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Fährten ohne Futter
#41
Zum "Sekundenbereich": Ich erinnere mich an eine Schweizer Studie, die ich Anfang der 80er Jahre gelesen habe, die behauptete, dass die Hundenase die Zeitdifferenz sicher unterscheiden könne, die ein Mensch brauche, um 4 Meter zurückzulegen, so dass diese Zeitdifferenz gewissermaßen die kleinste Vergleichseinheit bilde, mit der der Hund z. B. die Fährtenrichtung bestimme: die Sekunde auf der Hundenasenuhr sozusagen. Ich wäre da allerdings eher skeptisch. Vor allem, wenn es nicht um Trittsiegelsucher geht, wenn also nicht primär die Sukzession von Verfallsprozessen nach Bodenverletzungen eine Rolle spielt, sondern z. B. vom Wind ungleichmäßig und ungleichzeitig in umgebende Vegetation verwirbelte Hautschuppen, wie sie für den Trailer von Belang sind.
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#42
Colonia,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27028-F%C3%A4hrten-ohne-Futter/?postID=190040#post190040 schrieb:b) gibt es Fachliteratur zur Unterscheidungsfähigkeit von Fährtenhunden im Sekundenbereich ? Wäre mal interessant ! Mir ist lediglich eien ungefähre Grenz von 5 Minuten bekannt.
die Fähigkeit, die Bewegrichtung der Spur (Trittsiegel) festzustellen ist bei entsprechendem Training innerhalb 2m möglich. Teils auch noch kürzer. Das liegt an der Trainingsintensität.
Trainieren wir bei unseren Fährtenhunden.
Untrainiert läuft ein Hund auch die Spur rückwärts Rolleyes
Bye Uwe
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#43
Derartige Tests bzgl Identifizierung der Fährtenrichtung hatte auch Most schon veröffentlicht. Meine mich auch erinnern zu können, dass die Hunde es innerhalb von Sek differenzieren konnten. Allerdings getestet mit Diensthunden, wo ich nach heutiger Sichtweise davon ausgehe dass es keine reinen Fährtenhunde waren, sondern eher "Kombi- Fährten- Spürhunde". War auch damals ( wie heute) egal wie der Hund sucht, Hauptsache er kommt zum Erfolg.
Ich habe nach damaligen Lesen mit meiner damaligen Fährtengruppe testweise die Identifikation der Fährtenrichtung ausprobiert. Dh Fährte gelegt und die Hunde absolut neutral quer auf 90 Grad angesetzt. , HF kannten nicht die Richtung. Die Hunde waren bereits sehr gut ausgebildete FH Hunde und einige in guter Ausbildung stehende jüngere Hunde ( Fokus FH).
Wir haben es über mehrere Termine je Hund mehrfach wiederholt. Somit noch nicht statistisch auswertbar, aber aussagekräftiger als der reine Zufall.
Ergebnis: es gab FH Hunde die absolut fehlerfrei die Richtung erkannten und das im Prinzip " auf der Stelle drehend, also mit einem Radius von ca 1-2 m bevor sie sicher die richtige Richtung absuchten. Es gab andere FH Hunde die das nicht fehlerfrei zeigten, da wirkte das Ergebnis zufallsbehaftet. Trotzdem waren das erfolgreiche FH Hunde! Und es gab damals einen im Aufbau befindlichen FH Hund mit gut 10 Monaten der auch absolut fehlerfrei entschied. War beeindruckend.
Für mich damals die Erkenntnis dass hier wohl auch eine gehörige Portion Talent vorhanden sein muss.... nur wofür? Differenzierung, Sorgfalt oder nur für " Ruhe " bzw " Sorgfalt" ?.
Wir werden nie genau wissen was die Hunde wirklich leisten können, wenn sie motiviert sind. Wir können sie nur beobachten, austesten und interpretieren.....
Vg Anja
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#44
Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27028-F%C3%A4hrten-ohne-Futter/?postID=190035#post190035 schrieb:da lehnst Du Dich aber etwas weit aus dem Fenster.
...weswegen...?

Ich kann Dir einen HF nennen, bei dem kannst Du gleich mehrere längere Videos ansehen, wo seine Hunde auf Asphalt und Pflastersteinen suchen. Suchen, nicht stöbern.
Beim gleichen HF kann man Videos sehen von mehrere Tage alten Fährten. Auch da suchen sie und machen nicht etwa Mantrailing.

Wildlebende Caniden treffen auf Wildfährten und verfolgen diese regelmäßig nur wenige Meter in die falsche Richtung, bis sie ihren Irrtum bemerken.

Ich habe selbst schon einige überregionale Prüfungen gesehen, wo die Hunde auf eigentlich sehr einfachem Gelände in Abt. A einbrachen, nachdem es Dauerregen auf der Fährte gab. Ich rede hier nicht von Nieselregen!

Wo lehne ich mich da weit aus irgendeinem Fenster?

Es ging ursprünglich darum, dass es in Abt. A so leicht wie sonst nirgends ist, 100 Punkte zu bekommen, und das liegt IMHO daran, dass unsere PO das Leistungsvermögen der Hunde noch lange nicht ausgereizt hat. Ein guter Ausbilder erreicht dann halt auch öfter mal die 100.
Dass es dennoch Hunde gibt - auch überregional - die in der Fährte einbrechen, wenn keine optimalen Bedingungen herrschen, liegt sicherlich häufig an schlicht mangelhafter Ausbildung. Meiner Meinung nach jedenfalls.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#45
Bettina Balters,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27028-F%C3%A4hrten-ohne-Futter/?postID=190047#post190047 schrieb:...weswegen...?

Ich kann Dir einen HF nennen, bei dem kannst Du gleich mehrere längere Videos ansehen, wo seine Hunde auf Asphalt und Pflastersteinen suchen. Suchen, nicht stöbern.
Beim gleichen HF kann man Videos sehen von mehrere Tage alten Fährten. Auch da suchen sie und machen nicht etwa Mantrailing.
weswegen?
da schau Dir doch noch einmal meine Bemerkung auf Deine Aussage hin an.

Ich finde halt die Aussage sehr gewagt, dass "gute" Fährtenhunde auch tage alte Fährten auf Sand, Asphalt pp suchen.
Meine Erfahrung ist da etwas anders.

Aber ich darf doch eine andere Ansicht dazu haben oder?

Ich spreche da ja nicht von Theorie, sondern tatsächlichen Erfahrungen.
Ich glaube das, was ich selber sehe.
Wenn Deine tatsächlichen Erfahrung etwas anderes sagen, ok.
Bye Uwe
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#46
Nicht jeder Durchfaller auf einer überregionalen Veranstaltung heisst, dass die Hunde schlecht ausgebildet bzw nicht ausreichend variabel trainiert wurden.
Dazu gehören auch am Tag X doch mehr, der gute Gesundheitszustand, Nervenverfassung, Kondition, Wetter u.ä.. Und manchmal passiert auch schlicht ein Trainingsfehler, selbst einem erfahrenen HF.
Ich kenne wirklich viele sehr erfolgreiche , sehr gut trainierte Hunde , die ich auch im Training erlebt habe und einfach nur wowh sage. Trotzdem hat fast jeder wenige Durchfaller in der LU. Oft kann man als HF sich das danach erklären, manchmal aber auch nicht. DAS ist Fährtenhundesport.
Und ich rede nicht von Hunden die nur easy Qualis laufen oder jede zweite Fährte durchfallen, und die es dann auch in der Meisterschaft waffelt. Und auch so manchen Fährtenfavoriten schmeisst es mal...

Mir sind solche Aussagen zu pauschal, dass es immer am leichten Training liegt, bei vielen weiss ich persönlich dass es so nicht ist.

Auch viele LR haben selber gar nicht die Erfahrung zu solchen Aussagen, sieht man doch genauso auch an Kommentaren in B oder C, die auch oft seltsam anmuten. Auf das Urteil bzw Stellungname einiger weniger LR zähle ich, aber viele kennen FH nur vom Zuschauen und im Weg rumstehen.

Leider ist die Fährte mit ihren Bedingungen nicht immer 100prozenzig vorherzusehen, andererseits ist das genau das spannende und herausfordernde. Und entgegen vieler Vorurteile gibt es auch Gebrauchshundesportler die gerne, viel und gut fährten.
Vg Anja
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#47
Uwe, für mich hörtest Du Dich so an, als ob Du das insgesamt bezweifelst. Tatest Du nicht, ist jetzt klar.

Und zudem liegt noch ein Missverständnis vor, wie Du das "gute" interpretierst.

Nicht jeder "gute Fährtenhund" kann das Beschriebene, und muss es auch nicht können. Es waren lediglich Beispiele ohne Anspruch auf Verallgemeinerung. Und das hat für mich nichts mit Ansichten zu tun, die darf jeder haben, es waren nur Beispiele, was gehen KANN - In Bezug darauf, dass für mich (hier sind wie wirder bei Ansichten) das Können der Hunde beim Fährten noch lange nicht ausgereizt ist.
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#48
Anja, wir reden aneinander vorbei. Du sprichst von FH, ich von IGP Fährten.

Ich bleibe dabei. Eine ähnliche Durchfallquote in B oder C wird es nie geben, und das liegt sicher nicht daran, dass die Hunde und HF in B und C plötzlich wieder gute Nerven haben, gut beieinander sind, (wieder) gesund sind, das Wetter immer passt und die Kondition plötzlich auch wieder stimmt.

Schau Dich doch nur mal um, wie viele Trainingskilometer der ehrgeizige HF in B und C zu stecken bereit ist, und wie viele in A. Oder wie viele Seminare für B und C es gibt im Vergleich zu A-Seminaren. Das spiegelt Angebot und Nachfrage wieder und Abt. A schneidet sicher nicht deswegen viel schlechter ab, weil die HF der Meinung sind, in A gäbe es nichts mehr zu verbessern...
Gruß Bettina

"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
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#49
Ne Bettina, ich bleibe dabei. Zudem rede ich nicht von FH.
Man tut viele IPOlern unrecht wenn man behauptet sie würden hier in A im Fleiss und Umfang abfallen. Da gibt es viele die stehen einem FHler in nichts nach.
Gerade im Fährten passiert aufgrund der Verfügbarkeit nicht viel auf Seminaren sondern privat bzw direkt. Da darfst du Aktivitäten nicht mit B oder C vergleichen, wo man Dutzende Teilnehmer besser koordiniieren kann.
Auch hier in der IPO werden hunderte von km gefahren zum Training , vertue Dich da nicht.
Zudem reden wir von wenigen 100 FHlern in D, aber im Umkehrschluss von 10 bis 100x so vielen Gebrauchshundlern.
Natürlich gibt es welche die Fährten nicht mögen, aber die Frage ist ob es sich dann in Ausbildungsqualität und - frequenz merken lässt. Und das ist nicht automatisch der Fall. Wer erfolgreich sein will kann sich ein Schludern in der Fährte nicht erlauben, denn nirgends kann man hohe Punkte so gut aufbauen wie in A. Was sind 95 Punkte auf der Fährte, und wieviel schwerer sind sie in B oder C.
Vg Anja
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