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Verbot von Stachelhalsband und die neue TierSchHuVO - Druckversion

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- TobiP - 15-01-2022

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192721#post192721 schrieb:
TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192717#post192717 schrieb:Wisst ihr was mir auf den Sack geht!?

Es sind die mit der Jahrzehnte langen Erfahrung, die "alten Hasen", die schimpfen, jammern und sich Sorgen machen.
Ja, weil diese "alten Hasen" sich "Wissen & Können" erarbeitet haben und sich in der Materie besser auskennen, als ein Anfänger der seinem Hund gerade das "hüpfen über eine Tonne" beigebracht hat!Wissen braucht Zeit und erfordert neben einem starken Fundament auch die Bereitschaft immer wieder zu lernen. Auch das Wissen, das gerade Behörden aufgrund ihrer Struktueren sehr langsam arbeiten gehört dazu!
Deshalb gestatte den "wissenden" alten Hasen sich Sorgen um den Gebrauchshund zu machen, den wir seit 30, 40, 50 Jahren züchten, ausbiden und führen
TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192719#post192719 schrieb:Fakt ist daß Behörden und Verbände "trotz ihres überaus engagierten, koordinierten, kompetenten und vorausschauenden" Engagement nicht in der Lage waren sich gegen den organisierten Tierschutz durchzusetzen.

Das ist ein Armutszeugnis für Verbände UND Behörd
Nein, das ist vielleicht deine "kleine und beschränkte" Sicht auf das Problem!
Das Gesetz wurde vorbereitet und die Entwürfe sowohl bei den Behörden als auch Verbänden (zumindest die, wo ich drin bin) besprochen. Dann wurde plötzlich kurz vor der Abstimmung zum neuen Gesetz über "NGO´s / Lobbyisten" der Passus "Stachelhalsband / Zwang" dort eingefügt (der bis dato nicht in einem Entwurf drin stand) dazu gefügt und abgestimmt.
Man hatte überhaupt keine Zeit mehr dagegen etwas zu unternehmen (wobei einigen Verbänden das auch vermutlich sehr Recht war)! Nach Abstimmung vergingen dann einige Monate bis zur Gültigket des Gesetzes. Also eigentlich keine Chance für jemanden, weil es die NGO´s oder Lobbyisten sehr geschickt angestellt haben!

Letztendlich magst du das ja toll finden und damit klar kommen, das ist schön für dich. Den Arbeitsrassen an sich, dem engagierten Hundesportler und dem DHF nutzt das nichts, denn ohne Zwänge ist keine sinnvolle Arbeit im "sicheren" Bereich möglich! Ohne Selektion keine Zucht von Gebrauchshunden möglich! Also wird man entweder "Gesetzesbrecher", geht ins Ausland oder gibt auf! Das entscheidet jeder für sich, bei der Behörde die Leitung!

PS: Zu Pierre seinem Statement habe ich in FB ausführlich geantwortet und stimme ihm massiv zu

PPS: Im Ausland blüht der Schutzhundesport übrigens massiv auf
Und das wiederum ist deine kleine, ich bin fast geneigt zu sagen beschränkte, Sicht auf die Dinge.

Zum einen wüsstest du, würdest du meine Beiträge halbwegs aufmerksam lesen, daß ich explizit DAFÜR bin daß den Diensthundehaltenden Behörden der Zugang zum Stachel NICHT verwehrt wird!

Ich habe nur in den vergangenen 10 Jahren in den Vereinen wesentlich mehr "Training" gesehen das der Tierquälerei näher stand als einer Ausbildung daß ich überzeugt davon bin daß der Stachel für die Breite Masse weg muß!

Und wenn jetzt wieder das "Argument" kommt von wegen "Aber die Hunde die ich die letzten Jahrzehnte geführt habe . . ." dann muss man das jetzt klar benennen:
Diese Zeit ist IM SPORT vorbei!
Diese Hunde haben heute im Sport keinen Platz mehr!
Die Zeit der Leute die explizit diese Hunde führen möchten ist abgelaufen.


