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- Joy82 - 18-11-2011

M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=124967#post124967' schrieb:Ach Joy, :nope:
unterstellst Du somit, dass Hundesport so eine Art Spassgesellschaftsspiel ist, um von den bösen Dingen des Alltags abzulenken, ohne Verpflichtungen, Aufgaben, selbst gestelltem und auch von außen aufgelegtem Erfolgsdruck? Volkssport im weiteren Sinne.
Offensichtlich verkennst Du dabei, dass die Polizeihundbewegung, aus der der moderne Hundesport entstanden ist, eine andere Priorität hatte.
Was ist schlimm daran, es wie folgt zu sehen?:
Mann/Frau kauft sich einen Hund, geht mit ihm auf den Hundeplatz, um ihn zu erziehen/auszubilden. Als der Hund die erforderliche Reife hat, legt er/sie eine offizielle Prüfung ab, um es offiziell bestätigt zu bekommen, dass man gute Arbeit geleistet hat. Aber der Nebenmann war an diesem Tag sogar noch besser anzuschauen. Außerdem hat Hundi das Sitz versemmelt, ist einfach nachgetrippelt und in der Freifolge auch noch zum abliegenden Hund hingerannt. Also -> weiter arbeiten, um besser zu werden. ->->-> Irgendwann mißt man sich (weil Spaß an der Sache und entsprechenden Ehrgeiz) über Ländergrenzen hinaus mit anderen Hundehaltern. Wer ist hierbei das Ei und wer die Henne? Ausbildung zur Alttagstauglichkeit oder Sport?
Nein das unterstelle ich eben nicht
:w00t: Frag mich auch wie Du es schaffst in 2 Sätze sowas reinzuinterpretieren ... So schlimm bin ich garnicht *schwör+ ich bin eigentlich n weltoffenes braves Hascherl Big Grin
Aber es ist eben meine Freizeitbeschäftigung, ich könnt auch ZOS machen um meinen Hund auszubilden/Auszuasten
Geht mein Hund aber wildern isser ne Gefahr für sich selber, det is mein Hund nicht also brauch ich keine harten Zwangmittel ... So gross is mein Ehrgeiz einfach nicht ( wie gesagt ich rede von mir und ich werd mich hüten jemandem vorzuschreiben das er gefälligst nur so wie ich mit seinem Hund arbeiten darf)
Oder war Jagd als DIE Jagd gemeint und nicht als "Hund macht sihc weg zum Kaninchenreissen"
Dann Confusedorry: fehlinterpretation von mir ... Dann schieb ich es auf meine Haarfarbe
Die Materie ist viel zu weit weg von mir aus das ich mir da n Urteil erlaube


- Walter Schmidt - 18-11-2011

frank11,'index.php?page=Thread&postID=124966#post124966' schrieb:Geh mal mit einen normalen Sporthund zu so einen -Wesenstest-, ich würde es nicht machen.
Hallo Frank,

dann erkläre mir bitte oben zitierten Satz im Zusammenhang mit deinem Post im Hinblick auf den Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung.

Ich kann das eigentlich nur so verstehen: Ein gut erzogener Hund besteht auch den Wesenstest, ein ausgebildeter Sporthund hätte dagegen Probleme, den Wesenstest zu bestehen.

Und wenn ich das so richtig verstanden habe, dann sage ich noch einmal: Puh!

Servus Walter


- Mr.Willson - 18-11-2011

warum ein unterschied besteht zwischen privat und sport? bei dem einen steht das führen im vordergrund, bei dem anderem die funktion. viele haben angst wenn sie ihrem hund im privaten die funktion aufdrücken, das dann für den sport nicht mehr viel zum führen übrig bleibt. also ein bereits angesprochener fauler kompromiss. ich sehe das anders, was ich privat geklärt habe kann mich beim sport nicht mehr stören.


- Barbara - 18-11-2011

Joy82,'index.php?page=Thread&postID=124964#post124964' schrieb:Ich denke eher das liegt daran das Sport einfach ne Freizeitbeschäftigung ist
Ein jagender Hund dagegen ne Gefahr für sich selber und andere

M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=124967#post124967' schrieb:Ach Joy, :nope:
unterstellst Du somit, dass Hundesport so eine Art Spassgesellschaftsspiel ist, um von den bösen Dingen des Alltags abzulenken, ohne Verpflichtungen, Aufgaben, selbst gestelltem und auch von außen aufgelegtem Erfolgsdruck? Volkssport im weiteren Sinne.
Offensichtlich verkennst Du dabei, dass die Polizeihundbewegung, aus der der moderne Hundesport entstanden ist, eine andere Priorität hatte.

