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Welpe und andere Hunde - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Working Dogs (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=6) +--- Forum: Fragen des interessierten Beginners (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=39) +--- Thema: Welpe und andere Hunde (/showthread.php?tid=49) |
- aida - 13-10-2006 Den ersten Kontakt mit der neuen Hündin hatte unsere ältere Hündin beim abholen vom Züchter. Ich habe den Welpen mit einem Handtuch abgerubbelt u. das Handtuch in den Hänger zu meiner Hündin gelegt. Auf der Heimfahrt haben wir einmal angehalten und an der Leine Kontakt aufnehmen lassen. Zu Hause ging es in getrennte Zwinger- Aida mit dem Tuch von der Kleinen,- mein Mann hat die ersten Nächte im Zwinger mit Lucy verbracht ![]() Die ersten Tage habe ich den Welpen völlig ignoriert u. mich nur der Großen gewidmet. Das anfängliche Misstrauen hat sich nach ein paar Tagen gelegt...das Ignorieren der Kleinen hat auch nicht geschadet- im Gegenteil,- im Haus buhlt sie grundsätzlich um meine Gunst und pappt nur mir am Schuh- sehr zum Leidwesen meines Mannes, der sie ausschliesslich füttert, erzieht u.mit ihr arbeitet. Auf dem Platz oder beim Spaziergang könnte ich dann aber wahrscheinlich auch tot umfallen, sie würde sicherlich ungerührt über mich drübersteigen- da ist sie NUR auf ihn fixiert. - LeikaCindy - 05-12-2006 Hallo, vor 3 Wochen habe ich einen 9-wöchigen Welpen (Hündin) zu meinen 3 anderen Hunden (alles Hündinnen) dazu bekommen und war eigentlich auch auf eine Trennung eingestellt.....zumal meine Junghündin (Mali-Boxer-Mix, 12 Monate) extrem dominant gegenüber anderen Hündinnen ist - sofern sie nicht gerade unter Kommando steht, was zuhause ja nicht immer möglich ist. Inzwischen bin ich allerdings zur Tagesordnung über gegangen, da es sich gezeigt hat, dass die Kleine akzeptiert und `höflich´behandelt wird und sie die anderen nicht nervt, da reicht ein Knurren und es ist Schluss mit Generve. Meine Tagesordnung sieht (auch ohne Welpe) so aus, dass ich alle Hunde sowohl einzeln trainiere (die anderen nicht dabei oder einzeln in Boxen/Zwingern) als auch in der Gruppe zuhause oder auf Spaziergängen arbeite. In Gruppe arbeite ich einfach deshalb auch, weil ich auch mal entspannt mit allen spazieren gehen möchte und will, dass meine Hunde keinen Stress als Rudel verbreiten und jederzeit einzeln abrufbar und dirigierbar sind. Obgleich die Kleine inzwischen (auch) in der Gruppe zuhause `mitläuft´gibt es weder Gezicke noch orientiert sie sich zu sehr an den anderen. Jeder meiner Hunde ist auf mich fixiert und `heischt´nach meiner Aufmerksamkeit - auch die Kleine. Wenn die anderen Hunde sehr gut erzogen sind bin ich der Meinung, dass einige Übungen mit einem Welpen einfacher zu lernen sind. So hat die Kleine sehr schnell abgeschaut und hat extrem schnell kapiert, was abrufen und vorsitzen, Fuss etc. betrifft. Fremde Hunde sind auf Spaziergängen für sie auch völlig uninteressant - sie hat ja Hundekontakt zuhause und orientiert sich am souverainen Verhalten der Großen (daher weder Angst noch hin rennen). Das finde ich somit alles sehr angenehm - sind die anderen Hunde aber unsicher, unverträglich, ungehorsam oder sonst irgendwie schwierig - dann kann dieses Abgucken sicherlich total nach hinten los gehen. Somit würde ich die Entscheidung zu trennen von der jeweiligen Situation abhängig machen.....und von der Hunderasse bzw. deren Führigkeit. - Bettina Balters - 05-12-2006 Ich finde ein Mensch kann einem Hund viel geben, aber defintiv nicht das, was ein anderer Hund einem Welpen gibt. Ich habe meine immer zusammen gelassen, aber gleichzeitig viel einzeln mit den Hunden gemacht. Über Bindungsprobleme konnte ich mich noch nie beklagen, im Gegenteil, viele Leute finden das Verhältnis zwischen mir und den Hunden außergewöhnlich. Wenn ich rufe, lassen die Alles stehen und liegen, egal ob Spielzeug oder Artgenosse. Wer eine vernünftige Bindung