Und nochmal, nachdem du Texte anscheinend nur teilweise ließt:

Ich habe nicht geschrieben daß das Gesetzgebungsverfahren 10 Jahre oder mehr gedauert hat sondern daß die dahinterliegende ENTWICKLUNG diesen Zeitraum eingenommen hat!

Und die ENTWICKLUNG verantworten nun Mal die alten Hasen, die Dieser trotz ihrer Erfahrung, ihres Wissens, ihres Könnens und ihres Engagements nicht genug entgegensetzen konnten!
Als Neuling kommst du, egal in welchem Bereich, halt nun Mal nicht in die Position in der du entsprechenden Einfluss nehmen kannst.

Aber schön daß wir uns wenigstens einige sind was die Tierschutzorganisationen angeht.
Sie haben es geschickter angestellt als Vereine, Verbände und Behörden.

Und vielleicht ist genau das der Punkt um den es geht. Der Punkt an dem man ansetzen kann.
Wir haben hier eine Diskussion über 26 Seiten die bisher noch KEINEN EINZIGEN Lösungsansatz gebracht hat.

Jetzt wäre es an der Zeit zu schauen:
Was haben die TS Organisationen gemacht?
Wie haben sie es gemacht?
Wen haben sie ins Boot geholt?
Welche Netzwerk haben sie sich dafür geschaffen?

Und dann kann man Bemühungen anstellen um die eigenen Interessen wieder durchzusetzen.
Aber es wird viele Jahre dauern und viel Engagement erfordern!


Gruß
Tobi


- Axlla - 15-01-2022

Burkhard...Thema Gebrauchshunderassen.....definitiv ja. Ich hatte ober ja schon erwähnt, das ich ein paar mal an Wesenstest teilnehmen durfte, anschließend habe ich mich ein wenig unterhalten, wohin die Reise in der Hundezucht denn hingehen soll.
Eindeutige und einhellige Meinung....in Richtung netter, verträglicher, dummer Hund. Und die, die getestet haben waren Oldschoolhundemenschen und kamen aus dem Gebrauchshunde- u. Jagdlager, einer von ihnen ein früherer, renommierter Malizüchter. Ich kannte sie schon seit Jahren und sie verfolgten diese Richtung mit weinenden Augen. Aber tatsächlich haben sie sich von den eigenen Hunden, die ihnen ein Glitzern in den Augen verursachen verabschiedet. Die Fahrt ging in Richtung Leistungslabby und mittlerweile wissen sie die Vorteile dieser Rasse in unserer heutigen Gesellschaft zu schätzen.
Und wenn ich ehrlich bin.....meine jetzigen Hunde sind hinter meinen Kindern mein größtes Glück. Aber auch mein höchster Stressfaktor. Und das liegt nicht an ihnen, sondern an der Gesellschaft außen rum. Ich habe seit Coronabeginn keinen entspannten Spaziergang mehr gehabt. Immer auf der Hut sein, ausweichen, Verteidigungshaltung annehmen, sich mit anderen Hundebesitzern streiten und immer die aktuelle Rechtssprechung im Nacken. Sich gleichzeitig von Fusselrollen krankenhausreif beissen lassen, die ohne jegliche Konsequenz davon kommen, den Hass der Hundebesitzer zu spüren, weil sie ihre Hunde einmal eingrenzen müssen, weil sie im Konfliktfall bei meinen Hunden als "erste Instanz" die Unterlegenden wären. Meine angeleinten Hunde lassen sich anpöbeln bis zum geht nicht mehr, gehen ohne mit der Wimper zu zucken an kreischenden Vierbeinern lang, aber sie lassen sich nicht umrempeln oder Zwicken. Da setzen sie Grenzen....schnell, unmissverständlich und effektiv. Und genau das, kann unsere Gesellschaft nicht mehr vertragen.....Grenzen gesetzt zu bekommen. Sofort sehen sie sich in ihrer Freiheit eingeschränkt....oh...mein Hund muss an die Leine und darf nicht pöbeln.....oh....ich muss eine Maske tragen.....und schon ertönt der Schrei nach Freiheit. Meine Freiheit endet dort, wo ich die Freiheit des anderen einschränke....dieser Satz scheint den meisten unbekannt.
Wenn Respektbekundungen, als Freiheitsbeschränkungen wahrgenommen werden, dann muss sich die Gesellschaft in ihrem Regelwerk am schwächsten, dümmsten und asozialsten Mitbürger orientieren. Auch in der Wahl der Hunde, die dieser evt. halten würde.


