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BH Ausbildungsstand - Druckversion

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- bordy - 06-12-2006

hi,

ich finde es bringt nix jetzt zu erwarten das hier jemand von fern auf deinen AW schimpft.

ich habe auch leute (bzw kenne sie) die schon länger als ein jahr dabei sind und mit dem zusammenspiel verschiedener dinge immernoch keine bh bestehen würden. das hängt meist von mehreren faktoren ab.

wenn du das gefühl hast bei deinem AW in schlechten händen zu sein, dann schau dir doch einfach mal andere vereine an um zu sehen ob es dir da besser gefällt.


RE: BH Ausbildungsstand - ute elgert - 06-12-2006

:pf:..na mit 20 Monaten ist der Hund ja nun noch nicht besonders alt,
für eine bestandene BH Prüfung (Glückwunsch) :hallo:
Und nicht jedes Hundeführer-Hundgespann muß doch wohl gleich mit 24 Monaten die bestandene schH III vorweisen. :k:
Vielleicht solltest du mal den Hund und dich reflektieren.
Und vielleicht bewertest du ja auch alles ein bischen über.

Und den Vorschlag mal woanders zu schauen halte ich für sehr gut.

:pf:Gruß


- Mayu84 - 07-12-2006

Erstmal: Glückwünsch zur BH!

Zweitens: ich denke einfach, da ist das Dreiergespann gesamt "schuld" (wobei es eigentlich egal ist in meinen Augen, ob der Hund mit 15 oder 20 Monaten die BH besteht, Hauptsache sie sitzt korrekt!), das du deine BH nur mit Ach und Krach bestanden hast.


Ein Fehler ist mir als Anfänger arg unterlaufen...am Anfang voller Enthusiasmus an die Sache, viel zu viel von dem Hund UND mir abverlangt, wollte viel zu schnell voran, daher auch (unbewußt) geschlampt bei Übungen, Konsequenz zwar gehabt, aber kein "Schwarz-Weiß"-Muster, es blieben einige Grauzonen...

Bis ich mich umgeschaut und mir und dem Hund ne Pause gegönnt habe...viele Meinungen gehört, Tipps und Tricks angeschaut, gute Vorsätze mitgenommen...

Jetzt hab ich die Ruhe UND den Plan, wie ich vorgehen will...ich lass mir Zeit.

Vor allen Dingen den Hund erstmal erwachsen werden, reifen, lassen...und siehe, vieles klappt besser!


RE: BH Ausbildungsstand - roland - 07-12-2006

Ehrgeiz ist eine gute Sache , doch dieser sollte am richtigen Ort eingesetzt werden. Als erstes mehr als 70% der Ausbildung geschehen bei Dir zu Hause, wo kein Ausbildungswart dabei ist. Als Anfänger im Hundesport musst Du als erstes lernen an Dir selbst Kritik üben zu können. Den zuhause kann Dir kein Ausbildungswart die Kritik übernehmen, so musst Du Deine Hundeführerfehler selber erkennen lernen. Das ist zwar ein Langwieriger Prozess, doch ich kann Dir das mal aufzeigen wie ich das bei meinen HF's handhabe . In der Regel warten die Hundeführer nach der Arbeit auf den Input des Ausbildungswartes, doch was ist wenn dich der Ausbildungswart nach Deiner Beurteilung Deiner Arbeit fragt ? Dies bringt eine ganz Neue Ebene ins Spiel Du musst nun Plötzlich Deine Arbeit selber beurteilen. Die Aufgabe des Ausbildungswart ist es ja Dich darin auszubilden , deinen Hund auszubilden, und über Deine Beurteilung der Arbeit kann er feststellen was Du alles schon gelernt hast. Ohne Dein Feedback kann er dies nicht. Das klingt zwar merkwürdig, doch seit dem ich das so handhabe, habe ich bei einigen Hundeführern sehr schöne Entwicklung festgestellt. Besonders fällt mir auf das sich die Konzentration der Hundeführer während der Arbeit zugenommen hat, und diese das gelernte dann auch umsetzen können . Es ist jedoch nicht so das ich keinen Kommentar mehr abgebe, doch erst nach dem mir der Hundeführer sein Feedback weitergegeben hat, den so kann ich wesentlich Zielgerichteter arbeiten. Was sich mit dieser Methode ändert ist das zwischen Hundeführer und Ausbildungswart ein Dialog entsteht, und dieser Dialog ist für beide Parteien sehr interessant weil beide etwas dabei lernen.

