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- Bine DSH - 05-04-2018 Ich glaube nicht, dass es relevant ist, in welcher Position der Hund den Ärmel hält oder ob er in Bewegung ist oder sitzt, ausschlaggebend ist, ob der Hund FREIWILLIG das tut, was er tut, selbstbestimmt. Wenn ich ihn aktiv begrenze (durch Leine zum Beispiel oder das Unterfassen), dann nehme ich ihm doch eigentlich etwas von seinem Triumph. LG Bine - dberensmann - 05-04-2018 Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184200#post184200 schrieb:Ich glaube nicht, dass es relevant ist, in welcher Position der Hund den Ärmel hält oder ob er in Bewegung ist oder sitzt, ausschlaggebend ist, ob der Hund FREIWILLIG das tut, was er tut, selbstbestimmt. Wenn ich ihn aktiv begrenze (durch Leine zum Beispiel oder das Unterfassen), dann nehme ich ihm doch eigentlich etwas von seinem Triumph.Bine, was den nun wen er das will, wenn es ihm ein gutes Gefühl gibt? Warum sollte man diese Option ausschließen? Es fängt an wenn der Hund noch sehr jung ist. Kleinschrittig wird ihm alles vermittelt was er später auch für einen Schutzdienst braucht. Erst wenn er das kann, wird der Helfer mit einbezogen. Dann wachsen die Anforderungen, dann wird es schwieriger. Den Hundeführer nimmt er aber immer als hilfreich war, niemals als störend. - dberensmann - 05-04-2018 Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184200#post184200 schrieb:ausschlaggebend ist, ob der Hund FREIWILLIG das tutIn dem Video von der Sportkammeradin, sieht man sehr schön wie der Hund nach dem Anbiss selbstständig und schnell zur Hundeführerin zurück kommt. Nicht weil er muss, sondern weil er es will. Die Hand unter dem Fang gibt ihm Sicherheit, er möchte das, er ist deswegen nicht gehemmt. Zu zweit ist man stärker, mit Teamwork erst recht. - tinka - 05-04-2018 Hallo Detlef, ok, das verstehe ich. Aber mich persönlich oder unsere Hunde betrifft das ja nicht, bzw. fühle ich mich da nicht angesprochen. Was mein Umfeld so treibt, welche Ziele sie verfolgen und was der Hund oder HF daraus an Gewinn oder Verlust erfährt, das entzieht sich meinem Einfluss. Ich kann für mich nur sagen, wie ich im SD unsere Hunde aufgebaut habe, zumindest mein Hund ist, außer bei der Einstellungsfindung zum Figuranten, ist immer frei, also ohne Leine, gearbeitet worden. Für den IPO SD verfügen beide über ein offensives Aggressionsverhalten und Beutebesitzwunsch. Alle Verhaltensaufgaben, die ihnen im Schutzdienst begegnen, die haben wir unabhängig vom Schutzdienst aufgebaut und dann in den Schutzdienst eingebaut. Verschiedenen Signalwirkungen, die wir im SD brauchen, haben wir in Signalwirkung auf den Figuranten übertragen. Darüber wurden direkte Kommandos vom HF überflüssig. Das größte Problem für mich ist eher, selbst schwarz/weiß zu bleiben. Der Belgier verzeiht das, warum auch immer, der schwarze Aal weniger. Und diese Kack technische Übergangsphase zum Trennen ist bei Ihm, der immer, immer blitzsauber gewesen ist, schon eine Problemstellung. Ich hätte da nicht dran rühren dürfen. Aber beide Hunde sind kooperativ, wenn es darum geht den Figuranten in den allerwertesten zu treten. Da ich mich rein in den Bildern des IPO bewege, passe ich schon sehr auf, dass kein Figurant meint den Hund konterkarieren zu können. Sollte sich das meinen einer rausnehmen zu können, dann verlasse ich sofort den Platz. Mit dem bekannten Ritual zur Beendigung des SDs. Und manchmal ist es viel klüger dem Hund etwas zu lassen, als über das perfektionieren noch viel größere Baustellen auf zu tun. Denn ich will immer den Sieger an meiner Seite. - Bine DSH - 06-04-2018 Detlef, ich sag ja, wenn es freiwillig und gern geschieht, sehe ich da kein Problem drin. Aber ich hab das mal so gelernt: Hund beißt, Hund bekommt Ärmel, man läuft zwei- dreimal im Kreis, holt den Hund ran und dann nimmt man ihn förmlich in den Schwitzkasten: eine Hand unter dem Fang (natürlich nicht halb an der Kehle, sondern so, dass man noch den Ärmel