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Ein 'Hallo' an die Runde!
Da wäre ich wieder einmal....dieses Mal mit der Frage an euch, was ihr über Antijagdtraining denkt. Aber am Besten beginne ich von Anfang an.
Gino ist nun sechs Monate jung, bzw. alt und das Knäblein scheint sich zu einem echten Jäger zu entwickeln. Das ist insofern nicht wirklich lustig, als das wir freilaufende Pfauen haben und Gino im Garten lebt. Er kann sich also frei bewegen. Das haben wir deshalb so entschieden, da wir desöfteren Fuchs - und Marderbesuch hatten, welche eben unsere Pfauen rissen.
Nun hatte ich mir aus der Bibliothek ein Buch über Antijagdtraining geholt. Es gibt dort gute Ratschläge für Hunde, welche im Haus leben. Diese können z.B an der Leine in den Garten. Doch Gino lebt dort. Dieses Buch arbeitet auch sehr stark mit Leckerchen, doch ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn Hunde jagen wollen, sie an allem interessiert sind - nur nicht an Leckerchen.
Außerhalb des Grundstückes arbeite ich nur mit der Schleppleine und einem Abbruchsignal 'Laß es!' und 'Weiter', sobald er beginnt, Sequenzen von Jagen zu zeigen, die da wären :Schnüffeln, Mäusesprung, versteifen des Körpers, hören. Nun wollte ich einmal 'nachfragen', wie ihr in solchen Situationen reagiert, bzw. was ihr gegen das Jagen tut.
Wer mir gerne antworten möchte??
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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Hallo zusammen!
Da ich bemerke, dass dieses Thema Anklang findet, dachte ich, ich kann mich ja mit 'fremdem Federn schmücken', sprich etwas von dem weitergeben, was ich selbst gelesen habe. Natürlich wird großen Wert auf eine gute Bindung gelegt, und das der Hund es lernt nicht vor dem Besitzer zu gehen. Das kann dadurch geübt werden, indem z.B eng an einer Mauer gegangen wird, und sobald der Hund überholen möchte, stehen bleiben, bzw. sich vor den Hund stellen.
An einer längeren Leine schnelle Kehrtwendungen, sprich der Hund 'darf' vorauslaufen, doch der Besitzer wendet sich schnell um. Sobald der Hund reagiert, sich also zum Menschen hinwendet, erfolgt das Lob, nicht erst dann, wenn der Hund bei dem Menschen angekommen ist. Nun, dass sind soweit ich es weiß, bekannte Übungen.
Doch es gibt auch schwierigere Übungen für Fortgeschrittene. Dem Hund wird ein Futterbröckchen in die Schüssel gelegt.Der Hund sitzt ca. einen Meter vor dem Napf. Erst wenn er Blickkontakt zu seinem Besitzer aufgenommen hat, wird das Futter freigegeben. Das steigert sich in dieser Form, dass der Hund vor dem Futternapf wieder zurückgerufen wird und erst dann sich sein Futterbröckchen holen darf. Diese Übung kann beliebig ausgeweitet werden, an Entfernung, dass sich der Hund vor dem Futternapf hinlegen muss, zurückkommt und dann das Futter holen darf.....
Außerhalb des Geländes wird nur mit der Schleppleine gearbeitet. (Normalerweise auch im Garten, doch bei uns ist das etwas schwierig, da Gino frei im Garten lebt. Sicher kann ich auch hier mit der Schleppleine üben, doch wenn ich mit ihm im Garten bin, jagd er nicht)
Bei jedem unerwünschten Verhalten erfolgt ein Abbruchsignal, z.B 'Laß es!' Sobald der Hund reagiert, also Blickkontakt aufnimmt, sich abwendet, wird er sofort gelobt.Bei diesen Übungen werden schon kleine Anzeichen bestätigt. Dann gibt es z.B ein 'Weiter', wenn der Hund weitergehen soll, z.B über die Felder. Wichtig an dem Schleppleinentraining ist der bekannte Richtungswechsel, der Hund soll sich auf seinen Menschen konzentrieren. Doch jedes unerwünschte Verhalten wird SOFORT korrigiert. Ruhig, aber bestimmt. Das beginnt mit fixieren, starren, in Mäuselöcher puddeln, Blätter jagen....
