Beiträge: 678
Themen: 3
Registriert seit: Sep 2006
Hallo,
nach meinem Eindruck kämpft der Hund an zwei Fronten... vorne und hinten.... und das auch noch halbherzig.
Da schließe ich mich meinen Vorschreibern an, da gibt es irgendeinen Konflikt nach hinten und dieses starre Begrenzen des Hundes nach vorne/Seiten/hinten trägt auch nicht dazu bei, dass der Hund frei im Kopf wird.
Dazu kommt noch, dass die Bestätigung nicht unmittelbar in der Box erfolgt, sondern erst ein Zwischenschritt passiert, wo der Hund dann erst an der Leine ackern muss um beißen zu können. Ob er damit verknüpft, dass er für das Verbellen bestätigt wurde, wage ich zu bezweifeln... da liegen 3-4 Sekunden zwischen, eigentlich viel zu lang um ein Verhalten zu bestärken.
Wenn ihr im Versteck nicht beißen lassen wollt (was ich verstehen kann, mache ich auch nicht), dann versucht aber wenigstens, den Drang zum Helfer und das gewünschte Verhalten "auf den Punkt" zu bestätigen.
Also entweder die Beute rauswerfen oder zuwerfen (das geht auch, wenn der Hund in der Box ist), Helfer durch das Bellen "an die Box drücken" lassen... also Helfer geht mit jedem Beller ein Stück dichter und lässt dann in der Box beißen, oder den Helfer durchs Bellen aus dem Versteck drücken lassen und außerhalb des Versteckes beißen (geht dann nur ohne Box).
Viele Grüße
Sören
Beiträge: 1.829
Themen: 66
Registriert seit: Sep 2006
Genau Sören, so war es gemeint,... :thumbsup: , wie gesagt, ich sehe heute auf Grund des (mir bekannten Halbwissen über Konditionierung 8) ) auch kein Problem mehr, den Hund am Versteck beißen zu lassen.
, ...das Rauswerfen, Ball verbellen oder Kiste und so weiter, ist ja eher aus der "Not" entstanden, das Hunde am Versteck belästigen, springen, unsauber oder aus der Sicht vom Menschen her gesehen, auf der falschen Seite, zu dicht oder schräg bellen, puh Luxsusprobleme, die aber Punkte kosten.
Deshalb ist man als Mensch immer geneigt, gegenzuwirken.... besser wäre es dem Hund so zu auszubilden, das man nicht gegenwirken sondern ZUSAMMEN wirken kann, das macht eine schwachen Hundeführer oder Hund schlicht und ergreifend stärker, wenn man Timing, Verknüpfungen beachtet und dann noch dem Hund das Gefühl gibt, er hat es erfunden, supergeile Sache!
Beiträge: 251
Themen: 14
Registriert seit: Jun 2011
Hallo,
also am Stachel kann es nicht liegen, das haben wir im Schutzdienst noch nicht dran. An der Kiste eigentlich auch
nicht, macht er ohne auch. Wir haben den Hund bewußt noch nicht "aufgemacht" im Trieb weil die Hundeführerin
eine absolute Anfängerin ist und ich die Befürchtung hatte daß sie ihn dann nicht mehr gehändelt bekommt und er außerdem dafür
das richtige Alter meiner Meinung nach noch nicht hat. Wir wollen ihm gerne die Grundlagen auf eher niedrigem Triebniveau
vermitteln. Mit der Kiste habe ich vorher nie gearbeitet, habe aber alles so aufgebaut wie unser "Kistenfachmann" es auch macht.
Bei den anderen Hunden wirft der Helfer immer ein Wurfkissen zur Bestätigung, warum bei diesem nicht frag ich nach, hat aber mit dem Kopfdrehen denke ich nichts zu tun.
Als wir gefilmt haben hatte der Hund eine Woche nichts gemacht, da hat er das extremer gezeigt, heute war es deutlich besser. Es macht den Anschein je aufgedrehter er ist desto öfter dreht er zur Seite und in loser Geschirrleine passiert es eher als in strammer.
So weit daß er die Kiste als Grenze akzeptiert sind wir noch nicht, er muß noch reingebracht werden und sobald er drin ist kann ich locker lassen. Der Plan ist das er bestätigt wird wenn er in der Box selbstständig bellt, ohne das er ständig vom Helfer zum Bellen aufgefordert wird, da probiert er natürlich schon mal rum wenn es nach drei vier Bellern noch nichts gibt. Das Rumgucken macht er aber nur wenn er bellt, nicht um damit beim Helfer was zu erreichen, deswegen haben wir es bisher ignoriert, nicht das er nachher meint immer wenn er weg guckt tut sich was.
