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HD - ED - LÜW - OCD - DM etc pp - Druckversion +- Das Leistungshundeforum (https://www.leistungshundeforum.de) +-- Forum: Ernährung / Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=23) +--- Forum: Gesundheit (https://www.leistungshundeforum.de/forumdisplay.php?fid=25) +--- Thema: HD - ED - LÜW - OCD - DM etc pp (/showthread.php?tid=14697) |
- Bernhard Ratstanne - 28-02-2015 Die Grundlage für das DDR-Zuchtsystem war die möglichst komplette Erfassung der Mängel der Nachkommen a) bei der Wurfabnahme: damals im Wesentlichen (noch) Langstockhar, Hoden, Pigment, b) bei der Nachzuchtbeurteilung: Wesen, Ohren, Zähne, Langstockhaar, Hoden, Pigment sowie eine Wertmessziffer für Gebäude mit Formwertnote und für das Wesen wurde vergeben. Die Ergebnisse wurden statistisch erfasst und nach Eltern ausgewertet. HD wurde auch zu wohl 100% erfasst und ausgewertet. Sicher war das in einem totalitären Staat leichter durchzusetzen aber wenn man es heute richtig wollte, wäre das auch mit Abstrichen durchsetzbar. Auch in der DDR konnte niemand gezwungen werden, zur NZB zu gehen. Man bekam aber die Ahnentafel , die wie heute Eigentum des Zuchtverbandes bliebn,erst nach der NZB zugeschickt. Vorher gab es nur eine Eintragungsbescheinigung in FOrm eoner Postkarte. Das könnte man auch heute so handhaben, um die Leute zu motivieren, die NZB zu besuchen. - Heraklit - 28-02-2015 Ich denke, dass man ggf. auch sehr lange darauf warten kann, bis der SV einmal sinnvoll einlenkt. Denn die offensichtlichen Vereinsinteressen liegen ja beim froschförmigen Hund. Ich denke, dass man als Züchter eigenverantwortlich die Gesundheitsergebnisse seiner Nachzucht sammeln sollte und damit planvoll weiterzüchten, und dass man als Welpenkäufer nicht unbedingt nach dem triebigen Trendhund fragt, denn die werden ohnehin heute selten präsentiert. Was die Verbände jedoch machen sollten, dass man auch Hunde zur Zucht zulässt, die andere Ausbildungskennzeichen, wie etwa nur FH, Personensuchhunde, Polizeihunde, RH geführte Hunde, Spürhunde, KNPV und was es da alles geben mag. Da ist der RSV durchaus auf dem richtigen Weg. Denn es ist ja nicht gesagt, dass man zur Talentsichtung mit einem Junghund muss. Ein neun jähriger Diensthund kann dort sicher auch vorgestellt werden. Es kann jedenfalls nicht sein, dass wenn man einen Gebrauchshund kauft, dieser mit zu den empfindlichsten und anfälligsten Hunderassen zählt, die man sich anschaffen kann. Da muss sehr bald eingelenkt werden. - Uwe Junker - 28-02-2015 falkner,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163458#post163458 schrieb:Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163457#post163457 schrieb:Ist es denn nicht wichtig, möglichst früh eine Vererbungscharakteristik zu erhalten? Sicherlich sowohl als auch. Das wäre eine Aufgabe für den zuchtlenkenden Verband, der seine Aufgabe ernst nimmt. Die Wertigkeit der jeweiligen Vor-/oder Nachteile und auch den Ausschluß zur Zucht wäre Dinge, die ein Verband händeln muß. Wobei ich mir auch nicht sicher wäre, wo da die Zuchtprioritäten liegen würden. Sicherlich wäre die Gesundheit ein hohes Gut. Bei der Leistungsfähigkeit scheiden sich dann schon die Geister. :geist: Insgesamt sicher ein schwieriges Thema. - Trine - 01-03-2015 Das einfachste wäre wahrscheinlich eine privat geführte Datenbank mit Gesundheitsergebnissen. Jeder der möchte, kann dort die Ergebnisse seines Hundes veröffentlichen lassen - natürlich nur ärztlich beglaubigte. Würde zumindest bei der Zuchtpartnerwahl helfen. - falkner - 01-03-2015 Heraklit,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163474#post163474 schrieb:Ich denke, dass man als Züchter eigenverantwortlich die Gesundheitsergebnisse seiner Nachzucht sammeln sollte und damit planvoll weiterzüchten, und dass man als Welpenkäufer nicht unbedingt nach dem triebigen Trendhund fragt, denn die werden ohnehin heute selten präsentiert. Ich frage mich da nur, wo sollen die Gesundheitsergebnisse für die Zuchtplanung herkommen, wenn keine veröffentlicht werden. Heraklit,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163474#post163474 