Natürlich wurden die Fährtenarbeit und Suchspiele positiv erwähnt, doch letzten Endes ist dieses Trainig ein Training kleiner Schritte.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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kimmy,'index.php?page=Thread&postID=161830#post161830' schrieb:Gino ist nun sechs Monate jung, bzw. alt und das Knäblein scheint sich zu einem echten Jäger zu entwickeln. Das ist insofern nicht wirklich lustig, als das wir freilaufende Pfauen haben und Gino im Garten lebt. Er kann sich also frei bewegen. Das haben wir deshalb so entschieden, da wir desöfteren Fuchs - und Marderbesuch hatten, welche eben unsere Pfauen rissen.
hallo kimmy,
verstehe ich das richtig das du möchtest das dein hund soz. mit den pfauen gemeinsam im garten lebt sie aber nicht jagd ?
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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warum kaufste dir nicht so ein Tier auf 4 rädern
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".Der Hund sitzt ca. einen Meter vor dem Napf. Erst wenn er Blickkontakt
zu seinem Besitzer aufgenommen hat, wird das Futter freigegeben."
Diese Übung ist nicht besonders schwer und sollte eigentlich jeder Hund können. Mit Antijagdtraining hat das aber rein gar nichts zu tun. Auch muss ein Hund dafür nicht immer hinter einem laufen, so ein Blödsinn. Für das jagen in der Natur würde ich eher mal an einem Superrückruf arbeiten. Das Problem mit den Pfauen würde ich wieder ganz anders angehen. Er muss einfach lernen in der Nähe der Pfauen ruhig zu sein und diese möglichst zu ignorieren. Jede hektische Annäherung und ist sie noch so freundlich sollte unterbunden werden.
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warum sollte diese Übung jeder Hund können ?
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Guten Morgen zusammen,
natürlich, diese sogenannte 'Futternapfübung' ist der Anfang. Dann sollte die Steigerung kommen. Nun zu der Frage, wo Gino lebt. Er lebt nicht im Haus, aber dazu habe ich mich ja bereits an einer anderen Stelle geäußert. Und nein, er lebt nicht im Zwinger, vielmehr frei. Sicher haben wir ein Gehege, doch wenn er ständig darin bleiben würde, könnte er ja nicht Haus und Grundstück bewachen.Das aber soll einmal mit zu seinen Aufgaben gehören....
Deshalb wollte ich ihn an das Leben außerhalb des Geheges gewöhnen.
Außerhalb des Geländes arbeite ich ja bereits mit der Schleppleine und mit einem Abbruchsignal. Auch das habe ich beschrieben.
Meine Frage ist eigentlich sehr simpel. Gibt es Antijagdübungen, welche ihr einsetzt? Ihr, die ihr DSH's habt, kennt doch sicher dieses Problem, dass euer Hund jagd. Was tut ihr dagegen? Keiner von euch steht 24 Stunden auf dem Hundeplatz.
Ich möchte auch an dieser Stelle bitten von unsachgemäßen Bemerkungen Abstand zu nehmen. Wir sollten doch versuchen uns wie erwachsene Menschen zu benehmen und als solche korrospondieren.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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hallo kimmy,
für das antijagdtraining draußen schließe ich mich snile an, ein superrückruf wie sie es nennt ist das ALLERWICHTIGSTE !!!
alle anderen von dir beschriebenen übungen schaden zwar nicht, sind aber bei einem echten jäger tropfen auf den heißen stein ;(
die übungen kannst du ruhig machen, erhöhen den grundgehorsam, stabilisieren eure bindung und klärung der führung. aber verspreche dir bitte im bezug auf abrufen am wild nicht zu viel davon.
ein superrückruf oder wie es bei mir heißt unabdingbares kommando ist die einzige (gibt noch eine zweite, beschreibe ich bei deinen pfauen weiter unten), zuverlässige methode einen hund der wirklich jagen will (gibt auch einge denen ist das nicht sooo wichtig) davon abzuhalten !!!
ich habe 2 unabdingbare kommandos:
- das NEIN was der hund schon als welpe beigebracht bekommt.
