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- Nadin - 28-10-2015 Ich gehe mal davon aus, dass Leute, die ihrem 12 Wochen alten Welpen keine Schwäche zugestehen, auf Züchter und Hund schimpfen eher die Ausnahme sind und dass es solche Leute auch schon immer gab, die Hundeausbildung bei dem ein oder anderen Hundeführer wird sicher nicht immer fair gegenüber dem Hund sein, das war aber auch schon immer so und ich bin bei Tux, ich denke, in Anbetracht der Möglichkeiten, des Wissens über Lernverhalten und auch des Wollens eines kooperativen Hundes ist die Ausbildung im gesamten durchaus klarer für den Hund geworden. Man muss ja auch bedenken, dass man grundsätzlich auf den verschiedenen medialen Kanälen kompensiert die hundesportliche Arbeit mit eben auch jungen Hunden sehen kann und da geht tatsächlich auch schon viel, ohne dass der kleine Geist darunter leidet, das heisst aber nicht im Umkehrschluss, dass so ein Welpe nicht auch Welpe sein kann, nur filmt man vielleicht das rumtollen, schlafen, Gassi gehen und "einfach Hund sein" nicht. LG-Nadin - Erko - 28-10-2015 Verstehe das schon. Uns unterscheide das auch...... Auch meine Welpen werden gefördert und gearbeitet. Ich mache Futtertreiben.....auf dem Tisch Sitz-Platz-Steh.....gehe ab etwa der 12.Woche Fährten und mache Beute spiele.... Ich mache das wohl nicht so intensiv, wie manch anderer. Aber jeder so wie er Zeit hat. In working dog gibt es tolle Videos von Welpen, was die schon können.....ich bewundere das auch. In meinem weitläufigem Umfeld habe ich jetzt aber derart oft anderes mitbekommen, was ich halt nicht mehr toleriere. Betreffende Personen haben es von mir auch gesagt bekommen. Denn es gibt auch Hunde, die sind einfach Spätentwickler. Habe selber so einen. Lasko hat nur bis etwa 16Wochen interesse an Futtertreiben gehabt. Danach.....Pustekuchen. Null Futter, null Spielen! Über einen sehr langen Zeitraum.....nun ist er 17 Monate. Ein extrem Spieler. Fast fertig für BH.....und demnächst auch FH. IPO brauche ich noch etwas. Diese Zeit nehmen sich betreffende Personen aber nicht. Welpen sollen perfekt sein.....extrem im Spiel.....extrem mit Futter.......extrem Umweltsozial.......extrem toll mit anderen Hunden......usw....usw Das das auch Arbeit ist, den Hund dahin zu bekommen, das man Zeit und Geduld investieren muss.....das kapieren viele leider nicht. Vater toll....Mutter toll....Welpen müssen dann ja perfekt sein......ohne was für zu tun. Und das beobachte ich nicht nur in meinem Umfeld. Sondern leider auch vermehrt, wenn man übern Tellerrand schaut! - kimmy - 29-10-2015 Silke hat, meiner Meinung nach, nicht so Unrecht. In meinem Verein gibt es solch einen Fall. Welpe wurde gekauft und am folgenden Tag bereits trainiert. Ich denke auch, dass der Mensch fälschlicherweise annimmt, dadurch, ass wir heute im Zeitalter der Technik leben, die Entwicklung eines Hundes schneller wurde. Natürlich haben wir heute Erkenntnisse, welche es vor einigen Jahren noch nicht gab. Die Forschung ist weit fortgeschritten. Doch eine Hund braucht Zeit um zu reifen. Körperlich, wie mental. Wenn aber der Wert eines Hundes nur an Pokalen gemessen wird und das im frühesten Alter, ist es katastrophal. Was geschieht mit diesen 'unnützen' Hunden? Entweder wandern sie von einer Hand zur anderen oder fristen ihr Leben in Zwingern/Tierheimen. Ich habe am Anfang spielerisch versucht den Grundgehorsam zu lehren, habe kleine Fährten gelegt, Suchspiele gemacht, doch vor allem habe ich keinen Sport betrieben. Mit freundlichem Gruß, Kimmy - X-Herder - 29-10-2015 Ich finde es überhaupt nicht schlimm mit seinem Welpen vom ersten Tag an zu "trainieren". Interaktion festigt die