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Meideverhalten im SD abstellen - Druckversion

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+--- Thema: Meideverhalten im SD abstellen (/showthread.php?tid=14089)

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- Moni-Ronja - 13-06-2014

Vielen Dank Uwe!


- Sören - 13-06-2014

Hach, ist das mal wieder schön hier....

Zum Thema:

Ich würde auch zunächst versuchen, dass technisch zu lösen. In den meisten Fällen lassen sich durch Sicherheit in der Technik, gezieltem Aufbau von Drang und Trieb und etwas Fingerspitzengefühl diese Probleme schnell lösen.

Ich selber arbeite da auch viel mit Kissen bzw. Kurzarmen und lasse die Hunde teilweise einfach durchfliegen, also kein Rausdrehen oder "Last auf die Beute" machen, sondern einfach nur im Anbiss abschenken. Ich persönlich stehe dabei eigentlich nie seitlich, weil das m. M. nach das Bild etwas zerstört, bzw. ich dann erst das "Prüfungsbild" des frontalen Helfers wieder herstellen muss. Oft kombiniere ich das dann noch mit einer 30 Meter-Leine, die entweder den Hund ausbremst, also den Durchsetzungswillen und den Drang erhöht, oder den Hund komplett "leer macht", also kurz vor dem Anbiss auf 0 runterbremst um die Übung dann zu wiederholen. Sowas erhöht den Frust und die Gier nach der Beute.

Folgende Dinge sind dazu aber wichtig:
- Der Hund muss sich in einer Beute-Erwartungshaltung befinden. Schwingen da noch zu viele Aggressionsbereiche mit, wird das nix.
- Der Hund muss das Durchsetzen gegen die Leine kennen. Er muss wissen, dass er durch noch mehr Zug und Engagement zum Ziel kommt. Die meisten Hunde, die das nicht kennen, geben beim Leinenwiderstand zu schnell auf und das ist dann ebenfalls eher kontraproduktiv
- Der Helfer muss im Bewegungsablauf "klar sein". Häufig haben Helfer einfach eine schlechte Technik und machen dadurch die Hunde langsam. Die Tatsache, dass der Hund überhaupt so stark aufgelaufen ist, spricht nicht unbedingt für die Helferqualität. Wenn ein Helfer nicht in der Lage ist einen schnellen Hund anzunehmen, kann er auch keinen Hund dahin ausbilden. Häufig sehe ich bei Helfern, die da unsicher sind, irgendwelche Schritte zur Seite oder Rückwärtslaufen oder sowas. Das sind alles Dinge, die den Hund zwingen die Richtung zu ändern bzw. den Schritt und den Sprung anzupassen und das geht immer aufs Tempo.

Erst wenn es sich technisch nicht lösen ist, würde ich über andere Wege nachdenken, bzw. die "Psycho-Schiene" fahren und etwas um Grundaufbau des Hunde wühlen. Meistens ist das aber, und da gebe ich Redtool recht, nicht nötig und die Probleme lösen sich durch reines Technik-Training.

Viele Grüße

Sören


- redtool - 13-06-2014

Sören,'index.php?page=Thread&postID=157990#post157990' schrieb:Erst wenn es sich technisch nicht lösen ist, würde ich über andere Wege nachdenken, bzw. die "Psycho-Schiene" fahren und etwas um Grundaufbau des Hunde wühlen. Meistens ist das aber, und da gebe ich Redtool recht, nicht nötig und die Probleme lösen sich durch reines Technik-Training.


sören das ist ein grund warum ich DENNOCH hier im forum schreibe, weil es noch hundesportler gibt, auch wenn sie immer weniger werden und die psycho-schiene-leute immer mehr werden :whistling: :thumbup:


- Claudia Ph. - 13-06-2014

Hallo Sören,
guter Beitrag, danke dir!!
Weißt du, ich als Frau mache einfach beides zusammen, "Pycho" ( das tut nicht weh und ist garnicht schlimm ;-) ) und Technik, und nicht nacheinander, ich bin damit immer gut gefahren!

Sehr gut, das du die Beute Erwartung des Hundes an die erste Stelle gesetzt hast, für die Beute muß der Hund auch bereit sein, durch Widerstände zu gehn.

"Einen Esel der keinen Durst hat, führst du nicht zum Drinken" ....gerade letzte Woche noch gehört von einem bekannten Ausbilder.

schönes WE
Claudia


- Heinz.S - 13-06-2014

Claudia Ph.,'index.php?page=Thread&postID=157992#post157992' schrieb:für die Beute muß der Hund auch bereit sein, durch Widerstände zu gehn.
Geht doch........ :peace:


- zedemar - 13-06-2014

Es gibt noch andere Sprichworte wie: "Das gebrannte Kind scheut das Feuer."

