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auch mal die Reihenfolge ändern. Also mit 6 anfangen und dann 5.4.3...
Bye Uwe
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Hallo Burkhard,
wir im Verein setzen das wirklich stumpf durch. Wenn der Hund "trocken" zuverlässig reviert und zwar alle 6 mit normaler Bestätigung am Hundeführer und sobald ein Helfer auf dem Platz steht, brennen die Sicherungen durch, dann lassen wir das wirklich stumpf totlaufen.
Helfer steht in der 6, der Hund weiß das, bricht der Hund durch, dann Helfer raus aus dem Versteck und Hundeführer fängt wieder an. Ganz am Anfang. Immer bei der "1".
Das geht teilweise so lange, bis sich der Hund auf die Zunge tritt... 30 Minuten oder länger waren keine Seltenheit. Der Hund muss lernen, dass es für ihn völlig sinnlos ist durchzubrechen. Der Weg zum Helfer führt über 6 Verstecke, wer abkürzt findet keinen Helfer.
Das machen wir auch wirklich ohne irgendwelche Einwirkungen oder Blockaden. Bricht der Hund durch, kommt vom Hundeführer ein kurzes "nein" oder "schade" oder sowas, dann darf der Hund in die 6 schauen, darf sich vergewissern dass da niemand steht und wird dann irgendwann zum Hundeführer zurückkommen. Dann geht es wieder komplett von vorne los.
Ich mache das schon seit über 10 Jahren so und strapaziere damit die Geduld der Hundeführer, die ansonsten da noch auf dem Platz rumstehen. Aber damit müssen die einfach leben. Ein Hund, der das aber einmal gelernt hat, wird in seinem ganzen Leben nicht mehr bewusst durchbrechen. Es muss für den Hund völlig sinnlos sein durchzubrechen, da er damit nicht zum Ziel kommt.
Daher lasse ich die Hunde auch immer nachschauen. Wenn sie durchbrechen, versuchen wir gar nicht, sie vor der 6 abzurufen. Sie sollen reinschauen und merken, dass da keiner steht.
Erst wenn der Hund alle Verstecke abläuft und alles klappt, taucht auf wundersame Weise in der 6 ein Helfer auf.
Das "verarschen" der Hunde, also variabel in die Verstecke ein Helfer stellen oder sowas, habe ich nie gemacht. Bei günstigem Wind hat der Hund sowieso schon auf der Mittellinie spitz, wo ein Helfer steht und wo nicht. In die einzelnen Verstecke stelle ich allenfalls mal einen Helfer, wenn der Hund etwas drangvoller werden soll. Dann ist er aber mit der oben beschriebenen "Behandlung" schon durch.
Ist sicherlich der langatmigste aber in meinen Augen der nachhaltigste und zuverlässigste Weg. Habe ich das einmal durch, habe ich eigentlich bisher bei keinem Hund mehr Probleme beim Revieren gehabt.
Du musst nur Nerven behalten, Helfer und alle anderen Trainingspartner müssen Zeit haben und Du darfst keinen Stress machen... einfach eine stumpfe Ruhe ausstrahlen: Du brichst durch, okay, wir fangen wieder an. Völlig ohne Emotionen.
Sollte es wirklich mal so lange gehen, dass der Hund sich konditionell komplett die Karten legt, dann geht es eben vom Platz, ohne dass der Hund den Helfer zu Gesicht bekommt. Dann beginnt beim nächsten Übungsbetrieb dasselbe Spiel. Irgendwann wird da auch der größte Dickkopf mürbe.
Viele Grüße
Sören
Zunächst mal danke für die Hinweise !
Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27179-Revieren/?postID=192753#post192753 schrieb:Das geht teilweise so lange, bis sich der Hund auf die Zunge tritt... 30 Minuten oder länger waren keine Seltenheit. Der Hund muss lernen, dass es für ihn völlig sinnlos ist durchzubrechen. Der Weg zum Helfer führt über 6 Verstecke, wer abkürzt findet keinen Helfer. Anja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27179-Revieren/?postID=192751#post192751 schrieb:Ich habe schon mal mit nem Hund ungeplant innerhalb 6 Stunden locker 40mal reviert. Am Schluss war er froh wenn er revieren " durfte" und im 6. Versteck seine Bestätigung war.
