28-10-2006, 18:10
hi jupp,
viele dinge die du beschreibst sehe ich vermehrt auch bei hunden die nur über die von dir beschriebene methode ausgebildet werden.
die nacht zuvor waren anscheinend wildschweine oder anderes wild am platz, also sehr interessante geruchsspuren für die hunde. zusätzlich fuhr kurz zuvor ein traktor (zum bäume fellen) über den platz, der wohl vorher auf nem feld düngen war.. aber das mal nur so am rande.
der nur über positive bestätigung ausgebildete hund, nennen wir ihn mal Hund-A geht mit dem hf (mit kommando fuß) auf den platz, läuft 5 schritte, dann fällt ihm ein das die spuren auf dem boden ja viel interessanter sind als seine hf , die ja gerade eh keinen ball rausrückt und geht schnüffeln. und nun kommt das problem... hund lässt sich auch durch ein nein (im liebevollen tonfall, nachdem er x mal auf den boden schnüffelt) nicht von diesem verhalten abbringen und einwirken will man auch nicht...man will ja schlieslich keinen "beschränkten korrekturhund".
10 minuten später war ich mit meiner golden hündin auf dem platz.. wie allgemein verbreitet über lob , triebbestätigung und korrektur ausgebildet. sie läuft aufmerksam, korrekt, schnüffelt nicht einmal am boden. warum ist das so? sie hat einfach gelernt das "fuß" immer "fuß" heist, also am bein gehen und anschauen, auch wenn da gerade etwas viel interessanteres für sie ist, weil ich das will. aufgebaut habe ich das schlicht und einfach indem ich unerwünschtes verhalten (unaufmerksamkeit, falsche position, schnüffeln etc.) durch die sie sich auch selbst bestätigen könnte, sofort unterbunden habe, bei ihr reicht ein klares "nein" meistens aus, oder eine leichte einwirkung über die kette. ähnliches bild bei der schäferhündin, nur das bei ihr eben meist ein nein nicht ausreicht.
diese situation hat mich ganz ehrlich gesagt einfach wieder in meiner ansicht bestätigt, dass ein hund nicht nur durch positive erfahrungen lernt, sondern dazu eben auch negativ erfahrungen gehören.
ich für meinen teil zumindest möchte, dass mein hund ein kommando (egal welches) das ich ihm gebe sicher ausführt.. auch wenn es da dinge gibt die vielleicht interessanter sind. genau da liegt aber eben der knackpunkt dieser methoden..
schön das wir da einer meinung sind :dh: aber für mich gehört zur prüfungsreife eben auch das mein hund ablenkungen wie wildspuren ignorieren kann.
das reine "shaping" wie du es beschreibst beinhaltet ein "nein", bzw ein abbruchkommando verbunden mit einer negativen einwirkung allerdings nicht.. sondern verwendet soein signal nur in verbindung mit "schade, du krigst jetzt eben keine bestätigung", wenn überhaupt. ansonsten wird alles andere einfach ignoriert, auch im alltag. so hab ich mir das jedenfalls erklären lassen
wie bereits erwähnt, für manche dinge finde ich clickern, bzw shapen nicht schlecht.. aber auch das hat seine (großen) nachteile und ist nicht immer zu verwenden.
viele dinge die du beschreibst sehe ich vermehrt auch bei hunden die nur über die von dir beschriebene methode ausgebildet werden.
Zitat:Aber so wie Walter es schildert, habe ich es noch nie erlebt. Wenn ich von solchen Zuständen auf einer Prüfung überrascht werden würde, und der LR würde solche Zustände nicht bemängeln, dann hätte ich ganz einfach Pech gehabt und würde nicht starten oder abbrechen.die situation wie sie bei mir im verein ist (wildspuren auf dem platz) wird dir aber denke ich öfter passieren. dazu mal eine situation wie ich sie erst letztens erlebt habe.
die nacht zuvor waren anscheinend wildschweine oder anderes wild am platz, also sehr interessante geruchsspuren für die hunde. zusätzlich fuhr kurz zuvor ein traktor (zum bäume fellen) über den platz, der wohl vorher auf nem feld düngen war.. aber das mal nur so am rande.
der nur über positive bestätigung ausgebildete hund, nennen wir ihn mal Hund-A geht mit dem hf (mit kommando fuß) auf den platz, läuft 5 schritte, dann fällt ihm ein das die spuren auf dem boden ja viel interessanter sind als seine hf , die ja gerade eh keinen ball rausrückt und geht schnüffeln. und nun kommt das problem... hund lässt sich auch durch ein nein (im liebevollen tonfall, nachdem er x mal auf den boden schnüffelt) nicht von diesem verhalten abbringen und einwirken will man auch nicht...man will ja schlieslich keinen "beschränkten korrekturhund".