- Anja - 15-01-2022

Ähhhh, hatte ich nicht vor vielen Seiten gefragt warum die Tierschutzverbände offensichtlich soviel mehr Einfluss haben, Lobbyisten sich durchsetzen konnten.
Da habt ihr gesagt, man hätte aufgrund der hohen Spendensummen zahlreicher Leute gar keine Chance.
Insbesondere weil im Gegensatz " unsere" Verbände wie VDH viel zu wenig Interesse an Sport haben und generell ja soviel fragliche Tierschutzrelevante Zuchtstandards seit Jahrzehnten gedeckt werden.
Vg Anja


- doghunter - 15-01-2022

TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192724#post192724 schrieb:Ich habe nur in den vergangenen 10 Jahren in den Vereinen wesentlich mehr "Training" gesehen das der Tierquälerei näher stand als einer Ausbildung daß ich überzeugt davon bin daß der Stachel für die Breite Masse weg muß!
Ja und denkst du dann ist die Quälerei weg? Dann macht man eben anderes mit Händen & Füßen. Was meinst du was ich schon alles für Quälerei in 40 Jahren gesehen habe? Was ich für Leute vom Platz geschmissen habe, deswegen? Ohne Stachel, ohne Gerät!
Wer quälen will braucht dafür keine Tools, egal ob Stachel oder E- Gerät! Man verbietet die Tools, aber ändert damit doch nicht den Menschen! Kann Antonia den Hund nicht mehr mit Stachel kontrollieren, macht sie es mit dem Knüppel, Kanister, Gerte oder Schlinge!
Oder nimmt gleich wieder das E- Gerät, die Strafe ist ja dieselbe

Man muss Sachkunde vermitteln, Missbrauch entsprechen ahnden anstatt einfach stur etwas zu verbieten! Warum verbietet man nicht das Autofahren, weil ein paar "südländische Deutsche" Straßenrennen fahren und dabei unschuldige Leute töten??

TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192724#post192724 schrieb:Diese Zeit ist IM SPORT vorbei!
Diese Hunde haben heute im Sport keinen Platz mehr!
Die Zeit der Leute die explizit diese Hunde führen möchten ist abgelaufen.
Nein, ist sie nicht. Sie wird nur im Verborgenen betrieben oder im Ausland. Die Zeit für Neulinge wird schlechter, weil man in keine "Gruppe" mit Erfahrung mehr rein kommt. Auch die Zeit für Gebrauchshunde wird schlechter, weil keine richtigen in Deutschland mehr gezüchtet werden...man wird sie importieren müssen! Ähnlich wie in Australien bis 2005
Das ist deine neue Welt in real
TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192724#post192724 schrieb:Aber schön daß wir uns wenigstens einige sind was die Tierschutzorganisationen angeht.
Sie haben es geschickter angestellt als Vereine, Verbände und Behörden
Nein, sie haben einfach mehr Einfluss auf die Politik!

