und wenn man ihnen eben die "Entwicklung" nimmtDas Problem,das sich eben mal aufgetan hat scheint,das jeder nur das Bild vor Augen hat,in das er die anderen Kommentare reinprojeziert. Ich versuchs mal mit einem anderen Beispiel: Wenn du ein Kind großziehst,dem du permanent beibringst,an der hand zu gehen und nicht nach rechts oder links zu schauen,so hast du ein sehr gehorsames kind,ob das allerdings für spätere leben mit dieser(Nullerfahrung)gut durchs Leben kommt,wage ich zu bezweifeln. Und noch mal zum Hund,es stand ja irgendwann irgendwo mal die Geschichte von dem Hund,der gegen einen Hürde oä gelaufen ist,weil er so konzentriert auf den HF war,genau das sind die Dinge,die einfach falsch laufen,das ist für mich dann keine UO mehr,sondern unzucht mit abhängigen. Das hat mit lernen und ausbilden oder gar erziehen nicht mehr zu tun. Auch wenn die lernmöglichkeiten faszinierend sind,(auch für mich) so sollte man den Ursprung unserer Gebrauchshunde nicht verleugnen oder als falsch und unzeitgemäß erklären,es gibt nur wenige rassen,die tatsächlich in der Lage sind,zu schützen,das ist Kulturgut und sollte nicht mit Spielbelohnung gleich gesetzt werden. Und PS,Glaub mir einfach mal,meine Frau geht nachts nicht alleine durch den wald und ich habe auch noch nie in 37 Jahren an einer Nachtübung teilgenommen und ich möchte mit meinen Hunden Sreßfrei zwischen Leuten und Kinder mich bewegen,trotzdem mag ich keine Spielkasperle. LG Heinz - Dürken - 20-04-2012 Hallo Heinz, wenn Du diesem Kind nun aber in der Kindheit beibringst, dass der Platz an der Hand einer ist, wo es sich wohlfühlen kann und wo es sicher ist, das Kind dorthin gern kommt, weil es meistens noch ne Belohnung dafür bekommt und zu gegebener Zeit erfahren kann, dass es Konflikte und Schwierigkeiten im Leben durchaus gibt - es jedoch sicher sein kann, dass es sich jederzeit dorthin retten kann, dann ist die Konfliktlösung für das Kind einfacher, als wenn es diesen Platz nicht kennt und durch mehr oder weniger schlechte Erfahrungen erstmal alle Möglichkeiten abklopfen muss um den Platz zu finden an dem es sich sicher fühlen kann. Wenn Dir heute jemand sagt, Du sollst über ein Minenfeld laufen, wäre es Dir sicher auch lieber, wenn Du vorher wüsstest, wohin Du treten kannst ohne in die Luft zu fliegen. - Claudia Ph. - 20-04-2012 Hallo Heinz, ich könnt dich knutschen, mein Freund! Darf ich das mit dem Kind mal für meine Intention nutzen? Mein Kind geht an der Hand, es wird festgehalten bei Gefahr an der Straße und losgelassen zum toben und Spielen im Park, nur mein Kind darf sehr wohl nach rechts uns links schauen, alles wahrnehmen und Hinweise von mir erhalten, was gut ist und was weniger. Es nutzt die Vorteile meine Hand und wehrt sich auch schon mal dagegen, aber es lernt für sich selbst, den persönlichen Nutzen meiner Hand. Unterschied zum Hund :wenn ich mein Kind irgendwann losslassen muß, weil es erwachsen ist, habe ich ein freies unabhängies Individium. (was sich vielleicht manchmal errinnert) Unsere Hunde können nie unsere Sprache, sie werden von uns Menschen ihr ganzes Leben in Abhänigkeit gehalten und deshalb versuche ich zumindest ihr eignens Wesen zu erhalten. Freu mich schon auf ein Wiedersehn. Claudia Puh ich weiß schon, warum meine Mutter sagt" Oh wenn du Kinder hättest, die hätten es nicht einfach..."