10 minuten später war ich mit meiner golden hündin auf dem platz.. wie allgemein verbreitet über lob , triebbestätigung und korrektur ausgebildet. sie läuft aufmerksam, korrekt, schnüffelt nicht einmal am boden. warum ist das so? sie hat einfach gelernt das "fuß" immer "fuß" heist, also am bein gehen und anschauen, auch wenn da gerade etwas viel interessanteres für sie ist, weil ich das will. aufgebaut habe ich das schlicht und einfach indem ich unerwünschtes verhalten (unaufmerksamkeit, falsche position, schnüffeln etc.) durch die sie sich auch selbst bestätigen könnte, sofort unterbunden habe, bei ihr reicht ein klares "nein" meistens aus, oder eine leichte einwirkung über die kette. ähnliches bild bei der schäferhündin, nur das bei ihr eben meist ein nein nicht ausreicht.
diese situation hat mich ganz ehrlich gesagt einfach wieder in meiner ansicht bestätigt, dass ein hund nicht nur durch positive erfahrungen lernt, sondern dazu eben auch negativ erfahrungen gehören.
ich für meinen teil zumindest möchte, dass mein hund ein kommando (egal welches) das ich ihm gebe sicher ausführt.. auch wenn es da dinge gibt die vielleicht interessanter sind. genau da liegt aber eben der knackpunkt dieser methoden..
Zitat:Die Prüfungsbedingungen brauchen nicht optimal zu sein, die üblichen Ablenkungen und Störungen und Wetterbedingungen usw. trainiere ich vorher. Das gehört für mich zur Prüfungsreife. Ich gehöre nicht zu denen, die sagen „Zu Hause kann er es aber!“.
schön das wir da einer meinung sind :dh: aber für mich gehört zur prüfungsreife eben auch das mein hund ablenkungen wie wildspuren ignorieren kann.
Zitat:Hunde, die ich erziehe, kennen „Nein“ und wissen, daß es unangenehm wird, wenn sie dieses Signal nicht befolgen. Im direkten Zusammenhang mit diesem „Nein“ gibt es bei Befolgen, d.h. Verhaltensabbruch, auch keine angenehme Bestätigung, weil ich keine Verhaltenskette aufbauen will.
das reine "shaping" wie du es beschreibst beinhaltet ein "nein", bzw ein abbruchkommando verbunden mit einer negativen einwirkung allerdings nicht.. sondern verwendet soein signal nur in verbindung mit "schade, du krigst jetzt eben keine bestätigung", wenn überhaupt. ansonsten wird alles andere einfach ignoriert, auch im alltag. so hab ich mir das jedenfalls erklären lassen

Zitat:Auch können auf Prüfungen plötzlich vermehrtes Interesse für Umweltreize, für Schnüffeln, für Meiden des Blickkontaktes, für nicht zügiges Reinkommen („Macht er sonst immer so toll!“) usw. Beschwichtigungssignale sein an den prüfungsgestressten HF.klar können das reaktionen sein.. aber ich persönlich beobachte sowas allerdings eher bei hunden die nur über positive bestärkung, bzw shaping aufgebaut wurden, da sie (meiner ansicht nach) einfach die welt nicht mehr verstehen, wenn sie mal nicht selber entscheiden sollen, der hf nicht clickt, sie nicht machen dürfen was ihnen gerade einfällt, sondern ihr "falsches" verhalten durch stress des hf "gestraft" wird (auch das kann ein sensibler hund als korrektur empfinden), etc.
wie bereits erwähnt, für manche dinge finde ich clickern, bzw shapen nicht schlecht.. aber auch das hat seine (großen) nachteile und ist nicht immer zu verwenden.
LG Janina


