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Druckvolles Verbellen
#1
Hallo @all,

wir haben folgendes Problem beim Schutzdienst: Hund ist 13 Mo. alt, Rüde. Setzt gute Griffe, könnte aber etwas anhaltender und druckvoller verbellen. Um das Verbellen zu verbessern, zieht eine dritte Person den Hd. etwas aus dem Versteck heraus, der Helfer macht Trieb mit der Peitsche und der Hd. wird wieder in die Verbellposition geschickt. Nun befinden wir uns aber meiner Meinung nach mit dieser Geschichte auf einer Gradwanderung, weil das Tierchen etwas angekratzt ist und ich möchte ihn daher eigentlich im SD eher ruhig arbeiten. Meine Frage an euch ist nun, welche Möglichkeiten hat der Helfer bzw. das Team noch, um auf der einen Seite das Verbellen zu verbessern und auf der anderen Seite den Hd auf keinen Fall zu überdrehen?

Ratlose Grüße - Osiris
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#2
Hallo Osiris,

ich denke einmal, dass die Erwartungshaltung hier etwas zu hoch angesetzt wird.
Ein Hund mit 13 Mon. ist doch fast noch ein "Kind"... Soll heißen wenn ihr den Hund bis jetzt Beutebezogen ausgebildet habt, ist das für ihn also eine Art Spiel. Er freut sich also gleich den Ärmel zu bekommen.

Laßt ihm doch noch was Zeit bis für ihn der SD auch SD ist. Wenn er das Zeug mitbringt kommt das von ganz alleine, das er das Ernst meint "was er da vorne sagt". Soll heißen das das Bellen dann auch "druckvoller" wird.

Schöne Grüße vom Niederrhein
Reiner
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#3
Hallo Osiris,

schau mal hier nach:

Verbellen-Aufbau nach Glöckner

Da ist ein möglicher und konfliktfreier Weg zum verbellen für den Hund aufgezeigt.

Gruß Ben
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#4
Hi Osiris,
ich kann mich Hänschen da nur anschließen.
Das vo dir erwartete druckvolle verbellen, kanns du erst ab einer gewissen Reife des Hundes
erwarten. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich, bei Hündinnen meist
eher als bei Rüden.
Vergleiche hierzu auch die Aussagen der Jaghundleute über die sog. Raubzeugschärfe.
Wenn dein Hund, wie du schreibst "angekratzt" ist, würde ich weiter schön in
einem gefestigten Beutebreich arbeiten und die Peitsche mal weglassen.
Du hast ja noch ein paar Monate Zeit bis zur 1. SchH.
Gruß
Wieland
Die Welt ist ein Scheißspiel - aber die Grafik ist geil!
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#5
Hänschen und Wieland kann ich nur zustimmen. :hallo:

und... mal überlegt, wo ihr euch schon mit dem Hund befindet, :pf: schon am Versteck,...Hund wird weggezogen, also eigentich doch dem Alter nach schon überlastet,..da stellt sich wohl die Frage nach der Ruhe und vorallem nach der Selbssicherheit, die in diesem Hund geweckt werden soll, wohl ehr nicht mehr :i:.

ich dachte so eher an die Naturgesetze,... wo die Beute flieht und der Hund alles daran setzen muß, um sein Zeil zu erreichte, und ihn lernen lassen welches Verhalten ihn dahin bringt,.... in in diesem Alter sehr überlegt trainiert, ist die Vorstufe für die spätere Beutefrustration bzw. Beuteaggresion.

auf dem Hundeplatz sieht die Natur aus wie Pfahlarbeit, wo der Hund nach vorne geht um Beute zu machen.

Tschüü
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
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#6
Hallo zusammen,

grundsätzlich sollte man wissen, dass ein Hund nur dann im Agressionsbereich bellt, wenn er einen Konflikt hat. (Darauf antwortet der Hund mit agressivem Bellen) Das kann ein Hund auch schon im Alter von 13 Monaten.

Jetzt ist aber die Frage, wie mache ich es dem Hund klar, was ich von ihm möchte und wie ich es möchte.

Da gibt es nun die Methode durch Frustration am Versteck- würde ich dem jungen Hund nicht anbieten.

