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Ursache für Hüftgelenkdysplasie entdeckt - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Ernährung / Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forum-23.html) +--- Forum: Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forum-25.html) +--- Thema: Ursache für Hüftgelenkdysplasie entdeckt (/thread-14018.html) |
- zedemar - 11-05-2014 Innerhalb einer Art oder Rasse sind die Gene zu mehr als 95% deckungsgleich. Nur die restlichen, oft weniger als 5% machen die Unterschiede in Charakter, Talent, und Aussehen aus. Wenn Du die 99% auf die verbleibende marginale Restmasse beziehst, magst Du Recht haben. - Antje - 11-05-2014 Jo, wenn man das Gesamtgenom betrachtet. Aber bei der Rekombination der Genome zweier Säugetiere (= geschlechtliche Fortpflanzung) gibt jedes davon immer nur nur die Hälfte seiner Chromosomen weiter. Und diesbezüglich kann der eine Nachkomme die eine Hälfte des Erbgutes erhalten, während ein Geschwister exakt die andere Hälfte erhält. Rein theoretisch... Und die mitochondriale Vererbung mal aussen vor gelassen. - zedemar - 11-05-2014 Und wie kommst Du dann auf 99% Varianz? - Ninacodis - 11-05-2014 Zedemar, wenn du die Gene die einen Hund zum Hund machen mitbewertest hast du natürlich Recht. Aber betrachtet man nur die Gene die die Individuen innerhalb der Spezies oder gar Rasse voneinander unterscheiden, ist Antjes Aussage doch schon ganz richtig. Klar ist 99 % eher utopisch, aber rein rechnerisch trotzdem erreichbar. LG Corinna - zedemar - 11-05-2014 Dann zeig mir mal die Rechnung, rein thorethisch, wie sich ein Geschwisterpaar, zu 99% unterscheiden kann, natürlich rein theoretisch. - Ninacodis - 11-05-2014 Zum einen wurden bereits erklärende Beispiele gebracht und zum anderen ist dies nicht das Thema dieses Threads. Wenn es dir so wichtig ist, dann mach doch ein neues Thema auf. ;-) LG Corinna - zedemar - 11-05-2014 Nö, ist mir nicht wichtig genug, für eine neune Thread. dort würde die Erklärungsnot auch nicht ausgeräumt werden. - Welfen - 12-05-2014 HD ist ja nicht nur eine polygene Eigenschaft sondern unterliegt auch noch einem gewissen Schwellenwert. Das heisst, ein phänotypisch gesunder Hund kann Träger sein und bei einer entsprechenden Verpaarung wird der Schwellenwert überschritten und es kommen Nachkommen mit HD. Das hat ja die züchterische Bekämpfung der HD so problematisch gemacht. Wieviele Züchter haben sich schon gewundert warum in einem Wurf plötzlich HD auftrat obwohl sie nach bestem Wissen geplant hatten und HD-freie Ahnen eingesetzt hatten. Ich hatte mal eine Ahnentafel gesehen, da waren in 3 Generationen sowohl in der Vater- als auch in der Mutterlinie nur Hunde mit HD normal. Und dann kam ein Wurf, in dem die Hälfte der Hunde HD hatten. Wenn nun durch einen entsprechenden Gentest auch solche Träger für HD identifiziert werden können, dann ist das zwar ein großer Schritt in Richtung Gesundheit aber es birgt auch die Gefahr, die Auswahl von Deckpartnern nur auf HD-Vererbung zu reduzieren. - Antje - 12-05-2014 zedemar,'index.php?page=Thread&postID=157289#post157289' schrieb:Und wie kommst Du dann auf 99% Varianz? Weil ich dabei anfangs die Mitochondrien mit einbezogen hatte. Die Mutter gibt ja nicht nur 50% ihrer Genetik über die Zellteilung mit, sondern zusätzlich noch Erbinformationen über die Mitochondrien-DNA. - Antje - 12-05-2014 zedemar,'index.php?page=Thread&postID=157291#post157291' schrieb:Dann zeig mir mal die Rechnung, rein thorethisch, wie sich ein Geschwisterpaar, zu 99% unterscheiden kann, natürlich rein theoretisch. Ich hatte es weiter vorne bereits erklärt. Rein theoretisch kann ein Vater dem einen Nachkommen die eine Hälfte seiner Gene weitergeben und einem anderen genau die andere Hälfte. Und wenn das dann bei diesen beiden Nachkommen von der Mutterseite aus genau so läuft, haben zwei Vollgeschwister ein zu 100% unterschiedliches Erbgut von ihren Eltern erhalten. Wenn man die Mitochondrien aussen vor lässt... In der Praxis wird das nicht passieren. Es zeigt aber dass Vollgeschwister im Bezug auf die Vererbung von genetischen Mutationen unterschiedlich stark belastet sein können. Und darum ging's hier. Dass durch Genotypisierungen die Hunde identifiziert werden können, die diesbezüglich nicht oder weniger stark belastet sind als ihre Geschwister. Und somit sinnvoll zur Zucht eingesetzt werden können. |