...grins "Wieso nur??" - Heinz.S - 20-04-2012 Claudia Ph.,'index.php?page=Thread&postID=131142#post131142' schrieb:Puh ich weiß schon, warum meine Mutter sagt" Oh wenn du Kinder hättest, die hätten es nicht einfach..."...grins "Wieso nur??"Wenn du gern nen großen Sohn hättest,Ich würd mich evtl. zur Adoption freigeben ^^ - Heinz.S - 20-04-2012 Dürken,'index.php?page=Thread&postID=131138#post131138' schrieb:Hallo Heinz,Da hast du volkommen Recht,trieft leider nicht das,was ich als falsch empfinde. Wenn ich mein Kind mitem Kopp an den Briefkasten laufen lasse,nur damit andere sagen,der ist aber Gehorsam,dann gehöre ich als Eltern weggesperrt. Dürken,'index.php?page=Thread&postID=131138#post131138' schrieb:Wenn Dir heute jemand sagt, Du sollst über ein Minenfeld laufen, wäre es Dir sicher auch lieber, wenn Du vorher wüsstest, wohin Du treten kannst ohne in die Luft zu fliegen.Würde ich nur unter absolutem Zwang,Leben oder Sterben,nicht weil ein Spacko nen blöden Ball da reingeworfen hat. Ausnahme,man hat mich blöd gehalten und weiß nicht,was Minen sind. LG Heinz
- Barbara - 20-04-2012 Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=131131#post131131' schrieb:Und noch mal zum Hund,es stand ja irgendwann irgendwo mal die Geschichte von dem Hund,der gegen einen Hürde oä gelaufen ist,weil er so konzentriert auf den HF war,genau das sind die Dinge,die einfach falsch laufen,das ist für mich dann keine UO mehr,sondern unzucht mit abhängigen. Genau das ist es, was mich an der Hundedressur, wie sie z.Z. im VPG betrieben werden muss, wenn man "oben" mitspielen will, stört. Meiner Ansicht nach, reduziert man den Hund damit auf ein nahezu perfekt funktionierendes "Gerät", dass in meinen Augen leider erheblich an Ausstrahlung verliert, eben weil diese Art der Ausbildung und Vorführung gar keinen Raum für die jeweilige "Persönlichkeit" eines Hundes lässt. Vielleicht kann ich es so besser verdeutlichen: Wenn ich eine perfekt vorgeführte UO (heutigen Standards) sehe, dann kann ich mich begeistern für die Fähigkeit des jeweiligen Hundeführers, nicht aber für den Hund. Sehe ich jedoch einen Hund, der so ausgebildet und vorgeführt wird, dass man sein Wesen, seine Stärken und auch Schwächen, seine Fähigkeit zur Reaktion auf Umwelt und HF erkennen kann, dann erfreue ich mich an dem Hund. Denn ich habe das Gefühl "der lebt"! Ein Hund, der vor ein Hindernis läuft, weil er starr seinem HF in die Augen blickt, ist für mich bedauernswert. Entweder weil er wirklich zu triebblöd ist oder weil er eben vom HF missbräuchlich in dieses atypische Verhalten gezwängt wurde. Bin jetzt mal etwas provokativ: Da verkehren sich doch die Aufgaben eines Gebrauchshundes: Hier ist der Hund der Blinde und der HF übernimmt die Rolle des Führhundes .LG Barbara - nickel - 20-04-2012 Dürken,'index.php?page=Thread&postID=131138#post131138' schrieb:Hallo Heinz, Das unterschriebe ich so!! Meine Kinder laufen nicht an der Hand und dürfen nicht links und rechts schauen. Nein, im Gegenteil: WEIL sie wissen, was ich von ihnen möchte und dass sie mir vertrauen können, haben sie keine Angst, mit einer 5 heim zu