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Krieg ich den Apport noch hin? - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Working Dogs (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=6) +--- Forum: Ausbildung (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=34) +--- Thema: Krieg ich den Apport noch hin? (/showthread.php?tid=2813) |
- Eule87 - 06-10-2007 .... Meine Hündin hat sicherlich ihre Qualitäten und blüht im Schutzdienst richtig auf. Sie macht alle Übungen im Schutzdienst super. Das Schicken ist besonders geil und das macht sie am liebsten. Fährte klappte auch wieder toll (war jetzt einige Zeit nicht mehr fährten weil da einiges zwischen kam). In der Fährte nimmt sie Futter aber in der UO nicht-warum auch immer!?. Die UO sieht auch gut aus,nur der Apport auf ebener Erde ist nicht gut. Das ist ja gerade das was so schade ist. Den Ball kann man zwar werfen aber wirklich Spielen tut sie ja nicht. Damit kann man also nicht motivieren. Jetzt versuche ich es noch einige Zeit mit viel Loben und Streicheln und wenn es nicht klappt dann werde ich wohl aufhören. Ich habe sie vom Welpenalter an und da hat sie schon nicht wirklich gespielt. Gibt eben solche Hunde. Ich werde mir aber noch mehr ausdenken-und vielleicht kommt mir ja bald die Erleuchtung für den Apport ohne viel Stress. Egal was meine Hündin tun wird...ich würde sie niemals und für kein Geld der Welt abgeben. Ich hänge nämlich sehr an ihr und werde mein Bestes versuchen u´m sie besser "zu verstehen". DANKE @ all.... - Gilette - 06-10-2007 Off Topic zum Bringen finde ich die These von berensmann, ein Hund, der in der UO nicht spielt und wenig Trieb zeigt würde wohl auch in den anderen Sparten nicht wirklich für eine Sporthundeausbildung geeignet sein. Ich hatte früher Schlitten- und habe heute Windhunde. Beides Hundetypen, die wenig bis null Interesse an "Pseudo-beute" in Form von Balli, Beisswurst oder gar Ärmel zeigen. Was nicht bedeutet, dass da in den Richtigen Momenten kein Dampf dahinter ist. Nur, der Helfer passt eben nicht ins Beuteschema - und der Ärmel ist nunmal ein toter Gegenstand und von daher uninteressant. Insofern kann ich mir schon vorstellen, dass die Hündin von Jenny im Schutzdienst "ein ganz anderer Hund ist" und mir die Frage stellen wieso das so ist. Denn scheinbar ist der Apport nur die Spitze des Eisberges, unter Wasser liegen aber die wichtigen Komponenten, nämlich das WARUM? Warum nimmt der Hund in der UO kein Futter - auf der Fährte aber wohl. Warum macht die Hündin gerne Schutzdienst, aber scheinbar nur ungerne UO? Was ist anders? Das würde ich zunächst mal ergründen. Liegt es am Platz (zuviele negative Erfahrungen in der UO), wie arbeitet sie auf der freien Wiese? Liegt es an der Stimmung des HF (gerade wenn sie wirklich so sensibel ist)? DAS wäre für mich der erste Ansatz und, wenn sich hier etwas ergibt - WIE kann man es ändern? Wäre ja z.B. möglich, dass der Hund einfach Spass an Zerrspielen hat - wieso dann nicht damit belohnen? Vielleicht spielt auch der HF "falsch", ein wenig Lind könnte man hier ausprobieren. Jedenfalls gibt es hier erst mal soviel zu klären, "nur" am Apport rumzudoktern halte ich für Flickschusterei. Sicher muss das auch sein und für jeden HF ist es müssig wieder einen oder gar mehrere Schritte in der Ausbildung zurückzugehen. Auf die Jahre gesehen lohn es aber und befriedigt mehr als ein durch die Prüfungen gehiefter, relativ junger VPG3 Hund dem das Essentielle fehlt - der Spass an der