Sprich mal mit Deinem Ausbildunswart darüber ob man dies nicht mal so Probeweise , für z.B. 3 Monate so versuchen kann. Das heisst zuerst gibst Du Dein Feedback ab, und zwar so was war gut , was war schlecht und woran lag es das der Hund nicht wie erwartet reagierte. Dann kann der Ausbildungswart seinen Bericht abgeben, und anschliessend vielleicht sogar noch darüber diskutieren. So entsteht ein viel intensiverer Dialog zwischen Dir und dem Ausbildunswart.


- Mayu84 - 07-12-2006

@roland

-a:


Genauso habe ich es gemacht, nachdem ich zielgerichteter arbeiten wollte!
Man kann auch einen Spo-Kollegen fragen, denn der Aw kann nicht immer und überall die Augen haben.

Und vier Augen sehen besser als zwei!

Bei der Art der Kommunikation hab ich persönlich festgestellt gehabt, wie unterschiedlich die Bewertungen bezgl. meines Hundes ausfielen.

Wenn ich "negativ" über meinen Hund (also eigentlich über mich) urteilte, gab mir der AW positives Feedback, von wegen, im Gegensatz zu dann und dann hast du dieses oder jenes besser gemacht.
Zumal ich mich selbst weder sehe noch (wirklich) höre, der AW kann aber feststellen, ob man den Körper anders gehalten hat, ob das HZ anders kam, ob irgendwas anders war...z.B. zu straffe/lockere Leine, zu schnell gegangen...es sind meistens die kleineren Fehler die sich zu einem riesigen summieren!

Das gibt einem auch neuen Mut und Ansporn und vieles funktioniert dann einfacher!


- Dex - 07-12-2006

Also ich als blutiger Anfänger möchte auch etwas dazu schreiben.
Ich habe bis vor 6 Monaten noch nie einen Hundeplatz von innen gesehen geschweige denn draufgestanden.
Ich arbeite mit einem alten Hund den ich bekommen habe und der vor mir schon mal etwas gearbeitet worden ist aber nur ein bißchen und ich musste viele Fehler wieder ausbügeln mit meinem Trainer zusammen und habe selbst natürlich genauso viele gemacht ..........es ist ein Boxer-Kuvasz mix was die sache nicht immer erleichert .......der Kuvasz wie die meisten wissen ist nur bedingt Hundesport geeignet.
Ich habe innerhalb von 6 Monaten die Bh gemacht und bin die beste UO gelaufen nach Punkten aber ich bin selbst mein gößter Kritiker und sehe es gar nicht so das ich alles gut kann usw. im Gegenteil. Ich habe einen schwierigen Hund aber ich verstecke mich nicht dahinter sondern versuche trotzdem die 1 mit ihm zu schaffen auch wenn es harte Arbeit ist. Die Zeit ist mir eigentlich egal .......ich will es nur schaffen. Ich persönlich finde 3 Monate echt recht früh wenn man überhaupt keine Ahnung hat und dazu noch einen sturen und eigensinnigen Hund. :baby:

Lg Anne


- Dürken - 07-12-2006

Hallo Dixie,

ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nix hilft, sich vom AW alles vorbeten zu lassen.
Du lernst erst etwas (und auch Dein Hund) wenn Du anfängst, Dir Deinen eigenen Kopf über Ausbildung zu machen.

Weiter habe ich in der Zeit, in der ich Hunde ausbilde, schon viele Leute kommen und gehen sehen - es gibt welche die "haben es im Bauch" sind neugierig - hinterfragen und probieren.
Hier lässt der Erfolg nicht lange auf sich warten.

Kat2 lässt sich jeden Schritt vorbeten - denkt, die Ausbildung findet einzig und allein in den paar Minuten im Übungsbetrieb statt - und meckert dann ggf. über den Ausbildungswart :w: , wenns nicht klappt.

Da ich Dich nicht kenne, kann ich Dich nun keiner Kat zuordnen aber es gibt doch sicher noch andere Hundesportler auf dem Platz, die Du löchern kannst.
Wieviel Zeit trainierst Du mit Deinem Hund außerhalb der Übungsstunde? Was machst Du zu Hause so mit ihm.

Um zum Erfolg zu kommen, reicht es nicht - sich auf andere zu verlassen - Du bist das Team mit Deinem Hund - stell Dich Deinen Problemen und suche einen Lösungsweg und überleg Dir, mit wem Du ihn suchen möchtest. (Manchmal harmoniert auch die Mensch / Mensch - Beziehung nicht.

