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ED/HD - und immer wieder die gleiche Schuldzuweisung - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Ernährung / Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=23) +--- Forum: Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=25) +--- Thema: ED/HD - und immer wieder die gleiche Schuldzuweisung (/showthread.php?tid=13119) |
- Antje - 17-06-2013 Trine,'index.php?page=Thread&postID=147723#post147723' schrieb:Hallo Antje, Ich würde lieber den genetischen Zuchtwert der Elterntiere bestimmen lassen. Anke hätte gerne den Test für die Welpen... Im übrigen behalte ich als Züchter Welpen mit einer schlechteren Prognose lieber selbst als dass ich diese abgebe und ein anderer hat dann nachher den Schwarzen Peter. Was oft dazu führt dass ich letztendlich "meinen" Welpen verkaufe und statt dessen den behalte, bei dem z.B. ein Hoden noch nicht sicher abgestiegen ist (obwohl ich mit einem Rüden eigentlich gar nix anfangen kann), der auf's Impfen reagiert hat, der mal ein paar Tage gehumpelt hat weil er sich verletzt hat o.ä. Beim heutigen Güterkaufrecht ist es mir das lieber so, dass so ein Welpe erst mal bei mir verbleibt. Und wenn ich wüßte dass zwei meiner Welpen eine besonders schlechte HD-Prognose hätten, dann würde mir sehr viel daran liegen dass diese möglichst optimal aufgezogen werden. Damit zu den schlechten Genen nicht auch noch schlechte Aufzuchtsbedingungen kommen. Von daher wäre es mir in so einem Fall eh lieber ich würde gerade diese Welpen selbst aufziehen. Letztendlich möchte ich aber die Möglichkeit haben so züchten zu können, dass möglichst gar keinen genetisch stark belasteten Welpen zur Welt kommen. Ich Zuchttiere mit einem genetisch hoch belasteten Erbgut meiden kann. - Antje - 17-06-2013 Bernhard Ratstanne,'index.php?page=Thread&postID=147724#post147724' schrieb:Ich züchte schon seit Jahren nicht mehr, sondern beobachte nur und stelle fest, dass die HD-Bekämpfung viel zu langsam vorankommt. Aus der Position heraus läßt sich natürlich gut über ungeröngte Hunde philosphieren. Bernhard Ratstanne,'index.php?page=Thread&postID=147724#post147724' schrieb:Den DNA-Test müsste man zumindest von jedem Rüden verlangen, der für VA vorgesehen ist oder ab dem z.B. 30. Deckakt für alle. VA-Hunde interessieren mich in etwa so stark wie Dackel, und HD vererbt ein Hund auch schon bevor er 30 x gedeckt hat... Bernhard Ratstanne,'index.php?page=Thread&postID=147724#post147724' schrieb:Funktioniert der wirklich schon? Darüber habe ich noch nichts gelesen. Welche Aussage trifft er denn? Ich dachte, die Gelenkstudie des SV solle erst zu einem sicheren DNA-Test führen. Ja, er "funktioniert". Prof. Distl hat mir vor kurzem 'ne Mail geschrieben dass ich meine DSHs in Hannover jetzt testen lassen könne. Dem SV ist der genomische Zuchtwert angeblich zu teuer. Das war zumindest die Aussage unseres LG-Vorstandes auf meine diesbezügliche Frage auf der letzten LG-Delegiertenversammlung, es wurden Kosten von 200 bis 300 Euro pro Hund in den Raum gestellt. Und da meines Wissens ein Patentrecht auf dem Verfahren ist, ist nicht davon auzugehen dass dieser Test billiger werden wird. Höchsten dann wenn der SV einen entsprechenden Vertrag aushandeln würde. Ich werde mich aber demnächst mal nach den genauen Kosten erkundigen. - Bernhard Ratstanne - 18-06-2013 Und was sagt der Test genau aus? Nur schwarz oder weiß oder prozentuale Wahrscheinlichkeit oder verschiedene Stufen der Belastung? Dass Dich VA Hunde nicht interessieren glaube ich gern, aber die beeinflussen die Rasse am meisten und auch Hochzucht-Begeisterte sind an gesunden Gelenken interessiert. Und dass ab dem 1. Nachkommen vererbt wird, wusste ich auch schon. Aber bei 300 € wird man nicht jeden Rüdenbesitzer vor dem 1. Deckakt verpflichten wollen. Aber meinetwegen ab dem 10., das war nur ein Beispiel, worüber man nachdenken sollte. Übrigens philosophiere ich weniger über ungeröntgte Hunde als über geröntgte, deren Ergebnis verheimlicht wird. Und das ist wirklich aus einer unabhängigen