Arbeit. Glatter Selbstbetrug. - Renate Krischer - 06-10-2007 Zitat:Original von Eule87 Da muss ich zustimmen, es gibt solche und solche. Den Unterschied kenne ich ganz aktuell. Mein 5jähriger war von Anfang an gut motivierbar in der UO über Futter und über Spiel, war mühelos. Der junge zu Beginn eher desinteressiert, mehr halbherzig Futter und/oder Spieli in der UO. Er ist auch sehr sensibel, ich musste mich immer sehr im Griff haben und durfte nie ungeduldig werden und ihn überfordern. Das war für mich am Anfang verdammt schwer umzusetzen. Da habe ich dann UO einfach erst mal gelassen und ihm vermittelt, wie toll es ist mit mir zu spielen. Dann die UO in ganz kurzen Übungseinheiten langsam eingabut, wenn auch immer wieder mal kleine Einbrüche, aber Geduld war da einfach das wichtigste. Heute kann ich sagen, das der Kleine sehr gerne spielt, noch immer nicht so gierig wie der Große, aber auch dieser Hund erwischt schon mal meine Finger im Spiel, weil er richtig mitmacht. Aus UO-Übungen heraus, fällt es ihm schon mal etwas schwerer schnell und spritzig auf die Beutebestätigung zu reagieren, aber das sind eigentlich nur Sekundenbruchteile. Dieser junge Hund wird bald 2 Jahre und er wird demnächst erst die BH machen. Er läuft sicherlich immer noch nicht perfekt und wird bestimmt auch nicht ein Weltmeisterschaftshund. Was mir sehr oft bei eher jungen HF (jung im Sinne von etwas weniger erfahren im Sport) auffällt, es wird dem Hund das Spieli madig gemacht. Ständig vor der Schnauze rumfuchteln und fast ins Maul schieben, oder die andere falsche Variante Spieli schmeissen und sich wundern, dass die dann tot liegende Beute für den Hund vollkommen uninteressant ist. Oder bei den Zerrspielen nicht den Hund aktiv arbeiten lassen, sondern den Hund am Spieli durch die Gegend zerren. Frage an Jenny, habe ich das Alter der Hündin überlesen? Habe soeben noch mal über den Thread gelesen, aber nix gesehen. Wäre es womöglich nicht doch eine Option zu versuchen, das Spiel mit dem Hund neu aufzubauen und wenn das besser wird, erst wieder mmit der UO bzw. dem Apport weitermachen. Das würde aber bedeuten viel am Mann zu spielen, also nicht wegwerfen. Ist dem Hund das uninteressant sich selbst mit dem Spieli beschäftigen, warten das der Hund reagiert und wenn es zunächst noch so eine kleine Reaktion ist, Beute packen lassen und dann aber rechtzeitig wieder aufhören, bevor das Interesse des Hundes nachläßt. Dann den Hund aktiv an der Beute arbeiten lassen, das kleinste Kontern bestätigen, also sich vom Hund ziehen lassen und im richtigen Moment die Beute schenken und sofort wieder ein Faß Freude aufmachen und sich vom Hund mit Spieli anspringen lassen. Aber wirklich drauf achten, nicht aus lauter Freude, dass es dann mal klappt und das Ganze bis zum Vergasen wiederholen, immer dann aufhören, wenn es am meisten Spaß macht. Natürlich ist es sehr schwer so etwas nur zu beschreiben. Bei den jungen HF auf unserem Platz ist es ja auch sehr schwierig, dass jeder das gut und schnell umsetzen kann, obwohl andere Teams das sehr gut vormachen. Nochmal zu Beginn immer nur am Mann arbeiten, nicht schmeißen, tendiert der Hund dazu bei Schenken der Beute mit dem Spieli wegzulaufen und wenn man ihn ruft die Beute fallen zu lassen, eine Sicherungsleine dran machen, an der nicht gerupft wird, sondern nur der Entfernungsradius eingeschränkt ist. Klappt das gut, kann auch ein 2. Spieli, zunächst auch an der Person eingebaut werden, eine Spieli einbeißen, Schenken, sofort 