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Schräg / zu weit vorn beim Fußlaufen, vor allem beim Angehen
#1
Hallo zusammen

Ich bin neu hier und habe gleich eine Frage. Aufgrund unseres Problems bei der Fußübung habe ich googel angeschmissen und bin so über Umwege auf dieses Forum gestoßen. Hier gibt es in jedem Falle interessante Threads, die ich mir noch mal in Ruhe durchlesen werde. Ich möchte trotzdem schonmal meine Frage loswerden, wenn auch das hier sicher bereits in etwas anderer Form schon einmal - oder mehrmals - diskutiert wurde.

Vielleicht zunächst zu uns. Wir, das sind mein Border Collie-Mix-Mädchen von 4 Jahren, mein Retriever-Mädchen (Arbeitslinie) von 2 Jahren und ich, 23. Unser Hobby ist u.a. (vorrangig) Obedience. Ab nächster Woche wird noch ein knapp einjähriger Malinois aus dem Tierschutz zu uns gehören. Evtl. werde ich mir dann auch mal den VPG-Sport ansehen.

Nun zum Problem. Ich habe die Fußarbeit erst über korrekte Grundstellung und dann das Laufen aufgebaut, beide Hunde sind auf Blickkontakt konditioniert. Bei meiner Retriever-Hündin ging das immer super und ich bin sehr zufrieden mit unserer Fußarbeit. Mit meinem Border-Mix-Mädchen arbeite ich seit nunmehr mehreren Monaten ohne nennenswerte Erfolge an der Fußarbeit was uns beide frustet, wenn auch ich das natürlich nicht am Hund auslasse.

Sie prellt immer wieder nach vorne und geht auch so schräg, dass sie mich ansatzweise bedrängt. Das Problem verstärkt sich und entstand erst mit der Zeit. Über Fehlerwort geht sie sofort nach hinten, also korrigiert sich selbst. Auch in der GS muss ich oft erst das Fehlerwort nutzen bis sie sich selbst korrigiert und nach hinten geht.
Problem ist aber vor allem das Angehen, da sie sofort bereits beim ersten Schritt vorprellt und bedrängt - dann geht sie mit der Zeit wieder etwas nach hinten. Als wir nur die GS trainiert haben ohne das Laufen hatten wir das Problem noch nicht.

Ich gehe mit dem linken Bein an und bereits bevor ich den ersten Schritt "bendet" habe drängt mein Hund mich nach rechts! Bleibe ich nach dem einen Schritt wieder stehen, setzt sie sich, rutscht dann mit dem Hintern nach hinten in eine zumeist korrekte Fußposition, ggf. brauche ich aber noch das Fehlerwort damit sie noch weiter nach hinten geht.

Ich weiß dass ich sie einfach auf Achsel oder (Hand)Target umkonditionieren könnte und denke auch darüber nach das zu tun, wenn sie mit dem geraden korrekten Laufen über Blickkontakt nicht zurecht kommt - bzw. wir als Team. Da ich aber den Blickkontakt beim Fußgehen weitaus schöner finde als ein extrem im Nacken getragender Kopf würde ich nur ungern auf Achsel oder (Hand)Target umkonditionieren.
Beim Konditionieren auf Achsel habe ich auch so das gefühl, ich kann schlecht sehen auf was sich mein Hund konzentriert, oder? Vielleicht ist das auch wieder nur mein "Kontrollwahn". Wink

Daher meine Frage, ob ihr andere Möglichkeiten wisst, die zuverlässig das Vorprellen von vorn herein verhindern? :help:

Danke schonmal im Vorraus!
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#2
working squad,'index.php?page=Thread&postID=132936#post132936' schrieb:uch so das gefühl, ich kann schlecht sehen auf was sich mein Hund konzentriert, oder

so blöd wie das jetzt klingt, dann ist er richtig ... gibt zwei Lösungen, entweder mit Spiegel oder mit einem Trainingspartner trainieren, dem Du vertraust.
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#3
Hallo,
eine Frage vorweg: siehst du den Hund beim Laufen an oder schaust du geradeaus? Wenn du geradeaus schaust, wird der Hund ja geradezu dazu genötigt, vorzugehen - sonst kann er keinen Augenkontakt haben!

