18-12-2009, 19:12
lusna,index.php?page=Thread&postID=81674#post81674' schrieb:Durch die Impulse soll der Hund aktiv werden - aktiviert werden.
Es kommt nicht darauf an, was man beabsichtigt, sondern wie es beim Hund ankommt.
Da ich mich nicht wiederholen möchte, verweise ich auf meinen ersten Beitrag in dieser Diskussion (Stichwort: Ruck ist Ruck.)
Ergänzend: es handelt sich bei den Aktivierungszwängen der Kontaktmethode lerntheoretisch um das Wegnehmen eines unangenehmen Reizes. In dem Moment, wo der Hund aktiv wird, hört der unangenehme Reiz auf. Praktisch muss, wenn man einen unangenehmen Reiz wegnehmen will, dieser ja erstmal gegeben werden. Deshalb eben immer gleichzeitig mit dem HZ. Der Hund kann dem unangenehmen Reiz nicht entgehen, er meint aber, er würde ihn durch Aktivität abstellen. Das Problem ist nun, dass der Hund nicht nur alle HZ automatisch mit unangenehm verknüpft, sondern auf Dauer tendenziell die gesamte Lern- und Trainingssituation. D.h. seine Einstellung geht immer mehr in Richtung Muss und weniger in Richtung Darf. Das sieht man dann auch deutlich auf den Wettkämpfen.
Die modernen Methoden betonen dagegen mehr das Darf und haben so die arbeitsfreudigen schnellen Hunde mit viel Ausstrahlung.
Natürlich vergisst auch die Kontaktmethode nicht die Belohnung, um nicht reines Meideverhalten zu erzielen, sondern ein gewisses Mass Freude und Ausstrahlung zu erhalten, wie auch die modernen Methoden bei einem gewissen Ausbildungsstand ggfs. auch Strafreize anwenden, um nicht Defizite bei der Zuverlässigkeit zu erhalten.

