19-12-2009, 20:12
bordy,index.php?page=Thread&postID=81739#post81739' schrieb:Vor allem da die Krux bei dieser Methode (wenn ich das richtig verstanden habe) ja nun darin liegt, dass ich meinen Reiz gezielt so dosiert setze, dass er vom Hund als Ermunterung mit Aussicht auf Bestätigung erlebt wird.
Die Anwender der Methode behaupten, dass der Ruck oder der Stromimpuls als Ermunterung wie ein freundschaftliches Schulterklopfen vom Hund erlebt wird. In Wirklichkeit ist die Wirkung aversiv, d.h. der Hund erstrebt sie nicht, sondern will sie vermeiden. Da der unangenehme Reiz als subtraktive Verstärkung eingesetzt wird vor dem Verhalten des Hundes, glaubt der Hund, dass er durch Aktivität den Reiz abstellen kann (was ja auch das Ziel des HF ist). Der Hund erlebt den Ruck und/oder Stromimpuls als Drohung und nicht als Ermunterung.
Folter arbeitet lerntheoretisch mit diesem Prinzip der subtraktiven Verstärkung. Irgendwann reicht dann schon das leichte Anlegen bzw. Zeigen der Daumenschrauben, damit das Opfer das erwünschte Verhalten zeigt. Der Folterknecht würde vielleicht zynisch von einer Ermunterung sprechen.
Die Kunst bei der Kontaktmethode ist nun die Drohung so dosiert einzusetzen, dass der Hund einerseits nicht blockiert und andererseits sie aber ernst nimmt. Da kann schnell eine Gewaltspirale entstehen, wenn vom Gliederhalsband auf den angespitzten Stachel umgestellt wird, oder die Stufen auf dem Tele immer höher eingestellt werden.