- und das KOMM was der hund so ca. mit 8 monaten bei mir untermauert bekommt (benutzen tue ich es auch von klein auf, aber da noch rein positiv)
wenn du interesse daran hast kann ich dir das ggf. genauer beschreiben..........
mit den pfauen ist es einmal so wie snile schreibt:
Zitat:Er muss einfach lernen in der Nähe der Pfauen ruhig zu sein und diese möglichst zu ignorieren. Jede hektische Annäherung und ist sie noch so freundlich sollte unterbunden werden.
das kann man so versuchen, aber obs reicht glaube ich nicht ganz. die einzige absolut sichere variante ist über meiden !
sprich du mußt dem hund den direkten kontakt mit den pfauen sooo unangenehm machen das er sie meidet, ihnen nicht zu nahe kommt....
keine leichte aufgabe (im grunde auch nichts für anfänger) und auch nicht wirklich schön. allerdings wenn der hund noch jung ist und noch keinen erfolg hatte beim pfauen jagen dann wiederum gut umsetzbar. ist er älter und hatte schon erfolg ist der meidezwang weit größer und unangnehmer
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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Hallo Redtool,
danke für Deine Antwort. Gerne darfst Du mir nähers beschreiben, wie Du diesen Superrückruf /Abbruchsignal verfestigt hast. Ich freue mich immer, wenn ich eine Hilfe bekomme, da ich, meines Erachtens, eine absolute Anfängerin bin.
Gino hat noch keinen Pfauen gerissen, aber nur deshalb, da sie fliegen können. Dasselbe mit der Katze. Noch sind 'die Anderen schneller'. Allerdings habe ich ihn einmal mit einer toten Taube aus seinem Häuschen gezogen. Dafür gab es einige saftige Ohrfeigen. Ich habe danach fast geheult und fühlte mich 'hundsmiserabel', aber Tauben sind seither tabu.
Leider bin ich derzeit selbst auf Krüken unterwegs (Sturz) und Gino hat das relativ schnell verstanden....
Wie aber verhält er sich den Pfauen gegenüber. Er rennt auf sie zu und scheucht sie. Diese fliegen mit lautem Geschrei auf die Bäume, wo das Gebrüll weitergeht. Bevor ich etwas ladiert war habe ich mit ihm Übungen im Garten gemacht, mein Abbruchsignal gesagt und statt des Jagens eine Beschäftigung angeboten. Ball suchen, ein kleines Denkspiel.
Wäre die Wurfkette in solch einer Situation angebracht?? Was ist Deine Meinung darüber.
Redtool, vielen Dank, dass Du Dich so geduldig um mich bemühst! Ich weiß das sehr zu schätzen!
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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Ich distanziere mich ausdrücklich von redtools Aufbau des Superrückrufs. Bei mir funktioniert das nämlich rein positiv.
Da du dich selbst als Anfänger beschreibst wäre ich mit Meideverhalten absolut vorsichtig. Dabei kannst du so viele Fehlverknüpfungen herstellen. Entweder hast du danach einen Hund der Schiss vor den Pfauen hat oder einen mit absoluten Hass auf die Pfauen.
" Allerdings habe ich ihn einmal mit einer toten Taube aus seinem Häuschen gezogen. Dafür gab es einige saftige Ohrfeigen."
Na das hat der Hund bestimmt verstanden. NICHT.
Rennt er immer auf sie zu wenn sie da sind? Kannst du in der Nähe der Pfauen trainieren und er bleibt gedanklich bei dir? Im Fuß an den Pfauen vorbei? Ruhig liegen und entspannen in der Nähe der Pfauen?
Ich würde ganz stark an der Impulskontrolle arbeiten. Du wirfst z.B. sein Spielzeug weg und er darf erst hinterher wenn er ruhig ist und dich anschaut.
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