19-12-2009, 20:12
Bettina Balters,index.php?page=Thread&postID=81737#post81737' schrieb:Sicher kann ich mit jedem Extrem auch extrem viel Mist bauen und ich sehe bei der "Kaffeetrinkerfraktion" auch genügend Hunde die einen an der Waffel haben weil sie einfach absolut inkonsequent oder eher garnicht geführt werden.bordy,index.php?page=Thread&postID=81736#post81736' schrieb:aber ich bin auch der Ansicht, dass man mit falschen Einwirkungen schon einiges kaputt machen kann.
Man kann mit Allem, was für den Hund nicht umsetzbar ist, einiges kaputt machen.
Ich trainiere mit dem Zwerg in einem Agiverein, da arbeiten die meisten nach der "nur Positiv" Methode, und deren Hunde sind teilweise VÖLLIG abgedreht, durchgeknallt, nicht fähig sich zu sammeln und zu konzentrieren, kaum führbar, der HF verwirrt sie, ich sehe Übersprungshandlungen en Masse und "Teams" die keine sind.
So ein ständiger Zustand der Desorientierung finde ich für einen Hund genauso furchtbar wie Zwangseinwirkungen, die er nicht versteht und nur mit Meiden beantworten kann. Beide Extreme machen den Hund kaputt, nur auf unterschiedlichem Wege.
Trotzdem bin ich aber der Ansicht, dass ich mit einer falschen Einwirkung in der falschen Phase mehr kaputt machen kann als mit beispielsweise einem falschen Click. Trainier ich heute irgendeine Übung und bestätige falsch, dann lernt der Hund halt entweder garnix oder zeigt evtl mal Blödsinn der mir nicht so gefällt. Bei einer reinen Bestätigung muss ich mir dann im übrigen auch kaum Gedanken über Intensität etc. machen..
Im ganzen wird der Hund selbst aber z.B. von einem falschen Click keinen Schaden nehmen. Bin ich jetzt aber ein evtl ein nicht ganz so qualifizierter Hundeführer mit einem Hund in einer vielleicht eher sensiblen Ausbildungsphase und sehe auf dem Seminar das man da beim Kommando rucken muss (jetzt bewusst mal sehr einfach ausgedrückt),kann das dahinter vielleicht auch nicht wirklich so verstehen in der Schnelle und zieh dann halt einfach mal an, dann kann eine falsche Einwirkung halt schonmal nurnoch schwer auszumerzen sein.
Das aversive Reize in der Ausbildung manchmal nicht verkehrt oder auch nötig sein können sprech ich ja garkeinem ab, aber ich bin mit sowas einfach echt vorsichtig. Vor allem da die Krux bei dieser Methode (wenn ich das richtig verstanden habe) ja nun darin liegt, dass ich meinen Reiz gezielt so dosiert setze, dass er vom Hund als Ermunterung mit Aussicht auf Bestätigung erlebt wird. Dies genau so einzusetzen halte ich für relativ schwierig, wobei ich auch ganz ehrlich sagen muss das ich zwar die Arbeit mit Aktivierungszwängen kenne, aber für mich einige Kommentare hier relativ unstimmig sind und irgendwie nicht ganz so ins Bild passen..
LG Janina