zu seinem Hund nur aufbauen kann wenn er ihn von Anfang an mehr oder weniger isoliert, der sollte vielleicht einmal darüber nachdenken ob er stattdessen nicht lieber an seinen eigenen Fähigkeiten arbeiten sollte, einen Hund zu motivieren und sich ihm verständlich zu machen. RE: Welpe und andere Hunde - Kerstin Reitinger - 05-12-2006 Hallo, wir haben 5 zwischen 3 und 12 Jahren und den Winzling mit jetzt 16 Wochen! Der Zwerg ist von Anfang an mit den anderen mitgelaufen und tagsüber bei der "Großoma" mit 12 Jahren im Zwinger. Wie Du sagst, tut das der Bindung zu mir überhaupt keinen Abbruch und im Gegenteil, der Kleine kann von den anderen noch was lernen! Gruss Kerstin - yakine - 05-12-2006 Ich lasse meine Welpen immer (unter Aufsicht!) mit den erwachsenen Hunden aufwachsen. Bisher habe ich damit nur gute Erfahrungen gemacht. Es wurde noch nie ein Welpe von einem der älteren Hunde ernsthaft verletzt (obwohl die "Alten" den Kleinen schon mal zurechtweisen, wenn dieser zu frech wird.) Das das Zusammenlassen der Hunde die Bindung beeinträchtigt, halte ich für Blödsinn. Da habe ich ganz gegenteilige Erfahrungen gemacht. Ich halte meine drei Hunde zusammen und dadurch dass jeder letztendlich "Muttis Bester" sein möchte, gibt jeder auch auf dem Platz sein Bestes - gerade auch meine beiden Rüden, durch den leichten Konkurrenzdruck der zwischen ihnen herrscht. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen damit gemacht Hunde unterschiedlicher Altersstufen zusammen zu halten. - kerstin b - 06-12-2006 Ich habe meine "Kleine" von anfang an mit meiner alten Hündin zusammen gehalten. Mittlerweile ist Angel 10 Monate alt und selbstbewußt ohne Ende - auch der Alten gegenüber, obwohl sie ab und an schon mal zurechtgewiesen wurde. Über mangelnde Bindung kann ich mich echt nicht beklagen - eher im gegenteil. Angel klebt förmlich an mir - auch auf gemeinsamen Spaziergängen schaut sie sehr oft zu mir und kommt angelaufen ob ich nicht vllt jetzt endlich was mit ihr tue - obwohl die Alte dabei ist. Die beiden Mädels vertragen sich ausgesprochen gut und spielen ab und an auch gemeinsam - und das trotz der Läufigkeit die Angel gerade hinter sich hat. Wenn ich mit Angel auf dem Platz bin - was wegen Beinbruch ne längere Zeit nicht möglich war - dann hat sie nur und ausschließlich Interesse an mir und am Spiel mit mir - nicht an anderen Hunden. Ich würds immer wieder so machen - solange der vorhandene Hund damit klarkommt und nicht extrem eifersüchtig ist. LG Kerstin - Chandor - 06-12-2006 Als Chandor 7 Monate war, hatten wir für eine Woche einen 9 Wochen alten Pflegehund. Die ersten 2 Tage wollte Chandor nix mit ihm zu tun haben. Erst als der Kleine versuchte meine Socken auseinander zu nehmen, hat Chandor versucht ihm diese wegzuziehen. Daraus ist irgendwie ein Spiel entstanden. Dann lief es prima. Er hat aufgepasst und ihn auch erzogen. Alles was Chandor nicht darf, durfte Endro erst recht nicht. Zu hause waren sie zusammen, aber ich war auch teilweise getrennt gassi. Leider weis ich nicht, was daraus entstanden wäre, da wir ihn abgeben mussten. Aber nächstes Jahr kommt bei uns auch noch einer dazu und dann schauen wir mal. Aber ich werde die beiden auch wieder zusammen halten, und auch getrennte Sachen machen. Wenn man nur einen Hund hat, und einen 2. möchte, woher will man wissen, ob der 1. eifersüchtig ist? - LeikaCindy - 06-12-2006 Wie gesagt, nachdem klar war, dass ich der dominanten Großen trauen kann `wohnt´ mein Welpe mit den 3 Großen zusammen und ich sehe nur Vorteile gegenüber der Situation mit meinem letzten Welpen vor vielen Jahren - der war Einzelhund. - Die Kleine ist im Sozialverhalten / Körpersprache sehr weit und nervt fremde Hunde gar nicht erst, weil meine Großen sie bereits entsprechend (mit Zurechtweisungen) erzogen haben. Sie kann dadurch sehr gut abschätzen, was sie sich erlauben kann und was nervt. Dieses typische Welpengezwacke z.B. hat sie sich mit ihren 13 Wochen bereits total abgewöhnt - Hunden und