Es wirkt wie eine Übersprungshandlung wenn er aufgeregt ist, hab ich aber so noch nie
gesehen, zumal er ja noch gar nicht korrigiert worden ist für Anstoßen oder ähnliches, Aus am Helfer kennt er noch nicht, gar nichts
wo es zu Zwängen kommen kann, so weit sind wir noch nicht.
Vielen Dank schon mal für die ganzen Antworten, muß ich alles nochmal in Ruhe lesen, ist jetzt schon spät...
feuerteufel
Beiträge: 256
Themen: 12
Registriert seit: Feb 2007
Hallo,
ich bin da ganz bei dem was Sören meint.
Der junge Hund scheint mir nicht den Trieb zu haben um die Auseinandersetzung mit
dem Helfer zu wollen. Er will vermutlich nur zu seiner Bestätigung kommen.
Der Hund muss zu viel kämpfen um in die Box zu gelangen, dort endlich angekommen
hat sich schon ein gewisser Frust angestaut der dann noch durch die zwei Leinen die ihn
von hinten halten (einengen) vergrößert wird. Da hat sich wohl mit dem Kopf drehen ein Kanal
aufgetan über den der Frust abgeleitet wird.
Ich würde ihn etwas freier arbeiten lassen und nur im Falle das er über die Box raus will
mit der Leine korrigieren.
Viele Grüße
Ingo
Beiträge: 1.829
Themen: 66
Registriert seit: Sep 2006
Hi Feuerteufel,
ja lass die Antworten noch mal genau in Ruhe durchgehen,..!
Es ist wirklich nicht persönlich gemeint, ich will dir nur helfen zu verstehen, warum de Hund nicht lernen kann denn deine Antwort ist, nur irgendwie so lalala.
Deine Anmerkungen "daran kann es nicht liegen..., das haben wir deshalb gemacht, weil..., warum macht der Helfer es da anders, verstehe ich auch nicht....habe es gemacht wie unser Kistenfachmann....der Hund akzeptiert das noch nicht, dies und das nicht....
Also das sind doch große Wenn und oder Aber, und Fragezeichen bei den Menschen , die den Hund trainieren!..., gehe deine PIN mal durch und beantworte jedes deiner Fragezeichen, und sprich doch mit Helfer und Kistenfachmann, warum das anders ist als sonst, sobald ich was nicht verstehe, was mit meinem Hund passiert, mache ich einen Break, und frage und rede im Team darüber!!
Das Argument das der Hundeführer ein Anfänger ist, verstehe ich, genau das habe ich bei meinem ersten Rüden, der Endstockmaß 69cm hatte, auch gesagt, ich habe mich dagegen gewehrt, den Hund sinnfrei im Trieb hochzufahren, und habe damals immer aus der Ruhe her raus, erst ein Kommando und dann eine Aktion folgen lassen, um die Angst des Kontrollverlustes zu minimieren.
ABER ich habe damals schon versucht, erst her raus zu finden, was will der Hund, wofür steigert er seine Intensität, wofür "geht" er über "heiße Kohlen", damit ich einen "GEGENSPIELER" zu meiner Kontrolle und Manipulation habe, denn keiner geht auf die Arbeit, ohne die Hoffnung, am Ende Geld dafür zu bekommen.
Der Hund, die Kiste nicht akzeptieren, der Hund MUSS sie wollen, es ist seine Idee, denn das bringt Ihn das "Geld".
Begrenzung durch Leinen muß jeder Hund tolerieren, wenn er denn weiß, wie er mit der Begrenzung umgehen kann.
Wie gesagt, erst wenn Ihr Menschen einen roten Faden in einem Training Element habt, und alle Menschen sich darüber klar sind, was trainiert werden soll und wofür eine Bestätigung erfolgen soll, und wisst welches Trieblevel der Hund benötigt um Begrenzungen zu tolerieren und trotzdem sein Ziel( das Ziel muß der Hund notürlich kennen  ) verfolgt, dann kann der junge Mann endlich lernen. Denn ich vermute er hat keine Verhaltensauffälligkeiten oder einen Tick, oder?!? was sagt die Hundehalterin zu seinem Verhalten im allgemeinen?
tschü
Beiträge: 243
Themen: 18
Registriert seit: Dec 2015
Ein ganz anderer Gedanke:
Auf dem Video ist zu sehen dass der Hund vor der Bestätigung am Geschirr rückwärts aus der Box gezogen wird.
