09-12-2008, 20:12
Hallo Claudia,
warum kann man die Caniden im Zoo nicht mit den Haushunden vergleichen?? Die Frage ist durchaus ernst gemeint! Der Hund ist ein Fleischfresser, biologisch gesehen, und entsprechend ist eine Ernährung mit hohem Fleischanteil das Richtige für ihn. Er kann mit anderem überleben (manch einer sogar recht gut), aber es ist nicht wirklich artgerecht. Und instinktiv wissen die Tiere das eigentlich auch. Wenn bei uns in den Laden Welpen kommen, dann "bereichern" sie sich IMMER an den Fleischartikeln, die sie erreichen können (Blättermagen, Putenhälse - egal, was). Dabei wäre es viel leichter, an die Hundekekse zu kommen, die zur Selbstbedienung für die Herrchen und Frauchen da stehen.
Ich jedenfalls habe seit 25 Jahren Schäferhunde. Meine erste Hündin (ein "Studentenhund") wurde mit Tischresten und billigen Schlachtabfällen ernährt. Sie war in ihrem Leben nicht einmal krank. Danach war ich monetär besser gestellt - meine darauf folgenden Hunde wurden alle mit teurem Premiumfutter gefüttert, man wollte ja alles richtig machen. Sie hatten alles mögliche: HD, ED, Autoimmunerkrankung, nochmal HD, nochmal HD... Vor sieben Jahren habe ich meine Fütterung auf roh umgestellt. Meine Hunde leben weitestgehend getreidefrei, bekommen selten mal etwas Trofu, hauptsächlich aber rohe fleischige Knochen, Pansen, Blättermagen etc. Damit habe ich sie auch großgezogen. Beide sind kerngesund und leistungsfähig, widerstandsfähig gegen Krankheiten (jedenfalls bisher) und haben super Röntgenaufnahmen. Es mag Zufall sein, aber vor allem auch meine Erfahrungen der letzten Jahre, in denen wir zur letzten Anlaufstelle für viele ziemlich verzweifelte Hundehalter geworden sind, die die teuersten Spezialfutter der Tierärzte durch haben und in ihrer Hilf- und Ratlosigkeit als letzte Lösung zum Frischfutter greifen, sagen mir, dass an der biologischen Einordnung als Carnivor wohl etwas dran sein muss!
Ich halte nichts von missionarischem Eifer, man selbst sollte sich mit dem, was man füttert, auch wohl fühlen können. Aber ich denke nicht, dass wir den Hund biologisch unter die Rubrik Pflanzen- oder Allesfresser einordnen sollten, denn das entspricht schlicht nicht den Gegebenheiten. Daher wohl auch die vielen Pankreasinsuffizienzen, die Skeletterkrankungen, die Hauterkrankungen, die Magen-Darm-Erkrankungen... Manchmal fürchte ich, dass wir unsere Tiere (denn bei Katzen ist es noch viel dramatischer!) krank füttern!
LG
Bine
warum kann man die Caniden im Zoo nicht mit den Haushunden vergleichen?? Die Frage ist durchaus ernst gemeint! Der Hund ist ein Fleischfresser, biologisch gesehen, und entsprechend ist eine Ernährung mit hohem Fleischanteil das Richtige für ihn. Er kann mit anderem überleben (manch einer sogar recht gut), aber es ist nicht wirklich artgerecht. Und instinktiv wissen die Tiere das eigentlich auch. Wenn bei uns in den Laden Welpen kommen, dann "bereichern" sie sich IMMER an den Fleischartikeln, die sie erreichen können (Blättermagen, Putenhälse - egal, was). Dabei wäre es viel leichter, an die Hundekekse zu kommen, die zur Selbstbedienung für die Herrchen und Frauchen da stehen.
Ich jedenfalls habe seit 25 Jahren Schäferhunde. Meine erste Hündin (ein "Studentenhund") wurde mit Tischresten und billigen Schlachtabfällen ernährt. Sie war in ihrem Leben nicht einmal krank. Danach war ich monetär besser gestellt - meine darauf folgenden Hunde wurden alle mit teurem Premiumfutter gefüttert, man wollte ja alles richtig machen. Sie hatten alles mögliche: HD, ED, Autoimmunerkrankung, nochmal HD, nochmal HD... Vor sieben Jahren habe ich meine Fütterung auf roh umgestellt. Meine Hunde leben weitestgehend getreidefrei, bekommen selten mal etwas Trofu, hauptsächlich aber rohe fleischige Knochen, Pansen, Blättermagen etc. Damit habe ich sie auch großgezogen. Beide sind kerngesund und leistungsfähig, widerstandsfähig gegen Krankheiten (jedenfalls bisher) und haben super Röntgenaufnahmen. Es mag Zufall sein, aber vor allem auch meine Erfahrungen der letzten Jahre, in denen wir zur letzten Anlaufstelle für viele ziemlich verzweifelte Hundehalter geworden sind, die die teuersten Spezialfutter der Tierärzte durch haben und in ihrer Hilf- und Ratlosigkeit als letzte Lösung zum Frischfutter greifen, sagen mir, dass an der biologischen Einordnung als Carnivor wohl etwas dran sein muss!
Ich halte nichts von missionarischem Eifer, man selbst sollte sich mit dem, was man füttert, auch wohl fühlen können. Aber ich denke nicht, dass wir den Hund biologisch unter die Rubrik Pflanzen- oder Allesfresser einordnen sollten, denn das entspricht schlicht nicht den Gegebenheiten. Daher wohl auch die vielen Pankreasinsuffizienzen, die Skeletterkrankungen, die Hauterkrankungen, die Magen-Darm-Erkrankungen... Manchmal fürchte ich, dass wir unsere Tiere (denn bei Katzen ist es noch viel dramatischer!) krank füttern!
LG
Bine