Aber klar, dauert und benötigt viel ruhiges Durchschnaufen bei allen Beteiligte Der Knackpunkt ist wohl tatsächlich nicht der Hund, sondern die Anpassung des HF an die bisher praktizierten Umstände im Training. Ja, zugegebener maßen ist es schon mal unbequem und zeitlich fordernd, wenn man die Mitwirkenden so in das eigene Training einbinden muss. Und ja, das scheut man dann schon mal.
Aber - über den eigenen Schatten springen und loslegen. Auch ein alter Hund ( hier aber der HF  ) muss sich mal neu sortieren.
Dankeschön
P.S.: ich empfinde so einen Austausch als sehr angenehm, im Gegensatz zu anderen Themen
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So,wie Sören es beschreibt,hat es mit eine mali-führerin vor 4 Jahren schon gesagt.. und wenn der Hund aufm Bauch kraucht..immer wieder zurück zur 1...
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Ich würde es auch so machen, insbesondere, damit sich das nicht fruchtende Abrufen nicht ins Gegenteil verkehrt und den Hund quasi zum Durchbrechen aktiviert. Eine Blockade kannst Du ja mit den Mitteln, die Dir jetzt noch zur Verfügung stehen, nicht setzen.
Die Problematik liegt m.M. nach darin, dass man zuviel in Handlungskette arbeitet, weniger in der Signalkontrolle als solches.
Wenn Dein Hund für die Auseinandersetzung mit dem Figuranten arbeitet, dann ist es eine Frage der Zeit, dass die Beute bei Dir nicht mehr ausreicht. Trotzdem aber sollte ihm klar sein, dass das Ignorieren Deines Kommandos zur Frustration führt. Lernen aus Versuch und Irrtum.
Deiner Beschreibung nach würde ich aber schauen, wie ich das mit dem Frusten mache. Ich kann mir gut vorstellen, dass alleine das Erreichen des Figuranten für ihn ausreichen wird, ob mit oder ohne Sportarm, aktiv oder passiv. Der identifiziert den schon. Der muss komplett weg sein.
Und, ich würde ihm auch beim Durchbruch schon verbal mitteilen, dass dieses Verhalten sinnlos ist, also nicht darüber versuchen ihn darüber positiv zu bestrafen, sondern nur abbrechen und schon hochgehen. Die negative Bestrafung findet ja am Versteck statt. Das kannst Du im Grunde über das Abbruchsignal dann klassisch vorverlagern. Den Frust bekommt der Hund dann schon, bevor er überhaupt das 6er Versteck erreicht.
Und, aus meiner Sicht, stellt sich dann auch die Frage, ob man ihn, wenn er schon Ansatzverhalten zeigt Dich von 5 aus anzusteuern, dann zu 6 schicken oder zu warten, bis er ganz bei Dir ist.
Denn es fängt ja mit dem Zuhören an…
Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27179-Revieren/?postID=192757#post192757 schrieb:Und, aus meiner Sicht, stellt sich dann auch die Frage, ob man ihn, wenn er schon Ansatzverhalten zeigt Dich von 5 aus anzusteuern, dann zu 6 schicken oder zu warten, bis er ganz bei Dir ist. D E N Schritt macht er. Schicken in die 5 mich anlaufen, Beißwurst aber nur zum Anbiss bei mir, und dann weiter von der Mittellinie in besetzte 6.