Bist du nicht auch so ein Hundeschulen - Betreiber, der den Leuten das Geld aus der Tasche nimmt und ihnen erklärt wie man es machen muss? Also massiv wirtschaftlich daran interessiert, dass der Sport und die Vereine kaputt gehen?
Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192726#post192726 schrieb:Ähhhh, hatte ich nicht vor vielen Seiten gefragt warum die Tierschutzverbände offensichtlich soviel mehr Einfluss haben, Lobbyisten sich durchsetzen konnten
Weil große NGO´s mit viel Geld und Einfluss dahinter stehen...ähnlich wie bei den Reitern!


- Colonia - 15-01-2022

TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192724#post192724 schrieb:Aber die Hunde die ich die letzten Jahrzehnte geführt habe . . ." dann muss man das jetzt klar benennen:
Diese Zeit ist IM SPORT vorbei!
Diese Hunde haben heute im Sport keinen Platz mehr!
Die Zeit der Leute die explizit diese Hunde führen möchten ist abgelaufen.
Auch wenn Dir das gefallen soilte, aber mit der Äußerung hast Du disqualifzierst als kompetenter Gesprächspartner.
- Wann M E I N E zeit im Sport vorbei ist, entscheide ich - und sonst gar keiner
- Wo wäre denn dann der Platz für Hunde, die bis 01.01.22 so geführt wurden / werden mussten, weil bestimmte mentale Flachköpper mit denen gar nicht klar kommt
- Und nein - die Zeit der Leute, die solche Hunde führen möchten ist garantiert nicht nach Deinem Gusto abgelaufen. Was willst Du denn sagen, wenn manche auf dem Papier auswandern und bei einer Prüfung die dann auf die Nerven gehen ? Vergiß es, n o c h läuft der Hase nicht so, wie von Dir gewünscht.
Und - lieber Tierfreund, die Hunde die so gestrickt sind und z.Zt. sich am Leben erfreuen, auch weil sie ein bestimmtes Triebleben unter regulierten Bedingungen ausleben können, die würden HF zu schätzen wissen, die über eine entsprechende Kompetenz verfügen, sie zu führen,
Und komm mir jetzt bloß nicht mit den Auswüchsen, die gab es schon immer und wird es auch immer geben. Weil - merke: der Mensch ist nicht von Natur aus gut . Wirst Du aber noch merken !


- doghunter - 15-01-2022

https://www.rbb24.de/panorama/beitrag/2022/01/brandenburg-polizeihunde-verstoss-tierschutzgesetz.html

Wie man hört macht der Minister es zur Chefsache, dass es keine Ausnahmen für DH gibt...damit dürfte ein Großteil des DH Wesens bald zusammen brechen oder sich massiv verändern.


- Uwe Junker - 15-01-2022

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192729#post192729 schrieb:Wie man hört macht der Minister es zur Chefsache, dass es keine Ausnahmen für DH gibt...damit dürfte ein Großteil des DH Wesens bald zusammen brechen oder sich massiv verändern.
ja, leider.


- Uwe Junker - 15-01-2022

Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192726#post192726 schrieb:Ähhhh, hatte ich nicht vor vielen Seiten gefragt warum die Tierschutzverbände offensichtlich soviel mehr Einfluss haben, Lobbyisten sich durchsetzen konnten.
Wie Doghunter schon geschrieben hatte, wurde die Verordnung ohne weitere Rücksprache kurz vor Toresschluss verändert und verabschiedet. Scheinbar war auch ein Teilnehmer des Ministerium mit einer NGO verbunden.
TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192724#post192724 schrieb:Zum einen wüsstest du, würdest du meine Beiträge halbwegs aufmerksam lesen, daß ich explizit DAFÜR bin daß den Diensthundehaltenden Behörden der Zugang zum Stachel NICHT verwehrt wird!
Du hast es wohl immer noch nicht kapiert? Es geht nicht um den Stachel allein.
Du bist ja lt. Deiner Page auch in der Ausbildung tätig und bietest ja auch Gebrauchshundesport nach IGP an.
Vielleicht lässt Du uns ja mal an Deiner zukünftigen Vorgehensweise teilhaben, die Verordnungskonform ist.