stützt), die andere seitlich hinten am Hund, um ihn zu begrenzen. Das, würde ich sagen, nimmt dem Hund schon einiges von seinem Siegergefühl. Man muss ja, wenn man etwas, das man "immer so gemacht hat", ändern möchte, zunächst alles in Frage stellen, überdenken, geht das so? geht es anders besser? wie fühlt der Hund sich wohl? wo fühlen wir uns als Team wohl? was passt zu meinem Hund und mir? Im Schutzdienst empfinde ich das als besonders herausfordernd, weil ja da mit einem Helfer noch eine weitere Komponente ins Spiel kommt. Und weil ich bei vielen Dingen leider eben einfach nur weiß, wie ich es nicht mehr machen will, finde ich diese Diskussion so toll, weil ich viele Anregungen finde, die ich in die Arbeit mit den Hunden einfließen lassen kann. LG Bine - dberensmann - 06-04-2018 Zitat:Aber ich hab das mal so gelernt: Hund beißt, Hund bekommt Ärmel, man läuft zwei- dreimal im Kreis, holt den Hund ran und dann nimmt man ihn förmlich in den Schwitzkasten: eine Hand unter dem Fang (natürlich nicht halb an der Kehle, sondern so, dass man noch den Ärmel stützt), die andere seitlich hinten am Hund, um ihn zu begrenzen. Das, würde ich sagen, nimmt dem Hund schon einiges von seinem Siegergefühl.Das beschreibt sehr gut wie das von HR gemacht wird, das geht in die Richtung Pressen, das ist @ma-re-sa sein größter Apltraum. Das ist nicht das was ich möchte, Obwohl es vom Handling sehr ähnlich aussieht. Auch hier ist es nur wichtig, wie sich der Hund dabei fühlt, und welches Ergebnis man erzielt. Wir haben alle sehr viel Dinge gelernt, die wir so heute nicht mehr machen. - Bine DSH - 06-04-2018 Ja, man könnte sagen, dass ich das damals von Helmut gelernt habe, bzw. auch von jemandem, der viel mit ihm gearbeitet hat. Ich meine, Helmut hat damals auch versucht, den Hund dabei nicht zu sehr einzuschränken ("beug Dich nicht so über den Hund!", "Drück ihm nicht die Luft ab"), ich denke, ein gewisser Komfort sollte auch erreicht werden. Aber die Euphorie über die Eroberung hat beim Hund dennoch sehr sehr schnell wieder nachgelassen dadurch. LG Bine - dberensmann - 06-04-2018 ma-re-sa,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184178#post184178 schrieb:Ok, von mir aus gerne.Bine DSH,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184172#post184172 schrieb:Ist der Gedanke nicht, dass man den Lumpen gemeinsam verjagt?? Mal davon abgesehen das das Wölfe tatsächlich machen, wir betreiben Hundesport, da ist alles ganz anders. Und wir trainieren nicht mit Wölfen, wir haben selektierte Gebrauchshunde. Es bleibt also dabei, wir trainieren nicht gemeinsam mit dem Hund, sondern neben oder gegen den Hund. Wir können uns also getrost der Farbenlehre zuwenden, die erklärt im groben was wirklich passiert. Während wir uns hier die Köpfe zerbrechen, trainieren andere das Ablassen, das Fuß laufen, das Ablegen usw usw alles Dinge die der Hund nicht will. :i_ - deralex1979 - 06-04-2018 Mal aus der Praxis...(ganz was neues?) Mein Hund trägt nicht sondern lässt den Ärmel fallen und hackt nach. Unterfassen stört aber genauso. Also läuft meine erstmal, und dann, das ist vielleicht etwas neues, BEOBACHTE ich, wenn Sie fallen lässt, Kommando legen,ein Lob, das sie es macht, ein Nein, wenn Sie mal nachbeisst (kann mal vorkommen) Und dann geht es weiter. Warum sollte ich hier den Hund mit Ärmel unnötig malträtieren? Das ist bestimmt etwas ungewöhnliches für einige, weil man hierfür mit einem echten Hund auf einem realen Hundeplatz, also draussen an der frischen Luft, sein muss. Worüber hier so Diskutiert wird... - dberensmann - 06-04-2018 deralex1979,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26387-Moderner-Aufbau-Schutzdienst/?postID=184210#post184210 schrieb:Mal aus der Praxis...(ganz was neues?)Das solltest du nicht. Wenn du es nicht hinbekommst, das sich dein Hund dir ohne Vorbehalte zuwendet, um die nächste Aufgabe zu lösen, dann lass ihn lieber da wo er ist, er wird schon seine Gründe haben warum er sich nicht zu dir traut. |