Die Abfolge die zu sehen/hören ist: Bellen -> Bestätigungslaut "JA" -> unmittelbares rausziehen -> Anbiss
Eventuell wartet er einfach nur darauf dass er raus gezogen wird um dann "endlich" an seine Beute zu kommen.
Er könnte die Verknüpfung haben, raus ziehen (bzw. gezogen werden) gibt Beute, statt bellen gibt Beute, und versucht
mit seinem "umschauen" das raus gezogen werden auszulösen.
Wenn es keine andere Ablenkung und keine Einwirkung gab, die das wegsehen ausgelöst haben können, dann wäre das
vielleicht eine Möglichkeit.
Müsste ich das "bearbeiten" würde ich den Hund nur noch in der Box bestätigen und das auch nur wenn vorher 2-3 Sekunden kein Zug auf Geschirr oder Halsband war. Damit wäre dann auch die letzte Möglichkeit der Ablenkung eliminiert.
Außerdem würde ich es, wenn überhaupt, nur AM Versteck aber nicht IM Versteck machen.
Probleme im Versteck bearbeiten die nicht im Versteck bearbeitet werden müssen mag ich nicht.
Gruß
Tobi
Regeln sind nun mal Regeln! Verbote sind Verbote!
IMMER - ÜBERALL - UNABDINGBAR - AUSNAHMSLOS
Außer beim Strom . . . <X
Beiträge: 1.829
Themen: 66
Registriert seit: Sep 2006
:daumenhoch: auch das Tobi, ist kein andere Gedanke, sondern genau in die Richtung..
Beiträge: 251
Themen: 14
Registriert seit: Jun 2011
Ich denke wir werden etwas den Trieb höher fahren, ohne Box, parallel dazu die Box nochmal verstärkt attrktiv
machen in der UO damit er da mehr Drang hat da rein zu gehen und dann erst wieder die Box im SD einbauen wenn
er sich stabilisiert hat. Mal schauen.
feuerteufel
Beiträge: 516
Themen: 5
Registriert seit: Oct 2006
Die Hundeführerin kann stressfrei ein ( rein technisches) Verbellen in der Box schon vorarbeiten , ausserhalb der Box gibts halt nix, ein Beller in der Box und es gibt die Bestätigung, dann zwei und drei Beller....wenn der Helfer dabei ist, würde ich direkt auch beim jungen Hund eine bestimmte Einstellung fördern, ist ja schwierig für ihn, sich eher langweilig und triebarm sich mit dem "Typ" auseinanderzusetzen und später sollen dann da Aggressioen rein.
Technik und Einstellung direkt zusammenzupacken, gibt halt schnell bissl durcheinander, von daher würde ich das erst später zusammenpacken..
Beiträge: 678
Themen: 3
Registriert seit: Sep 2006
Feuerteufel,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26266-Hund-dreht-beim-Verbellen-den-Kopf-nach-rechts/?postID=181743#post181743 schrieb:Es wirkt wie eine Übersprungshandlung wenn er aufgeregt ist, hab ich aber so noch nie
gesehen, zumal er ja noch gar nicht korrigiert worden ist für Anstoßen oder ähnliches, Aus am Helfer kennt er noch nicht, gar nichts
wo es zu Zwängen kommen kann, so weit sind wir noch nicht.
Vielen Dank schon mal für die ganzen Antworten, muß ich alles nochmal in Ruhe lesen, ist jetzt schon spät...
feuerteufel
Hallo,
komprimiert und pragmatisch auf den Punkt gebracht, kann das Verhalten folgende Ursachen haben:
- Zu wenig Drang nach vorne
- Konflikt oder Unsicherheit von hinten
- Er weiß nicht was er machen soll (keine Stabilisierung im Verhalten)
- Falsches Timing in der Bestätigung
- Eine Kombination von allen oder mehreren der o. g. Punkte
Viel mehr Möglichkeiten fallen mir nicht ein. Such Dir aus, was für Dich passt.
Viele Grüße
Sören
|