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- Trine - 25-02-2015

Hallo Karla,
schade das die Daten weg sind. Hätte mich interessiert.


- falkner - 25-02-2015

karla,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163357#post163357 schrieb:Wir haben mittlerweile über 50 Hunde bei MyDogDNA testen lassen und dort wird unter anderem die genetische Verwandschaft innerhalb einer Population, einer Rasse und allen Hunden dargestellt. Es ist sehr ernüchternd zu sehen, dass Hunde, deren Ahnentafeln auf 7 oder 8 Generationen nichts gemeinsam haben, genetisch trotzdem sehr eng verwandt sind.
Ich denke, wir stehen da erst am Anfang einer ganz neuen Art der Auswahl von Zuchtpartnern.
Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis wir Ergebnisse liefern können.

Das Thema Genotypisierung wird noch längere Zeit im RSV2000 auf Eis liegen. Ich war letztes Jahr zu dem Thema beim RSV2000 in Gießen, eine, nur beiläufig bemerkt, sehr schlecht besuchte Veranstaltung, gerade von RSV-Züchtern.
Aussage am Schluss von HR war sinngemäß, "wir müssen unsere Mitglieder erst darauf vorbereiten sonst gibt das ein Fiasko".
Wie recht der HR doch damit hat.

Man sollte sich von dem Traum eines erbgesunden Hundes schnell verabschieden.
Den Hund wird es niemals geben.


- Trine - 25-02-2015

Hallo Falkner,
da gebe ich dir recht. Den erbgesunden wird es wohl nie geben..... aber das genau ist das Problem der Züchter, die vom Gesetzgeber her in der Gewährleistung sind. Wohl gemerkt nur der Züchter=Hündinnenbesitzer. Der Deckrüdenbesitzer, dessen Tier für genetische Erkrankungen der Nachkommen genau so viel bzw wenig verantwortlich ist, ist fein raus.
Da kann Hektor schreiben was er will, diesem und anderen Risiken wollen sich immer weniger Züchter aussetzen.


- falkner - 25-02-2015

Trine,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163362#post163362 schrieb:Es gab vor Jahren mal einige, die DSH und Mali oder auch DSH u Rottweiler verpaart haben. Diese Mischlinge waren weder gesünder noch besser, so weit ich mich erinnere.

Wenn Gendefekt mit Gendefekt verpaart wird, was soll dabei herauskommen außer Gendefekt.
Da spielt die Zugehörigkeit zur Rasse keine Rolle.
Der einzige Vorteil ist eine Verbreiterung der Blutbasis, die ist beim DSH nun mal nachweislich sehr gering.
Wie war das noch mit der Gründerpopulation beim DSH, siehe Zuchtbuch SV.
Ein Inzuchtpaket schlechthin.


- Trine - 25-02-2015

Das Inzuchtproblem besteht nicht nur beim DSH......

http://www.working-dog.eu/breed/vom-Further-Moor-56269


- falkner - 25-02-2015

Trine,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163367#post163367 schrieb:Das Inzuchtproblem besteht nicht nur beim DSH......

... stimmt, ändert aber nichts an meiner Kernaussage.


- Hillu - 25-02-2015

Hallo Trine,
ich war auch letztes Jahr in Giessen bei der Karfreitagsveranstaltung.
Hier der Link zu der Fa. Genoscope, die die DNA Profilerstellungen macht - dort bekommt man einen Bericht wo der eigene Hund vererbungstechnisch steht. http://www.genoscoper.com/en - soll so um die 150 Euro kosten.
Hier der Link zum Bericht über die Karfreitagsveranstaltung http://www.rsv2000.de/de/neues/berichte/berichte-2014/karfreitag-bericht.html
Wie Karla schon erwähnte gibt es eine Studie über ein Wolfsrudel das isoliert auf einer Insel der kanadischen Seen lebt. Dort wurden bei Skelettfunden die gleichen Knochendeformationen wie bei unseren Haushunden gesehen. Neben der Wirbelsäule auch oft eine Verkleinerung der Unterkiefer.
Bei der Wahl eines Deckpartners muß man sich von Inzucht, Linienzucht und Ahnenverlustkoeffizienten zukünftig frei machen - auch wenn laut Ahnentafel die Hunde nichts miteinander zu tun haben können sie eng verwandt sein. Bei den getesteten RSV Hunden war ein Hochzuchtrüde dabei - frei von jeglichen Leistungsblut und befand sich mitten in der Leistungshundwolke !!!!

