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Verbellen-Aufbau nach Glöckner - Druckversion

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RE: Verbellanzeige - surani - 20-02-2007

Hallo Benno,

kennst du auch Hunde, die nach dieser Methode im SD ausgebildet wurden?



Gruss
Schnusi Smile


RE: Verbellanzeige - Benno - 21-02-2007

Hallo Schnusi,

bei uns in der Gruppe sind HF die parallel SCHH und RH fahren und ausbilden. Die Methode funktioniert bei beiden; Unterschied ist die Distanz beim Verbellen. Aber auch das ist bei den Hunden kein Problem. Das Thema ist sehr komplex, deshalb wenn du mehr Details wissen möchtest, wende dich an Andreas vom Westleakenteam. Er hat grundsätzlich seine Diensthunde nach diesem Verfahren ausgebildet und mit seiner Partnerin die ganze Sache verfeinert und optimiert.

Gruß Ben


- martin - 21-02-2007

Hallo Giuseppe, die Links sind gut und erklären wohl die meisten Fragen.

Wie gesagt - der Unterschied ist wohl der, dass für den Hund das Stellen noch nicht zu den Kampfhandlungen zählt. Er fordert drangvoll, energisch und anhaltend. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein LR da viel entwerten kann. Bei korrektem Aufbau sieht das richtig gut aus und ist tatsächlich völlig stressfrei für Hund, Helfer und Hundeführer.

Da ich das Verbellen aber überwiegend nach Dildei aufbaue, passt es (leider) nicht ins Konzept.

Gruß
Martin


RE: Verbellanzeige - surani - 21-02-2007

Hallo,
Danke für eure Antworten.
Auf ähnliche Weise hab ich vor 2 Jahren bei einer Hündin angefangen das Verbellen neu aufzubauen.
Wurde aber,weil "Frischling", von den "alten Hasen" so richtig demotiviert, weil
es belächelt wurde.
Hab mir vor einer Woche das Buch bestellt.
Na, mal sehen ......



Gruss
Schnusi Smile


- FraKü - 22-02-2007

Hi Leute

Ich, oder besser mein Hund, können das Buch nur Empfehlen. Es ist eine echte Alternative um Zwänge beim sauberen Verbellen, z.B. im Versteck, zu vermeiden. Da die Bestätigung für das Verbellen nicht die Triebbefriedigung Beisen ist und somit nicht das Endziel der Handlungskette, sondern Futter oder ein anderes Objekt Ziel der Begierde, so wird der Fokus vom Schutzarm genommen. Er rückt sogar in den Hintergrund, da er hier völlig an Bedeutung verliert. Dann noch der Einsatz des Clickers und schon haben wir den Teufelskreis Gewalt im Versteck beim Verbellen durchbrochen.
Natürlich werden die echten Schutzdienstler diese Methode verwerfen, da sie nicht auf Beuteverbellen stehen, sondern viel mehr auf aggressives Dominieren im Versteck. Aber was soll´s.
Die Abt.C ist heute kein Schutzdienst mehr im eigentlichem Sinne, sondern es sind Gehorsamsübungen unter trieblicher Belastungen. Das mag vielen nicht schmecken, :je: aber die Punkte bekommt das Team, welches das beste Ballet zeigt So wird unsere PO interpretiert. Tanzen, nicht Töten.
Wird die PO oder die Richtweise geändert, so wird man auch die Ausbildung Ändern müssen.

Ich kann nur sagen: Verbellen nach Klöckner,es tut es auch in "C".

Gruß Alfred und Frank


- Anja - 23-02-2007

So ganz kann ich Alfred nicht recht geben.

Die Methode führt nicht zu einem reinen Beutebellen, hier die Aggression reinzubringen ist überhaupt kein Problem, gerade da der Hund ja den Hetzärmel nicht als Ziel sieht sondern den Mann und lernt den massiv zu fordern. Ob er ihn nun fordert weil Futter, Spielzeug oder sonstwas kommt oder ob er ihn zum Kampf fordert ist nun Sache des Ausbilders sowie des Ausbildungszieles (Dienst, Sport, Rettungshunde)
Achja und es funktioniert ohne Clicker genauso.

Der Knackpunkt ist ähnlich wie martin beschrieben hat der, dass der Hund erst die Technik lernt und dann der Trieb (Beute oder Aggression, daher ist Dildei nicht so weit weg :pfSmile dazu kommt und da anfangs aus niedriger Reizschwelle angefangen wird gibt es nahezu keine Fehler und somit schnelles, sicheres Verhalten
tschau Anja


- Liljakk - 23-02-2007

Zitat:Die Methode führt nicht zu einem reinen Beutebellen, hier die Aggression reinzubringen ist überhaupt kein Problem, gerade da der Hund ja den Hetzärmel nicht als Ziel sieht sondern den Mann und lernt den massiv zu fordern

hmmm, wenn ich mir das so alles durchlese dann ist Edgar Scherkl da auch nicht weit weg von :pf:

Er möchte auch kein "Beuteverbellen"....

VG
Kerstin


- Anja - 23-02-2007

Nur dass Edgar den Hund von Anfang an hoch im Trieb arbeitet und dann blockt bzw. an der Leine sperrt und bei der Methode ohne Einwirkungen und wenig Trieb am Anfang gearbeitet wird.
tschau Anja


- Steffi - 23-02-2007

Hallo,

die Methode klappt wunderbar und man kann danach auch auf Aggression umstellen. Hab ich bei den Hunden gemacht, die sich "dicht" beim Verbellen gemacht haben. Man muß ja nicht alles 100 % kopieren. Man sucht sich das raus was paßt und dann geht es schon. Der letzte Hund bei dem ich das gemacht habe war ne DSHin von ner Freundin. Die hat nur geschrieen. Mit dem Helfer abgesprochen und der Freundin gesagt wie es geht und jetzt schaut es echt gut aus.

Grüßle

Steffi


- Lenny - 23-02-2007

Hallo Zusammen !

Wenn ich richtig informiert bin, dann ist man bei der Diensthundeausbildung schon seit geraumer Zeit wieder von dieser Methode des Verbellens abgekommen.

Der Grund ist eben der, das der Hund keinen Trieb auf den Täter aufbaut sondern auf das Belohnungobjekt. Im Diensteinsatz soll es wohl einige Zwischenfälle diesbezüglich gegeben haben, weil der Hund mit der Täteraktion nichts anfangen konnte.

Wobei jedoch für die reine sportliche Ausbildung diese Methode bestimmt gut geeignet ist. Aber das wurde ja auch schon bestätigt!

Grüße
André