- TobiP - 16-01-2022

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192727#post192727 schrieb:Man muss Sachkunde vermitteln, Missbrauch entsprechen ahnden anstatt einfach stur etwas zu verbieten!
Jawoll! Ganz genau! Da sind wir uns ja hundertprozentig einig!
Aber wer soll das machen?
Die Sachkunde kommt "unten" nicht an. Und da nehme ich auch manche DHF nicht aus.
Und die Ahnung der Verstöße müsste unten in den Vereinen beginnen.

Behörden, Verbände und Vereine haben es bisher nicht geschafft.
Wieso sollte sich jetzt etwas daran ändern?

Auch als damals der Paragraph 11 für Hundetrainer eingeführt wurde hat KEINER rechtzeitig geschalten und sich darum gekümmert.
Als Inhaber des Paragraph 11 ist mir die Verwendung des Stachels explizit untersagt. Und das nicht erst seit 1.1.22
Das ist im entsprechenden Schreiben vom VetAm Erding explizit so ausgeführt.

doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192727#post192727 schrieb:Nein, sie haben einfach mehr Einfluss auf die Politik!
Hm . . . also ich hab geschrieben, die TS Orgas haben es geschickter angestellt und du antwortest mir darauf mit einem Satz der mit NEIN beginnt und dann aber darauf hinaus läuft daß diese Orgas mehr Einfluss in der Politik haben.

Ich würd mal sagen . . . wer mehr Einfluss hat . . . hat sich wohl geschickter angestellt . . . sonst hätte er wohl kaum mehr Einfluss . . . 8|
doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192727#post192727 schrieb:Bist du nicht auch so ein Hundeschulen - Betreiber, der den Leuten das Geld aus der Tasche nimmt und ihnen erklärt wie man es machen muss? Also massiv wirtschaftlich daran interessiert, dass der Sport und die Vereine kaputt gehen?
Ja, ich bin der Betreiber einen kleinen Hundeschule. Bisher musste ich noch niemandem das Geld aus der Tasche nehmen, die Leute bezahlen es freiwillig.

Ob ich ein "massives" wirtschaftliches Interesse habe . . . :hae
Weiß ich nicht! Kann ich dir ehrlich nicht sagen. Wie "massiv" mein wirtschaftliches Interesse sein kann solange ich unter die Kleinunternehmerregelung falle überlasse ich jetzt einfach mal deiner Fantasie.

Ich erzähl dir aber gerne WARUM ich eine Hundeschule hab. Eigentlich wollte ich das niemals machen. Allerdings musste ich in den Vereinen die Erfahrung machen daß man sich relativ schnell unbeliebt macht wenn man das "etablierte" Training bzw. System verändern möchte. Noch viel unbeliebter macht man sich wenn man mit dem eigenen Training besser da steht als jene die das vereinseigene System etabliert haben. Und ganz aus ist es dann wenn raus kommt daß anderen Vereinsmitglieder heimlich zum trainieren kommen weil ihnen das was "der Neue" macht zusagt.
Dadurch ist für mich die Situation entstanden daß ich einerseits in den Vereinen nicht so in die Ausbildung, Organisation und Vorstandschaft einbringen konnte wie ich das gerne gemacht hätte, andererseits aber viel Arbeit in andere Hunde und HF investiert und viel Freizeit geopfert habe.
Trotzdem hat mir das eine ganze Weile große Freude bereitet. Mit der Zeit merkt man aber daß man Leuten und Hunden hilft, sie weiter entwickelt und zielführend trainiert, diese aber Probleme damit haben einfach mal DANKE zu sagen.
Gereicht hats mir, als es immer wieder vorgekommen ist daß ein Problem erfolgreich bearbeitet war, der HF wieder zu seinem alten System, Verein, Helfer what ever zurück gegangen ist und nach fünf Monaten wieder da stand mit "öhm . . . ich hab da wieder das gleiche Problem . . . kannst mir bitte wieder helfen?"
Und das ohne Dankeschön oder für ein lauwarmes Getränk mit gebrauchtem Strohhalm???
Sorry, nicht mit mir! Wer möchte kann gerne kommen, aber ich nehme Geld für die Zeit die ich investiere. Punkt. Aus. Fertig. Und da hab ich keinerlei schlechtes Gewissen!


