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http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Ueb...sdysplasie
Vermutlich gibt es da noch Haken an der Sache...? Wer weiss mehr darüber?
Z.B., wie genau dieser Test ist?
Gruß Bettina
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Der Haken ist der, dass Dir der einzelne genomische HD-Zuchtwert Deiner Hündin nicht viel nützt, wenn die Dechrüden, die in für sie Frage kommen, nicht ebenfalls entsprechend genotypisiert wurden.
Prinzipiell eine gute Sache, und bei einige Zuchtverbänden ist der genomische HD-Zuchtwert inziwschen Pflicht für die Zucht (z.B. beim Berner Sennenhund und beim Jagdspaniel). Gerald Groos hat einen Artikel zum genomischen HD-Zuchtwert auf seiner Page:
http://www.geraldgroos.de/downloads/moleku1.pdf
Die beiden Nachteile, die ich sehe, sind die höheren Kosten für die erstellung des genomischen Zuchtwertes, und dass die Auswertung mehrere Monate dauert (z.B. wenn man Welpen vor der Abgabe testen lassen wollte wäre das derzeit nicht praktikabel).
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Mark Twain
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Züchter, Zuchtverbände und Rassenfanatiker sind der "Haken an der Sache"
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Was willst Du uns damit bitteschön sagen? Züchter und Zuchtverbände, u.a. der SV, haben an den Studien, durch die dieser Test entwickelt wurde, aktiv mitgearbeitet. U.a. hat sich er SV daran in nicht unerheblichem Umfang beteiligt (auch finanziell).
Deiner Aussage nach ist der genomische Zuchtwert also Quatsch? Weil die Leute, die an dessen Entwicklung mitgearbeitet haben, ja "der Haken an der Sache" sind???
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Wenn ich das richtig verstehe, kann durch diesen Test aber nicht selektiert werden zwischen "HD-frei" und "HD-Genträger", sondern es gibt nur einen genomischen Zuchtwert, mit dem die Wahrscheinlichkeit von Erkrankungen bei den Nachkommen berechnet / beeinflusst werden kann? Richtig?
Gruß Bettina
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Im Genom des Deutschen Schäferhundes wurden 19 verschiedene Regionen lokalisiert, in denen Gene liegen die mit hoher Wahrscheinlichkeit Einfluss auf die Entstehung einer HD haben. Diese in Bezug auf HD einflussreichsten Gene liegen beim DSH auf den Chromosomen 1, 3, 4, 8, 9, 16, 19, 26 und 33. Und auf deren Vorhandesein wird die DNA eines DSHs bei diesem Test geckeckt.
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Mark Twain
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Ich habe mal mit Prof. Tellhelm über dies Studie gesprochen, ganz so einfach wie es in dem Artikel erscheint
ist es nicht einen Test zu machen. Du wirst wohl fast keinen Hund finden der in allen Chromosomen frei ist und
selbst wenn er nicht frei ist hat er nicht zwangsläufig HD. Wenn Du als Züchter alle Welpen als kaputt
einstufst die HD entwickeln könnten(nicht müssen, das gibt der Test nicht her), dann kannst Du das Züchten besser sein lassen.
Wir haben es immer noch mit Lebewesen zu tun und natürlich will man gesunde Hunde züchten, aber bevor ich alle Gene aufdrösel und nach welchen Krankheiten auch immer durchsuchen lasse(Krebs, Bauchspeicheldrüse,Allergien,usw das reißt ja gar nicht ab) hör
ich lieber ganz auf mit der Züchterei und am besten auch mit dem Sport, denn stell Dir vor Du hast einen perfekten Hund und dann
taugt er für den Sport nicht ...
Ein gewisses Restrisiko bleibt immer das liegt in der Natur der Sache wenn man mit Lebewesen umgeht.
feuerteufel
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welchen Einfluss hat denn diese Entwicklung hinsichtlich der Gewährleistung beim Verkauf von Welpen?
Bye Uwe
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Über die praktische Anwendung müsste man z.B. mit Züchtern von Berner Sennenhunden sprechen. Die arbeiten ja bereits mit dem genomischen HD-Zuchtwert.
Im übrigen will niemand nur noch Hunde in der Zucht, die frei sind von jeglichen "Schadgenen". Von Vorteil wäre aber wenn man bei einer Verpaarung darauf einwirken könnte dass ein Hund mutierte Gene nicht von beiden Elternseiten aus erhält.
@Uwe: Das wird erst einmal keine Rolle spielen, da derzeit ja eh kein Testergebnis bis zum Verkauf der Welpen vorliegen würde. Bisher dauert die Auswertung der DNA mehrere Monate.
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Mark Twain
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Von Stephanitz über belgische Schäferhunde, Der Deutsche Schäferhund in Wort und Bild, 1923, S. 166: "Die Belgier sind eifrige und geschickte Züchter, lassen aber bei der Liebhaberzucht des Schäferhundes Gebrauchsrücksichten ganz außer und legen nur auf nebensächliche Äußerlichkeiten Wert, Kopfschnitt, Ohren- und Rutenhaltung, Haar und vor allem Farbe gelten ihnen alles; ... Die Folgen der notwendigerweise immer schärfer werdenden Innzüchtung werden daher nicht ausbleiben, weil eine Blutauffrischung durch Hunde vom Landschlag bei so eng gesetzten Begriffen unmöglich ist."
Weiter lesen wir auf Seite 169: "Im Übrigen entsprechen die Rassenkennzeichen (der belgischen Schäferhunde) den unsrigen; ... (bezieht sich auf die Form)"
Es braucht keine teuren Studien. Auch keine blöd daher redenden (respektive schreibenden) Züchter, die von Genetik nur wenig Ahnung haben, sondern Aus- und Einkreuzung.
Dies verhindert zwar nicht, dass Problem vieler genetischer Defizite der heutigen Schäferhundpopulation (Skelett, Haut, Autoimunerkrankungen u.v.m.), sorgt aber dafür, dass dergleichen weniger häufig auftritt.
Leider ist die Population von Halbwissenden derart durchgezüchtet, egal ob Leistung oder Hochzucht, dass jeder die Hände über dem Kopf zusammenschlägt.
Vermutlich helfen nur vermehrte Klagen, den wenn man auch von Genetik und Tierzucht wenig bis keine Ahnung hat, Geld tut immer weh.
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