01-04-2021, 15:04
toto1710,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27061-M%C3%B6glichkeiten-zur-Verbesserung-der-Ausbildung-f%C3%BCr-%C3%BCberregionale-Hundesportwettk%C3%A4/?postID=191217#post191217 schrieb:Hallo Anja,Vielleicht ja - aber wie kommt es dann zu den Auswüchsen, mit "könnte schneller", "könnte direkter", "könnte... etc." kommen?
ist das nicht ,dass was die Richter bewerten sollen ?
Die Prüfungsordnung ist doch für jede Rasse ausgelegt und nicht für nur eine Rasse die man dann als Standart nimmt.
Gerade im Obedience sind ja doch noch auf OG-/LG-Niveau viele andere Rassen und auch Mischlinge zu sehen. Da sieht man den engagierten Sheltie genauso wie einen Ridgeback. Und häufig sieht man zB dass die Hunde bei vollem Gallopp eher "hoch" denn in die Weite springen. Da ist volles Engagement da , aber eben nicht der Turbospeed - und das ist eine der Situationen wo mir Obi wirklich gefällt. Dass das eben gleich bewertet wird.
Angenommen es wäre in der IGP-PO jetzt schon sauber definiert, wie kommt es dann zu den Auswüchsen, dass quasi schon erwartet wird, dass der Hund ins Platz rutscht beim Voraus, dass er beim Apport mit Drehen zum HF quasi die Wiese umackert und beim Sitzkommando explosionsartig absitzt, gefühlt schon fast vor dem Kommando?
Anderes wie ich finde sehr gutes Beispiel:
Im Obi gibt es bei den Positionen aus der Bewegung in Kl 2 und 3 sehr viele und häufige techn. Fehler - weil die Reihenfolge und Auswahl der Positionen auf jeder Prüfung anders ist. In Klasse 2 sind es 2 Positionen von 3, bei der Klasse 3 dann alle drei Positionen. Das kann man dem Hund vorher nicht durch Sekundärsignal (streicheln irgendwo) ankündigen.
Ich habe mal gefragt, wie man diese Technologie umsetzen könnte....baffes Erstaunen. Ich sage gar nicht. Der Hund muss einfach klar genug im Kopf exakt aufpassen und perfekt auf Signal richtig reagieren. Erschwert dazu, dass nach der Grundstellung bzw unterwegs das ganze nach einem Winkel mit max. 5m Entwicklung kommt - das ist manchmal verdammt kurz. Banal formuliert laut die Übung "zufhören und machen". Auch das nimmt den Hunden viel Trieb und Spinnerei, sie wirken sachlicher, klar die müssen zuhören (ich erinnere an Kinder, die in einem Diktat sitzen, da turnt auch keiner rum).
Es erinnert mich an meine Anfänge im IPO vor 30 Jahren, wo sicherlich vieles in der Ausbildung noch nicht so weit war. Wo aber die Hunde einfach gelernt haben, was ein Sitz, Platz und Steh war. Da kannte man die Idee der Vorbereitung nicht, da haben die Hunde es einfach gelernt und gemacht.
Auch der Vorschlag der Variabiltät wurde bei der Übearbeitung der IPG-PO leider nicht berücksichtigt, das wäre ein Fortschritt gewesen und spannender auch (siehe BGH).
VG
Anja