Beziehung zwischen Hund und Hundeführer. Mein Jungspund hat die ersten Wochen sein Futter auch nur aus der Hand bekommen, da es einfach verdammt viel ist was zu lernen ist. Sowohl im Alltag als auch im Training. Zu Beginn war ich hauptsächlich mit dem Alltagstraining beschäftigt und nach und nach blieb mehr Futter für Training übrig Deshalb darf der kleine Mann hier trotzdem Hund sein, wachsen, spielen und toben. Mit meiner Althündin und anderen ausgewählten Kontakten herumtollen, beim Gassi gehen tun was Hund beim Gassi gehen gerne so tut (außer scheiße fressen.. neee so weit gehts nicht mit dem ausleben seiner Gelüste ). Beim jungen Hund ist mir im Training vor allem die Einstellung dazu wichtig. Er muss richtig Bock drauf haben zu arbeiten, gezwungen wird hier niemand. Spielen so wollt er zu beginn nicht, wenn Futter im Spiel war war jede Beute völligst uninteressant. Gut ist dann eben so. Irgendwas wegwerfen auf kurze Distanz - "Hinterrennen?? Bissu bekloppt? mach deinen Scheiß doch allein und gib mir lieber was leckeres" Das ist ok für mich, ich hab halt immer mal wieder getestet ob er Lust hat und mittlerweile hat er großen Spaß am gemeinsamen Spiel ohne dabei kopflos zu werden (was ich persönlich sehr angenehm finde). Trotz fast täglichen kleinen Trainingseinheiten bekommt er in allen Bereichen die Zeit die er braucht und wenn er noch nicht soweit ist, ist das absolut ok für mich. Ich muss und will mit 15 Monaten keine BH laufen und alles so schnell wie möglich - Ich will, dass ER soweit ist wenn wir in die Prüfung gehen und die Zeit dafür gebe ich ihm, auch wenn das evtl anders aussieht wenn man ein UO-Video von ihm sieht. Er arbeitet halt tatsächlich einfach sehr gerne. Wenn das nun aber jemand sieht der uns nicht kennt, könnten seine Gedanken in eine ähnliche Richtung schweifen wie hier angesprochen. Dabei ist das eben nur ein Ausschnitt Aber wer so extrem ist einen 12 Wochen alten Welpen nieder zu reden, weil er mal ne Schwäche zeigt.. sorry ne da hab ich null verständis für. Ich freue mich, wenn er eine Schwäche zeigt und ich ihm helfen kann damit umzugehen. Daran wächst der junge Hund und die Beziehung. Ich rede hier von normalen Unsicherheiten. Wenn ein Hund auf jedes Geräusch sofort versucht sich im Erdboden zu verkriechen und extrem dabei ist sieht die Geschichte anders aus (Wobei ich auch dann nicht abgeben würde/könnte.. was bei mir über die Schwelle kommt, bleibt auch bei mir). Aber Welpentypische Unsicherheiten gehören dazu und wer damit nicht umgehen kann.. tjoa der sollte sich keinen holen - Erko - 29-10-2015 Aktuell wird gerade mal wieder ein Mali abgegeben..... 5 Monate jung!!!!!! Sollte den alten Diensthund mit unterstützen, zeigt aber kein Wehrverhalten. Kann nicht alleine im Auto bleiben, da er dies dann von innen zerlegt (warum ist er nicht in einer Box?) Jetzt zeigt er sich in manchen Situationen ein wenig scheu.....geht ja gar nicht als Duensthund!!!! Der soll gnadenlos nach vorne gehen! Sowas meine ich unter anderem mit Welpen verheitzen! Der Mali ist 5 Monate alt.....wahrscheinlich gerade mitten in der Zahnung. Und soll schon Objekte als Diensthund mit bewachen? Gehts noch????? Normale Welpenförderung ist doch super. Da wächst die Bindung. Aber ich meinte nicht das "Normale". Sondern so Fälle wie den Mali......oder 12Wochen alte Welpen, die nicht genug Trieb und Triebwechsel zeigen.......das ist nicht normal - X-Herder - 29-10-2015 Naja solche Idioten gabs aber leider schon immer. Nur dass es jetzt durchs Internet sehr viel öffentlicher ist, man bekommt mehr mit, wenn diese Hunde verkauft werden sollen, über sie geredet wird. Früher gabs sowas nicht, da hat man das nur