Ich würde den Hund komplett weg vom Versteck nehmen, denn da hat er noch nichts zu suchen. Er kann mit dem Versteck nichts anfangen.
Ich würde mit dem Hund Beute arbeiten.
Das heißt viel Bewegung und der Hund muß lernen in der Beute (Anbiß) seine Ruhe zu finden.
Hat der Hund das vertstanden, glaube mir die vertstehen sehr schnell, dann soll dein Helfer STEHEN BLEIBEN ( keine Bewegung mehr weder Arm noch Helfer) und den Hund in einen Konflikt bringen. Das heißt Stehen bleiben und auf den Hund durch Austrahlung und drohender Haltung des Stockes den Hund in die Reizlage versetzen, welche ihn druckvoll verbellen läßt.
Das funktioniert, wenn es richtig und dosiert gemacht wird super klasse.
Dieses aus dem Konflikt hervorgerufene Verbellen wird bestätigt.

Dann wieder im Beutebereich arbeiten. Also im wieder wechsel zwischen Beute und Konflikt bei RUHIG STEHENDEM HELFER!! sehr wichtig.

Hat ies dein Hund verstanden, kann man ihn an das Vertseck lassen, da er jetzt weiß, dass ich den ruhig stehenden Helfer tüchtig verbellen muß.

Viel Erfolg
Freddy
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#7
Zitat:Zitat von ClaudiaPh.
ich dachte so eher an die Naturgesetze,... wo die Beute flieht und der Hund alles daran setzen muß, um sein Zeil zu erreichte, und ihn lernen lassen welches Verhalten ihn dahin bringt,.... in in diesem Alter sehr überlegt trainiert, ist die Vorstufe für die spätere Beutefrustration bzw. Beuteaggresion

So arbeiten wir auch ... treiben des Helfers seitens des Hundes während des Verbellens ... Konflikt herbeiführen durch Stehenbleiben des Helfers und leichte Reizlage durch Körperhaltung, Blick o.ä. (Hund sollte weiter verbellen) ... Beutearbeit durch dann plötzliche Flucht des Helfers (rückwärts) und somit erhöhtes Beuterverhalten des Hundes (gleichzeitig auch Bestätigung für das Meisterns des Konfliktes) ... den Hund im Verbellen wieder an den Helfer ranführen (der Hund muss unbedingt wollen) ... und am Helfer wieder treiben des Helfers

Versteck erst wesendtlich später

Gruss Olaf
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#8
@ Olaf
Wenn der Helfer Bwegung macht, also Beutereize auf den Hund ausübt, sollte der Hund eher ruhig sein und in der Beute tatsächlich stehen. (Wenn der Hund in der Beute steht, dann bellt er nicht)
Der Hund sollte erst dann Bellen, wenn der Helfer steht und droht (Körperhaltung usw.) Denn dann lernt der Hund ja auch das druckvolle Verbellen des RUHIG STEHENDEN HELFRES! (analog des Helfers im Versteck, so wie die Übung fertig ausgebildet ist)
Beim Schutzdienst gibt es ja auch nur den Helfer der Beute macht also in Bewegung ist. Wenn der Helfer steht, sollte der Hund der Aktive sein.
(Bellen im Versteck , und oder Bewachungsphase auf dem Platz)

Hat der Hund das verstanden, dann ´macht der Hund vor dem Helfer Gas ohne Ende.

Gruß
Freddy
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#9
@hauckal
da habe ich mich dann wohl falsch ausgedrückt ... wenn der Helfer seine kurze Flucht oder einige schnelle Schritte Rückwärts ansetzt soll der Hund schon ruhig in der Beute stehen ... sobald der Helfer stehen bleibt sollte der Hund sich selbständig wieder anstellten und wird so wieder an den Helfer rangeführt ... das Treiben des Helfers (ganz ganz langsame Schritte zurück) ist für mich keine klassische Beutesituation und dient dazu dem Hund zu vermitteln, dass er die Situation dominiert und bestimmt

Gruss Olaf
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#10
Alles klar Olaf,
jetzt verstehe ich was du meinst und kann dem auch zustimmen.
Ich meine so sollte das Problem, was ja eigentlich keines ist schnell zu regeln sein.

beste Grüße Freddy
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