kommen oder mal etwas kaputt gemacht zu haben!! Sie fürchten keine harte Strafe, sondern faire Behandlung!! Und dass sie IMMER und mit allem zu uns kommen können! Ich denke, sie sind selbstbewusste und schon ziemlich kluge Köpfe geworden! Ohne Agnst vor Strafe!! Nicht anders der Hund: ich wohne im Ballungsgebiet, also lernen die Hunde sowieso zwangsläufig schon alles kennen und gerade genau das: rechts und links gucken!! Aber sie lernen den Spaß am Arbeiten und Lernen bei/mit mir!! Auch der Hund lernt aus Erfahrung und er darf auch mal eine Übung verbocken ohne gleich erwarten zu müssen, Zwänge zu bekommen. Stress blockiert Lernen! Freude am Lernen kann nichts ersetzen - ob Hund oder Mensch!! Und ich arbeite auch lieber in einem Job, den ich mag und mit sicheren Umfeld und ich weiß, wenn ich mal versehentlich was verbocke, schmeißt dre Chef mich nicht raus!! Hätte ich ständig diese Angst...mir würden sicher mehr Fehler passieren oder ich würde versuchen, sie zu verschweigen!! - Nadin - 20-04-2012 Also man muss es sicher nicht mögen, diese Freifolge, in der der Hund alles ausblendet, ich sehe da allerdings nichts drin, was irgendwelchen Gebrauchshundequalitäten abträglich ist, dass ein Hund, der so ausgebildet ist, seinem Hundeführer soweit vertraut, dass der ihn nicht vor ein Hindernis latschen lässt, heisst nicht, dass er ein dummer Befehlsempfänger ist, der nicht zu eigenständiger Arbeit fähig, das wirds unter Umständen dann, wenn der Hundeführer ihn zehnmal davor laufen lässt und er immer noch nicht nach vorne guckt, aber auf die Idee kommen hoffentlich nicht allzu viele Hundeführer. Meiner Meinung nach ist vieles nicht wirklich "natürlich" im IPO Sport heutzutage, vom extrem langsamen Suchen, zum Fusslaufen, zu gewünschten extrem trockenen Griffen.....nur finde ich das nicht schlimm, Spass macht mir der Sport trotzdem, allerdings finde ich ihn eben auch nicht ideal zur Selektion ALLER Merkmale, die in der Zucht wichtig sein sollten, aber das wurde ja auch schon genug gesagt. LG-Nadin - Sören - 20-04-2012 Barbara,'index.php?page=Thread&postID=131156#post131156' schrieb:Ein Hund, der vor ein Hindernis läuft, weil er starr seinem HF in die Augen blickt, ist für mich bedauernswert. Entweder weil er wirklich zu triebblöd ist oder weil er eben vom HF missbräuchlich in dieses atypische Verhalten gezwängt wurde. Hallo, nun wird es aber albern. Mein Hund schaut mir auch in die Augen... konsequent. Und zwar weder weil er "triebblöd" ist oder weil ich ihn brachial in das Verhalten zwinge, sondern weil er 1. mir vertraut (er weiß, dass ich ihn weder vor eine Hürde laufen noch in ein Loch fallen lasse) 2. weiß, dass er mit dieser Handlung zum Erfolgt kommt und sich damit in dieser Art zu laufen einfach wohl fühlt und es gerne macht. Es ist logisch, dass diese Argumentation für alle diejenigen absurd ist, die einen Hund haben, der weder das Vertrauensverhältnis noch den Aufbau hat, um dieses Laufen so zu leisten. Das bei diesen Hunden nur der Zwang bleibt, um ein ständiges Hochschauen zu erreichen, ist logisch. Das hat aber nichts mit "Instrumentalisierung" oder "Reduzierung auf ein Sportgerät" zu tun, sondern einfach mit guter und nachhaltiger Ausbildung. Viele Grüße Sören |