schrieb:Was die Verbände jedoch machen sollten, dass man auch Hunde zur Zucht zulässt, die andere Ausbildungskennzeichen, wie etwa nur FH, Personensuchhunde, Polizeihunde, RH geführte Hunde, Spürhunde, KNPV und was es da alles geben mag. Genau meine Meinung, IPO ist nicht der Nabel der Gebrauchshundewelt. Hat aber mit dem Thema das sich hier um Gesundheit dreht nichts zu tun. Heraklit,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163474#post163474 schrieb:Da ist der RSV durchaus auf dem richtigen Weg. Denn es ist ja nicht gesagt, dass man zur Talentsichtung mit einem Junghund muss. Ein neun jähriger Diensthund kann dort sicher auch vorgestellt werden. Der RSV macht nichts aber auch gar nichts anders als der SV. Das Marketing ist nur anders angelegt. Aus dem Grund wird auch dieser Verein an dem Zustand der Rasse in absehbarer Zeit nichts ändern. Wenn ich bei meiner Einschätzung in Bezug auf Gesundheit, bei anderen Dingen auch, falsch liegen sollte, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren. Eine Frage noch, was soll ein 9 jähriger Diensthund auf der Talentsichtung, Bewunderung auslösen oder Datenbanken füllen? Heraklit,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163474#post163474 schrieb:Es kann jedenfalls nicht sein, dass wenn man einen Gebrauchshund kauft, dieser mit zu den empfindlichsten und anfälligsten Hunderassen zählt, die man sich anschaffen kann. Da muss sehr bald eingelenkt werden. Da muss sich schnellstens was ändern!! Die Frage, die hier diskutiert wird, wie soll der Weg aussehen. - Heraklit - 01-03-2015 @Falkner: Das mit dem älteren Diensthund war lediglich ein Beispiel dafür, dass auf diesem Wege ein Hund noch in die Zucht gebracht werden kann, um ggf. den Genpool zu erweitern. Das ginge beim SV nicht. Züchter können sich auch selbst einen hohen Standard auferlegen bzw. einen wesentlich höheren als es der Zuchtverband vorgibt, mehr tun und mehr Daten sammeln als erforderlich. Minimalbestimmungen heißen ja nicht, dass man als Einzelner nicht versuchen darf, das Maximum auf der Gesundheitsebene herauszuholen. Sollten sich die Welpenkäufer dann eben überlegen, ob sie für Transparenz, hohe Qualität und den Versuch des Züchters, nicht zur mit Toprüden zu vermehren, mit 200,- mehr honorieren. Es gibt sehr gute Zuchten, die verlangen 600,- für einen Schäferhund, es gibt sehr schlechte, die verlangen 1000,- Das Schlagwort lautet Transparenz. Wer seine Hunde nach bestem Wissen und Gewissen zur Zucht selektiert, selbst Daten sammelt und damit auch sein Interesse am Tier dokumentiert, wird bei ev. auftauchenden Gesundheitsproblemen vererbter Natur auch verantwortungsvoll reagieren und Konsequenzen treffen, die vielleicht unterm Strich keinen finanziellen Gewinn bringen. Ansonsten verstehst Du mich falsch, ich will keine Propaganda für den RSV machen. Jedoch ist ein Pluspunkt, dass der RSV sich nur und ausschließlich für den Leistungshund interessiert. Massenvermehrer gibt es in beiden Vereinen. Zum Teil agieren Sie ja auch in beiden Vereinen simultan. - DDR-Dogs - 01-03-2015 Da liegt der Hund begraben. Ich muss mich ja nicht an die Minimalvorschriften halten sondern kann ja immer so Infos sammeln, dass ich es mit meinem Gewissen vereinbaren kann. Sage nur working-dog Bernhard. Richtig. Warum nicht wieder als ersten Schritt zumindest die Ahnentafel erst aushändigen, wenn bestimmte Daten erfasst wurden. Ich kenne Züchter die sammeln ihre Hunde bei den Käufern (meist die privaten) ein und fahren röntgen. Und schicken ein. Prognose egal. Davor habe ich allergrößten Respekt und rechtfertigt auch einen "höheren" Kaufpreis . Man muss sich ja nicht ans Minimum halten ;-) - Uwe Junker - 01-03-2015 falkner,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163485#post163485 schrieb:Der RSV macht nichts aber auch gar nichts anders als der SV. das sehe ich nicht gänzlich so. Allein, dass Hunde bereits frühzeitig züchterisch Verwendung finden könnten kann genotypische Aufschlüsse geben. Auch ein daraus resultierender Zuchtausschluss ist m.E. nicht unbedingt falsch. Und wenn ein 9-jähriger Diensthund "nur" die Datenbank füllt, sind jedenfalls Daten