Das dürfte auf den vorliegenden Fall zutreffen.

Wie berichtet wurde, hat der Hund offenbar eine sehr schmerzhafte Erfahrung beim Schutzdienst gemacht, ist aber körperlich unversehrt geblieben. Troztdem zeigt der Hund nach dem Unfall ein verändertes Verhalten. Nach Thommys Logik dürfte das nicht so sein, weil der Hund ja unverletzt geblieben ist und keine Beeinträchtigung davon getragen hat. Nun ist es aber offensichtlich, dass der Hund dennoch einen Schaden erlitten hat. Da dieser ja nicht körperlicher Natur ist, bleibt ja eigentlich nur, ich trau es mich kaum zu schreiben, ein Schaden an der Psyche des Hundes, den dieser durch Meideverhalten in bestimmten Situationen zum Ausdruck bringt. Entgegen Thommys polemischer Äußerung legt sich niemand mit dem Hund auf die Couch und versucht ihm einzureden, dass der Helfer nett ist und er sich nicht vor ihm fürchten muss. Und jetzt kommt die Technik ins Spiel. Anhand der verschiedenen Techniken, die bereits erwähnt wurden, wird man versuchen, dem Hund über das erlittene Trauma hinweg zu helfen. Das sind dann eben Geschirr und lange Leine, das Mitlaufen und Abbremsen etc. So wird dann versucht, dem Hund wieder mit Erfolgen die Schutzdienstarbeit schmackhaft zu machen. Aber mit der Psyche des Hundes hat das alles natürlich überhaupt nichts zu tun.


- Sören - 13-06-2014

Claudia Ph.,'index.php?page=Thread&postID=157992#post157992' schrieb:Hallo Sören,
guter Beitrag, danke dir!!
Weißt du, ich als Frau mache einfach beides zusammen, "Pycho" ( das tut nicht weh und ist garnicht schlimm ;-) ) und Technik, und nicht nacheinander, ich bin damit immer gut gefahren!

Sehr gut, das du die Beute Erwartung des Hundes an die erste Stelle gesetzt hast, für die Beute muß der Hund auch bereit sein, durch Widerstände zu gehn.

Hallo Claudia,

klar, ganz ohne "Psycho" geht es auch nicht. Ich sehe das aber immer etwas pragmatischer. Die Grundeinstellung des Hundes muss stimmen, die richtigen Triebbereiche müssen da und abrufbar sein und der Hund darf ansonsten keine Konflikte oder Stress-Symptome zeigen. Sowas erkenne ich aber als Helfer... wenn hier irgendwas im Getriebe knirscht, dann muss ich das auch klären bevor ich ins Techniktraining gehe.

Wenn da aber alles im "grünen Bereich" ist, dann ist es i. d. R. einfach eine Kombination aus Konflikt durch schlechte Erfahrung, mangelnden Drang und manchmal auch Bequemlichkeit (der Hund ist schließlich trotz Bremse immer noch schnell genug um zum Anbiss zu kommen). Das sind einfach meine Erfahrungen, die auf gefühlte 90% der Hunde zutreffen, die solch ein Verhalten zeigen (vorausgesetzt, die o. g. Einstellung stimmt). Und das lässt sich durch das beschriebene Techniktraining in der Tat einfach und ohne viel Brimborium abstellen.

Um das aber genau und auf diesen Hund umzusetzen brauche ich ein oder mehrere Videos wo das Problem ersichtlich ist und wo der Hund ansonsten auch mit dem Helfer arbeitet. Dann kann man da sicherlich mehr zu sagen. Für verbindliche und genaue Ferndiagnosen brauche ich meine Glaskugel, die hat aber gerade einen Wackelkontakt.

Viele Grüße

Sören


- Ksdarko - 13-06-2014

Heinz.S,'index.php?page=Thread&postID=157993#post157993' schrieb:
Claudia Ph.,'index.php?page=Thread&postID=157992#post157992' schrieb:für die Beute muß der Hund auch bereit sein, durch Widerstände zu gehn.
Geht doch........ :peace:

Ha, der Heinz. SUPER


- Walter Schmidt - 13-06-2014

Hört bitte auf, euch hier im Forum gegenseitig anzufiesen!

Kommt zum Forumtreffen und macht das im persönlichen Gespräch aus!

Ich bin auch da und streite gerne mit.

:i_ Und wenn Waffen gebraucht werden, können wir sicher irgendwie behilflich sein.

Für IPOler sind die sachlichen Beiträge sicher sinvoller, unabhängig davon, ob man selbst die vorgeschlagenen Methoden mag oder nicht.

Servus Walter


- Wolfgang Burgard - 13-06-2014

@Walter



:appl: :appl: