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Zitat:Original von Ivanhoe
Supi - Danke Euch allen für Eure Ratschläge und Tips, mit denen ich auf jeden Fall was anfangen kann.
Ich werde dann zukünftig etwas mehr Hühnerklein verfüttern.
@Honig: klar, hab mich vertan mit den 9 g!*Kopfklatsch*
Aber biste Dir sicher - 400mg pro Kg Körpergewicht??
Wusste ich gar nicht...dachte höchstens das doppelte wie erwachsene Hunde - also 100mg pro Kg Gewicht.
Danke für Deine Berechnungen!
Euch allen noch n schöönen Abend! :hallo:
Hier ist eine Kalzium-Bedarfstabelle (unten auf der Seite):
http://www.drei-hunde-nacht.eu/barf/welpen.htm
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Zitat:Maximal 50% der Futtermenge sollten fleischige Knochen sein, also Hühnerhälse, Putenhälse, Karkassen, Kalbsbrustbein usw., da ja auch in Fleisch, Getreide, Gemüse und Milchprodukten Kalzium enthalten ist.
Hallo Honig,
das kannst Du so pauschal nicht sagen. Ich füttere vorwiegend RFK, aber kein Getreide (braucht ein Fleischfresser nicht), kein Gemüse (das ersetzen Pansen, Blättermagen und Tischreste - wie gesagt, wir sprechen über einen Fleischfresser), keine Milchprodukte (außer meinen eigenen Joghurt- oder Quarkresten und mal etwas Käse bei der Arbeit), kein Obst (wenn man außen vor läßt, dass bei allem, was ich esse, immer mal ein Happen abfällt) und selten schieres Fleisch.
Man sollte nie vergessen, dass es bisher keine Bedarfstabelle gibt, die nicht von Instituten im Dienst der Futtermittelindustrie mit Fe-Fu-Hunden erstellt worden ist. Die hochgelobten Herren Meyer und Zentek, habe ich unlängst wieder gelesen, scheinen dort auch recht profitabel verbandelt zu sein...
Jedenfalls fahre ich mit dieser Art der Fütterung recht gut. Und aus meiner Erfahrung mit vielen Kundenhunden kann ich eigentlich nur sagen, dass fast alle Gemüse und Getreide verschmähen, wenn sie eine Möglichkeit dazu haben (die Leute kaufen dann Gewolftes, um unterzumischen...).
LG
Bine
Hi Bine,
ich fand den Hinweis von Honig richtig und gut.
Da nunmal die meisten oder zumindest sehr viele Frisch Fütterer nebst RFK/ Fleisch auch regelm. Milchprodukte, Gemüse und Getreide verfüttern.
Dann sollte man schon auch den Calcium/ phosph. Gehalt dieser Lebensmittel miteinbeziehen.
Ich ziehe das schon mehr oder weniger in Betracht , da ich auf diese Art ( und mit Überzeugung ) so fütter.
Im Übrigen finde ich sollte man nicht pauschal Gemüse oder Getreide strikt ablehnen, weil Hund ja ein Fleischfresser ist.
Was diesen Punkt angeht, höre ich immer wieder von Frischfütterern, deren Hunde zu dünn sind oder keine starke Kondition/Ausdauer haben.
Statt regelm. ein WENIG Flocken,Reis oder gekochte Kartoffeln zum Fleisch zu füttern , um dem Hund mehr Energie zu liefern, steigern sie nochmehr die Fleischration ( Fleisch hat einen sehr hohen Wassergehalt und sättigt auch nicht lang).
Der Hund frisst, wenn er Hunger hat ( und das hat er eigentlich immer) fast Alles! Er ist kein reiner Fleischfresser, sondern ein Beutetierfresser.
Klar sind die Mengen an Getreide und Grünzeug beim Fressen von ganzen Beutetieren gering, aber eben auch notwendig.
Die allermeisten Hunde LIEBEN trockenes Brot, gekochte Kartoffeln oder Quark/ Joghurt...
Ich persönlich finde es schade das viele Barfer Ihren Hunden diese Sachen ( wenns Hund gut verträgt) vorenthalten und ihn Nur mit RFK und Fleisch ernähren.
Meines Erachtens etwas einseitig - aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.
Sollte auch keine böse Kritik von mir sein - nur meine Sicht der Dinge.
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Hallo Ivanhoe,
das ist schon in Ordnung! Nur, die meisten "Barfer" füttern Unmengen an Getreide und Gemüse... Und ebenso Unmengen von Pülverchen und Ölchen.
Ich kann nur betreff der Kondition sagen, dass meine Rennhundzüchter in der Saison große Mengen rotes Muskelfleisch füttern - die Hunde, die so gefüttert werden, sind nachweislich schneller. Bisher eine gute Sekunde (sind ca. 18 m!!). Sie greifen NICHT auf Getreide oder Gemüseprodukte zurück...
Übrigens, biologisch ist der Beutetierfresser ein Fleischfresser!