vorhanden. Über die Auswertung und ggf. Rückschlüsse wären andere Gedanken dazu nützlich. Ich finde jede Datensammlung mit validen Daten kann sinnvoll sein. Bei der Erstellung einer privaten Datensammlung müssten ja erst einmal Parameter aufgestellt werden. Es ist wenig hilfreich, wenn nun jeder Daten sammelt und diese keinen Aussagewert haben, weil sie nicht vergleichbar sind. Da geht das erste Problem schon los. Die idee ist grundsätzlich aber richtigI - BonnieH - 01-03-2015 Die Diskussion ist sehr interessant, allein mir fehlt der Glaube, daß es auch hier etwas bringt. Ich erinnere mich, daß vor Jahren eine Datenbank erstellt wurde zur Meldung von gesunden und befallenen CES-Hunden. Für die Meldung sollten dann auch medizinische Untersuchungen als Grundlage dienen. Wieviele Hunde wurden letztlich gemeldet? So ca. 8 gesunde und ca. 5 erkrankte, weil die einen die Untersuchung nicht bezahlen wollten und die anderen nicht zugeben wollten, daß ihre Hunde betroffen waren ..... aber er träumen wir ruhig weiter ... - falkner - 01-03-2015 Sicherlich ist eine valide Datensammlung für die Zucht vor dem Hintergrund einer kommenden Genotypisierung nicht nur nützlich, sondern auch zwingend erforderlich. Die Herausforderungen dabei sind aber aus meiner Sicht andere. Welche Daten werden in der Datenbank veröffentlicht, nur Daten, die dem momentanen proklamierten Zuchtziel des Datenbankbetreibers als geeignet erscheinen oder ein weitreichender Datenpool der es jedem Züchter erlaubt die nach eigener Auffassung wichtigen Daten zu selektieren. Wie viele Hunde der Gesamtpopulation sind erfasst, wie werden die Daten gesammelt, wie zuverlässig sind die Daten, wem werden die Daten zur Verfügung gestellt nur Züchtern des eigenen Vereins, ....? Werden auf Grundlage des Datenbestands Zuchtwerte (EBV) generiert oder stehen die Daten frei im Raum? Wie sieht es mit der Schulung der Züchter zu diesem Thema aus? Wie mit der Qualifikation der Züchter insgesamt? Wie hier ja nun schon mehrfach angeklungen ist, sehen einige hier ein größeres Problem, denn wenn es zu Verpaarungen kommen sollte, wo auf Grundlage des Datenbestands schon von vornherein abzusehen ist, das kranke Hunde produziert werden, hat der Züchter bei Schadensersatzansprüchen der Käufer eine Herausforderung um es mal milde auszudrücken. Man sollte mich hier nicht falsch verstehen, ich bin ein Verfechter der Genotypisierung, alleine schon vor dem Hintergrund einer dadurch mit weniger (das habe ich bewusst genutzt) erblich bedingten Erkrankungen behafteten Rasse. Zum Anderen wird es zwangsläufig ehrlicher werden. Eine frühe Verwendung in der Zucht bringt aus meiner Sicht keine Vorteile. Viele Probleme werden erst im Laufe des Hundelebens erkennbar, da hat dieser Hund aber unter Umständen schon einige Dutzend Nachkommen mit den gleichen Problemen produziert. Wie sollen denn diese Probleme erfasst werden, wenn große Teile der Nachkommen in der Welt verteilt, in einen anderen Verein gewechselt oder in Liebhaber Hand sind? Da hilft eine wie auch immer geartete Sichtung nicht sonderlich viel. Wie erfolgreich der frühe Zuchteinsatz in der Vergangenheit war, sieht man an der gesamten Gebrauchshundepopulation heute. Alleine durch den fehlenden Zugriff auf die Nachzucht ist eine Beurteilung in meinen Augen sinnvoll nicht möglich, von einer reinen Genotypisierung mal abgesehen, denn Blut abnehmen kann man, macht man, auch beim Welpen. Bevor jetzt wieder gerufen wird die DDR hat doch auch, nein die haben experimentiert und phenotypisiert und das nur bei einigen wenigen Parametern und hatten nicht permanent eine Schadenersatzklage im Nacken. Das Instrument der Genotypisierung stand da noch nicht zur Verfügung und ein Tierschutzgesetz in der heutigen Form auch nicht. Außerdem war die Zucht ein geschlossenes System. Wie viele Hunde haben das Land, den Verein und damit den Einfluss der Zuchtverantwortlichen denn verlassen. Ausserdem wäre es ganz nett, wenn man sich bei den sogenannten Leistungslinien auf der Terminus Sporthundelinien einigen könnte, es gibt tatsächlich eine Hundewelt außerhalb des IPO-Platzes. Denn Leistung wird auch an anderer Stelle gebracht. |