Oftmals hilft beim Vorprellen oder Aufmachen das stetige Rückwärtsgehen! Also immer wieder rückwärts gehen und nur 2-3 Schritte vorwärts.
Andere oder zusätzliche Möglichkeit: mit einer Reitgerte den Hund hinten leicht an die Beine tippen, bis er gerade ist. Das kommt jedoch darauf an, ob dein Hund das richtig verknüpft, also was er alles schon kennt und eine andere Reaktion zeigt.
Zudem schreibst du, der Hund korrigiert sich selbst. Das liest sich, als hätte der Hund den Ablauf so verinnerlicht, wie viele HF es falsch machen:
Beispiel Grundstellung: der Hund sitzt schräg, wird mit Hilfe, HZ korrigiert oder tut das von selbst - und wird dann bestätigt!!!!
Wofür wird er dann bestätigt?? Fürs Korrigieren, aber NICHT für das sofort korrekte Einnehmen der GS!!
Sitzt der Hund schräg, Abbruchsignal und neu machen. Also nicht die komplette Übung neu, sondenr nur das in Grundstellung kommen!

Sonst lernt dre Hund ja geradezu den falschen Ablauf: schräg sitzen, korrigieren, bestätigen! Ebenso beim Fußlaufen: nicht ständig mit HZ korrigieren, sondern zeigen, welche Position die gewünschte ist und nur dann nach einigen Schritten bestätigen.
Dazu brauchst du aber einen Spiegel oder eine gute Hilfsperson, die dir per Handzeichen angibt: Ja - jetzt ist gerade!
Damit du dich nur aufs Bestätigen konzentrieren kannst. Das ewige nach dem Hund gucken, lehrt dem Hund ja wieder Fehler.
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#4
Danke für die schnellen Antworten.

Doch, ich sehe meinen Hund an, also sie muss nicht schräg laufen um Blickkontakt zu halten.
Und, wenn der Hund sich selbst korrigiert bestätige ich nicht mehr, ich gebe das Fehlerwort und frage die Grundstellung neu ab. Dennoch ist es oft so dass sie sich erstmal falsch setzt und dann eben selbst schnell korrigiert - das bestätige ich dann NICHT. Sondern wie Du schon sagst nur das direkte Einnehmen der GS.

Rückwärtsgehen habe ich auch schon probiert, das führt auch leider zu nichts.

Das mit der Gerte ist aber interessant. Haben die, die das angewendet haben zunächst in einer "Trockenübung" dem Hund beigebracht auf den Druck einer Gerte nachzugeben oder direkt angewendet??
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#5
Hallo,

zunächst mal sollte die Gerte konditioniert werden, wenn der Hund nicht weiss, was sie bedeutet, kann es sein, dass er entweder gar nicht reagiert, meidet, weil als störend empfunden oder reinbeisst;-)... er muss also erstmal wissen, wozu, weshalb.

Grundsätzlich ist der echte Blickontakt schwierig, weil vor allem kleinere Hunde deshalb schon verleitet sind, zu weit nach vorne zu gehen, auch versuchen manche Hunde, über den Blickkontakt aufzulösen und vergessen über das aktivere Zeigen des Blickkontaktes ihre Position.

Geht ein kleinerer Hund an der absolut korrekten Position, sieht man ihn als HF selber tatsächlich kaum, da ist, wie Dürken sagt, ein Spiegel oder ein verlässlicher Trainingspartner notwendig.

Ich würde wohl trotzdem wieder zurückgehen zu den Grundstellungen bevor ich laufe und genau an diesem ersten Schritt arbeiten, der Hund muss lernen, sich bei der leichten Angehbewegung nach oben aufzurichten und nicht nach vorne rechts zu gehen.

