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Stachel..ja oder nein!? - Druckversion

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- dberensmann - 16-07-2012

Hallo Maik, ich gehe absolut konform mit deinem letzten Beitrag. Ich denke das erklärt auch dem Anfänger einige sehr wichtige Details. Ich hoffe sie werden auch gelesen und verstanden. Danke Dir!


- ursus04 - 16-07-2012

Managarm,'index.php?page=Thread&postID=134604#post134604' schrieb:Schwangere Frauen und kranke Menschen sollten keinen Hund führen, den sie mental nicht beherrschen! Da gibt es doch keine zwei Meinungen! Wenn das Physische ausschlaggebend wird, hat man etwas falsch gemacht!
Wie lebensfern ist das denn?

Wen man mit offenen Augen durch die Welt geht, dann sieht man, dass deutlich mehr als nur die knappe Mehrheit der Hunde, wenn es hart auf hart kommt, nur durch Kraft gehalten werden. Und ich meine alle Hunde, nicht nur Sporthunde.

Nun hat man einen Hund, den man problemlos durchs Leben führt, lediglich ein oder zwei mal im Jahr kommt man mal in eine Situation, wo es Kraft braucht. Meist weil man einen Tutnix in einem Gebiet mit Leinenzwang vor Löchern bewahrt.
Sicherlich sollte man den eigenen Hund im Kommando halten können, aber meiner z.B. fällt mir aus dem Gehorsam, wenn er in den Hintern gekniffen wird. Generell also kein riesiges Problem, aber eben doch eine bekannte Baustelle.
Wenn nun eine gesundheitliche Einschränkung für eine begrenzte Zeit auftritt, dann lässt bei den meisten auch die mentale Stärke nach. Das ist natürlich, weil man sich einfach Sorgen um die eigene Gesundheit, die Umwelt oder ein Kind im Bauch macht.
Was spricht also dagegen in dieser Zeit ein Hilfsmittel zu nutzen, dass einem nur durch das Vorhandensein das mentale Loch kittet? Welches Hilfsmittel ist sicherlich individuell verschieden. Wahrscheinlich braucht man es eh nicht anwenden, weil die Situation nicht eintritt, bzw. durch die gefühlte Sicherheit ohne Hilfsmittel beherrschbar bleibt.
So schützt man sich, seine Umwelt und eben auch den Hund, wenn man sich die aktuellen Hundegesetze ansieht.

Hätte. könnte, müsste, sollte sind nette Gedankengänge, die man immer erforschen sollte. Aber was sind denn in so einer Situation akut die Alternativen?
Monatelang Hundepension?
Tierheim?
Verkauf?
Einschläfern?
Wohnungsknast mit Katzenklo?

Die Realität weicht eben auch bei allen Bemühungen zeitweise vom Ideal der Hundehaltung ab und dann muss die beste praktikable Lösung her, die eben auch mal ein Hilfsmittel sein kann.
Wenn man sich damit als Hundehalter disqualifiziert, dann müssten wohl fast alle Hunde abgeschafft werden.
Ich habe mich jedenfalls hochschwanger bei Blitzeis mit einem aus "Kampfhundzeiten" ausgegrabenen Halti wohler gefühlt bis Spikes gekauft waren. Meine Hunde müssen echt arm dran sein...

Gruß
ursus


- Bine DSH - 16-07-2012

Hallo Managarm,

Deine Diktion kommt mir bekannt vor... Frauenfeindliche Sprüche hatten wir hier schon mal, irgendwie kommt aber offensichtlich alles wieder Smile!

Wie schön, dass Du die Sachebene insofern so gar nicht verläßt.

Da ich momentan körperlich ein wenig eingeschränkt bin und eventuell in die Verlegenheit kommen könnte, temporär ein Stachelhalsband bei meinen nicht immer ganz mental beherrschten drei Rüden anwenden zu müssen, sollte ich mir also nach Deiner Auffassung Gedanken darüber machen, wo ich diese Hunde für den Zeitraum unterbringe?? Oder sie am besten gleich ganz abgeben? Oder habe ich Dich da mißverstanden???