2.Spieli interssant machen und schnappen lassen. Das wird zu Beginn eher frustierend sein, aber wenn man GEduld und Ruhe bewahrt, immer nur kurze Übungen macht, dafür aber mehrmals verteilt mit entsprechenden Pausen, muss das Ganze besser werden. Dann ist auch wieder eine Grundlage da, mit dem Apportieren auf ebener Erde weiter zu machen. Im übrigen bin ich davon überzeugt, wenn Jenny es schafft, ihrem Hund ein halbwegs passables Spielen zu lehren, dann hat sie viel über sich und ihren Hund gelernt und kann das gut für die weitere Apportierarbeit nutzen. Wie lange das dauern wird? Mit Sicherheit mehr als nur wenige Wochen, das ist bestimmt eine Sache, die sich über die Wintermonate hinziehen wird. Aber entscheiden muss der HF selbst, wenn es ihm reicht eine SchH/VPG 3 mit vermutlich schon im Vorfeld 10 Punkten Abzug für den Apport ebener Erde zu machen, dann soll er das tun. Ob das befriedigt, glaube ich eher weniger. Ich für meinen Teil würde dann lieber anstreben, die 3 erst im nächsten Herbst anzugehebn und in der Zwischenzeit an einer Sache arbeiten und nicht ständig dies und das zu versuchen, wenn nach 4 Wochen nicht sofort der erhoffte Erfolg zu sehen ist. Egal was wohlmeinende Sportsfreunde meinen und vielleicht belächeln, weil man nicht schnell genug eine weitere Prüfungsstufe erreicht. P.S.: Der junge Hund kann übrigens mittlereweile Apportieren, egal ob ebene Erde oder Hürde, hält das Holz ruhig und relativ fest, ein wenig an den Geschwindigkeiten (Hin/Rücklauf) ist über den Winter hin zu arbeiten. Aber dafür habe ich ja die Option Beutetausch/Spieli, die ich jetzt gut einsetzen kann. Aber da ich ja weiß, dass er sensibel ist, lasse mir Zeit, mir reicht es auch aus, wenn er die 1 erst mit drei Jahren macht. - bordy - 06-10-2007 Zitat:Den Ball kann man zwar werfen aber wirklich Spielen tut sie ja nicht Na dann versuch doch mal wirklich am Körper zu spielen und lass sie dabei aktiv werden oder versuch es mal in Richtung "Reizangel". Also Ball oder Beisswurst (oder was auch immer) dranhängen und dann in kleinen, ruckartigen BEwegungen vor dem Hund herziehen. Nimmt sie das Futter denn in der Unterordnung garnicht oder motiviert es sie nur nicht wirklich? Bei meiner Hündin ist es ja so, dass ich sie im Endeffekt so ähnlich aufgebaut habe wie Renate das geschrieben hat, zwar habe ich trotzdem UO gemacht, aber nach meinem heutigen Stand zähle ich die nicht wirklich.. Problem dabei ist, dass sie eben speziell bei warmen Wetter nicht sonderlich triebbeständig ist - ist aber auch schon viel besser geworden. Besser geworden ist es auch, weil ich nicht immer mit Ball oder Futter bestätige, sondern einfach auch mal mit "mir". Heisst im folgenden: Ich gebe sie frei und freu mich dann wie Blöd, lass sie an mir hochspringen und mach richtig Action :w: Naja, was einen anderen überdrehen würde, ist für sie gerade richtig.. Wichtig bei solchen Hunden ist aber, sie motivieren zu können. Wenn man das nicht wirklich kann, fällt das nämlich bei triebigen Hunden, die schon auf den kleinsten Zeig mit Trieb reagieren nicht so wirklich auf - Hund macht das ja von selber. Bei einem der das eben nicht so hat, schon.. Darüber kann man dann auch auf das Aktive Arbeiten kommen - das geht aber nur, wenn der Hund wirklich motiviert ist und man ihn ab einem gewissen Punkt auch selbst arbeiten lässt. - dberensmann - 06-10-2007 Zitat:Original von Gilettedas hast du nicht richtig verstanden bzw habe ich es so nicht gemeint. ich bin sicher das wenn ein hund an