18-12-2009, 16:12
Hallo Dietrich,wie gewohnt ein toller Beitrag......zu dem ich allerdings etwas anmerken möchte.
Ich habe in letzter zeit 2 interessante Beiträge im TV gesehen.
Ersterer war ein Bericht über ein Ehepaar,das irgendwo in der Wildnis lebte und dort Schlittenhunde hatte.
Es war ein junges paar Hunde ,R/ H,die ca 6.mon. in der Meute aufwuchsen.Der Besitzer machte sich m die junge Hündin Sorge,sie wurde vom Bruder und Vater heftig attackiert,aber er beließ sie da und am nächsten Morgen lag sie totgebissen im Schnee.
Es war eine Entscheidung des Mannes zwischen Mitleid und dem Risiko,sein Leben seine Hunden bzw einem funktionierenden Rudel anzuvertrauen.
Zweiter, etwas erfreulicher,2 Hune sassen nebeneinander und mußten Pfötchen geben.
Für jede Aktion gab Belohnung,immer abwechselnd.Nach einiger Zeit wurde dann aber immer nur ein Hund für die Aktion belohnt,worauf der andere nach kurzer Zeit die Mitarbeit einstellte.
Dieser Hund hatte aber vorher,alleine,intermetierend verstärkt,diese Übung ewig wiederholt.
Fazit,ein hund kann Situationen differenzieren und vergleichen,Fähigkeiten,die durchweg Intelligenz erfordern.
Worauf ich hinaus will,sicher weiß man heute,das man ohne Zwang viele Dinge besser machen kann,aber im Umkehrschluß,warum muß ich Verhaltensweisen,die mein Hund hat,weg lassen,weil mein Menschiches Denken es als Ethisch bedenklich empfindet.
Grade im letzten viertel Jahr hatte ich wieder das Glück,zu erleben,wie ein junger Rüde sich in ein bestehendes Rudel einleben mußte.
Obwohl es durchweg keine "netten" Hunde waren,hatte der kleine von Anfang an die Werkzeuge bei der Hand,die ihm ein sicheres Aufwachsen garantierten.
Und wenn der kleine mal Übermütig wude,gabs ein Quieken und damit wars erledigt.
Warum also soll ich mich nicht diesen Fähigkeiten bedienen,die die Natur dem Hund mitgab....nur weil wir Menschen andere Moralvorstellungen haben?
Und damit komm ich zur Causalkette.
Ich gebe dir vollkommen Recht,das oberste Ziel muß es sein,Arbeitsbereitschaft und Lernfähigkeit unserer Hunde zu erhalten.
Nun ist aber die Krux,das über Vererbung von zu ähnlichen Hunde wichtige,( oben erwähnte) Eigenschaften verloren gehen.Also ist es wichtig,die Hunde möglichst roh zu sichten,um zu erkennen,wie die nervliche und triebliche Ausstattung vorhanden ist.Die Fähikeit der Ausbildbarkeit ist danach ja noch besser zu erkennen,wenn man die Sichtungen über einen langen Zeitraum aufrecht hält.
Wenn ich also die oben genannte Kette als wichtigen Bestandteil einer funktionierenden Zucht sehe,dann muß ich entscheiden,ob auf Prüfungen die Hunde hoch bewertet werden,die ständig ihren HF aktivierend um den nächsten Schuß anbetteln oder die Hunde,die erkennen lassen,das sie sich unterordnen,das heißt,ihre primären Interessen zu unterdrücken,weil sie einer höheren Ordnug,(zB Erhalt /Ordung des Rudels)folgen.
Ein Hund muß Zwänge verarbeiten können,sonst ist es kein Gebrauchshund.
Das,was 1980 von Raiser als "modern" vorgestellt wurde ist heute "kalter Kaffe",......was morgen modern ist ??????????????
unsere Hunde funktionieren Gottseidank immer noch nach ihrem über Jahrhunderte erfolgreichem System,trotz aller Bemühungen unserer Seits.
Laßt uns unsere Hunde als Hunde behandeln,gut behandeln,aber vergessen wirs,sie zu besseren Menschen umzufunktionieren,dafür sind sie nicht geeignet.
