11-01-2018, 13:01
Heinz.S,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26294-langer-Gang/?postID=181928#post181928 schrieb:Hallo Dirk,meine persönliche,vllt subjektive Erfahrung der letzten Jahre ist,das es vermehrt Hunde,und zwar überwiegend bei den Malis,das es einen Typus gibt,der mittig zuläuft,bei dem du dann aber den Hund kaum noch abgedreht kriegst.Es läuft immer darauf raus,das du dein entlastetet Bein nach hinten ziehen muß,um einen Einschlag zu verhindern,und trotzdem noch eine leichte Berührung spürst.
[...]
Eine Folge von Training,wo die Hunde von jung auf zum Abreissen motiviert werden? Weiß nicht. Habe aber in einem Vorbeitrag geschrieben,das ich den Mali Grundsätzlich,und einige ganz speziell,als Hund mit einem sehr individuellen Einholverhalten sehe,und das nicht alleine auf die Lange Flucht bezogen.Es ist bei anderen Rassen selten zu sehen,das die vorm Einbiss,selbst bei hohem Tempo,kurz vorher noch mal zulegen können und praktisch den letzten Meter eine Unbedingtheit in ihre Aktion legen,die die Definition Beuteverhalten an ihre äussersten Grenzen treibt.
Hallo Heinz,
ich weiß sehr gut was Du meinst... ich sage immer "Nachbrenner" dazu, also wenn der Hund nochmal beschleunigt und kurz vor den Anbiss im Zulauf alles rein legt und vom Tempo her anzieht.
Das kenne ich aber nicht nur von Malis sondern auch von einigen Riesenschnauzern oder auch von einigen Schäferhunden. Das haben nicht alle (das gilt auch für Malis), aber es sind vermehr Hunde, die etwas aktiver in den Nerven sind und eine hohe Beuteaggression zeigen. Und diese Merkmale treffen eben in erster Linie auf die Malis zu.
Sowas wird natürlich durch entsprechenden Aufbau gefördert. Sehen kannst Du das u. a. sehr deutlich bei den Tschechen, also z. B. Vit Glisnik. Da wird jungen Hunden sehr lange das Reinfliegen ins Kissen gezeigt, nach links, nach rechts, mittig und dann in eine Richtung, etc.. Die Hunde lernen dann im ersten Schritt nur das Springen und Abziehen, also kein Umsetzen und keine Last. Das wird dann langsam gesteigert, Last drauf gegeben und am Ende werden dann die Belastungen vor den Anbiss gesetzt (die der Hund aber gar nicht mehr als Belastung wahrnimmt) und das Kissen bzw. der Ärmel extrem kurz vorher gezogen. Sobald dann das Ziel da ist, setzen die Hunde nochmal alles rein und ziehen durch. Durch diesen schematischen Aufbau wirken Belastung und Vertreibungslaute eher als "Turbo" bzw. als Elemente für den Stau und sobald das Ziel (Ärmel) vorne steht, entlädt sich das und der Hund gibt Gas.
So bekommt man das auch mit Hunden hin, die das nicht unbedingt von Natur aus zeigen... ob man das aber so provozieren und ausbilden sollte, steht auf einem anderen Papier... aber dafür gibt es ja diese Diskussion hier.
Viele Grüße
Sören