Mir schwebte der Schritt vor:
- 4/5
wenn erfolgreich
3/4/5
usw bis zur 1
@ manny k
gesteh doch mal einem " Friedhofsblonden " zu, sich hinterfragen. Den Mist hat er ja nicht in der Ausbildung gelernt, sondern bei seiner ersten Prüfung im dunklen beim SD. Da war mir die Hände gebunden. Und da RS schlau sind, haben wir jetzt eine Baustelle
Auf jeden Fall gute Ansätze zum Überdenken von allen
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Für mich wäre das wieder der Aufbau der Handlungskette…
Ich für mich halte es für deutlich sicherer, wenn der Hund jedes Versteck, unabhängig des Rythmusses anläuft und zu Dir kommt.
Dann ist es nämlich ein Verhalten rein über das Kommando und Aufnahme der Sichtzeichen.
Wenn er das macht, dann sollte der Zick-Zack Kurs als Handlungskette einfacher sein.
Wenn Du z.B. folgendes als Gleichschenkeliges Dreieck siehst 2, 4 und Dich selbst als dritten Punkt, die Auflösung dann in 6 stattfindet, nachdem er Dich angelaufen hat, dann hat der Hund aus meiner das Revieren als solches ohne Handlungskette verstanden.
Oder aber Dich zentral auf den Platz stellst und die Verstecke als Stern…
Der Hund ist einfach auf Deine Signale angewiesen. Das muss ihm klar werden. Sonst wärst Du ja beim Mondio: such Dir den Helfer selbst.
Handlungsketten sind aber vielleicht sicherer?! Meist brechen die aber zusammen, wenn ein Glied verrutscht.
Von daher würde ich auch mal in diese Richtung denken.
Gruß Reinhard
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Colonia,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27179-Revieren/?postID=192754#post192754 schrieb:Der Knackpunkt ist wohl tatsächlich nicht der Hund, sondern die Anpassung des HF an die bisher praktizierten Umstände im Training. Ja, zugegebener maßen ist es schon mal unbequem und zeitlich fordernd, wenn man die Mitwirkenden so in das eigene Training einbinden muss. Und ja, das scheut man dann schon mal.
Aber - über den eigenen Schatten springen und loslegen. Auch ein alter Hund ( hier aber der HF ) muss sich mal neu sortieren.
Dankeschön Hallo Burkhard,
da hast Du Recht. Das erfordert schon eine gewisse Toleranz der anderen Trainingsteilnehmer.
Da solche Trainingseinheiten aber, zumindest bei uns auf dem Platz, jedem Sportler bevorstehen, sind solche Diskussionen meistens schnell vorbei. Wie gesagt: Wir sichern das Revieren immer so ab. Nach meiner Ansicht muss der Hund lernen, dass niemand in der 6 steht, wenn er durchbricht. Wenn also mal ein Sportler bei uns diese "Revier Exzesse" durchmacht, dann bekommen diese mitleidige Blicke von den Sportlern, die es schon hinter sich haben und den anderen, denen das noch bevorsteht, wird erklärt, dass sie bald auch an derselben Stelle stehen werden. Dann gibt es da auch keine Diskussionen....
Und nach meiner Erfahrung versucht jeder Hund mit einem gewissen Kern früher oder später abzukürzen. Ich habe da nie blockiert, auch nicht als ich es noch offiziell durfte. Nach meiner Denkweise ist es nachhaltiger, wenn der Hund WEISS, dass kein Helfer da ist, wenn er durchbricht und er es deswegen nicht tut. Wenn er nur im Gehorsam bleibt, weil ansonsten Zwänge kommen, dann wird er es immer wieder versuchen wollen, da er nie verstanden hat, dass Durchbrechen sinnlos ist.
Ich wünsche Dir viel Erfolg und einen langen Atem.
Viele Grüße
Sören
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Ich finde die Art vor Sören gar nicht schlecht. Gerade für Hunde die schon alle möglichen und unmöglichen Varianten kennen.
Ich möchte jetzt auch auf keinen Fall eine neue Diskussion auslösen. Aber was glaubt ihr ist los ,wenn Zuschauer außerhalb des HuPla
zuschauen wenn der Hund so lange in die Verstecke geschickt wird bis er sich "auf die Zunge tritt"? ( die Thematik kenne ich aus eigener Erfahrung  )
mfG
Thomas Müller
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