Das erfordert einfach Dein Geschick, starke Spannung zu Dir auf den Hund und fast in Zeitlupe den Ansatz eines Schrittes, und den Hund in dem Moment, wo er nach oben arbeitet bestätigen...das heisst, man bestätigt im Schritt und nicht nach einem Schritt, wenn der Hund da schon zu schnell ist und zu weit vorne, Abbruch.

Öfter auch das rechte Bein nach vorne und das sitzenbleiben am linken bestätigen.

Wenn der Hund das Aufrichten da verstanden hat, ist das Laufen dann wieder recht zügig gemacht..

LG-Nadin
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#6
sorry, doppelter Post:-)
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#7
Okay, danke, das hat mir nun weiter geholfen. :thumbup:

So wie ich das beim ersten Überfliegen des Forum raus gemerkt habe, haben wohl die Meisten erst mit Futtertreiben und Spielzeug unterm Arm aufgebaut oder?

Gibt ja dann noch die Möglichkeit das über die Hand zu machen, wobei mir da halt die Haltung zu unnatürlich ist - Beispiel hier:
http://www.youtube.com/watch?feature=pla...R6bc3tDbE4
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#8
Hallo!



Das video zeigt eine trainingseinheit für englische obedience. Dort ist diese handhaltung verpflichtend. In der deutschen Obedience wird diese handhaltung wie in der IPO als Hilfe gewertet und entsprechend gezogen. Wenn du deutsche Obedience machen willst, empfiehlt sich dieser weg also nicht. Ansonsten so wie schon von Nadin beschrieben: rechter Fuß vor, Hund steht am linken Bein auf ohne vorzugehen, bestätigen. Ungefähr 7000 mal, dann wieder mit dem ersten Schritt anfangen!! Wie alles in der Hundeausbildung eine Geduldsprobe.

Gruß

Barbara
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#9
Ja, weiß ich. Tongue
Aber bevor uns das alles keinen Spaß mehr macht weil wir das nicht hinkriegen mach ich es lieber so wie "die Engländer", krieg Punkte gezogen, aber es ist das was meinem Hund liegt und folglich uns beiden Spaß macht. 8)

Vielleicht probier ich es doch mal mit Spiezeug unter Arm.
Und dann schöön wieder vor vorn anfangen. Tongue Dass ich das rechte Bein bewege und das linke bleibt stehen und Hundi soll die Position halten, haben wir oft geübt und das kann sie, aber dann fang ich nach der GS nochmal an beim ersten Schritt zu clicken wenn sie sich nach oben ausrichtet.
Das "nach oben Ausrichten" statt nach rechts ist genau der springende Punkt bei uns, also das was sie noch nicht kann. Das erreichte ich ja nun eigentlich nur durch Spiele unterm linken Arm, oder??
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#10
Hallo!
Ich selbst hatte auch das problem mit dem schräggehen. War im Januar auf nem Seminar bei Scherk/Knabl und habe dort diese Magnetbälle kennen gelernt. Die machste am besten hinten an die Jacke, wo der hund sie nicht sehen kann, der Hund sitzt in Gst, soll dich angucken und auf ein Freigabekommande darf er sich den Ball selbst nehmen. Und so baust du das dann auch im Laufen auf. Wenn die Bestätigung hinten ist und der Hund Blickkontakt halten soll bis er die Freigabe kriegt hat er keinen Grund mehr nach vorne vorzudrängen, sein Ziel ist ja hinten. Und man hat auch nicht umbedingt dieses nach oben gucken, bzw. ein arbeiten mit blick auf den Ball, wie wenn man ihn unter den Arm klemmen würde (was ich persöhnlich nicht so vorteilhaft finde).

Bei mir ist es dadurch deutlich besser geworden :-)

Hier zB die Bälle (kann man aber mit ein wenig Geschick selbst basteln, nur damit du weißt wie ich das meine): http://www.top-matic.com/
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