LG
Bine
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Stimmt. Und seitdem Bloch seine Wolfsbeobachtungen in freier Wildbahn veröffentlicht, wissen wir auch, daß freie Wölfe den Mageninhalt ihrer Beutetiere nicht, wie so oft behauptet, als erstes fressen. Sondern daß dies in Zeiten mit einem großen Angebot an Beutetieren häufig sogar liegengelassen wird.
Gruß Bettina
"Wer etwas erreichen will, sucht Wege. Wer entschuldigen will, sucht Gründe."
Zitat:Original von Bettina Balters
Stimmt. Und seitdem Bloch seine Wolfsbeobachtungen in freier Wildbahn veröffentlicht, wissen wir auch, daß freie Wölfe den Mageninhalt ihrer Beutetiere nicht, wie so oft behauptet, als erstes fressen. Sondern daß dies in Zeiten mit einem großen Angebot an Beutetieren häufig sogar liegengelassen wird.
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Ja, das habe ich auch gelesen...interessantes Buch!
Finde allerdings das diese Beobachtung nicht mit dem üblichen Alltagsleben und der gängigen Fütterung unserer Haushunde vergleichbar ist.
Der Futter - Bedarf eines Wolfes ist aufgrund seiner harten ( Über - )Lebensumstände auch ewtas anders als dem des Haushundes ( der eher selten körperlich an seine Grenzen gehen muss!)
Selbst freilebende und selbstversorgende "wilde" Hunde jagen nicht wie der Wolf und ernähren sich eher von menschlichen Abfällen.
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Hallo Bine,
Für die in der Saison hart arbeitenden Rennhunde ist großzügige Gabe von Muskelfleisch das richtige.
Aber wenn ich manchmal lese was so einige (viele) Barfer Berge an Fleisch verfüttern ;eye:
Wofür braucht ein normaler Familien- Begleithund, selbst dann wenn er 2X die Woche aufm HuPla ist ( ist für jeden gesunden Hund normale Aktivität, die er jeden Tag genießen sollte)
1-2 Kilo Fleisch am Tag?
Also, ich halt da nix von.
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Hallo Ivanhoe,
ein bis zwei Kilo?? Das klingt mächtig viel...
Ein Hund kommt mit etwas zu wenig besser klar als mit etwas zu viel, insgesamt gesehen. Ich füttere eher restriktiv - zum Beispiel ein Putenhals am Tag, oder einen halben Ochsenschwanz, oder ein Stück Pansen. Dazu halt unsere Tischreste, alles was so kommt.
Meine beiden sind schlank und drahtig und haben keine Konditionsprobleme. Wie gesagt, schieres Fleisch füttere ich eher selten. Allerdings halte ich die Mengen an Gemüse und Milchprodukten, die viele Barfer füttern, für nicht artgerecht. Unsere Hunde sind zwar Haushunde, aber sie sind vom Verdauungstrakt her keine Allesfresser wie Raben oder Menschen.
Aber jeder wie er mag :w: :w:! Hunde kommen mit vielem zurecht!
LG
Bine
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Das stimmt Ivanhoe, aber ein Hund braucht ja auch nicht die MENGE an Fleisch die ein Wolf frißt.
Bloch ist übrigens selber Verfechter der Hundeernährung mit TEILWEISE Tischabfällen.
Wenn ich keine Hühner hätte, würden unsere Reste auch öfter bei den Hunden im Napf landen.
Ich behaupte auch nicht daß Gemüse und Getreide grundsätzlich schlecht ist, auch wenn ich es selber nicht füttere. Auf die Menge kommt es an. Ich verstehe die Barfer nicht die gegen Trockenfutter wettern, und dann selber 80% der täglichen Hundemahlzeit aus Getreide und Gemüse zusammenstellen.
Mein Doggenrüde frißt z.B. täglich etwa 3 Kg, meine Hündin etwa 800 Gramm - er ist eher zu schlank, sie neigt zum Wohlstandsspeck.
Gruß Bettina
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Zitat:Original von Bine DSH
Hallo Honig,
das kannst Du so pauschal nicht sagen. Ich füttere vorwiegend RFK, aber kein Getreide (braucht ein Fleischfresser nicht), kein Gemüse (das ersetzen Pansen, Blättermagen und Tischreste - wie gesagt, wir sprechen über einen Fleischfresser), keine Milchprodukte (außer meinen eigenen Joghurt- oder Quarkresten und mal etwas Käse bei der Arbeit), kein Obst (wenn man außen vor läßt, dass bei allem, was ich esse, immer mal ein Happen abfällt) und selten schieres Fleisch.
Es gibt gewisse Inhaltsstoffe, die man sehr gut ergänzen/imitieren kann, indem man Gemüse, Obst, Ei, Honig, Milchprodukte, Kräuter, pflanzliche Öle und auch mal Getreide verfüttert.
Wir dürfen nicht vergessen, dass TK-Fleisch von gezüchteten Tieren (die unter Umständen auch einseitig ernährt werden) schon einen Unterschied zum frisch gerissenen Fleisch hat.