LG Heinz :cheers:
Ich habe in letzter zeit 2 interessante Beiträge im TV gesehen.
Ersterer war ein Bericht über ein Ehepaar,das irgendwo in der Wildnis lebte und dort Schlittenhunde hatte.
Es war ein junges paar Hunde ,R/ H,die ca 6.mon. in der Meute aufwuchsen.Der Besitzer machte sich m die junge Hündin Sorge,sie wurde vom Bruder und Vater heftig attackiert,aber er beließ sie da und am nächsten Morgen lag sie totgebissen im Schnee.
Es war eine Entscheidung des Mannes zwischen Mitleid und dem Risiko,sein Leben seine Hunden bzw einem funktionierenden Rudel anzuvertrauen.
Zweiter, etwas erfreulicher,2 Hune sassen nebeneinander und mußten Pfötchen geben.
Für jede Aktion gab Belohnung,immer abwechselnd.Nach einiger Zeit wurde dann aber immer nur ein Hund für die Aktion belohnt,worauf der andere nach kurzer Zeit die Mitarbeit einstellte.
Dieser Hund hatte aber vorher,alleine,intermetierend verstärkt,diese Übung ewig wiederholt.
Fazit,ein hund kann Situationen differenzieren und vergleichen,Fähigkeiten,die durchweg Intelligenz erfordern.
Worauf ich hinaus will,sicher weiß man heute,das man ohne Zwang viele Dinge besser machen kann,aber im Umkehrschluß,warum muß ich Verhaltensweisen,die mein Hund hat,weg lassen,weil mein Menschiches Denken es als Ethisch bedenklich empfindet.
Grade im letzten viertel Jahr hatte ich wieder das Glück,zu erleben,wie ein junger Rüde sich in ein bestehendes Rudel einleben mußte.
Obwohl es durchweg keine "netten" Hunde waren,hatte der kleine von Anfang an die Werkzeuge bei der Hand,die ihm ein sicheres Aufwachsen garantierten.
Und wenn der kleine mal Übermütig wude,gabs ein Quieken und damit wars erledigt.
Warum also soll ich mich nicht diesen Fähigkeiten bedienen,die die Natur dem Hund mitgab....nur weil wir Menschen andere Moralvorstellungen haben?
Und damit komm ich zur Causalkette.
Ich gebe dir vollkommen Recht,das oberste Ziel muß es sein,Arbeitsbereitschaft und Lernfähigkeit unserer Hunde zu erhalten.
Nun ist aber die Krux,das über Vererbung von zu ähnlichen Hunde wichtige,( oben erwähnte) Eigenschaften verloren gehen.Also ist es wichtig,die Hunde möglichst roh zu sichten,um zu erkennen,wie die nervliche und triebliche Ausstattung vorhanden ist.Die Fähikeit der Ausbildbarkeit ist danach ja noch besser zu erkennen,wenn man die Sichtungen über einen langen Zeitraum aufrecht hält.
Wenn ich also die oben genannte Kette als wichtigen Bestandteil einer funktionierenden Zucht sehe,dann muß ich entscheiden,ob auf Prüfungen die Hunde hoch bewertet werden,die ständig ihren HF aktivierend um den nächsten Schuß anbetteln oder die Hunde,die erkennen lassen,das sie sich unterordnen,das heißt,ihre primären Interessen zu unterdrücken,weil sie einer höheren Ordnug,(zB Erhalt /Ordung des Rudels)folgen.
Ein Hund muß Zwänge verarbeiten können,sonst ist es kein Gebrauchshund.
Das,was 1980 von Raiser als "modern" vorgestellt wurde ist heute "kalter Kaffe",......was morgen modern ist ??????????????
unsere Hunde funktionieren Gottseidank immer noch nach ihrem über Jahrhunderte erfolgreichem System,trotz aller Bemühungen unserer Seits.
Laßt uns unsere Hunde als Hunde behandeln,gut behandeln,aber vergessen wirs,sie zu besseren Menschen umzufunktionieren,dafür sind sie nicht geeignet.
LG Heinz :cheers:
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!
(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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