Was ist denn der Hundesport, so wie Du ihn definierst? Kommt mal wieder auf den Teppich. Für die breite Masse ist Hundesport eine Freizeitbeschäftigung (und das Wort ist für mich nicht negativ belegt). Der Berufshundesportler soll, kann und wird seinen Hund anders ausbilden.
Nun habe wir schon eine Reihe hervorragender Hundesportler, die ihren Sport nicht mehr als Freizeitbeschäftigung pflegen, sondern ihn zum Beruf gemacht haben. Die Tendenz zeichnet sich ab, dass auch nur diese Leute langfristig dauerhaft überregionale Erfolge erzielen werden. Dummerweise werden nur all die anderen- und das ist "noch" die Mehrheit an diesen Leuten gemessen.
Ich finde diese Tendenz aus vereinspolitischer Sicht bedenklich, sie wird nämlich dazu führen, dass immer mehr Leute sich vom Hundesport abwenden, da ihnen keine Plattform mehr für ihre Ziele und Möglichkeiten geboten wird und sie vor allem keine Anerkennung erhalten.
M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=124967#post124967' schrieb:Offensichtlich verkennst Du dabei, dass die Polizeihundbewegung, aus der der moderne Hundesport entstanden ist, eine andere Priorität hatte.
Wie viele Hundesportler haben denn dieses Sendungsbewußtsein? Die einen bilden ihre Hunde aus, um überregional Erfolg zu haben und evtl. damit Geld zu verdienen, die anderen tun es aus Spaß an der Arbeit mit ihrem Hund und wenn dann noch eine gute Prüfung dabei heraus kommt passt doch alles. Ich kenne keinen Hundesportler, dessen Ausbildung darauf abzielt, einen hervorragenden Diensthund auszubilden. Im Gegenteil, die für den Sport nicht geeigneten oder "vergurgten" werden doch dann ganz gern an die Behörden verkauft.
LG Barbara


- Big Ben - 18-11-2011

Barbara,'index.php?page=Thread&postID=124975#post124975' schrieb:Für die breite Masse ist Hundesport eine Freizeitbeschäftigung (und das Wort ist für mich nicht negativ belegt). Der Berufshundesportler soll, kann und wird seinen Hund anders ausbilden.
Nun habe wir schon eine Reihe hervorragender Hundesportler, die ihren Sport nicht mehr als Freizeitbeschäftigung pflegen, sondern ihn zum Beruf gemacht haben. Die Tendenz zeichnet sich ab, dass auch nur diese Leute langfristig dauerhaft überregionale Erfolge erzielen werden. Dummerweise werden nur all die anderen- und das ist "noch" die Mehrheit an diesen Leuten gemessen.
Ich finde diese Tendenz aus vereinspolitischer Sicht bedenklich, sie wird nämlich dazu führen, dass immer mehr Leute sich vom Hundesport abwenden, da ihnen keine Plattform mehr für ihre Ziele und Möglichkeiten geboten wird und sie vor allem keine Anerkennung erhalten.

Hi Barbara,

diese Entwicklung ist doch in allen Bereichen des Sports so. Wenn du in deiner Freizeit Fußball spielst oder Handball oder Basketball da sind überall die Profis. Auch da gelten die gleichen Regeln Foul gibt Freistoß/Freiwurf oder gelbe oder rote Karte oder Zeitstrafe, die Regeln sind auch da überall gleich. Die Anerkennung wer soll sie denn bringen? Entweder man selbst ist zufrieden mit dem was man tut oder eben nicht. Meinst du die Profis haben keinen Druck? Schau mal in die Zeitung, schon mal von einem Robert Enke gehört? Schon einmal hier mitgelesen, wenn dank Video-Beweis jedes Detail zerpflückt wird. Nein, die Diskussion führt in die irre. Es gibt eine PO und die muß eingehalten werden und das ist das Maß aller Dinge. Wie soll denn deiner Meinung nach die Gerechtigkeit wieder hergestellt werden? Ich glaube der Fehler liegt im Ansatz etwas zu machen, um daraus Bestätigung zu finden. Der Ansatz die PO so gut wie möglich zu erfüllen wäre m.E. das richtige Ziel. Die Pflicht ist, dass der Hund auf dem Platz in der Hand des HF steht und außerhalb auch. Dazu braucht es m.E. auch Absicherung. Das gilt für den Amateur (wörtlich übersetzt der Liebhaber einer Sache)genauso wie für den Profi. Die Kür, das neben freudigem Gesamteindruck des Hundes (für mich auch Pflicht), der Hund auch korrekt, schnell und führig arbeitet, die mag an der einen oder anderen Stelle nicht so gut gelingen aber wenn man sein bestes gegeben hat und die Trainingsleistung in der Prüfung abrufen kann, dann sollte man auch zufrieden sein. Heute will sich ja jeder aus der Masse abheben nur wenigen gelingt es, das gilt überall. Leider funktioniert im Hundesport Egoismus und Einzelkämpfertum nicht, weil man auf ein Team setzen muß, das Wissen was die Spitzenleute machen reicht nicht, man muß es auch umsetzen können, man braucht das Umfeld. Das ist aber alles keine Ausrede, dass man nicht trotzdem solide arbeiten kann. Wenn ich dieses Ziel ohne Absicherung erreichen kann, ok, ich glaube daran nicht.