Mit Getreide imitiert man normalerweise das Rauhfutter, das sonst in Form von Fell, Sehnen, evtl. auch Klauen und SChnäbel kleiner Beutetiere anfallen würde.
Mit Gemüse, Obst, Milchprodukten hat man unter anderem wichtige Vitamin-Lieferanten, genauso wie beim Ei oder beim Honig, pflanzliche Öle liefern ungesättigte Fettsäuren.
DAs ist auch beispielsweise wichtig, wenn man wenig Innereien wie Leber, Herz, Milz, Pansen oder Darm verfüttern kann oder will. Es kommt auch nicht jeder an grünen, lediglich ausgeschüttelten Pansen.
Man darf wiederum nicht vergessen, dass gerade wildlebende Caniden noch sehr gute Instinkte haben und beispielsweise gezielt Kräuter oder Beeren fressen - etwas, das unser Haushund selten macht.
Genauso gehören Eier oder Honig zur normalen Ernährung eines Caniden, wenn er es denn bekommen kann - oder auch Aas, etwas, das wir sicher höchst selten füttern...;-)
Ich bin kein Verfechter von "tausend Pülverchen", gebe höchstens mal Grünlippmuschel oder Algen/Kräutermischung, aber mir persönlich ist abwechslungsreiche Fütterung sehr wichtig, gerade bei einem Welpen.
Die ursprüngliche Ernährung eines Wolfes enthält relativ wenig Kalzium, denn gerade Welpen fressen selten die großen und harten Knochen erwachsener, ganzer Beutetiere - auch erwachsene Wölfe verspeisen selten die gesamten Knochen eines großen Beutetieres.
Die Kalzium-Bedarfswerte sind in letzter Zeit ziemlich nach unten korrigiert worden in den üblichen Ratgebern/Ernährungstabellen.
Wenn man den Forschungen glauben darf, dann können Welpen ein Zuviel an Kalzium nicht ausscheiden - dafür sprechen auch jahrzehntelange Fütterungstipps, es mit Futterkalk bloß nicht zu übertreiben im Wachstum.
Deshalb mein Hinweis, dass die RFK-Ration höchstens 50% der Gesamtration ausmachen sollte - das bedeutet aber nicht, dass der Rest der Ration aus Getreidebrei bestehen sollte.
Eher aus Fleisch/Innereien/Pansen, Milchprodukten, Gemüse, Obst, Ei, Honig und auch Getreide wenigstens in geringem Maße.
Insgesamt würde ich persönlich, aus eigener Erfahrung, schätzen, dass höchstens etwa 80-90% der Gesamtration aus tierischen Produkten (also Fleisch, RFK, Milchprodukte, Ei) bestehen sollte.
Wie man den Rest variiert, ist jedem selbst überlassen - Tischreste, Kanten von der Pizza, Gemüse, Getreide, Öle, was weiß ich.
Es gibt genug Hunde, die jahrelang ausschließlich Fleisch und RFK bekommen und dabei allerbester Gesundheit sind.
Aber jeder Hund ist individuell - der eine mag kein Gemüse, der andere liebt es, der eine zieht seine Energie aus der Fleischration, der andere kommt besser mit Getreide klar, wieder ein anderer reagiert auf Getreide mit Allergien, während der nächste auf seinen täglichen Joghurt-Pott besteht usw.
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Hallo Honig,
nur kurz, weil ich jetzt zur Arbeit muss :w:
Zitat:Mit Getreide imitiert man normalerweise das Rauhfutter, das sonst in Form von Fell, Sehnen, evtl. auch Klauen und SChnäbel kleiner Beutetiere anfallen würde.
Ich bin der Meinung, dass man mit pflanzlichen Kohlenhydraten keine tierischen Produkte "imitieren" kann. Getreide wird eigentlich nicht einmal von Kühen gefressen - die meisten Beutetiere fressen Gras und Kräuter. Getreide belastet die Pankreas - eine Tatsache, der wir mit zunehmenden Pankreasinsuffizienzen Rechnung tragen!
Zitat:es mit Futterkalk bloß nicht zu übertreiben im Wachstum.
Das Problem bei den meisten Kalziumprodukten ist, dass die anderen Mineralien, die im Knochen enthalten sind und an die das Ca sich binden kann, um ausgeschieden zu werden, schlicht fehlen!
Ich habe auch nicht gesagt, dass meine Hunde NICHTS ausser RFK bekommen - aber sie machen den Löwenanteil aus. Wobei sie wirklich sehr fleischig sind... Wenn ich aber so manch einen Barfer-Futterplan sehe, findet man da fleischliche und pflanzliche Produkte in gleichen Mengen. Das halte ich für einen Fleischfresser für unausgewogen.
Aber wie gesagt, jeder wie er mag, so lange es dem Hund dabei gut geht. Ich kenne welche, die haben ihr ganzes Leben nur von Rinderherz und Hundeschokodrops gelebt -w- und denen geht es blendend :?:!
LG
Bine
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