19-12-2009, 21:12
Hallo,
dieses Beispiel hinkt in meinen Augen, denn um mit Daumenschrauben "drohen" zu können, muss dem "Opfer" doch erst einmal bewusst sein, welche Schmerzen dieses Werkzeug verursachen könnte, aber im Normalfall weiß dies ein Hund der lernt mit Aktivierungsreizen zu arbeiten nicht. Irgendwann mag er es erfahren, aber bis dahin dauert es im Normalfall recht lange.
Ich gebe zu ich stehe (inzwischen) dieser Methode auch ein wenig kritisch gegenüber aber das hat weniger damit zu tun dass ich sie für die Tierquälerei halte als die du sie hier darstellst, sondern damit, dass es eine extrem technische Methode ist für deren korrekte Anwendung man meiner Meinung nach viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den richtigen Hund braucht. Mit "richtig" meine ich hier nicht "gut" sondern für diese Methode geeignet. Also ein geeigneter Hund, mit einem guten und erfahrenen Hundeführer.
Wenn sich zig Leute an einer Methode versuchen, die sie nicht im Ansatz verstehen, ist nicht automatisch die Methode schlecht. Genauso wenig wie ein Stachel schlecht ist, weil zu viele ohne Sinn und Verstand daran rum rucken, oder ein Tele böse ist weil viele wie es in den Seminaren immer so schön erleutert wird, eigentlich die Knöpfe für "sitz", "platz", "steh" und "hier" darauf suchen.
Das die Methode funktioniert, auch mit dem Ergebis eines freudig laufenden Hundes, habe ich im engeren Umfeld erleben können. Allerdings kommt hier alles zusammen, ein guter und geeigneter Hund, eine gute Hundeführerin und sogar ein guter und passender Trainer dazu. Der Hund ist zwar noch nicht fertig aber Akivierungsreize kennt er von Anfang an und meidig habe ich ihn noch nie gesehen.
Ich finde es gut, wenn Methoden von allen Seiten beleuchtet werden und auch kritische Stimmen sich äußern, aber grundsätzlich schlecht reden halte ich für falsch. Für ebenso falsch halte ich es, wenn manche den Anspruch erheben, eine bestimmte Methode sei für jeden (egal ob Hundeführer, Hund oder Team) geeignet und zwar unabhängig davon ob es sich um die Kontaktmethode oder die "neuen" Methoden handelt, die im übrigen wie ja schon mehrfach erwähnt so neu gar nicht sind.
LG,
Corinna
Balco,index.php?page=Thread&postID=81740#post81740' schrieb:Folter arbeitet lerntheoretisch mit diesem Prinzip der subtraktiven Verstärkung. Irgendwann reicht dann schon das leichte Anlegen bzw. Zeigen der Daumenschrauben, damit das Opfer das erwünschte Verhalten zeigt. Der Folterknecht würde vielleicht zynisch von einer Ermunterung sprechen.
dieses Beispiel hinkt in meinen Augen, denn um mit Daumenschrauben "drohen" zu können, muss dem "Opfer" doch erst einmal bewusst sein, welche Schmerzen dieses Werkzeug verursachen könnte, aber im Normalfall weiß dies ein Hund der lernt mit Aktivierungsreizen zu arbeiten nicht. Irgendwann mag er es erfahren, aber bis dahin dauert es im Normalfall recht lange.
Ich gebe zu ich stehe (inzwischen) dieser Methode auch ein wenig kritisch gegenüber aber das hat weniger damit zu tun dass ich sie für die Tierquälerei halte als die du sie hier darstellst, sondern damit, dass es eine extrem technische Methode ist für deren korrekte Anwendung man meiner Meinung nach viel Erfahrung, Fingerspitzengefühl und den richtigen Hund braucht. Mit "richtig" meine ich hier nicht "gut" sondern für diese Methode geeignet. Also ein geeigneter Hund, mit einem guten und erfahrenen Hundeführer.
Wenn sich zig Leute an einer Methode versuchen, die sie nicht im Ansatz verstehen, ist nicht automatisch die Methode schlecht. Genauso wenig wie ein Stachel schlecht ist, weil zu viele ohne Sinn und Verstand daran rum rucken, oder ein Tele böse ist weil viele wie es in den Seminaren immer so schön erleutert wird, eigentlich die Knöpfe für "sitz", "platz", "steh" und "hier" darauf suchen.
Das die Methode funktioniert, auch mit dem Ergebis eines freudig laufenden Hundes, habe ich im engeren Umfeld erleben können. Allerdings kommt hier alles zusammen, ein guter und geeigneter Hund, eine gute Hundeführerin und sogar ein guter und passender Trainer dazu. Der Hund ist zwar noch nicht fertig aber Akivierungsreize kennt er von Anfang an und meidig habe ich ihn noch nie gesehen.
Ich finde es gut, wenn Methoden von allen Seiten beleuchtet werden und auch kritische Stimmen sich äußern, aber grundsätzlich schlecht reden halte ich für falsch. Für ebenso falsch halte ich es, wenn manche den Anspruch erheben, eine bestimmte Methode sei für jeden (egal ob Hundeführer, Hund oder Team) geeignet und zwar unabhängig davon ob es sich um die Kontaktmethode oder die "neuen" Methoden handelt, die im übrigen wie ja schon mehrfach erwähnt so neu gar nicht sind.
LG,
Corinna