Position leichter, als wenn man selbst betroffen ist. Das ist auch ein Grundproblem im SV, dass auch die Funktionäre, die zuchtlenkende Entscheidungen treffen sollten, zu viele Eigeninteressen haben und nicht von einer übergeordneten Sicht entscheiden können. - Antje - 18-06-2013 Bernhard Ratstanne,'index.php?page=Thread&postID=147729#post147729' schrieb:Und was sagt der Test genau aus? Nur schwarz oder weiß oder prozentuale Wahrscheinlichkeit oder verschiedene Stufen der Belastung? Schau hier... http://www.jkv-niedersachsen.de/aktuelles/58-genomische-forschung-fuer-die-hundezucht.html ...ab "Genomische Selektion gegen Hüftgelenkdysplasie". Durch den genomischen Zuchtwert erhälst Du Informationen über das Erbgut Deines Hundes. Genauer gesagt wie viele mit HD assoziierte Allele der Hund trägt und weitervererben kann. Bernhard Ratstanne,'index.php?page=Thread&postID=147729#post147729' schrieb:Dass Dich VA Hunde nicht interessieren glaube ich gern, aber die beeinflussen die Rasse am meisten und auch Hochzucht-Begeisterte sind an gesunden Gelenken interessiert. Und dass ab dem 1. Nachkommen vererbt wird, wusste ich auch schon. Aber bei 300 € wird man nicht jeden Rüdenbesitzer vor dem 1. Deckakt verpflichten wollen. Aber meinetwegen ab dem 10., das war nur ein Beispiel, worüber man nachdenken sollte. Mich interessiert in erster Linie wie ich möglichst gesunde Hunde züchten kann. Was Hochzuchtleute wollen ist mir ehrlich gesagt schnurz, diese Population interessiert mich genau so viel oder genau so wenig wie die Population der Cocker Spaniel oder Bernhardiner. Sprich mit denen will ich nicht züchten. Und ich möchte bei einem Hund, mit dem ich züchte, kein größeres Risiko eingehen nur weil er bisher wenig Nachkommen hat. Prinzipiell ist es doch so dass wir DSH-Züchter mit die größten Billigheimer im VDH sind. Weil wir im Vergleich zu den meisten anderen Rassen lächerlich niedrige Welpenpreise erzielen. Für einen Retriever ohne Papiere zahlst du mehr als für einen DSH mit Papieren. Aber wenn wir DSH-Züchter gewährleisten könnten dass unsere Hunde eine bessere Qualität haben, wozu die Gesundheit untrennbar gehört, dann könnten auch höhere Welpepreise erzielt werden, und dann könnten wir auch mehr Geld für zusätzliche sinnvolle Tests unserer Zuchthunde ausgeben. Das ist meiner Meinung nach ein Problem, an dem wir arbeiten müssen. Durch welche Leistungen können wir langfristig höhere Welpenpreise erzielen und dadurch notwendige Untersuchungen unserer Zuchttiere finanzieren? Und das nicht erst nach 10 oder 30 Deckakten. - Bernhard Ratstanne - 18-06-2013 Ich bin dafür, obwohl mich die Rasse insgesamt interessiert und nicht nur ein Teil davon oder meine eigenen Hunde. Aber die Anträge auf Verringerung der Zahl der Deckakte/Rüde und der Würfe/Zwinger wurden von der BV abgelehnt. Einzig die Zahl der Würfe/Hündin wurde reduziert. Zwar auch noch nicht VDH-konform aber immerhin. Ich vermute auch, dass Liebhaber in der Masse eher HZ-Welpen kaufen (schön schwarz-braun) als graue oder schwarze LZ-Welpen?? Vielleicht ist es auch ein Weg, mit dem Welpenkäufer einen Vertrag abzuschließen nach der Art: Du erhältst einen Hund ohne genetische Anlage für HD und zahlst dafür 300 € mehr oder Du trägst das Risiko alleine. - tux - 18-06-2013 Antje,index.php?page=Thread&postID=147731#post147731' schrieb:Prinzipiell ist es doch so dass wir DSH-Züchter mit die größten Billigheimer im VDH sind. Weil wir im Vergleich zu den meisten anderen Rassen lächerlich niedrige Welpenpreise erzielen. Für einen Retriever ohne Papiere zahlst du mehr als für einen DSH mit Papieren. Aber wenn wir DSH-Züchter gewährleisten könnten dass unsere Hunde eine bessere Qualität haben, wozu die Gesundheit untrennbar gehört, dann könnten auch höhere Welpepreise erzielt werden, und dann könnten wir auch mehr Geld für zusätzliche sinnvolle Tests unserer Zuchthunde ausgeben. Das ist meiner Meinung nach ein Problem, an dem wir arbeiten müssen. Durch welche Leistungen können wir langfristig höhere Welpenpreise erzielen und dadurch notwendige Untersuchungen unserer Zuchttiere finanzieren? Und das nicht erst nach 10 oder 30 Deckakten. Das ist ein sehr schöner Ansatz! Nur glaube ich nicht, das sich der Welpenpreis über die Qualität der Zucht so sehr steuern lässt. Sonst müsste man doch Rassen die gesundheitlich kein Stück besser da stehen und mit geringeren "Auflagen" gezüchtet werden dürfen auch so billig bekommen. Gerade bei den DSH gibt es eben genug Züchter, deren primäres Zuchtziel ist Welpen zu produzieren, um sie dann über diverse Anzeige Plattformen zu verticken. Ich denke Angebot und Nachfrage ist hier eher das Problem. Zum Thema HD/ED Auswertung innerhalb des SV habe ich mal eine Frage. Warum gibt der SV eigentlich vor Abschluss des Röntgenverfahrens Auskunft über das Ergebnis? Das führt ja auch dazu, das bei einem schlechten Ergebnis der ein oder andere das Verfahren einfach nicht abschließt, also nicht bezahlt und oder die Papiere nicht einschickt. Das Ergebnis wird dann nie in den Genetics sichtbar und im Fall von HD wird es nicht den ZW beeinflussen. Dem SV müsste das ja schon aufgefallen sein, das es da einige nicht Abgeschlossene Verfahren gibt. Lässt man das bewusst so laufen, um die Bereitschaft zum Röntgen nicht weiter zu reduzieren? Beim DMC bekommt man ja keine Auskunft im voraus, erst muss bezahlt sein und die Papiere müssen eingeschickt werden. Oder was ich jetzt auch schon gehört habe, man ist sich bei einem HD oder ED unsicher, lässt erst das eine auswerten, erfragt vor Abschluss schon das Ergebnis und erst wenn man sicher ist, schickt man das andere ein. Warum lässt man so etwas zu? - Trine - 18-06-2013 Hallo tux, dass ist mir völlig neu, dass man "vorab" vom SV Infos zum Befund bekommt. Meines Wissens nach werden die Aufnahmen erst zu Dr. Tellhelm weitergeleitet, NACHDEM das Geld beim SV eingegangen ist. @ Antje, woher hast Du Dein Wissen, dass Dr.Tellhelm schärfer auswertet als Dr. Brass ? Und selbst wenn es so ist : ich glaube nicht, dass sich die Unterschiede dann im Bereich mittel/schwer abspielen, sondern eher, dass zwischen a1 / a2 / a3. Mit den Billigheimern hast Du absolut recht. Günstig ist, was reichlich vorhanden - Seltenes ist teu®er. Hier würde nur eine durch den Verein gesteuerte Senkung der Welpenzahlen helfen. Aber das will "man" ja nicht, "man" möchte ja die Nr. 1 im VdH bleiben. Quantität statt Qualität. Ein anderer Weg als kleiner SV-Züchter könnte höchstens sein, sich von der Masse abzuheben, in dem nur Elterntiere verwendet werden, die über das geforderte Maß gesundheitlich gecheckt und gesund sind. Z.B. MRT vom Rücken, genetischer HD-ZW, Degenerative Myelopathie etc. Die eigene Zuchthündin dahingehend zu untersuchen ist ja nicht schwierig - allerdings wird sich dann wohl die Deckrüdenauswahl sehr schwierig gestalten...... - tux - 18-06-2013 Nein, ich habe ja selber bei meiner Hündin vorab per Email angefragt und das Ergebnis vor dem Bezahlen und dem Einschicken bekommen und kenne das auch von genügend anderen Leuten, die telefonisch nachgefragt haben. Rechnung kommt erst, wenn die Bilder zurück sind, im Falle von HD/ED mittel/schwer kostet es ja auch nichts... - Trine - 18-06-2013 @ tux, danke für die Info, dass ist mir neu. - Bernhard Ratstanne - 18-06-2013 Antje, der Artikel von Prof. Distl ist ja schon drei Jahre alt! Was ist denn das Neue, das er Dir kürzlich mitgeteilt hat? Dass die genomischen Zuchtwerte schon praxisreif sind, hat sich in der SV-Welt aber noch nicht weit herumgesprochen! Liegt das nur am Preis des Tests? Warum macht dann der SV aktuell die Gelenkstudie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel mit Prof. Dr. Michael Krawczak? Ich dachte immer, es ginge noch um die Entwicklung eines genomischen Zuchtwertes. Wenn es den schon seit drei Jahren gibt, verstehe ich nicht, dass sich das nicht weiter verbreitet hat. Als Deckrüdenbesitzer würde ich doch die 300 € locker ausgeben und mit einem positiven genomischen Zuchtwert werben (falls etwas anderes herauskommt kann das ja verschwiegen werden :i_
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