Gruß Dürken


- stefan körber - 07-12-2006

hi und schönen abend

hier sind ja nun schon viele leute am schreiben gewesen, und dixi wenn du den hundesport weiter über jahre verfolgst wirst du feststellen das wenn es probleme gibt und sich 10 sportfreunde zusammen stellen zum disc. es mindestens 7 verschiedene meinungen gibt.

das vornweg.


wenn ich von mir aus gehen darf: mach jetzt hundesport seit ca. 13 jahren
am anfang bin ich von einer prüfung zur anderen und von einem platz auf den anderen, dabei habe ich viel gesehen und mit den augen "geklaut" zu guter letzt habe ich dann versucht meinen eigenen stil zu finden (hatte nie einen ausbildewart) wobei ich feststellte das der hund nicht so das pralle ist, wichtig ist das man sich das schnell eingesteht das man selbst oder der hund "anders" ist.

und dann kann man auch schnell gegensteuern.

und zuletzt: nicht fleißiges trainieren macht spitzensportler gönn deinem hund auch mal eine pause .... wirst sehen in 90% aller fälle nach einer größeren pause freut sich der hund wieder an der arbeit(sovern es ihm spaß macht) und dann geht es wider weiter.......

mfg


PS: es ist noch kein meister vom himmel gefallen


- roland - 08-12-2006

Ich bin eigentlich als Schutzdiensthelfer tätig, und bei uns in der Schweiz gibt es seit Jahren einen speziellen Übungsleiter für die Abteilung C . Doch als ich meine Helfertätigkeit angefangen habe gab es diesen Übungsleiter noch nicht, so war der Helfer alleine für den Übungsablauf verantwortlich.
Jede Arbeit kennt jedoch eine Nachbesprechung, doch damit man sich gegenseitig versteht sind einige Grundkenntnisse nötig. Viele Missverständnisse zwischen Aubildungwart und HF , sowie zwischen Helfer und HF entstehen aus unterschiedlichen theoretischen Kenntnissen, und aus unterschiedlichen Erfahrungen. Ich habe vor etwa 10 Jahren, zusammen mit dem Übungleiter(Ausbildungswart) meines Vereins, etwas neues eingeführt um diese theoretischen Kenntnisse und Erfahrungen besser austauschen zu können.Wir führten einen Theorie Tag im Monat ein, dieser fand nach dem TZI Verfahren von Ruth C. Cohn statt. Es wurde ein Thema vorgegeben das dann an einem Abend in Gruppenarbeiten erarbeitet werden sollte. Die Gruppenarbeiten wurden dann im Plenum ausgewertet. Der Vorteil dieser Technik liegt darin das man aktiv als Teilnehmer dabei ist, und nicht drei Teilnehmer und 20 Konsumenten. Zudem fliessen in dieser Technik mehr Erfahrungen in die Arbeit ein , wodurch die Qualität der Ausbildung steigt.

Heute würde ich jedoch noch in das ganze Mindmapping einbinden.


- Claudia Ph. - 08-12-2006

Hallo,
mir gefällt der Beitrag von Dex sehr gut :hallo: hier habe ich das Gefühl das ein "Anfänger" mit Feeling am Werke ist!!

Der HF selbst, muß sich und seinen Hund versuchen einzuschätzen und eine ehrliche Selbstwertung haben.
Der HF sollte manche Nächte "durchgrübeln" über die Ausbildung seines Hundes.
Der HF sollte sich verschiedene Ausbildungsmethoden anschauen für alles offen sein, um dann entscheiden zu können, was auf seinen Hund und Ihn selbst passt.
..dies bedarf nicht einer jahreslangen spitzenmäßigen Hundesportlerkarriere, sondern die Liebe zum Hund und das Bestreben Ausbildung auf einem gerechten humanen Weg zu finden.

Dieses Gespür entwickelt sich leider nicht, in dem am andere für die Ausbildung seines Hundes verantwortlich macht :pf:.

Habe ich kein Vertrauen zum Ausbildungswart, komme ich mit seiner Art nicht klar, fühle ich mich unwohl, na dann sollte ich zum Wohle meines Hundes, (denn der muß es ausbaden) Rückrat haben und mir ein Ausbilder suchen, dem ich vertraue.

Auch als Anfänger ist es erlaubt, Fragen zu stellen oder auch mal etwas zu hinterfragen, wenn es sich komisch anfühlt oder nicht verstanden ist, kann ich das nicht, bin ich wohl am falschen Ort. :ze:

Tschüü