Menschen gegenüber. - Andere Hunde sind gar nicht erst so sehr interessant, sie hat ja genug zuhause....dadurch ist sie trotzdem konzentriert auf mich und begegnet fremden Hundegruppen bereits ähnlich cool wie die Großen. Sie ist weder ängstlich, noch hektisch, noch rennt sie drauf zu - wie viele Welpen. Indem die Großen auf mein Kommando warten (ob gelaufen und gespielt werden darf) hat sie sich das einfach abgeschaut und bleibt bei mir. - Die Bindung zu mir ist in meinen Augen sehr gut, alle meine Hunde sind auf mich bezogen und die "Konkurrenz belebt das Geschäft". Da sich ja gerade in dem Alter die spätere Einstellung zu Hunden, Menschen etc. entwicklelt finde ich es sehr wichtig, das Zusammenleben bzw. den Umgang mit anderen Hunden zu üben - sofern man die Situation unter Kontrolle hat und schlechte Erfahrungen (Beißattacke o.ä.) vom Welpen fern hält. Meine Hunde dürfen aber sowieso auf Spaziergängen nur auf Kommando zu anderen Hunden - das sind dann Hunde die ich kenne und bei denen ich abschätzen kann, wie verträglich die sind. Einen Welpen wahllos zu fremden Hunden hin rennen lassen bzw. unkontrolliert mit Großen spielen lassen ist mir zu gefährlich - ich kenne eine Rotti-Hündin die als Welpe dadurch vermehrt untergebuttert und gebissen wurde. Das Resultat ist, dass sie heute absolut unverträglich ist. - Sassenach - 06-12-2006 Hi Habe immer positive Erfahrung gemacht mit zwei Rüden im Haus. Allerdings ist es das erstemal, dass wir 2 Hunde gleicher Rassen halten. Der 15 Monate alter DSH wollte der kleiner DSH Welpen nicht akzeptieren - also habe ich eine Zeitlang die beiden Kontakt geschafft durchs Gitter. Einmal vergas ich, den Gittertor abzusperren und, siehe da, sie spielten dann miteinander. Inzwischen geht es ganz gut. Ich gehe mit jeder einzeln spazieren/trainieren. Im Garten gehe ich mit jeder einzeln und obwohl der Kleiner ab und zu runtergebuttert wird, habe ich alle Schramme selber "flicken" können. Der Kleiner ist ein Frechdachs und, wie Bettina sagt, das was der Ältere ihn beibringt, ist m.E. von grosser Wichtigkeit. Sie streiten schon miteinander.Es reicht, wenn ein Holzbock von einer runterfällt und beide "Blut" riechen aber ein kräftiges "Aus" und sie lassen von einander. Bei der Arbeit Abteilung C ist bei der Kleiner nichts anzumerken von der Unterbutterung. Bindungsmässig auch kein Mangel. Wichtig finde ich, dass wenn beide bei mir/uns sind ist, dass der Kleiner nicht bevorzügt wird und, dass der grosser Kerl nicht zu "überheblich" wird. Gill - Petcha - 10-12-2006 Tja, wir haben 7 Hunde und jeder , der als Welpe oder eben älterer Hund hinzu kam, wurde direkt integriert. TROTZDEM haben alle eine extrem gute Bindung zu mir oder meinem Mann, zeigen gute Leistung....auch im DIENST. Sie leben im Rudel, warum sollte man sie trennen ? unsere Hunde sind sozial und darauf lege ich großen Wert. Wie käme ich dazu, einen Welpen in Einzelhaft zu setzen? Wir haben zwei Rüden und 5 Hündinnen, auch recht selbstbewußte dabei. Sie haben aber unter unserer Aufsicht gelernt, miteinander umzugehen. EIFERSUCHT ist eine übertragene REIN MENSCHLICHE Eigenschaft, die es im Hundereich nicht gibt. Wir haben Hunde und keine Sportgeräte und wenn ich mir ein Tier hole, dann soll es ERSATZWEISE artgerecht leben können. Das mein Hund mich anhimmelt, muss ich nicht durch ENTZUG und Leiden erreichen sondern durch Bindungsarbeit. Ich persönlich halte gute Welpenkurse für unerläßlich und wenn es ordentlich durchgeführt wird, dann ist dies ratsam. All unsere Hunde, die hieraus hervorgehen, blöffen und giften späterhin nicht irgendwelche Hunde an. Alle arbeiten auf den HF FIXIERT, egal wie viele Hunde rundherum laufen....und erreichen sogar gute Prüfungsergebnisse. Tja und letztendlich ist derjenige der Rudelchef, der er es sich souverän erarbeitet hat....und nicht der, den der Hund als einzigtes zu Gesicht bekommt. Aber dies ist meine ganz persönliche Meinung, für die es jetzt bestimmt wieder Haue gibt. :box: LG Andrea |