lg Uwe


- M. Lorenz - 18-11-2011

@Joy und Barbara
Eine Freizeitbeschäftigung ist etwas, was ich tue, um meine freie Zeit totzuschlagen und mich nicht zu langweilen. Manchmal sagt man auch Beschäftigungstheorie oder -therapie dazu.
Sport hat etwas mit ernsthafter Betätigung zu tun. Leistungssport mit noch viel mehr Ernsthaftigkeit und sportlichem Ehrgeiz. Natürlich soll er auch Spaß machen, ansonsten ist ein Wechsel der Sportart angesagt. Wenn man in der Freizeit Leistungssport betreibt, so heißt das nicht, dass man eine laschere Einstellung dazu haben muß sondern nur, dass man naturgemäß andere zeitliche oder auch finanzielle Voraussetzungen mitbringt als der Vollzeitprofi.
Macht mal einen Teamsport wie Fußball oder Handball oder Volleyball im Verein, im richtigen Spielbetrieb. Da könnt Ihr mit der Einstellung, ist ja nur meine Freizeitbeschäftigung, zum Teufel gehen, wenn Ihr Euch beim Training und Spiel nicht richtig reinhängt und Euer Bestes gebt. Auch im Amateurbereich ist es so.
Die Ehrgeizlosen können offensichtlich nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die nach etwas streben, die sich, ihre Leistung mit anderen messen wollen. Deshalb ist es auch sinnlos, sich mit denen darüber auszutauschen, was in solchen Fällen sinnlos ist und was nicht.

Ganz oben auf dieser Seite steht nichts von Freizeitbeschäftigungshundeforum. Ich bin es leid, diese "Freizeitdiskussionen" zu führen. Dazu ist mir der Hundesport zu wichtig, nehme ich ihn wichtig.

Das hat zwar nun alles nichts mehr mit der Begriffsdefinition des Absicherns zu tun, spiegelt aber das allgemeine Problem wider.


- Barbara - 18-11-2011

Big Ben,'index.php?page=Thread&postID=124976#post124976' schrieb:Das ist aber alles keine Ausrede, dass man nicht trotzdem solide arbeiten kann.

Natürlich ist das keine Ausrede.
Ich bezog mich mit meinem Post auf die Aussage, dass Hundesport als reine Freizeitbeschäftigung abgewertet wird.
Der Freizeitsportler muss und selbstverständlich genau so an der PO gemessen werden. Nun, wie bei allen subjektiven Beurteilungssystemen, ist da aber viel Auslegungsspielraum.
Ein Hund, der vor Jahren bei gleicher PO ein hohes SG oder V bekommen hat, würde heute aber gemessen an der Spitze vielleicht gerade ein G bekommen für diese Arbeit.
Darf man daraus schließen, dass er zuvor nicht PO-gerecht gerichtet worden ist? Nein, die Anforderungen in der Kür wurden hoch geschraubt, vorgegeben von einigen wenigen HF oder Teams und unterstützt durch die Bewertungen einiger LR, die inzwischen den Blick auf die Basis nicht mehr haben.
Bitte nicht falsch verstehen, ich finde diese Leistungen beeindruckend, aber ich denke, man kann und darf sie nicht als Standard und Messlatte für den gesamten Hundesport nehmen.


