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Hi
Sie schreibt aber, Platz und Möglichkeit habe ich zum trennen - daher bin ich davon ausgegangen, dass sie meint Erfahrungen mit den eigenen Hunden.
Gill
Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
Hallo,
dann mache ich doch einfach mal den Anfang mit negativen Aspekten:
- Ist der Welpe Zweithund kann (muss aber nicht) es im Laufe des Erwachsen-Werdens gerade zwischen gleichgeschlechtlichen Hunden zu ernsthaften Kämpfen kommen. Bei Junghündinnen ist oft die erste Läufigkeit ein Punkt, zu dem Konflikte mit der Althündin auftreten können.
In einem Fall im Bekanntenkreis ging das so weit, dass die sich langfristig von einem Hund wieder trennen mussten - obgleich die Hunde sich zunächst gut verstanden hatten gab es sozusagen Mord und Totschlag und es wurde so schlimm, dass die Kinder sich im Haus nicht mehr frei bewegen durften (aus Angst, dass irgendeine Tür offen bleibt oder ein Hund durch flutscht).
Andere Hunde verstehen sich ein Leben lang - da steckt man nicht drin.
- Bei Begegnungen mit fremden Hunden (Spaziergang o.ä.) wäre ich sehr vorsichtig.....
Nicht jeder Hund mag Welpen und Welpenschutz existiert nur im eigenen (gewachsenen) Familienrudel. Alles andere ist ein Märchen und ein Hund, der auf fremde Welpen los geht ist NICHT gestört (wie so oft behauptet).
Bezüglich meines derzeitigen Welpen halte ich es so, dass ich sie von Anfang an nicht zu fremden Hunden habe hin laufen lassen (Erziehung beginnt bei mir am ersten Tag der Übernahme) und mir die Hundekontakte meiner Hunde aussuche. Gespielt wird nur mit Hunden die ich gut kenne und einschätzen kann.
Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass 80% der Hundebesitzer ihren Hund nicht im Griff haben bzw. ihn nicht führen können und ein solcher Hund dann plötzlich auf uns los gestürmt kommt.
Kommt mir das Ganze komisch vor verjage ich den, außerdem habe ich den Vorteil, dass der an den großen 3 Weibern vorbei muss, um an die Kleine zu kommen - das gibt mir Zeit zum Reagieren.
Auch passe ich ganz genau auf, dass die Kleine von anderen nicht als `Spielball´missbraucht wird, da ich ihr schlechte Erfahrungen ersparen will. Zu hartes Spiel und drauf rum springen unterbinde ich sofort, egal was andere davon halten. Es ist die Gesundheit MEINES Hundes, wenn ein 30-50 kilo-Hund auf meinem 13 Wochen alten 10 kilo Baby herum springt. Das heißt aber natürlich nicht, dass sie nicht spielen darf - es gibt ja auch sehr viele Hunde die vorsichtig und geduldig mit Welpen umgehen. Und eine angemessene Zurechtweisung sehe ich positiv - das erlebt sie mit den Großen zuhause auch und hat sich binnen weniger Tage das ewige Gezwacke und Generve abgewöhnt.
Trotzdem hat die Kleine täglichen (freundlichen) Kontakt zu anderen Hunden und das Vorbild der verträglichen und souverainen Großen wodurch sie für ihr Alter bereits sehr offen und selbstbewusst auf andere reagiert.
Ach ja - und auf den Arm habe ich meine Welpen (bei Hundebegegnungen) NIE genommen, davon halte ich gar nichts, wenn der Hund angemessenes Sozialverhalten lernen soll sowie Situationen bewältigen lernen soll. Ich splitte also eher und gehe dann weg / weiter, wenns mir zu blöd ist.