Liebe Grüße Hillu


- BonnieH - 25-02-2015

Wenn man glaubt, daß alles besser wird, wenn man ohne Inzucht züchtet ... Kann man auch ganz böse erwachen. Wenn man Pech hat, kommen da mehr Probleme auf, als bei Würfen mit Inzucht. Es kommt dann nur ohne Vorwarnung.


- Heraklit - 25-02-2015

Trine: Einkreuzen heißt nicht eine neue Hundeart aus Hypriden zu erschaffen, wie einen Labradoodel oder so was. Einkreuzen heißt frisches Blut rein bringen. Die Inzucht beim Schäferhund liegt schon in seiner Wiege. Und Inzucht bedeutet letztlich, dass bestimmte positive wie negative Merkmale wesentlich häufiger auftreten. Es kann helfen, einen anderen Hund einzukreuzen. "Einkreuzen" ist ein genau definierter Begriff. Nicht gleich drauf los hacken, ohne nachdenken.

Wesen und Trieb sind m.E. das wenigste was vererbt wird.

Dein Beispiel vom Further Moor ist abschreckend und sicher keine gute Zucht. Ein Fehler den es zu vermeiden gilt und ein Fehler, den man beim Malinois nicht machen muss. Wer so züchtet, dessen Seminare sollten auch nicht besucht werden!

Ein Deckrüdenbesitzer, der weiß, welche Schwächen und Krankheiten vererbt werden können und ggf. häufig vererbt werden, muss mindestens gut selektieren und auch informieren. Aber da ist dann wohl oft das Geld wichtiger.

Diesbezüglich braucht gar nicht auf die Hochzüchter geschimpft werden, es gibt auch Genug, die in der Leistung, nur nach angeblicher Leistung verpaaren. Solange hier mit Körung etc. Kriterien zur Zucht eingesetzt werden, die völlig antiquiert sind, wird man auch keine besseren Ergebnisse erzielen.

Vogelzüchter sind vielfach schon weiter :mica:


- DDR-Dogs - 25-02-2015

Für Frischblut aus dem Ausland sind die Latten ja nun noch höher. Nur das "laut Hektor " wir uns mal wieder besinnen und nicht "nur" 10.000 Welpen pro Jahr züchten. Auch darin liegt doch ein Problem. Wenn ich mich umschaue ist der dsh gar nicht so selten geworden. Nur halt mehr aus rsv, Dissidenten und ohne Papiere. Was Gesundheit angeht. 1/3 ist betroffen. Wenn alles konsequent aussortiert wird können wir bald einpacken. Sehr bald. Da ist es sinnvoller Risiko mit "frei " zu verparren. Und da das ganze Problem noch nicht restlos erforscht ist wäre ich sehr vorsichtig mit einer Hexenjäger.
Was die Gewährleistung angeht. .. wenn der Züchter nachweisen kann das Verpaarungen mit besten Wissen und Gewissen vorgenommen hat ist er raus aus der Gewährleistung. Anders wenn offensichtlich was verschwiegen wurde. Dann hat der Züchter ein Problem. Ich empfehle jedem einen Kaufvertrag abzuschließen. Das gibt beiden Seiten Sicherheit. Wenn man trotz Sorgfalt und eventueller Aufzuchtfehler trotzdem immer zahlen muss haben wir bald noch weniger Welpen im sv. Aber darüber könnte man ewig debattieren. ..