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- Anja - 25-02-2015 Ich bin mir nie sicher, wie denn das mit der Inzucht wirklich ist: natürlich sagt man, dass Inzucht ein Problem generieren kann und wird, durch die Genminimierung sicherlich wenig gutes, aber man will ja auch eine Verstärkung der hoffentlich existenten guten Eigenschaften. Aber Euch ist - bezogen auf das Beispiel "vom Further Moor" schon bewusst und bekannt, dass der Malinois gerade aus engster Inzucht stammt und so gezogen wurde, wie er heute ist. Es gibt und gab diverse 1-2-Verbindungen und das machte gerade den Malinois aus. Wieso war es also damals ok und jetzt nicht mehr? Von daher habe ich manchmal Probleme, zu verstehen, warum umgekehrt die Inzucht verteufelt wird.... was denn nun? VG Anja - falkner - 25-02-2015 Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163376#post163376 schrieb:Ich bin mir nie sicher, wie denn das mit der Inzucht wirklich ist: natürlich sagt man, dass Inzucht ein Problem generieren kann und wird, durch die Genminimierung sicherlich wenig gutes, aber man will ja auch eine Verstärkung der hoffentlich existenten guten Eigenschaften. Und welche "guten Eigenschaften" sollen das sein? Heritabilitätskoeffizient? Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163376#post163376 schrieb:Aber Euch ist - bezogen auf das Beispiel "vom Further Moor" schon bewusst und bekannt, dass der Malinois gerade aus engster Inzucht stammt und so gezogen wurde, wie er heute ist. Es gibt und gab diverse 1-2-Verbindungen und das machte gerade den Malinois aus. Wieso war es also damals ok und jetzt nicht mehr? Von welchen Linien in wie viel Ländern wird hier gesprochen? Wird der Mali von Anbeginn an nur im DMC gezogen oder sind diverse Länder mit unterschiedlichen Kriterien beteiligt? Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163376#post163376 schrieb:Von daher habe ich manchmal Probleme, zu verstehen, warum umgekehrt die Inzucht verteufelt wird.... was denn nun? So wenig Inzucht wie möglich. Macht die Nachzucht weniger berechenbar aber durchaus vielseitiger und gesünder. - Bernhard Ratstanne - 26-02-2015 Inzucht birgt immer die Gefahr der Inzuchtdepression: "Aufgrund der Unteilbarkeit des Erbgutes auf der Ebene der einzelnen Allele kommt es zum Verlust von Allelen aus dem Genpool, die genetische Vielfalt und damit auch die effektive Populationsgröße reduzieren sich nach und nach. Es entsteht aufgrund der genetischen Einheitlichkeit der Population Inzucht auch zwischen nicht näher verwandten Paaren. Die Population kann degenerieren und anfälliger für Krankheiten werden." Um dem entgegen zu wirken, bedarf es insbesondere bei zunehmenden Inzuchtkoeffizienten einer strengen Selektion der weiterhin zur Zucht verwendeten Exemplare. Dann kann es trotz Inzucht zum Purging kommen: "Als Purging (von engl. to purge: säubern, läutern) oder Inzuchterholung bezeichnet man in der Populationsgenetik das Phänomen, dass es in ingezüchteten Populationen unter gewissen Bedingungen trotz starker Inzucht zu einer Reduktion oder sogar Elimination der Inzuchtdepression kommen kann. Purging geschieht meist im Zusammenhang mit einem genetischen Flaschenhals und kann dann auftreten, wenn in einer Population starke Inzucht in Verbindung mit starkem Selektionsdruck auf Fitness vorkommt. Hierzu muss die Reproduktionsrate hoch genug sein, um unter der verstärkten Selektion zumindest die kleinste überlebensfähige Populationsgröße zu erhalten." Die erforderliche Populationsgröße ist beim DSH noch vorhanden. Es bkommt bei der erforderlichen Selektion aber auf absolute Offenheit und Transparenz an. Daran mangelt es aber in der Hundezucht generell. Verschweigen und Vertuschen von auftretenden Mängeln ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Wenn dagegen keine geeigneten Maßnahmen wirksam werden können, ist die Gefahr der Inzuchtdepressionen kaum zu bannen. - Uwe Junker - 26-02-2015 Bernhard Ratstanne,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163378#post163378 