Gruß,

Bine


- Burgwolf - 16-07-2012

@Bine,

nicht auf jeden blöden Anstupser wackeln.

LG Wolfgang


- Bine DSH - 16-07-2012

@ Burgwolf

Recht hast...

LG

Bine


- Managarm - 24-07-2012

Sandra.K,'index.php?page=Thread&postID=134610#post134610' schrieb:Und das kannst du einfach mal so, via Ferndiagnose beurteilen, ohne jemals den HF und seinen Hund gesehen zu haben? Einfach so, weil er ein Stachel drauf hat? Du musst schon ein ganz besonderes Wundertier sein. Einfach mal alle in eine Tonne gekloppt. Die Balance macht es. Es gibt nicht nur DIE Trainingsmethode. Ein guter Trainer hat viele verschiedene Trainingsmethoden in seiner Werkzeugkiste und weis sich jedem einzelnen Hund und HF anzupassen und dazu gehoert auch das man weis inwiefern und wann, oder wann eben nicht, diese Hilfsmittel eingesetzt werden.
Richtig, es gibt viele Methoden; wobei ich bezweifle, dass die neuen und angeblich besseren wirklich die guten sind! Die Menschen haben seit Jahrhunderten und Jahrtausenden Hunde gehalten, geführt und gezüchtet; ohne jeder Mode hinterherzurennen! Aber das ist ein anderes Thema! Wie auch immer die vielen Wege aussehen, der Stachel gehört nicht zum Tao!

ursus04,'index.php?page=Thread&postID=134617#post134617' schrieb:Wie lebensfern ist das denn?
Lebensfern? Soll das hier ein Synonym für Bequemlichkeit sein? Das klingt alles ein wenig nach Lebenslüge!
ursus04,'index.php?page=Thread&postID=134617#post134617' schrieb:Wen man mit offenen Augen durch die Welt geht, dann sieht man, dass deutlich mehr als nur die knappe Mehrheit der Hunde, wenn es hart auf hart kommt, nur durch Kraft gehalten werden. Und ich meine alle Hunde, nicht nur Sporthunde.
Das ist leider wahr! Aber trotzdem falsch und schon gar keine Begründung für den Stachel! Nach der Logik könnte man meinen, da Krieg und Folter gang und gäbe sind; könne man selbst auch zum Unmenschen werden!