Was das Ursprungsthema angeht, so bin ich auch der Meinung, dass Ausbildung mit dem Anspruch, jederzeit korrekt das Erlernte abzurufen nicht möglich ist.
LG Barbara


- frank11 - 18-11-2011

Walter Schmidt,'index.php?page=Thread&postID=124970#post124970' schrieb:
frank11,'index.php?page=Thread&postID=124966#post124966' schrieb:Geh mal mit einen normalen Sporthund zu so einen -Wesenstest-, ich würde es nicht machen.
Hallo Frank,

dann erkläre mir bitte oben zitierten Satz im Zusammenhang mit deinem Post im Hinblick auf den Unterschied zwischen Erziehung und Ausbildung.

Ich kann das eigentlich nur so verstehen: Ein gut erzogener Hund besteht auch den Wesenstest, ein ausgebildeter Sporthund hätte dagegen Probleme, den Wesenstest zu bestehen.

Und wenn ich das so richtig verstanden habe, dann sage ich noch einmal: Puh!

Servus Walter
Hallo Walter,
von mir aus kannst du den ganzen Tag -Puh- machen.
Nochmal!
Ich hab bei einem so genannten Wesenstest im Fernsehen zu gesehen und mich auch über die HP eines Hundesachverständigen informiert wie so ein Test abläuft.
Ich kann nur für mich sprechen und unseren ´´Familienhund´´ mit meinen ´´Sporthunden´´ vergleichen.
Ganz einfach erklärt.
Und da fällt mir z.B. auf, daß unser Labi keine Probleme mit federballspielenden Kindern hätte.Sie würde sich auf ihren Arsch setzen und zusehen. Bei den Schäferhunden ist das nicht der Fall, es sei denn man nimmt sie in den Gehorsam.
Nur das wollte man beim Test nicht sehen.
Und auch der Hund, der dort getestet wurde ist durchgefallen, weil er die Person sehr grob angespruchen ist.
Über diese Wesenstests Kann man sich den ganzen Tag streiten.
Fakt ist, daß wir im Sport das Spiel- und Beuteverhalten fördern und viele Hundesportler im Alltag damit ihre Probleme haben.


- Chrissi16 - 18-11-2011

Ich würde in diesem Fall Erziehung und Ausbildung auf dem Platz nicht trennen. Wie jemand so schön gesagt hat, was ich draußen geklärt habe, muss ich auf dem Platz nicht nochmal klären.

Wenn ich draußen sage Fuß, dann meine ich Fuß. Da ich keinen tanzenden Hund neben mir brauche, sage ich nur Komm ran. Man hat also nur verschiedene Kommandos. Aber komm ran heißt hier ebenfalls "sofort" und nicht vielleicht irgendwann mal.

Ich denke, in gewisser Weise muss man Dinge in der Ausbildung absichern (gell Maik :cheers: ). Lernen sollte anders statt finden. Aber Absichern auf welche Art auch immer gehört dazu. Und da kommt es generell auf den Hund drauf an und um was es geht! Wichtig ist nur, den Hund mit verschiedenen Situationen zu konfrontieren und ihm ein Alternativverhalten anzubieten (z.B. viele Ablenkung auf dem Platz hat dich nicht zu interessieren - hier spielt die Musik). Und da gilt es wie immer so viel wie nötig, so wenig wie möglich - was brauche ich für diesen Hund!


- Big Ben - 18-11-2011

Barbara,'index.php?page=Thread&postID=124979#post124979' schrieb:Ein Hund, der vor Jahren bei gleicher PO ein hohes SG oder V bekommen hat, würde heute aber gemessen an der Spitze vielleicht gerade ein G bekommen für diese Arbeit.
Darf man daraus schließen, dass er zuvor nicht PO-gerecht gerichtet worden ist?

Die Entwicklung geht nun mal weiter und hat ja auch dazu geführt, dass sich die Ausbildung verändert hat. Die PO und der Leitfaden haben sich ja durchaus auch weiterentwickelt.
Hier ist aber auch das Problem:
Schau dir mal an wo die Spitzenwertungen vergeben werden? Im DMC? Im DVG? Im SGSV? - oder eher in den RZV?
Ein g heißt doch ein gutes Ergebnis. In der Schule war man doch über eine 2 nicht sauer 1 oder 1+ doch eher der seltene Fall.
Wenn durchgängig nach gleichem Maßstab gerichtet würde, wäre das ok. Ob v oder sg oder g ist doch egal hauptsache es ist vergleichbar.