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Superlernen: Fixe Idee oder Allheilmittel
Reisender,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171380#post171380 schrieb:ich für mich bin zurück zu "Funktion vor Ausstrahlung".

Wo siehst du im Knabl Video einen Mangel an Funktion wegen der Ausstrahlung?

Ich sehe, dass der Hund sehr gut funktioniert bei sehr guter Ausstrahlung.

Die Lernforschung hat sehr früh erkannt, dass ein starkes Leistungsergebnis mit einem starken Wohlgefühl korreliert, was wiederum sich in der Ausstrahlung zeigt. Andersrum: Hund fühlt sich schlecht im Training und bringt dann auch schlechte Leistung, d.h. er funktioniert nicht so, wie er sollte.

Dieses Wohlgefühl und Selbstvertrauen basiert neben den korrekt aufgebauten Trainingsschritten auch auf dem geschickt genutztem Superlernen. Ist die Beziehung gestört, die Lernhaltung eher reaktiv, der Stolz gebrochen, sind die Angeberkräfte entmutigt, das Meuteverhalten geschwächt und ein aktives Versöhnungsverhalten nicht eingeübt, dann sinkt auch die Funktionskonstanz.

Der angebliche Widerspruch zwischen Arbeit und Freude setzt sich fort im angeblichen Widerspruch zwischen Funktion und Ausstrahlung.
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Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171653#post171653 schrieb:....superlernen gibt es gar nicht....

Wer hat diesen Begriff eigentlich "erfunden"?
Wieso ist das Geflecht aus u.a. "Meute-Versöhnungs-/Imponierverhalten" pp ein, nach Deinem Sprachgebrauch, Superlernen?
Bye Uwe
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Was ist denn mit den Sprüngen?
Wie Heinz schon schrieb, wenn mal genau geschaut wird dann wird es viele Dinge geben, die ein Hund von sich aus so nicht machen würde. Die Sprünge sind da sicherlich körperlich belastender als die Kopfhaltung.

Auch ich bin der Ansicht: Kirche .....
Bye Uwe
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deralex1979,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171397#post171397 schrieb:der Begriff Ausstrahlung heißt eigentlich bei jeder Rasse, der Hund tut es mit Freude. Da sind bestimmt auch einige Rassespezifische Aspekte, aber im Grunde bedeutet es in Harmonie und mit Freude mit dem HF arbeiten. Und das kann auch ein Schäferhund. Auch das hat Heuwinkl bewiesen. Und Raisers UO gefällt mir z.b. gar nicht, weil da alles an Ausstrahlung fehlt, aber das muss jeder so tun wie er es für richtig hält. Jetzt ist meine alte Hündin leider nur 10 Jahre alt geworden, aber eine Woche vorher hat die noch mit Freude und Begeisterung gearbeitet, und sogar technisch im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Und deshalb habe ich es auch nie verstanden, warum Harmonie neben Trieb und Technik in Koordination geändert wurde. Das hat doch auch etwas technisches. Find ich überflüssig.

Harmonie wäre eine Art Gleichklang, wo HF und Hund ein ästhetisches Ganzes ergeben.

Koordination ist in der Tat eher technisch, weil die Funktion ohne Äs­the­tik gedacht ist.

Schaut man sich das Video von Raiser an, so wird man den Verzicht auf Äs­the­tik sofort erkennen. Allein die Körpersprache des HF strahlt in ihrer Gebeugtheit und Gehetztheit mühsame Arbeit aus statt Souveränität. Der Hund kuscht, so dass man meint, er ist immer kurz davor Platz zu machen. Bei 1:10 Min ganz deutlich, dass sogar die Funktion vor lauter Pressing kurz zusammenbricht.

„Funktion vor Ausstrahlung“ hört sich für mich so an: Hauptsache er macht die Übung, wie es aussieht ist egal. Das Schlimme daran ist, dass es eigentlich heißen müsste: Hauptsache er ordnet sich unter, wie es ihm dabei geht, ist mir egal. Also echte klassische Unterordnung statt moderner Teamarbeit.

Das Ausspielen von Funktion gegen Ausstrahlung kommt vielen HF entgegen, denn es ist leichter, dem Hund Funktion zu vermitteln. So wird diesen HF ein sicherer Hafen geboten (mit der Möglichkeit dort sogar Weltmeister zu werden), der sie abschottet von den Ansprüchen moderner Ausbildung wie sie auf VDH und FCI Niveau verlangt wird. Gleichzeitig wird auf der Klaviatur der angeblichen Rasseunterschiede gespielt: die Malis als geborene Sportmarionetten und der DSH als funktionierender Gebrauchshund. (Die Behörden lachen sich schlapp.)

Superlernen dagegen ist ohne Harmonie gar nicht denkbar, dann es ist Schönheit, die von innen kommt. Selbstverständlich auch beim DSH!
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Uwe, vielleicht besser mal den ganzen Satz zitieren, aber trotzdem:

Was Superlernen ist, ist doch als übergreifendes Lernprinzip längst erklärt. Es unterscheidet sich vom Konditionieren im Labor, wo die Beziehung zum Menschen, der das Experiment leitet, keine Rolle spielt. Die Gläubigen des Konditionierens meinen ja, dass dann der Hund gar nicht mehr anders kann, weil er ja konditioniert ist. Die Freunde der Lernforschung wissen, dass ausserhalb des Labors, der Hund immer anders kann, weil es u.a. auch auf seine Erfahrungen mit dem Superlernen ankommt. Hat er gute Erfahrungen gemacht, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er das gewünschte Verhalten zeigt. Eine absolute Sicherheit gibt es aber nicht, denn konkurrierend zum Superlernen plus logisch kleinschrittigem Lernaufbau mit geeigneter Verstärkung gibt es Umstände, die stärker wirken. Deshalb ist ein UO-Weltmeisterhund durchaus nicht unbedingt ein Musterknabe im Alltag.
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Was ich überhaupt nicht verstehe ist dass jetzt plötzlich über die gesundheitlichen Auswirkungen gerade gestellter Hunde geredet wird.
Wir reden doch nicht von Theorie und Zukunft?
Es wurden doch schon in den letzten 15 Jahren solche Hunde geführt und die wurden gesund und sehr alt. Erinnert Euch doch mal an einen Klemm und eine Aika, mit die bekanntesten Hunde mit dieser Position.
Untersucht doch mal die jetzigen Rentner und beweist diese Behauptungen.
In meiner Firma heißt es immer "ZDF": Zahlen, Daten, Fakten..
vg Anja
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Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171660#post171660 schrieb:Was Superlernen ist, ist doch als übergreifendes Lernprinzip längst erklärt.

dies ist doch lediglich Deine Wahrnehmung.
Gibt mal Deinen Begriff in das kleine Fächlein von Google ein. Was erhälst Du dann?
In der Tat gehen die ursprünglichen Lerntheorien davon aus, dass lediglich best. Verhaltensweisen untersuchbar sind.
Allerdings ist immer das Labor von der Realität mehr oder weniger weit entfernt, wie Du ja auch bereits festgestellt hast. Dies gilt ebenso für das Beziehungslernen als etwas andere zusätzliche Form. Es spielen viel zu viele Faktoren mit hinein. Niemand kann den Hund fragen, ob er eine bestimmte Geste oder Mimik toll findet und entsprechend verwertet. Es ist immer nur eine Beobachtung und eine Zuordnung zu einem, vom Menschen positiv oder negativ bewertetem Verhalten. Nur weil ich evtl einen Hund anlächle heißt dies doch nicht automatisch, dass jeder Hund sich darüber freut.

Aber ehrlich gesagt ist mir diese Diskussion viel zu theoretisch und nicht unbedingt zielführend. Im wesentlichen werden diese Dinge ja bereits seit vielen Jahren angewandt. Ob nun bewusst oder nicht so bewusst.
Für mich sieht es so aus, dass Du Deinen erfundenen Begriff in irgendeiner Form unter die Leute bringen und dazu andere Menschen missbrauchen möchtest. Dazu stellst Du best. Personen zusätzlich noch negativ dar, um Deine Sichtweise als Wahrheit zu untermauern.

Auch wenn Deine Beiträge in vielen Dingen einen Unterhaltungswert haben und manches auch mein Interesse findet, empfinde ich das Personalisieren schäbig und für mich ist damit die Diskussion mit Dir beendet.
Bye Uwe
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Hallo Heinz,
da stimme ich Dir 100%ig zu: die FF von Quiche gefällt mir auch sehr gut. Wenn ich mir allerdings die FF von der LG FCI von X Hessenstein anschaue : das ist überhaupt nicht meins.
Wie schon mehrfach festgestellt wurde : es muss zum Typ Hund passen......
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25220-Superlernen-Fixe-Idee-oder-Allheilmittel/?postID=171663#post171663 schrieb:Niemand kann den Hund fragen, ob er eine bestimmte Geste oder Mimik toll findet und entsprechend verwertet.

Irrtum. Gerade das ist in verschiedenen Studien der Unis Cambridge, Wien und Leipzig bewiesen worden, dass Hunde menschliche Mimik unterscheiden können und eine freundliche Mimik bevorzugen und angenehm verwerten, denn dabei werden bestimmte Bindungshormone ausgeschüttet, die das Lernen fördern. Das gilt auch für einen freundlich hohen Tonfall.

Hunde können anders als Menschen nicht abstrakt denken, aber sie sind Meister des Denkens in sozialen Zusammenhängen (Superlernen). Deshalb kommunizieren Nutzer des gezielten Superlernens mit ihren Hunden in einer Art Baby-/Kleinkindsprache und setzen eine Mimik auf, als wenn sie wie die entzückte Oma in einen Kinderwagen schauen (große Augen, Lächeln), wenn sie ihn beim Lernen unterstützen wollen.

Für die Vertreter der alten Schule ist das natürlich nur peinlich und albern. Es gehört schon was dazu, sich als Nutzer des Superlernens diesem Spott auf dem Platz auszusetzen. Aber die Lernerfolge sprechen dann später für sich.
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„Deshalb kommunizieren Nutzer des gezielten Superlernens mit ihren Hunden in einer Art Baby-/Kleinkindsprache und setzen eine Mimik auf, als wenn sie wie die entzückte Oma in einen Kinderwagen schauen (große Augen, Lächeln), wenn sie ihn beim Lernen unterstützen wollen.“

Den Kopf dabei ganz leicht neigen. Hunde tun das auch, wegen der Verarbeitung in den unterschiedlichen Gehirnhälften. Nach rechts, wenn die Sachinfo eines HZ im Vordergrund steht (Verarbeitung in der linken Gehirnhälfte), nach links, wenn die Emotion im Vordergrund steht (Verarbeitung in der rechten Gehirnhälfte).
Ganz praktisch: wenn man das ruhige Halten des Holzes im Vorsitz im Training unterstützen will, dann legt man das Omagesicht auf und neigt seinen Kopf dabei leicht nach links. Das gibt dem Hund zusätzliche emotionale Sicherheit.
Viele denken, dass das Superlernen alles nur abstrakte Theorie ist. Dabei lassen sich viele Erkenntnisse ganz praktisch operationalisieren und im täglichen Training anwenden.
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