anderer stelle mit trieblichen aktivitaeten aufwartet, er es auch bei der oder den bringe uebungen kann. wenn aber nicht, dann macht eine ausbildung im schh-sport fuer den hund keinen sinn. es gibt ursachen dafuer das die huendin beim bringen keinerlei triebliches engagement zeigt, und das sind sicherlich lernerfahrungen wie sie z.B. durch zwangsmassnahmen entstehen koennen. wenn ein hund beim schutzdienst oder anderen teilen der UO mit trieb arbeitet, dann kann das argument er haette keinerlei interesse an futter oder ball beim bringen nicht ganz richtig sein. richtig waere es dann zu sagen, .....ich habe es nicht geschafft die trieblichen qualitaeten meines hundes bei den bringuebungen abzurufen. das ist ein wichtiger unterschied, weil es hier um die ausbildungsmethodig geht. RE: Krieg ich den Apport noch hin? - surani - 07-10-2007 Hallo, Hund spielt nicht - schon vom Welpenalter an. Oft ist es so, daß Hunde denen zu viel Beachtung geschenkt wird es nicht nötig haben mit dem HF zu spielen. Wenn der HF dann noch den Fehler macht dem Hund das Spiel aufzudrängen indem er ihn immer wieder lockt, hat er schon verloren und es scheint, als sei der Spieltrieb gleich Null. Hund nimmt bei der UO kein Futter. Genau das gleiche Problem. Wenn der Hund kein Futter nimmt ist er entweder satt, verunsichert oder in der Beziehung zum HF stimmt was nicht. Mach es deinem Hund nicht so leicht an Futter zu kommen.Laß ihn dafür arbeiten. Genau das Gleiche mit Spielzeug. Damit schaffst du dir eine Möglichkeit deinen Hund fürs Apportieren zu belohnen. Und dann klappt es auch. Gruss Schnusi - Eule87 - 07-10-2007 @ Renate Krischer: Nein,du hast das Alter meiner Hündin nicht überlesen. Ich habe es nicht erwähnt. Sie wird aber im April 5Jahre alt. Ich habe schon seit letzten Herbst keine Prüfung mit ihr gemacht (also fast ein Jahr). Mir war es egal wann ich die SchH3 machen kann...ich wollte nämlich eine vernünftige SchH3 ablegen (einige Leute sagte zwar immer..."Du hast schon lange keine Prüfung gemacht-deine Hündin wird auch nicht jünger..."). Mich kann auch keiner drängen denn ich mache die SchH3 erst wenn ich es für richtig halte und wenn es nicht mehr klappen sollte dann eben nicht. @ bordy: Sie nimmt das Futter ins Maul und spuckt es dann aus. Ich habe jetzt aber so einen "Quietschball" für sie gekauft...vielleicht fährt sie darauf ab.Hoffe ich zumindest. Irgendwas verbindet sie mit "ebener Erde" denn Hürde und Kletterwand sind ja kein Problem mehr. Ich werde noch weiter versuchen sie dazu zu bringen mir den Klotz einfach nur zu bringen -egal ob schnell oder nicht. Sie springt wirklich gut auf "mein" Loben an....sie wird gerne gestreichelt. Das werde ich nutzen. Wenn sie im Zwinger ihr Futter bekommt dann bellt sie sogar dafür und macht anderen Unsinn (steckt ihren Kopf zwischen meine Beine und bellt oder so). Mir fällt bestimmt nochwas ein. - bordy - 07-10-2007 Zitat:Wenn sie im Zwinger ihr Futter bekommt dann bellt sie sogar dafür und macht anderen Unsinn (steckt ihren Kopf zwischen meine Beine und bellt oder so). Dann trainier doch mal kurz vor dem Füttern mit ihr? Stell das Futter doch irgendwo nach oben und fang erstmal mit Fuß oder so an. Dann kannst du vielleicht bis um Apport gehen. Wenns im Zwinger klappt dann gehts auch aussen... Oder fütter sie nur noch beim arbeiten.. heisst also öfters Einheiten mit viel Futter. - Eule87 - 12-10-2007 @bordy DANKE für den Tipp!!! DANKE auch an alle anderen!!!! - bordy - 12-10-2007 @Eule87 hats geklappt? |