schrieb:Um dem entgegen zu wirken, bedarf es insbesondere bei zunehmenden Inzuchtkoeffizienten einer strengen Selektion der weiterhin zur Zucht verwendeten Exemplare. Dann kann es trotz Inzucht zum Perging kommen: Danke Wikipedia - falkner - 26-02-2015 Bernhard Ratstanne,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163378#post163378 schrieb:Inzucht birgt immer die Gefahr der Inzuchtdepression: Wenn man schon Zitiert und davon gehe ich hier aus, sollte man die Quelle nennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Purging Man kann solange Inzucht betreiben bis alle verebten Krankheiten ausgeschaltet sind, siehe Beagle-Versuchstierzucht bei BASF. Nur wollen wir das? Ist das Ergebnis noch der Hund den wir wollen, weitestgehend gesund, aber? - falkner - 26-02-2015 @ Uwe Da warst Du schneller :blume: - Bernhard Ratstanne - 26-02-2015 geht es hier um wissenschaftliche Exaktheit der Zitation oder um inhaltliche Diskussion von Zusammenhängen? Herr Lehrer, ich weiß was? - Oswald Stanka - 26-02-2015 jeder wie er es für richtig hält ich für meinen Teil kann nur sagen, die besten und auch die gesündesten Würfe die ich hatte waren die mit Inzucht und da besonders die mit enger Inzucht. Ebenso sind sehr viele Hunde die weit über den Durchschnitt stehen, blutlich auch sehr eng gezogen. - kimmy - 26-02-2015 Die Tatsache, dass wissentlich mit kranken Tieren gezüchtet wird, bzw. mit Trägern, ist mehr, als 'nur' erschreckend. Die 'Marke DSH' scheint ein gut florierender Wirtschaftszweig zu sein, so gut, dass Verantwortliche, welche den Niedergang verhindern könnten, diesen auch noch beschleunigen. Gino ist nun mein fünfter DSH. Alle Hunde vor ihm waren krank. Alle! Hüfte. Rücken. Herz. Nicht ein Einziger war gesund. Die zwei letzten waren tot, bevor sie sich bei mir richtig eingelebt hatten. Trotz 'Papiere'. Übrigens - Es waren Inzucht gezüchtete Hunde... Ich beginne mich ernsthaft zu fragen, woher dieser Vernichtungseifer kommt, eine gesammte Rasse wissentlich zu ruinieren. Das Netz ist voll Berichten von DSH-Zwingern, wo elende Kreaturen zu sehen sind. Hunde werden wie Socken gewechselt, da sie 'nicht taugen', Tierärzte verdienen sich 'goldene Nasen' (zumindestens war es bei mir so) und die Verantwortlichen, welche handeln müssten, verstricken sich in Ausreden, Lügen. Es ist nur noch widerwärtig. Aber vielleicht ist ja das Beste, was dem DSH geschehen kann, dass er 'nicht-mehr-alt-wird'. Nur leider ist es nicht schmerzfrei für eine Hunderasse, welche einzigartig ist. Vor Jahren sagte eine Genetikerin aus Wien, dass der Hund als solcher vom Aussterben bedroht sei. Damals dachte ich, dies sei eine maßlose Übertreibung. Doch nun erkenne ich, dass sie untertrieben hat. Das Kind ist bereits im Brunnen. Und nun beginnt die große Diskussion. Wird das Kind aus dem Brunnen geholt oder darin ersäuft? Wozu benötigt es mindestens 10.000 Welpen? Wieso werden kranke Tiere, bzw. Träger(innen) von solchen nicht von den Zuchtlisten gestrichen?! Was gibt es da zu bereden? Denkt vielleicht auch jemand an die Hunde, welche manches Mal unsägliche Schmerzen zu erleiden haben?! Und das über Jahre hinweg? Wenn ein Zuchtverband dazu nicht in der Lage sein möchte, hat er seine Berechtigung verloren. Diese meine Worte gelten nicht jenen Züchter(innen), welche mit Herzblut versuchen eine großartige Rasse zu erhalten. Doch jene, welche den DSH mit einer Gelddruckmaschine verwechseln, sollte die Zuchtzulassung entzogen werden. Dasselbe gilt für Zuchtwarte, welche auf beiden Augen gerne blind sind, obgleich sie handeln müssten. - Trine - 26-02-2015 Jeder Züchter kann aber nur mit den offiziellen Daten arbeiten, die der Verein (SV) zur Verfügung stellt, also aktuell HD und ED Befund. Alles andere ist momentan freiwillig. Wenn ich also zB für meine HD und ED normale, N/N und LÜW freie Hündin einen Partner mit den gleichen Merkmalen suche, dann habe ich ein Problem. Schön wäre hier eine Datenbank...... |