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Nasenschleimhaut durch Spritzmittel geschädigt
#1
Hallo zusammen,

unser Rüde hat sich beim Suchen wohl die Nasenschleimhaut gereizt oder verätzt ...

Situation: vor ca. 1 Woche Fährte in Stoppelacker gelegt, Hund (der eigentlich für seinen Ausbildungsstand sicher arbeitet, steht kurz vor der Prüfung) vergewissert sich beim Absuchen ab dem Ansatz ständig, der Winkel wird überlaufen. Hilfe seitens des Hundeführers bringt nichts, Fährte wurde abgebrochen.

Durch Zufall haben wir den Bauern getroffen, der uns erzählt hat, er habe den Acker am Vorabend mit Unkrautvernichter gespritzt.

Seit dem Vorfall niest der Rüde häufiger (auch "Rückwärtsniesen") und "schniefelt". Lt. Tierarzt keine Erkältung (Lympfknoten etc. normal, kein Hustenreflex) auf das Thema "Spritzmittel" ist er nicht näher eingegangen, es gab lediglich Zylexis für das Immunsystem...

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit diesem Thema? Kann man medizinisch gesehen überhaupt etwas machen?
Wie sieht es fährtentechnisch aus? Momentan ist die Suchleistung eher sehr bescheiden.

Für Tips & Erfahrungen wäre ich sehr dankbar, ggf. auch per PN

Gruss
Ivonne

P.S. falls das Thema eher den Bereich "Ausbildung" betrifft: bitte verschieben - danke
Für die Welt bist Du irgendjemand, aber für irgendjemanden bist Du die Welt (Erich Fried)
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#2
Hallo,
ich hatte mal was vergleichbares mi einer gekalkten Wiese, meine Hündin ist drauf rumgelaufen, hab das weisse Puder zu spät gesehen. Wir habe sie dann einfach in Ruhe gelassen, die Schleimhäute mussten sich selbst regenerieren, hat glaube ich zwei-drei
Wochen gedauert genau weiß ich es leider nicht mehr ist schon bald 10 Jahre her. Seitdem bin ich extrem vorsichtig wenn
ein Feld komisch riecht oder aussieht. Eine andere Hündin hat von vornherein die Suche auf gespritzten Feldern verweigert, habe
ich auch nur durch Zufall rausbekommen.
Wenn es mein Hund wäre würde ich ihn mindestens zwei Wochen gar nicht Fährten lassen damit sich nichts einschleicht in die
Arbeit. Schleimhäute sind ja recht regenerationsfreudig, vllt fängt er dann da wieder an wo er vor dieser Fährte war ...
feuerteufel
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#3
Hallo feuerteufel,
danke für deine schnelle Antwort. Das macht Hoffnung: ein paar Wochen zur Regeneration wäre ja kein Drama (und der nächste Prüfungstermin kommt). Wichtig ist nur, dass sich sein "Näsle" regeneriert.

Hinsichtlich Geruch: ich dachte auch bisher, dass man behandelte Äcker selber riecht. Wurde jetzt eines Besseren belehrt...

Gruss,
Ivonne
Für die Welt bist Du irgendjemand, aber für irgendjemanden bist Du die Welt (Erich Fried)
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#4
Ich hatte das "Vergnügen" schon auf mehreren Prüfungen.
Macht einfach mal 10 Tage Arbeitspause. So das ich alles gut regenerieren kann. Auch kein B und C in der Zeit.
Dann müsste alles ausgeheilt sein.
So eine Nasenschleimhautreizung tut dem Hund bei jedem Atemzug etwas weh.....
LG Silke
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


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#5
Danke für die Info's! Nun weiß ich, warum mein Rüde niest und vor allem wie oreintierungslos auf der Wiese herumläuft.
Ich habe extra geschaut, ob ich Düngemittel ect. sehe, doch da 'Nichts' zu sehen war, legte ich die Fährte.
Auch konnte ich nichts riechen. Das ist wirklich tükisch.
Noch zwei zusätzliche Fragen, da ich dies in dieser Form noch nie erlebte.
Kann es sein, dass dadurch auch Pfoten rissig werden?
Die Mundschleimhaut gerötet wird?

MfG,
Kimmy
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#6
Ja kann.
Hatte mein letzter auch. Bei ihm gabs sogar am Anfang mehrfach Nasenbluten.
Und zusätzlich geschwollene Schleimhäute, da musste der TA Medis gegen spritzen.
Die Ballen waren leicht rissig geworden. Ist aber wieder alles normal mittlerweile.
Das kostbarste Vermächtnis eines Hundes, ist die Spur, die seine Liebe in unserem Herzen zurückgelassen hat.


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#7
Feuerteufel,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26092-Nasenschleimhaut-durch-Spritzmittel-geschädigt/?postID=180407#post180407 schrieb:..........Wenn es mein Hund wäre würde ich ihn mindestens zwei Wochen gar nicht Fährten lassen damit sich nichts einschleicht in die
Arbeit. Schleimhäute sind ja recht regenerationsfreudig, vllt fängt er dann da wieder an wo er vor dieser Fährte war ...
feuerteufel

Hier hat feuerteufel absolut recht. Fährtenpause !
Lediglich in zwei anderen Punkten kann es gelegentlich problematisch werden:
- die Dosis macht immer das Gift. Soll heißen, je nachdem, wie viel der Hund aufgenommen hat, kann es auch - im schlimmsten Fall - zu einer dauerhaften Schädigung kommen. Daher wären kenntnissse über das Mittel und TA - Beratung nicht verkehrt.
- sollte der Hund eine Verknüpfung hergestellt haben zwischen Spritzmittel und Symthomen, kann es zu deutlichem Meiden führen. Dann wird's schwierig.
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#8
Hallo Burkhard,
hast Du das bereits in der Praxis erlebt?
Und wenn ja, wie hast Du dieses 'Meiden' überwunden, bzw. Deinem Hund geholfen, dass er es überwindet?

MfG,
Kimmy
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#9
Ich hatte das vor lange Zeit (ca. 2000) bei meinem Rüden. Ich musste damals mit ihm spät abends zum TA, weil es den Anschein hatte, dass er kurz vor
dem Ersticken war. Es war so ähnlich wie dauer rückwärtsniesen.
Ich habe dann eine ganz lange Zeit mit ihm keine Fährte mehr gemacht.
LG Sabine

Jeder Tag ohne Hund ist ein schlechter Tag.
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#10
@ kimmy

Mir ist es persönlich - Gott sei dank - noch nicht passiert.
Einem Hundeführerkollegen - der Hund kam im Rahmen der Spürhundausbildung mit Lauge heftig in Kontakt - schon und der Hund war für Geld und gute Worte nicht mehr ordentlich an die professionelle Arbeit zu bringen, eben " Negative Verknüpfung ". Der Hund wurde ausgesondert.

Was mir aber schon beim Vorgängerhund passierte und alle Alarmglocken schrillen lässt:
wenn ein Hund, der in der Nasenarbeit eine gewisse Ausbildung hat, beim Fährtenansatz plötzlich meiden will, hektisch wird oder ähnlich verweigern will - dann sofort Arbeitsabbruch und genaueste Untersuchung des Geländes und des Hundes. Wenn Verdacht auf Verätzung sofort TA.
Der Hund hat fast immer einen guten Grund !!!!!!!!!!!!!!!
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