ursus04,'index.php?page=Thread&postID=134617#post134617' schrieb:Nun hat man einen Hund, den man problemlos durchs Leben führt, lediglich ein oder zwei mal im Jahr kommt man mal in eine Situation, wo es Kraft braucht. Meist weil man einen Tutnix in einem Gebiet mit Leinenzwang vor Löchern bewahrt.
Sicherlich sollte man den eigenen Hund im Kommando halten können, aber meiner z.B. fällt mir aus dem Gehorsam, wenn er in den Hintern gekniffen wird. Generell also kein riesiges Problem, aber eben doch eine bekannte Baustelle.
Wenn nun eine gesundheitliche Einschränkung für eine begrenzte Zeit auftritt, dann lässt bei den meisten auch die mentale Stärke nach. Das ist natürlich, weil man sich einfach Sorgen um die eigene Gesundheit, die Umwelt oder ein Kind im Bauch macht.
Was spricht also dagegen in dieser Zeit ein Hilfsmittel zu nutzen, dass einem nur durch das Vorhandensein das mentale Loch kittet? Welches Hilfsmittel ist sicherlich individuell verschieden. Wahrscheinlich braucht man es eh nicht anwenden, weil die Situation nicht eintritt, bzw. durch die gefühlte Sicherheit ohne Hilfsmittel beherrschbar bleibt.
So schützt man sich, seine Umwelt und eben auch den Hund, wenn man sich die aktuellen Hundegesetze ansieht.
Ich kann diese Argumentation durchaus nachvollziehen! Wenn ich mit meinen drei Rüden unterwegs bin und es kommt jemand mit Hund oder Hunden, lege ich meine in Platz bzw. nehme sie an die Leine. Das klappt gut, selbst wenn die fremden Hunde zu nahe kommen! Was jetzt passiert, wenn die fremden Halter ihre Hunde nicht im Griff haben und mich (eher weniger problematisch) oder meine Jungs eng bedrängen bzw. angreifen, kann ich freilich nicht mit letzter Gewissheit sagen. Ein Restrisiko bleibt immer und auch die anderen haben eine Verantwortung! Was ich damit sagen will, ist, dass dein Beispiel mit dem in den Hintern kneifen hier natürlich fehl am Platz ist: Hier trägst nicht du die Schuld, sondern eine Gesellschaft, die glaubt, Hunde müssten sich alles von jedem gefallen lassen! Das ist natürlich barer Unsinn! Wenn ein fremder Hund die Individualdistanz misachtet und sein Halter nicht eingreift, tut es mir zwar unendlich für den anderen Hund leid, aber dann muss es eben so sein, wie es wahrscheinlich kommen wird! Den Stachel als Entschuldigung für den Schutz der Hunde- und Menschengemeinschaft anzuführen, ist zwar löblich, aber meines Erachtens nicht ganz schlüssig!
ursus04,'index.php?page=Thread&postID=134617#post134617' schrieb:Die Realität weicht eben auch bei allen Bemühungen zeitweise vom Ideal der Hundehaltung ab und dann muss die beste praktikable Lösung her, die eben auch mal ein Hilfsmittel sein kann.
Wenn man sich damit als Hundehalter disqualifiziert, dann müssten wohl fast alle Hunde abgeschafft werden.
Ich habe mich jedenfalls hochschwanger bei Blitzeis mit einem aus "Kampfhundzeiten" ausgegrabenen Halti wohler gefühlt bis Spikes gekauft waren. Meine Hunde müssen echt arm dran sein...
Ich kenne dich und deine Hunde nicht und natürlich hast du damit Recht, dass einem Ideal nur schwer nahezukommen ist! Mir geht es eigentlich auch mehr darum, dass ein Stachel zu oft als Entschuldigung herangezogen wird, um das eigene "Versagen" zu kaschieren und den bequemen Weg zu bemänteln. Ich will gar nicht einmal abstreiten, dass er in absoluten Notsituationen eingesetzt werden kann; es bleibt aber auch hier der Befund, dass VORHER manches versäumt oder unscharf angegangen wurde!
Bine DSH,'index.php?page=Thread&postID=134621#post134621' schrieb:Da ich momentan körperlich ein wenig eingeschränkt bin und eventuell in die Verlegenheit kommen könnte, temporär ein Stachelhalsband bei meinen nicht immer ganz mental beherrschten drei Rüden anwenden zu müssen, sollte ich mir also nach Deiner Auffassung Gedanken darüber machen, wo ich diese Hunde für den Zeitraum unterbringe?? Oder sie am besten gleich ganz abgeben? Oder habe ich Dich da mißverstanden???
Der Fehler, wenn man es so nennen will; liegt vorher, vor der Schwangerschaft! Aber das hatte ich ja eigentlich mehr als deutlich gemacht! Jeder kann mal in die Verlegenheit kommen, mit einem körperlichen Handicap zu ringen; sei es durch Unfall, Schwangerschaft oder einfach Alter etc.! Und wenn man dann seinen Hund nicht mental beherrscht, hat man VORHER etwas falsch gemacht! Ich war früher auch stolz auf meine Masse und Kraft, die vier DSH Paroli bieten konnten; aber das ist alles hinfällig, wenn man den Hund nur noch über den eigenen Willen lenken kann! Und natürlich ist das eine schöne Illusion, dass jeder von uns das vermöchte und da ist ein Stachel natürlich der einfachere Weg!