Was das kaputt gehen von Vereinen angeht haben wir hier am Ort eine interessante Situation . . .

Wir haben hier zwei SV Ortsgruppen. Bei beiden Ortsgruppen findet der Übungsbetrieb aufs Jahr gerechnet nur alle 12-14 Tage. Bei der einen OG geht es zwar das ganze Jahr durch, nur leider weist du nie wann wirklich jemand zum Übungsbetrieb am Platz ist.
Bei der anderen OG hast du die 8-10 Wochen vor der Prüfung einen ordentlichen Übungsbetrieb, das restliche Jahr ist es eher überschaubar.
Viele Leute sind mit dieser Situation nicht glücklich und "kaufen" sich dann das was sie in den Vereinen nicht bekommen halt dazu.
Nachdem man mich das im Verein nicht ehrenamtlich tun lässt mach ich es halt neben dem Verein gewerblich. Ohne schlechtes Gewissen. Ohne mit der Wimper zu zucken.

Zudem habe ich regelmäßig Kundschaft in der Hundeschule die in den Vereinen abgelehnt oder zu oft versetzt wurden. Die Leute sind zufrieden wenn ihre Hunde drei Grundkommandos kennen und halbwegs problemlos an einem fremden Hund vorbei gehen können. Für einen engagierten Ausbilder sollte es kein Problem sein das neben dem regulären Übungsbetrieb zu bewerkstelligen.
Der Typ ausm Nachbarort ist glücklich weil Fiffi sitz und platz kann, der Verein hat was für seine Außendarstellung getan, Fiffis Besitzer hat ein paar Euronen in die Vereinskasse geworfen und alle haben profitiert. So wäre zumindest meine Meinung wie es laufen sollte!
Aber wenn die Vereine diese Leute nicht wollen, wieso soll ich diese Leute dann nicht ins Training nehmen?? Auch hier: keinerlei schlechtes Gewissen meinerseits.

Und weil ich grad dabei bin so schön aus den Nähkästchen zu plaudern:
den größten Teil meines Tuns in der Hundeschule machen selbstverständlich die ganz normalen Haushunde und ihre Besitzer aus. Sitz, Platz, komm. Leinenführigkeit, Hundebegegnungen etc. Ich darf aber auch Leute zu meiner Kundschaft zählen die seit Jahrzehnten als Ausbildungswarte in Vereinen tätig sind weil sie bei mir in einem halben Jahr mehr vermittelt bekommen als in ihrem Verein/Verband in den letzten zehn Jahren. Und ich darf, nicht ganz ohne Stolz, DHFs und auch Ausbilder von verschiedenen Behörden zu meinen Kunden zählen.

Und bevor mir jetzt nochmal jemand damit kommt wie unglaublich stark sein Hund war und wie sehr er mit ihm kämpfen musste und wie wenig Ahnung die neue Generation hat und welche Brecher es früher gab und daß da heut eh keiner mehr mitreden kann weil sowieso nur noch Tonnenhopser und . . . <X
Ich kenn durchaus das Gefühl wie es ist wenn man vom Hundeplatz mit 8 Tagen Verspätung nach Hause kommt weil man zwischendurch einen Abstecher in die Notaufnahme vom Klinikum Landshut Achdorf mit anschließender Vollpension gemacht hat. Der Hund wurde von jemandem mit 30 Jahren Erfahrung in Sport und Dienst "geführt" . . .
Es darf sich jetzt jeder seine eigenen Gedanken machen welche Charaktereigenschaften der Hund hatte.
Daß mein Gesicht noch beinahe so ist wie es schon immer war habe ich einer jungen plastischen Chirurgin im o.g. Klinikum zu verdanken.

