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aldi hundefutter
#6
Hallo Frerü,

wäre ja auch schlimm wenn jeder DSH, der mit getreidehaltigem Futter ernährt wird, HD oder ED hätte. Das würde ja bedeuten es gäbe so gut wie keinen gesunden DSH...

Getreide ist aber kein natürlicher Nahrungsbestandteil, weder für uns, erst recht nicht für einen Karnivor. Bei uns bereitet eine getreidelastige Ernährung viele Probleme, obwohl sich unser Organismus in über 10.000 Jahren an diese Art der Ernährung zumindest teilweise anpassen konnte. Daß wir diesen Schritt noch nicht annähernd abgeschlossen haben zeigt z.B. daß bei einigen indogenen Völkern, die ihre Ernährung innerhalb einer Generation auf eine Getreidebasis umgestellt haben, inzwischen bis 80% der Bevölkerung an Diabetes Typ 2 leidet. Und unter Ernährungswissenschaftlern ist der Begriff "Brot-Rheuma" inzwischen durchaus geläufig. Einige Inhaltstoffe des Getreides fördern Entzündungsvorgänge im Organismus und unterstützen Krebszellen.

Wobei es mir persönlich ja noch nicht einmal um den Bestandteil Getreide an sich im Hundefutter geht. Sondern in erster Linie um dessen Qualität. Denn in Futtergetreide dürfen z.B. höhere Werte an Schimmelpilzgiften enthalten sein als in Getreide in Lebensmittelqualität. Diese aber sind hochgradig giftig und krebserregend. Werden die Grenzwerte eingehalten, dann liegt, kurzfristig betrachtet, gesundheitlich alles im grünen Bereich (wobei eine Tumorerkrankung, die in höherem Alter diagnostiziert wird, ja selten einem Futter zugeordnet wird, das eine ganze Zeit lang zuvor gefüttert wurde, zumal man über die Schimmelpilzgiftbelastung des Futters als Privatperson normalerweise nix erfährt, es sei denn das Futter fällt in einer zufällig gezogenen Stichprobe, z.B. durch Stiftugn Warentest, negativ auf).

Da wir aber im Lebensmittelbereich bereits genügend Skandale haben, in denen durch Schlampigkeit oder häufiger noch durch bloße Habgier Einzelner Gesundheit und Leben von Menschen gefährdet werden, kannst Du Dir sicher vorstellen daß das im Futtermittelbereich genau so passiert. Und werden dort die ohnehin höheren zulässigen Grenzwerte überschritten, dann gibt es nicht selten direkt kranke oder tote Tiere (die langfristige Wirkung wird, wie weiter oben schon mal geschrieben, ja leider so gut wie nie aufgedeckt). So geschehen fast zeitgleich in den USA und Kanada im Winter 2007/2008 und in den USA erst zwei Jahre zuvor. Im vergangenen Winter übrigens u.a. auch von renomierten Herstellern, die ihre Futter u.a. in Europa vertreiben und u.a. auch diverse Discounter-Tüten befüllen.

Der Organismus des Hundes braucht kein Getreide. Im besten Fall schadet es ihm nicht, es ist eine kostengünstige Möglichkeit damit seine Ration zu strecken. Daß ein so hoher Getreideanteil im FeFutter enthalten ist liegt u.a. auch am Herstellungsprozess. Oft benötigen die verwendeten Maschinen einen hohen Getreideanteil um optimal arbeiten zu können. Da hat der Getreideanteil im Futter dann weniger ernährungsphysiologische Gründe.

Ich selbst verfüttere meinen Hunden auch Getreide. Aber nicht mehr gedankenlos in den Mengen wie früher. Und nicht mehr in Futtermittelqualität, sondern in Lebensmittelqualität. Hersteller, die das für ihr Futter belegen können, füllen leider nicht in die Discounter-Tüten ab (obwohl sie ihr Futter teilweise nicht teuer verkaufen als einige der Discounter-Futter in der Originalverpackung kosten). Alles andere ist mir persönlich inzwischen zu heikel. Nix gegen Futtermittelqualität bei Getreide, wenn sie denn eingehalten wird.

Es gibt aber auch beim DSH viele Hunde mit gesundheitlichen Problemen. Angefangen bei der an sich noch harmlosen Panostitis (harmlos deswegen weil sie sich verwächst), die von vielen Hundehaltern und Züchtern als gegeben hingenommen wird, über bleibende Schäden bei der Skelettentwicklung mit deren Folgeerkrankungen bis hin zu Hauterkrankungen, Problemen mit dem Immunsystem, Tumorerkrankungen usw. Hier würde ich mir als betroffener Hundehalter schon gut überlegen, ob ich meinen Hund nicht sinnvollerweise auf eine geteidefreie Ernährung umstelle und einen Großteil meiner Tierarztkosten dadurch einspare. Denn die Erfolge sind teilweise verblüffend.

Tierärzte sind übrigens mit die Letzten, die sich im Bereich der Ernährungswissenschaft wirklich gut auskennen. Das gibt ihr Ausbildungspensum auch gar nicht her. Ist doch bereits die Ausbildung der Humanmediziner auf diesem Gebiet sehr viel dürftiger als es der Laie allgemein annimmt. Wenn dann noch die Ausbildungsstätten der Tiermediziner von Futtermittelkonzernen gesponsort werden ist es nicht verwunderlich, daß die frischgebackene Tierärzte einen Eid auf die Futtermittelindustrie schwören. Bedenken bezüglich reiner FeFutter-Fütterung habe ich bisher eher aus den Reihen der alten tierärztlichen Praktiker, basierend auf deren jahrzehntelanger Beobachtungsgabe, vernommen.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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aldi hundefutter - von beutegeier - 01-12-2008, 18:12
[Kein Betreff] - von zwerglein - 01-12-2008, 19:12
[Kein Betreff] - von Ralf Cohrs - 02-12-2008, 14:12
[Kein Betreff] - von LosNerkos - 05-12-2008, 08:12
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[Kein Betreff] - von Chrissi16 - 10-12-2008, 08:12

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