- Sandra.K - 24-07-2012

Managarm, dann erklaer doch wie du deine Hunde ausbildest. Was ist der, fuer dich, richtige Weg. Smile


- ursus04 - 24-07-2012

Oh, doch, genau das anzuführen ist realistisch, denn es geht um meinen Hund.

Und bei mir in der Gegend kommt die Einladung zum Wesenstest unweigerlich, wenn der Hund gebissen hat und der Vorfall abgezeigt wurde. Ob der andere Hund im Leinenzwanggebiet frei war oder die Individualdistanz meines Hundes unterschritten hat und in ihn reingerauscht ist, das spielt keine Rolle, ob der andere verletzt wurde, das ist auch egal.
Einen Wesenstest nach dem Modell hier in der Gegend besteht mein Hund nicht, das brauche ich mir nicht schönreden, das gibt Maulkorb- und Leinenzwang.
Das heißt dann für mich und meinen Hund, dass der Garten gestorben ist, weil ich leider meinen Zaun nicht so hoch bauen darf, wie ich dann müsste.
Hundesport gestorben, weil Zaun zu niedrig und mit Korb und Leine geht es nun nicht.
Steuer plötzlich 5 mal so hoch.
Wer den Spaß einmal mitgemacht hat (Ich hatte das "Vergnügen" mit einem AmStaff bis endlich alle Tests absolviert waren), der wird alles tun, damit das den eigenen Hund nie trifft.

Natürlich löst man das nicht mit Stachel oder anderen Hilfsmitteln, sondern durch Erziehung, Ausbildung und verantwortungsvolles Führen des eigenen Hundes.
Aber man wird eben sehr vorsichtig und sucht bei Unpässlichkeiten nach zusätzlichen Sicherheiten. Ich nehme schlichtweg einen Korb, wenn es denn mal sein muss. Und wenn ich mich mal schlecht auf den Beinen halte kann und mich unsicher fühle, dann eben eine Kette mit Klickverschluß, die bei meinem Hund stark beeindruckt, da er keinen Druck am Hals kennt. Sieht netter aus, wirkt aber sicherlich so wie bei anderen ein Stachel.

Wenn ich das dann gegen die hier allgegenwärtige Stachel an Flexileine Kombinationen vergleiche, dann mache ich mir nun doch viele Gedanken u den Umgang und die Lebensqualität und Sicherheit meines Hundes.

Gruß
ursus


- Managarm - 24-07-2012

Sandra.K,'index.php?page=Thread&postID=134848#post134848' schrieb:Managarm, dann erklaer doch wie du deine Hunde ausbildest. Was ist der, fuer dich, richtige Weg. Smile
Gar nicht! Ich mache lediglich das, was meine Hunde wollen und manche wollen Sport und auch Prüfungen! Wer sich nicht eignet, geht nicht auf den Platz! Punkt! Diesen Luxus kann ich mir leisten, weil ich Hunde nicht habe, um Hundesport zu machen, sondern Hundesport nur mache, wenn einer meiner Hunde das braucht! Für den normalen Grundgehorsam und die enge Bindung muss ich hier niemandem Ratschläge erteilen!


- Sandra.K - 24-07-2012

Managarm,'index.php?page=Thread&postID=134850#post134850' schrieb:
Sandra.K,'index.php?page=Thread&postID=134848#post134848' schrieb:Managarm, dann erklaer doch wie du deine Hunde ausbildest. Was ist der, fuer dich, richtige Weg. Smile
Gar nicht! Ich mache lediglich das, was meine Hunde wollen und manche wollen Sport und auch Prüfungen! Wer sich nicht eignet, geht nicht auf den Platz! Punkt! Diesen Luxus kann ich mir leisten, weil ich Hunde nicht habe, um Hundesport zu machen, sondern Hundesport nur mache, wenn einer meiner Hunde das braucht! Für den normalen Grundgehorsam und die enge Bindung muss ich hier niemandem Ratschläge erteilen!
Danke fuer die Aufklaerung, sehr Aufschlussreich.