mitbekommen, wenns den eigenen Bekanntenkreis betraf. Es gibt immer Leute, die den perfekten Hund suchen und dabei allers durchreichen was grad nicht ins Schema passt. Traurig aber leider wahr. Regt mich auch auf, wenn ich sowas mitbekomme, aber ich habe nicht das Gefühl, dass es schlimmer wird sondern eben nur, dass es durchs Netz bekannter wird. - Heinz.S - 29-10-2015 Esist ein Problem unserer Zeit,wo der zweite Sieger der erste verlierer ist. Man darf eins nicht vergessen,das mit zunehmenden "Wissen" um die Sache auch die Erwartung in die Höhe steigt,Segen oder Fluch des heutigen Wissens? Der Ausbildungsstand ist heute im Durchschnitt schon so hoch,das immer präziser gearbeitet werden muß,um überhaupt ein halbwegs vernünftiges Resultat zu bekommen. Hast du nicht den passend gelagerten Hund,bist du schon weg vom Fenster,egal wie gut du arbeitest,du stösst immer auf unlösbare Probleme. Aber wer gibt denn schon zu,für einen erfolgreichen Hunde einige vorher ausprobiert zu haben? Wenns dann zuhause auf dem Platz nicht so funktioniert,wies auf dem Seminar gezeigt wurde oder im Internet steht,ist der Trainer schlecht und man versuchts beim nächsten,alles unter "Ausscheidung" ist eine Niederlage. Das schlimme ist,wenns man merkt,das man anfängt,genau so zu denken,die Realität verliert und einen Schuldigen ausmachen muß,der Schuld ist,warums nicht so klappt. Wir haben unserer Basis die letzten Jahre unverblümt erklärt,das sie rückständig,bequem und ahnungslos ist und das man einen Hund,der nicht die Chance aufs Treppchen hat gar nicht auf Ausscheidung melden sollte,ob wir diesen Fehler noch korrigieren können ????????????? LG Heinz - Nadin - 29-10-2015 Hm, ich finde, dass das heutige Wissen um Ausbildung und Ausbildungsmethoden gerade zulässt, ein relativ breites Spektrum an verschieden gelagerten Hunden, natürlich mit einem guten Grundpotential sehr gut auszubilden, was ja wieder diejenigen auf den Plan ruft, die meinen, die Hunde wären dann "gemacht". Der Ehrgeiz und der Anspruch mag dadurch natürlich schon auch in die Höhe gegangen sein, aber ich glaube nicht, dass Hunde heute eher weggegeben werden oder dass mit ihnen unfairer gearbeitet wird. Wie gesagt, die, die nicht gut ( im Sinne des Hundes) arbeiten, unfair sind und die Schuld immer am unteren Ende der Leine suchen, gab es schon immer und wird es wohl auch immer geben. LG-Nadin - kimmy - 29-10-2015 Ehrlich gesagt fröstelt es mich schon etwas, wenn ich daran denke, dass es Normalität ist, einem Welpen das abzufordern, was er als ein erwachsenes Tier ableisten soll. Es gibt Tage, wo ich mich frage, ob ich 'im falschen Film bin'. Kein Mensch würde ein Kindergartenkind mit Abiturleistungen drangsalieren. Oder mit Olympiareifen, sportlichen Leistungen. Doch beim Hund ist es so. Natürlich, er soll/ muss Leistung bringen, damit sein/ihr Wert steigt. Inzwischen gibt es Hunde mit 'Burn-out-Syndrom. Körperliche Krüppel, da sie zu früh, zu stark belastet wurden. Gestern habe ich vom SCBA-Verband das Resultat der Röntgenuntersuchung erhalten. Beste Hüften und Ellbogen. Doch wie habe ich darauf geachtet, dass mein Welpe/Junghund nicht körperlich überlastet wird. Mit 11 Monaten begann ich im Mondio. Zuvor gab es Fährte, Suchspiele, Gehorsam - Ende. Und das der Hund deshalb nicht gut arbeitet, stimmt nicht. Gerade der SD verlangt einen körperlich, wie auch geistig reifen Hund. Von Gino'a Arbeit sind die Leute begeistert, sei es SD oder aber Fährte. LG, Kimmy - tux - 29-10-2015 kimmiy, wo ist das den Normalität, in was für einem Umfeld arbeitest Du den? Ganz ehrlich, ich glaube auch das Du im falschen Film bist...
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