Colonia,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192728#post192728 schrieb:
TobiP,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192724#post192724 schrieb:Aber die Hunde die ich die letzten Jahrzehnte geführt habe . . ." dann muss man das jetzt klar benennen:
Diese Zeit ist IM SPORT vorbei!
Diese Hunde haben heute im Sport keinen Platz mehr!
Die Zeit der Leute die explizit diese Hunde führen möchten ist abgelaufen.
Auch wenn Dir das gefallen soilte, aber mit der Äußerung hast Du disqualifzierst als kompetenter Gesprächspartner.- Wann M E I N E zeit im Sport vorbei ist, entscheide ich - und sonst gar keiner
Kannst du eigentlich auch irgendwas konstruktives zu diesem Gespräch beitragen?

Du trittst nach allen Seiten, suchst dir Unterpunkte heraus die du dann auch noch aus dem Kontext reißt, müllst hier mit deinen persönlichen Befindlichkeiten herum, unterstellts MIR daß ich irgendwelche "Wünsche" hätte wie es zukünftig laufen soll/kann/darf/muss und ergötzt dich an dem was in den vergangen Jahrzehnten geleistet worden ist.


Die JETZIGE Situation ist ein Ergebnis aus den "Leistungen" in der VERGANGENHEIT und somit den VORANGEGANGENEN Generationen anzulasten.
Und bevor jetzt irgendwelches Geschwurbel kommt von wegen, die Entwicklung war nicht abzusehen, das Gesetzgebungsverfahren hat uns überrumpelt, blablablakotzwürg . . .

https://www.bundestag.de/webarchiv/textarchiv/2012/41356689_kw45_pa_petitionen_dressur-209872

Das Thema wurde bereits am 5.11.2012 in Regierungskreisen diskutiert!!!

Ich unterstelle hiermit Vereinen, Verbänden und Behörden, welche selbstverständlich alle von hoch kompetenten und sachkundigen Koniferen* geführt, geleitet und verwaltet werden ein unglaubliches Maß an an Großkotzigkeit grenzende Selbstzufriedenheit, so daß man das Thema schlicht nicht beachtet hat und jetzt vor den Scherben steht.
Jetzt ist der Frust da und der Ärger groß.


*nein, das ist kein Schreibfehler


- TobiP - 16-01-2022

GETEILTE ANTWORT WEIL EIN TEXT NUR 10.000 ZEICHEN HABEN DARF


Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192731#post192731 schrieb:Du hast es wohl immer noch nicht kapiert? Es geht nicht um den Stachel allein.
Können wir und darauf einigen daß der Stachel der Aufhänger dieser Diskussion ist, er hier in der Hauptsache diskutiert wird und letztendlich stellvertretend für die aktuelle Gesamtsituation steht? Ja? Danke!





Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192731#post192731 schrieb:Du bist ja lt. Deiner Page auch in der Ausbildung tätig und bietest ja auch Gebrauchshundesport nach IGP an.
Vielleicht lässt Du uns ja mal an Deiner zukünftigen Vorgehensweise teilhaben, die Verordnungskonform ist.
Meine zukünftige Vorgehensweise wird sich nicht von meiner bisherigen Vorgehensweise unterscheiden.
Ich habe in der Vergangenheit mehrfach darauf hingewiesen das JEDER, JEDERZEIT GERNE zum zuschauen, diskutieren, austauschen, streiten, etc. kommen kann.
Das gilt selbstverständlich aus weiterhin. Ich bin auch gerne dabei behilflich eine Hundehaltertaugliche Unterkunft zu beschaffen.


Aber mehr als Klappe aufreissen hat da bisher keiner geschafft . . .


Gruß
Tobi